Oukitel hat ein neues Smartphone vorgestellt, das die Bezeichnung K7000 trägt. Das Konzept hinter dem Oukitel K7000 besteht aus einem dünnen Smartphone, das nicht mehr als 2000 mAh Akkukapazität hat. Im Lieferumfang ist jedoch eine Schutzhülle enthalten, die über einen integrierten 5000 mAh Akku verfügt. Mit dieser Kombination will Oukitel dem Nutzer ein dünnes Smartphone bieten, das jedoch bei schwächelndem Akku auch unterwegs mit dem Powerbank Case geladen werden kann. Die Ausstattung des Smartphones reiht sich ansonsten in der unteren Mittelklasse ein. Mit an Bord ist der Mediatek Prozessor MT6737 mit 4 × 1,3 GHz, 2 GB RAM, ein aktuelles Android 6 Betriebssystem und ein 5 Zoll großes HD-Display. Was das Smartphone im Praxiseinsatz liefert und ob die vom Hersteller angegeben Daten stimmen, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Design

Das Konzept des Oukitel 7000 ist recht einfach: Eine riesige Akkukapazität trotz schlankem Design durch Auslagerung. Die angepriesenen 4 mm Dicke beziehen sich übrigens auf den Metallrahmen außen herum. Im Gesamten sind die Maße 143,6 x 71,5 x 9,1mm. Also stellen sich die 4 mm als reiner Werbegeck heraus, denn mit 9 mm ist das K7000 nicht gerade schlank. Das Gewicht ohne Hülle beträgt 158g und ist somit angenehm leicht. Mit der Hülle wiegt das Smartphone ganze 300g und ist somit extrem schwer.

Das 5,5 Zoll HD Display sitzt zwischen zwei weißen Kunststoffleisten, versiegelt mit 2.5D Glas. Eine Benachrichtigungs-LED ist vorhanden, leuchtet aber nur sehr schwach. Auf der oberen Seite finden sich Kamera, Lautsprecher und Näherungssensor. Am unteren Rand sind bis auf einen in der Mitte äußerst schwach beleuchteten Kreis keine Tasten zu sehen. Die Funktionen sind jedoch alle vorhanden. Rechts ist „Zurück“, Mitte ist „Home“ und links ist „Eigenschaften“. Außen herum befindet sich ein dünner weißer Kunststoffstreifen, der an manchen Stellen etwas passgenauer sein sollte, da minimale Spalten sichtbar sind zwischen Kunststoff und Display, aber nur wirklich minimale Spalten. Der äußere Kunststoffrahmen wird eingefasst von einem rosegoldfarbenen Metallrahmen, der besagte 4 mm Breite aufweist. Dieser wird insgesamt 6 Mal unterbrochen: Oben und unten jeweils zweimal für die Antennenleisten, oben nochmal für den Kopfhörerausgang und unten für den USB-Port und den Lautsprecher. Auf der rechten Seite sind noch der Powerknopf und die Lautstärkewippe eingelassen. Ein schmaler Kunststoffstreifen trennt das Metall von der abnehmbaren Rückseite. Diese lässt sich dank einer Aussparung links unten am Deckel einfach öffnen. Darunter liegt der herausnehmbare Akku, zwei Simslots und ein MicroSD-Slot.

Das Powercase „Matrix“ kommt in Gold mit Loch für die Kamera, weichem Bezug zum Schutz des Rückens sowie Ladestandanzeige daher. Außerdem hat es noch ein Loch für den Lautsprecher, einen USB-Port und einen ausklappbaren Ständer. Dieser Ständer gibt beim Öffnen ein knarzendes Geräusch von sich und wird wohl nicht allzulange durchhalten.

Insgesamt macht das Handy durchaus einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Die zusätzliche Akkuhülle ist zwar dank des zusätzlichen USB-Ports praktisch und vielseitig, jedoch auch etwas klobig und keine wirkliche Schönheit. Die Verarbeitung der Akkuhülle kommt jedoch nicht ganz an das Niveau des Smartphones heran. Außerdem muss man fairerweise den Begriff „Hülle“ hier etwas revidieren, denn die Schutzwirkung scheint hier ganz im Hintergrund zu sein. Primär scheint die Akkufunktion im Vordergrund zu stehen. Einen Sturz überlebt das Display mit dieser Hülle je nach Trefferseite wahrscheinlich nicht.

