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Oukitel Y1000: Smartphone mit IP68 für 100 Euro angekündigt

Wenn man nach Unterschieden zwischen einem High-End-Chinahandy und einem High-End-Smartphone von Apple, Samsung oder Google sucht, fragt man sich mittlerweile immer häufiger, wo dieser überhaupt liegt. Oftmals schneiden die Chinahandys sogar besser ab als die im Westen etablierte Konkurrenz (siehe Kamera des Mi Note 10). Ein Punkt springt mir aber immer wieder ins Auge: Weder ein OnePlus 7 Pro, noch ein Xiaomi Mi 9 sind offiziell wasserdicht. Ein Samsung Galaxy S10, Google Pixel 4 oder iPhone XS Pro hingegen sind nach IP68 zertifiziert und überleben auch längeres Untertauchen.

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Im unteren Preisbereich sieht es ähnlich aus: Abgesehen von Outdoor-Smartphones ist uns aktuell kein Chinahandy in der Mittelklasse bekannt, das eine IP-Zertifizierung besitzt. Mit dem neuen Y1000 will der Hersteller Oukitel das Feld nun von hinten aufrollen und stellt ein Handy der Einsteigerklasse für um die 100 Euro vor, das mit einer IP68-Zertifizierung auftrumpfen möchte. In dieser Ankündigung nehmen wir die technischen Daten des Smartphones unter die Lupe.

Design, Anschlüsse und Schutzklasse

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Das Oukitel Y1000 ist definitiv eher fancy als schick. Die knalligen Farben und die etwas billig aussehende, matte Rückseite, die vermutlich aus (möglicherweise gummiertem) Kunststoff besteht, lassen das Y1000 relativ verspielt wirken. Auch der farblich abgesetzte Fingerabdrucksensor und der rote Power-Button tragen ihren Teil dazu bei.

Ansonsten sieht das Oukitel Y1000 wie ein typisches Smartphone aus 2019 aus, setzt aber hier und da Akzente. So befindet sich im Kinn auf der Vorderseite das Logo des Herstellers Oukitel. Außerdem ist die Anordnung der Dual-Kamera auf der Rückseite etwas untypisch – aktuell ist ja eher der ehemalige “iPhone-Style” beliebt, bei dem die Linsen vertikal in der linken oberen Ecke angeordnet sind.

Zu wenig Farbauswahl können wir Oukitel nicht vorwerfen!

Begrüßenswert ist, dass Oukitel einen USB-C-Anschluss verbaut. Viele günstigere Handys kommen leider immer noch mit Micro-USB. Auf einen 3,5mm-Klinkenanschluss oder Extras wie einen IR-Blaster muss man aber verzichten.

Positiv ist natürlich die hohe Schutzklasse des Oukitel Y1000. Es ist nach IP68 zertifiziert und ist zusätzlich für Stürze aus bis zu 1,5 Metern Höhe gewappnet. Sollte euch das Handy mal in den Pool fallen oder aus normaler Höhe auf den Boden knallen, dürfte es also nicht kaputt gehen.

Trotz des umfassenden Schutzes hat sich Oukitel bemüht, das Smartphone nicht allzu dick und klobig werden zu lassen. Zugegeben – das schaffen Google, Samsung und co. auch in noch dünneren und hochwertigeren Geräten, aber die kosten dann auch mindestens das sechsfache. Trotzdem erinnert das Oukitel Y1000 mit seinen 11,2 Millimetern Dicke und einem Gewicht von 212 Gramm eher an ein normales Smartphone, als an ein Outdoor-Handy.

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Technische Daten

Prozessor & Speicher

Wie bei den meisten Smartphones in diesem Preissegment setzt auch Oukitel im Y1000 auf einen Chip aus dem Hause Mediatek. Obwohl diese Marke relativ viel Hass abbekommt, sind besonders die neueren Prozessoren bei uns in Tests mit einer guten Leistung und einer soliden Energieeffizienz positiv aufgefallen. Für einige Hardcore-Nutzer steht aber immer noch der Nachteil im Raum, das Mediatek keine Source Codes veröffentlicht und damit die Entwicklung von Custom Roms blockiert.

Im Oukitel Y1000 steckt jedenfalls der Mediatek MT6580P. Das ist ein Quad-Core-Prozessor im untersten Preissegment, der für Gaming und komplexe Aufgaben gar nicht oder nur sehr eingeschränkt geeignet ist. Bei einer guten Anpassung der Software an die Hardware ist aber eine befriedigende Systemgeschwindigkeit möglich.

