Mit dem U13 schickt Oukitel ein Schwergewicht in Sachen Speicher in den Ring: 64 GB Speicher bringt es von Haus aus auf die Waage.  Dank Aluminium-Body verfügt das 130-Euro-Smartphone über eine harte Schale. Um zu ermitteln, ob auch die inneren Werte einen Knockout für die Konkurrenz bedeuten, haben wir das Oukitel U13 über zwölf Runden gehen lassen.

Design und Verarbeitung

Was beim ersten Anfassen sofort auffällt: Für ein 5,5-Zoll-Smartphone mit den Maßen 14,9 x 7,6 x 0,8 mm ist das Oukitel U13 ein Leichtgewicht. Mit zarten 168 Gramm liegt es komfortabel und sicher in der Hand. Optisch macht es keinen großen Aufriss, aber durchaus was her. Das Hinterteil ist dezent kurvig, die Front in edlem Schwarz gehalten.

Vor allem das schlanke Aluminium-Gehäuse (Unibody-Design) lässt das U13 wie aus einem Guss wirken und in dieser Preisklasse aus der Reihe tanzen. Die Tasten an der linken Flanke (an/aus und laut/leise) haben einen soliden Druckpunkt und fügen sich nahtlos ins Design ein. Die zur Wahl stehenden, trendigen Farben Dunkelgrau oder Champagner-Gold runden das stimmige Gesamtbild ab.

Im Vergleich zum Vorgängermodell verzichtet das U13 auf die 3 üblichen Sensor-Tasten an der Front. Dadurch spart Oukitel Produktionskosten, aber auch Benutzerfreundlichkeit. Stattdessen beamt Android die Systemtasten auf das Display, das dadurch automatisch an Fläche verliert.

Lieferumfang des Oukitel U13

Oukitel schickt das U13 mit fast allem, was es für den täglichen Einsatz braucht, auf die Reise. Dabei sind: Ladekabel, USB-Adapter für die Steckdose, Handbuch und eine Nadel für das Einsetzen der SIM-Karte. Obendrein gibt es eine durchsichtige Silikonhülle und eine dünne Schutzfolie, die mehr stört als schützt. Kopfhörer sucht man vergeblich.

Display

Mit einer Dichte von 401 Pixel pro Zoll ist das Oukitel U13 im Preisbereich über dem Durchschnitt. Bei einer Auflösung von 1920 x 1080 dürfte wohl kaum ein Nutzer Grund haben zu klagen. Das Bild ist scharf, die Farbdarstellung korrekt und die Helligkeit ebenfalls für jede Tageszeit passend regulierbar. Praktisch: Eine LED am oberen Rand lässt sich für Benachrichtigungen konfigurieren.

Der Touchscreen bekommt von Werk aus eine dünne Folie übergezogen, die nur vor sanften Attacken schützt, einen harten linken Haken steckt sie nicht weg. Das abgerundete Display (2.5D curved) ist kratzfest, aber kein Gorilla Glass. Es kann bis zu fünf Berührungspunkte gleichzeitig registrieren.

Leistung

Der Benchmarktest täuscht ein wenig über die tatsächliche Power des Oukitel U13 hinweg. Denn obwohl es auf dem Papier recht schwach auf der Brust wirkt, kann es im täglichen Gebrauch überzeugen. Das Zusammenspiel von Octacore (MT6753, 1,3 GHz), 3 GB RAM und 64 GB Speicher ist sehr harmonisch und lässt das Smartphone zur Höchstform auflaufen. Zumindest im Rahmen seiner Möglichkeiten. Freilich ist das U13 nicht der Mike Tyson unter den Spiele-Handys, doch gängige Echtzeit-Mehrspieler-Games, wie beispielsweise Clash Royale, laufen flüssig über die Mattscheibe.

Durch die Extra-Portion Arbeitsspeicher (3 GB) ist das U13 auch für Multitasking-Aufgaben gut gewappnet. Gerade im Hinblick auf die Konkurrenz im gleichen Preissegment macht das Oukitel in Sachen Speicher eine gute Figur. Die ohnehin schon großzügigen internen 64 GB lassen sich mittels Micro-SD auf 86 GB aufpumpen.

 

Android 6 System

Das Betriebssystem ist ein weitgehend naturbelassenes Android 6 Marshmallow. Kunden aus Deutschland müssen keine Angst vor Hürden bei der Installation haben: Auspacken, anschalten, einrichten und fertig. Ob es bald ein automatisches (OTA) Update auf Android 7 geben wird, ist nicht bekannt.