Lieferumfang des Oukitel K7000

Der Lieferumfang beinhaltet die üblichen Dinge wie USB-Charger, Kabel und Displayschutzfolie. Wer beim Bestellvorgang noch den optionalen Akku mit Namen Matrix bestellt, erhält noch eine Art Hülle mit integriertem 5000 mAh Akku.

Display

Das Oukitel K7000 verfügt über ein 5 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1280 × 720 Pixeln. Dies resultiert in einer Pixeldichte von 294 ppi. In der Praxis hat man ein klares Bild ohne sichtbare Bildpunkte. Die Farbwiedergabe und Kontraste des Panels sind für ein günstiges Gerät sehr gut. Das Smartphone stellt alle Inhalte farbecht und leuchtstark da. Auch die Helligkeit des Handys ist gut. Das Display arbeitet mit IPS-Technik, was zu einer einwandfreien Blickwinkelstabilität und brauchbaren Kontrasten führt. Ob das Display durch Gorilla Glas geschützt wird, ist nicht bekannt.

Erfreulich ist zudem, dass das Oukitel K7000 über eine aktuelle 10-Punkt Touchscreen verfügt. In diesem Preisbereich ist das eine Seltenheit. Für Vielschreiber ist das Handy dank seiner präzisen Bedienbarkeit gut geeignet. Weiterhin stehen noch einige Smart-Wake Funktionen zur Verfügung. So kann das K7000 unter anderem durch ein zweifaches Antippen des ausgeschalteten Bildschirms aus dem Standby gerufen werden.

Leistung

Die Leistung des K7000 ist im Low Budget-Bereich angesiedelt. Zusammen mit 2 GB RAM erreicht der MT6737 mit seinen 4×1,3 Ghz ganz passable Benchmarkwerte. Für Aufgaben wie Browsing, Youtube oder Whatsapp reicht die Leistung locker aus, für wenig anspruchsvolle Spiele auch. Multitasking ist Dank des gut dimensionierten RAMs auch in angenehmen Tempo möglich. Mit einem Antutu-Wert knapp unter 30.000 ist das K7000 für Alltägliches gerüstet, jedoch nicht für intensives Zocken. Der ROM Speicher ist mit 16 GB nicht gerade üppig, kann aber per MicroSD-Karte erweitert werden. Die Geschwindigkeit des internen Speichers beträgt beim Lesen/Schreiben 105/63 MB/s. Der RAM wird mit 3561 MB/s beschrieben. Die Temperatur steigt bei intensiven Anwendungen bis auf 40 °C.

Android

Beim Betreibssystem handelt es sich um Android 6.0, welches optisch angepasst wurde. So sind Alle Appsymbole farblich hinterlegt und der Appdrawer ist nicht vorhanden. Das System funktioniert ohne Ruckler und läuft flüssig. Deutsch ist als Systemsprache verfügbar.

Kamera

Mit 8 Megapixeln hinten und 2 MP vorne scheinen die Kameras des Oukitel K7000 etwas schwachbrüstig. Dennoch macht die Rückkamera trotz der geringen MP-Zahl vor allem bei Tageslicht eine gute Figur. Der Fokus reagierte einigermaßen schnell und zuverlässig. Die Bedienung der Kameraapp läuft ohne Ruckler und bietet am Tage eine durchaus brauchbare Panoramafunktion. Manchmal waren die Fotos etwas unscharf, insgesamt ist die Schärfe aber gut. Die Farbwiedergabe neigt häufig zu einem leicht grünlichen Gesamtton. Nachts schlug sich die Kamera besser als in dieser Preisklasse erwartet. Zwar sind die nächtlichen Bilder etwas dunkel, doch das Scharfstellen und Auslösen klappte flotter als gedacht. Die Selfies am Tag waren von guter Qualität. Diese waren zwar nachts ebenfalls zu dunkel und auch noch etwas detailarm, jedoch darf man nicht vergessen, dass es sich hier um eine 2 MP-Kamera im Lowbudgetbereich handelt.