Dem Prozessor stehen zwei Gigabyte RAM zur Seite, was selbst in einem so günstigen Smartphone mittlerweile zu wenig ist. Zumindest drei Gigabyte RAM wären wünschenswert. Immerhin stehen für den Nutzer 32 Gigabyte ROM zur Verfügung, die zusätzlich um bis zu 128 Gigabyte per Micro-SD-Karte erweitert werden können.

Als Betriebssystem kommt Android 9 Pie zum Einsatz und ein Update auf Android 10 halten wir für eher unwahrscheinlich.

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Display & Akku

Der Akku des Oukitel Y1000 hat eine Kapazität von 3600 mAh, was bei der verwendeten Hardware für eine solide Akkulaufzeit sorgen sollte. Die Batterie kann ausschließlich per Kabel mit 5V/1A aufgeladen werden, Wireless Charging wird nicht unterstützt.

Das 6,088 Zoll große Display des Y1000 hat eine Auflösung von 1560 x 720 Pixel. Daraus ergeben sich ein Seitenverhältnis von 19,5:9 und eine Pixeldichte von 282 Pixel pro Zoll, was unter dem Retina-Wert liegt, aber noch annehmbar ist.

Kameras & Konnektivität

Die Hauptkamera des Oukitel Y1000 kommt mit zwei Sensoren: einem Acht-Megapixel-Sensor und einem sekundären Sensor mit zwei Megapixel Auflösung. Ob die zweite Kamera tatsächlich einen Nutzen hat, ist unklar, vor allem bei günstigen Geräten sind “Dummys” immer noch verbreitet. Die Frontkamera hat eine Auflösung von fünf Megapixel.

Das Oukitel Y1000 unterstützt nur 2G und 3G. Damit wird die mobile Datennutzung leider bald problematisch werden, da das 3G-Netz zugunsten von 4G derzeit zurückgebaut wird. Auch bei den WLAN-Standards sieht es mit einem Single-Band-Modul (also nur WLAN mit 2,4 GHz) eher schlecht aus. Bluetooth ist in der veralteten Version 4.0 vertreten. Auch ein NFC-Modul verbaut der Hersteller nicht – dafür aber ein FM-Radio.

Unsere Einschätzung

Eine IP-Zertifizierung in günstigen Geräten ist etwas, was wir öfters sehen möchten. Selbst wenn man mit seinem Smartphone nicht in den Pool springt, ist es unglaublich entspannend zu wissen, dass ein bisschen Wasser oder ein Sturz in die Pfütze das eigene Handy nicht direkt killt.

Ansonsten würden wir aber für den Preis von 100 Euro mehr Ausstattung erwarten. Zwei Gigabyte RAM ist einfach zu wenig, und ohne 4G-Unterstützung ist das Oukitel Y1000 in Deutschland irgendwann nahezu nutzlos.
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Quellen

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 17.11.2019

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Jan
Gast
Jan

Ich hab mal etwas bei Amazon gestöbert und da fand ich Gigaset GX290 für 272,95€, Nomu M8 für 259,99€ und dann gibt es noch ein LG G8X Thinq mit nem doppeltem Display (geklappt) für 824€. All diese wolln auch nach IP68 Wasserfest sein.

Jan
Gast
Jan

Da liegt ihr leider ein wenig falsch, denn ich hab ein ZTE AXON 10 Pro gefunden was Wasserfest nach IP 68 sein soll und auch Highend ist, es soll gut 450€ kosten, dazu nicht nur in 4G sondern auch in 5G zu haben sein. Wem das nicht gefällt der kann ja noch zum LG G8S THINQ greifen was ebenfalls Wasserfest nach IP68 sein soll und auch Highend ist für gut 367€. Ich werde mir wohl das ZTE AXON 10 Pro holen und wenn möglich wahrscheinlich gleich die 5G Variante, zumal gerade bei der Kamera als auch beim Akku es besser ausgestattet ist. Test diese beiden Smartphones doch mal!;-)

jonas-andre
Admin
TeamStarMitglied
Jonas Andre

Hey Jan, wir hatten das ZTE Axon 10 Pro schon im Test: https://www.chinahandys.net/zte-axon-10-pro-testbericht/. Das Gerät hat ein IP54 Rating, ist also so staub und wasserdicht (spritzwassergeschützt) wie jedes andere Smartphone auch. Das LG G8S THINQ sieht seit langem mal gar nicht so schlecht aus. Danke für den Hinweis und beste Grüße

Jonas