Ein blaues Auge holt sich das ansonsten stabil laufende U13 lediglich bei der Menüführung. Aufgrund der fehlenden Sensortasten ist das Navigieren ein wenig hölzern und gewöhnungsbedürftig. Vorhanden, aber nicht wirklich arbeitserleichternd, ist „Smart Somatosensory“. Aktiviert man diese Option beispielsweise für die Fotogalerie, so lässt sich mit einer Geste über den Näherungssensor das nächste Bild aufrufen.

Kamera

Mit der Kamera, die auf der Rückseite vom Gehäuse absteht, ist Oukitel kein Lucky Punch geglückt. 16 Megapixel (13 MP interpoliert) an der Rückseite und 13 MP (8 MP interpoliert) klingen auf den ersten Blick gar nicht schlecht. Doch im täglichen Gebrauch zeigt sich schnell, dass der Hersteller hier kräftig gespart hat.

Tagsüber taugt die Linse für alltägliche Schnappschüsse. Der Autofokus verrichtet seinen Dienst, doch bei schwächerem Licht rauscht die Qualität schnell in den Keller. Bei Nacht ist die Kamera schließlich unbrauchbar, da extrem lichtschwach. Die Qualität der HD-Videos ist entsprechend „gut“. Weitere Daten, beispielsweise zum Hersteller der Kamera, sind nicht bekannt. Auch auf Anfrage hält sich Oukitel bedeckt und verweist auf die wenig aussagekräftige Beschreibung auf Aliexpress.

Konnektivität / Empfang

In Sachen Konnektivität entpuppt sich das Oukitel U13 als Musterknabe. Es beherrscht die volle Bandbreite im deutschen Netz: 2G, 3G/ und 4G. Im Test hinkte das Chinaphone im Vergleich mit einem LG und iPhone allerdings minimal hinterher; die „Big Player“ hatten die beste Frequenz immer eine halbe Minute früher auf dem Schirm. Der Gesprächsqualität tat das keinen Abbruch, sie war durchgehend gut.

Über einen auf der Rückseite angebrachten Fingerabdruck-Sensor ist das Telefon schnell und zuverlässig entsperrt (8/10 Versuche waren erfolgreich). Über den Lautsprecher abgespielte Musik (oder Freisprechen) klingt blechern, ein Kopfhörer schafft Abhilfe, auch wenn der Klinkenstecker nur ohne die mitgelieferte Schutzhülle in den Anschluss schlüpft. Auf Autofahrten ist das Oukitel U13 ein zuverlässiger Beifahrer, egal ob als Jukebox (via Bluetooth) oder als Navi (via Google Maps).

Akku

Der Akku liegt mit einer Kapazität von 3000 mAh im Mittelfeld. Vergleicht man die Laufzeit beispielsweise mit der eines Ulefone Gemini (rund 120 Euro), dann beweist das Oukitel U13 sogar einen deutlich längeren Atem. Selbst bei über den Tag verteilt intensiver Nutzung verlangt es erst am späten Abend nach frischem Saft. Nach knapp vier Stunden ist der Stromspeicher wieder prall gefüllt. Der Akku ist fest verbaut, ein einfacher Austausch damit nicht möglich.

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Fazit

73% Genial

Trotz aller Leichtigkeit (168 g) entpuppt sich das Oukitel U13 keinesfalls als Luftikus. Die Kombination aus Octacore, großem internen Speicher und Kaufpreis formt ein stimmiges Gesamtpaket. Das Bild wird - im wahrsten Sinne des Wortes - durch die schlechte Kamera getrübt. Wer darauf keinen großen Wert legt, ist mit dem 130 Euro teuren Alltagshelfer gut bedient.

  • Verarbeitung und Design 90 %
  • Display 90 %
  • Betriebssystem und Performance 80 %
  • Kamera 40 %
  • Konnektivität und Kommunikation 70 %
  • Akkulaufzeit 70 %

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2 Kommentare zu "Oukitel U13 Testbericht"

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remmi
Gast
remmi

h im Bericht vermisse, ist der Hinweis auf den IR-Sender, mit dem sich prima LED-Lampen & TVs steuern lassen, außerdem funktionieren auch 64gb-Karten prima im U13, was mit dem Nougat-7.1.1-MAD-Rom echt sehr gut läuft!

schmid
Gast
schmid

Mmm fast alle CPU s haben heutzutage Stromspar Cluster.Laut mediatek.com hat der
MTK 6753 4×1,5 GHZ+4×1,3 GHz.Ist schon ein kleiner Unterschied?

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