Konnektivität

Das Oukitel K7000 unterstützt alle in Deutschland benötigten 2G, 3G und 4 G Frequenzen, inkl. 800 Mhz LTE. Ein Kompass sowie ein Schwerkraftsensor sind nicht verbaut, ein Beschleunigungssensor hingegen schon. Das GPS liefert im Freien einen guten Job ab, und selbst in Gebäuden war ein eingeschränkter Empfang möglich. Zum Navigieren eignet sich das Handy gut.

Das Wlan-Modul war von der Reichweite durchschnittlích und konnte durch eine Betondecke nur noch ein schwaches Signal empfangen. Der Fingerabdrucksensor funktioniert in 7/10 Fällen, zur Verbesserung der Erkennung kann man mehrmals den selben Finger abspeichern. Der Klang über den Kopfhöreranschluss war durchschnittlich, der Ton des Lautsprechers war bei geringen Lautstärken ganz passabel. Dreht man die Lautstärke jedoch über 70 %, fängt der Lautsprecher bei hohen und tiefen Frequenzen an etwas zu verzerren und erzeugt einen blechernen Klang. Somit eignet sich das K7000 nicht als Jukebox, doch für alltägliches wie Youtube und Whatsapp ist der Lautsprecher ausreichend. Das Koppeln von Bluetoothgeräten ging anstandslos vonstatten.

Akku

Dass eine Kapazität von 2000mAh bei intensiver Nutzung nicht über den Tag hält, dürfte klar sein. Zwar erreicht das K7000 bei sparsamer Nutzung den Abend, jedoch ist dann kaum ein sinnvolles Arbeiten möglich. Wer sein Handy häufig zur Hand nimmt, und das Oukitel K7000 ohne Akkuhülle verwenden möchte, wird also nicht glücklich werden. Der zusätzliche Akku verlängert die Einsatzbereitschaft inklusive der nächtlichen Ruhezeiten auf bis zu 4 Tage. Mit insgesamt 7000mAh ist das Handy mit der Schutzhülle ein echter Dauerläufer. Dafür ist das Gerät aber auch sehr dick und schwer. die Temperatur steigt beim Laden nicht übers 40 °C. Im Standyby über Nacht verbrauchte es ohne Schutzhülle 5 %, bei einer Stunde HD-YouTube-Videos gingen 24 % drauf.

Ohne die Akkuhülle ist die Laufzeit des K7000 ziemlich dürftig. Mehr als einen Tag Nutzung erhält man als Normal-Nutzer nicht. Powernutzer schaffen nicht mal einen Tag. Mit der mitgelieferten Schutzhülle sieht das Ergebnis dann anders aus. Mit ganzen 7000mAh schafft es das Handy locker, zwei Tage mit sehr intensiver Nutzung durchzuhalten.

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Fazit

77% Gut

Insgesamt scheint das Konzept hinter dem Oukitel K7000 aufzugehen: ein alltagstaugliches Smartphone mit (bei Bedarf) langer Akkulaufzeit für einen Preis um 100 Euro sind ein gutes Angebot. Wer mit der etwas klobigen Hülle und dem modifizierten Betriebssystem klarkommt, der erhält viel Smartphone fürs Geld. Es gilt allerdings zu bedenken, dass die Akkulaufzeit ohne die Hülle nicht überzeugen kann. Mit der Hülle ist die Akkulaufzeit zwar sehr gut, das Handy ist dann aber auch absurd dick und schwer. Davon abgesehen bietet das Handy jedoch auch gute Ergebnisse in den anderen Testkategorien. So kann sowohl das Display als auch die Kamera überzeugen. Zudem bekommt man Dual-Sim LTE und Speichererweiterung.

Wem das Konzept des Oukitel K7000 zusagt, kann der Kauf des Handys durchaus empfohlen werden.

  • Verarbeitung und Design 70 %
  • Display 80 %
  • Betriebssystem und Performance 80 %
  • Konnektivität und Kommunikation 80 %
  • Kamera 70 %
  • Akkulaufzeit 80 %

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15 Kommentare zu "Oukitel K7000 Testbericht"

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Bernd
Gast
Bernd

Leider ist bei der Bestellung über Gearbest der Zusatzakku nicht dabei. Die Frontkamera liefert nut 5 Megapixel. Der Rest wird interpoliert. So ist das eine Mogelpackung.

