Nach dem gelungenen Debüt von Poptel stellt sich nun das zweite Smartphone dem Test: Das Poptel P10 ist kleiner als das Poptel P9000 Max und ordnet sich unter diesem in der Preisklasse ein. Wieder erwartet uns ein Outdoor Smartphone samt solider Mittelklasse Hardware – an sich eine sichere Bank, wer auf der Suche nach einem kompakten Outdoorsmartphone ist. Dass trotzdem einiges schiefgehen kann, haben wir im Testbericht herausgefunden.Poptel P10 SampleDas P10 kommt mit einem kompakten 5,5 Zoll Display im 18:9 Format, angetrieben wird das Smartphone vom bewährten Helio P23 und Android 8.1. Auf der Rückseite prangt zum Glück nur eine einzelne Kamera und das Gehäuse ist stabil und edel zugleich. Hier hat sich Poptel für geriffeltes Metall entschieden, was mir auch nach zwei Wochen noch sehr gefällt. Einzig der Akku hätte ein bisschen größer ausfallen dürfen mit den 3600mAh. Im Test finden wir heraus, wo sich das Poptel P10 unter den Outdoorsmartphones einordnet.

Design und Verarbeitung

Das Gehäuse des Poptel P10 gehört zu dessen großen Stärken, was zu der Kategorie Outdoor Smartphones auch ziemlich gut passt. Während die Front natürlich aus Glas ist, setzt man beim Rest auf einen Mix aus schwarz mattem Kunststoff sowie Metall in Wunschfarbe. Das Poptel P10 ist in den Farben Schwarz, Orange und Grün – alle mit Akzenten des Kunststoffes in der jeweiligen Farbe – sowie in Grau und Blau – mit gefärbtem Metall – erhältlich. Wir haben die blaue Variante als Testgerät und finden die Farbauswahl nicht schlecht: das Blau ist dunkler und weniger aufdringlich als auf dem Bild, außerdem verläuft um das Displayglas ein feiner blauer Rand.

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Das Poptel P10 ist auf dem Papier nur ein 5,5 Zoll Smartphone, dazu ist das Panel auch noch im 18:9 Format – leider schlägt sich das nicht auf die Außenmaße nieder. Das Poptel P10 ist so groß wie das OnePlus 6 (155.7 x 75.4 x 7.8 mm / 177g): es misst 155 x 74 x 12,4mm, wobei die Schutzbumper noch ein klein bisschen auftragen mit 157 x 75,2mm an den Ecken. Auf die Waage bringt es 209g. Beide Smartphones sind nicht die kleinsten, aber immer noch gut mit einer Hand zu halten. Der Unterschied ist halt nur, dass man 0,8 Zoll mehr Bildschirmdiagonale erhält. Die Front des P10 geht leider verschwenderisch mit der Fläche um. Auch wenn es ein 18:9 Display ist, hätte es ruhig einen größeren Teil einnehmen könnte – bzw. anders rum, ist der Rand oben 13,64mm und unten 14,6mm im FullScreen-Trend nicht zeitgemäß. Dazu kommt, dass der Akku mit 3600mAh auch nicht sonderlich groß ist. Auf der Vorderseite findet sich neben der Ohrmuschel noch links die Selfie Kamera und rechts ein kleiner Frontblitz.

Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Produktbilder 9 Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Produktbilder 8 Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Produktbilder 11 Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Produktbilder 12

Schaut man sich dann aber die geniale und einzigartige Rückseite an, sind die Zweifel wieder vom Tisch. Hier findet sich eine eingefasste Metallplatte aus geriffeltem Metall mit 4 Rillen quer. Diese ist super griffig und fühlt sich auch noch wertig an. Die Elemente auf dem Rücken sind alle mittig in einer Reihe angeordnet: unten sitzt der Lautsprecher, dann das Poptel Logo in Silber und oben der Fingerabdruck samt LED-Blitz und der einzelnen Kamera. Letztere ist mit einer kleinen Erhöhung eingefasst, um diese zu schützen.

Der Rahmen ist ein Mix aus Kunststoff mit angeschraubten Metallelementen. Auf der rechten Seite findet sich der Powerbutton und die Lautstärkewippe. Gegenüber findet sich ein einzelner Button, mit dem man die Kamera jederzeit aufrufen und dann auch auslösen kann. Hier liegt auch noch der SIM-Schlitten, den man mit dem Einsatz des Fingernagels herausbefördert. An der unteren Seite werden der MicroUSB Port und die 3,5mm Klinkenbuchse von derselben Klappe geschützt.