Peda
Gast
Peda

Sorry ich wusste nicht wo ich sonst fragen muss, aber könntet ihr das takee 1 mal testen? Ist ein interessantes Gerät für den preis

Harald
Gast
Harald

Ganz oben Im Text und in den technischen Daten steht 5 Zoll, bei „Design“ unter den Fotos 5,5 Zoll. Was stimmt?

Bennschi
Gast
Bennschi

Das Handy hat eine grösse von 5 Zoll und nicht 5.5.

Dolph
Gast
Dolph

Bin ich der einzige, der diese Lösung für total unbrauchbar hält? Nichts halbes und nichts ganzes…

Uwe
Gast
Uwe

In der Tabelle mit den technischen Daten steht, daß kein Fingerabdrucksensor vorhanden ist. Unten wird jedoch ein Fingerabdrucksensor beschrieben und für brauchbar empfunden ?!

Patrick Teufl
Gast
Patrick Teufl

Weiß jemand wo mann die Powerbank kaufen kann??

Sebastian
Gast
Sebastian

Die ist glaub ich dazu im Verpackung Umfang

Matsuo
Gast
Matsuo
So, ich habe nun das K7000 eine Woche im normalen Dauerbetrieb gehabt. 4G LTE mit Band 20 funktioniert sehr gut. Sprachqualität top. GPS-Fix ging flott und der Empfang ist hier in den hügeligen Voralpen sehr gut. Die Verarbeitung ist auch ansprechend, der Rahmen und selbst die Tasten sind aus Metall. Das Gerät ist leicht und recht dünn. Die Kamera soweit ganz passabel, besser als die meines Homtom H17 Pro. Die Akkuleistung ist etwas mager, bei häufigem Benutzen wird’s gegen Abend knapp. Oukitel hat zwar eine Stromspar App installiert, diese schaltet aber einige Funktionen ab. Ich habe das Matrix Charger Case (Powerbankschutzhülle) mitbestellt, diese sollte noch kommen. Denke diese zusätzliche 5000mAh Akkukapazität sollte definitiv über die Runden helfen. Oukitel hätte wohl besser einen 2500 mAh Akku spendiert. Die LED Benachrichtigung funktioniert, leider nur sehr, sehr schwach. Bei Tageslicht kaum oder nicht erkennbar. Am Abend und in der Nacht Ok. Ich hoffe,… Read more »
Matsuo
Gast
Matsuo

Ich habe mir ein Oukitel K7000 im Presale bestellt. Auslieferung im Okt 2016. Das Konzept hat was vor allem für Leute die viel unterwegs sind. Setze ich das Handy im Büro ein, brauche ich die Akkuhülle nicht. Bin ich mit dem Bike auf Touren unterwegs, docke ich die Akkuhülle an und hab genug Strom. Was mir noch gefällt am K7000, endlich ein 5 Zoll Device mit LED Benachrichtigung. Bin gespannt..

Matsuo
Gast
Matsuo

Heute ist mein Oukitel K7000 angekommen. Leider noch ohne die Matrix Powerbankschutzhülle.
Erster Eindruck ganz OK,, aber irgendwie bringe ich die Benachrichtigungs LED nicht zum laufen, Nicht mal beim Laden leuchtet sie. Hat jemand auch schon ein K7000 im Test?

michael mantz
Gast
michael mantz

hab meinen am Freitag beim Zoll abgeholt, also die benachrichtigungs led funktioniert, aber man sieht die ziemlich schwach https://youtu.be/EmtfNcM0-ws
hab bootloader über fastboot oem unlock entsperrt aber rooten geht irgendwie nicht 🙁
Akku ist halt sehr schwach, einen Tag hält der nicht aus, ich schau mich mal um ob man die powerbank irgendwo nachkaufen kann…

Wolfgang W.
Gast
Wolfgang W.

Ich habe mir das k7000 ebenfalls bestellt. Es dauert allerdings sicher noch 1 Woche bis ich es geliefert bekomme.
Gibt es schon weiter pros/cons zu berichten?
Funktioniert die Benachrichtigungs LED denn jetzt?

Heiko Städtke
Gast
Heiko Städtke

Worüber wird in diesem Beitrag informiert, es wird auch über ein angebliches Oukitel K10000 mit Mittelklasse Ausstattung geschrieben??

Heko S.
Gast
Heko S.

OK es ist aufgefallen und promt geändert worden, nun hat alles wieder seine Richtigkeit!

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