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Wo es bei einem Outdoor-Smartphone drauf ankommt, hat Poptel beim P10 alles richtig gemacht. Das Gehäuse ist schick, wertig und stabil zugleich. Ein bisschen störend sind die Ausmaße bzw. die Platzverschwendung.

Outdoor-Test

Das Poptel P10 hat mich in den Urlaub an die polnische Ostsee begleitet und durfte dort nicht nur einmal im Meer baden gehen. Für den Einsatz ist es IP68 zertifiziert und genießt den höchsten Schutz vor Staub und kann auch einige Zeit im Swimming Pool verweilen. Im Einsatz am Strand hat das Poptel P10 keine Schäden davongetragen. Die Displayschutzfolie aus dem Lieferumfang haben wir uns gespart und können nun 3 Mikrokratzer auf dem Glas begrüßen. Da es aber häufig Sand ausgesetzt war, geht das in Ordnung.

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Auch einen kleinen Ausflug ins Meer hat es überstanden – im Hotel nochmal kurz das Salzwasser und den Sand ausgewaschen sowie Lautsprecher erfolgreich auf die Funktion getestet. Im Spalt zwischen Display und Rahmen sind ein paar Sandkörner hängen geblieben, aber diese gingen mit einer Nähnadel leicht raus. Einen Sturz auf Asphalt haben wir nicht forciert, aber mit den Schutzbumpern und dem kleinen Überhang über dem Display sollte es einiges wegstecken.

Lieferumfang des Poptel P10

Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Produktbilder 14Das Paket des Poptel P10 fällt großzügig aus. Im schwarzen Karton ist neben dem P10 alles sauber verstaut:

  • Ladegerät, EU-Secker, 5V / 2A
  • MicroUSB-Kabel
  • In Ears 3,5mm Klinke mit Mikrofon
  • OTG Adapter (MicroUSB auf USB-A)
  • Displayschutzfolie mit Zubehör zum Anbringen
  • Anleitung, Garantie, etc.

Display

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Im Poptel P10 findet sich ein 5,5 Zoll großes Display im 18:9 Format. Mit der Größe zählt es in der FullScreen Zeit schon zu den Kleinsten. Es löst mit 1280 x 640 Pixeln auf, was für eine PPI von 260 reicht. In Kombination mit dem IPS LCD Panel kriegt man kein mobiles Kino wie bei einem OnePlus 6, Mi8 oder Samsung S9+ geboten, aber das braucht es auch gar nicht im kleinen Outdoor Smartphone.Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Screenshots 3 Leider kommt noch dazu, dass die maximale Bildschirmhelligkeit bei 285 cd/m² liegt und man damit im Freien sich schon öfter Schatten suchen muss, um ordentlich was am Poptel P10 machen zu können. Der Touchscreen registriert 5 Punkte gleichzeitig und setzt Eingaben zielgenau um. Das Tippen geht angenehm von der Hand. Die automatische Helligkeitsregulierung klappt außerdem gut.

Zusätzliche Einstellungen am Display sucht man in den Einstellungen vergeblich. Leider lässt sich die Darstellung nicht verändern, nur über einen „Font Manager“ kann man andere Schriftarten einstellen – aber wer macht das schon.

Leistung

Im Poptel P10 sorgt ein Helio P23 von MediaTek für die entsprechende Systemperformance. Der MT6763 Octa-Core ist in zwei Cluster unterteilt mit 4 x 1,5 Ghz und 4 x 2 Ghz. Unterstützt wird der Chip von der Mali-G71 GPU und 4GB Arbeitsspeicher. Letzteren können wir mit 5GB/s auslesen. Dateien und Apps finden auf dem 64GB großen Systemspeicher ihren Platz: dies ist ein eMMC Speicher mit einer Lesegeschwindigkeit von 285MB/s und Schreibgeschwindigkeit von 210MB/s – gute Werte.

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Eine zweite Speichervariante findet sich nirgends, aber mit 4+64GB sollten die meisten Nutzer auch gut zurechtkommen. Der Speicher lässt sich über den Hybrid-Slot erweitern mit Hilfe einer MicroSD Karte, dann muss man aber auch die Dual-SIM Funktion verzichten.

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Die Performance insgesamt ist gut und schränkt die normale Smartphonenutzung auch nirgends ein. Hin und wieder genehmigt sich das Poptel P10 einen Gedenkmoment und man merkt, dass man kein Flagship in der Hand hält – z.B. beim Wechseln zwischen den letzten Apps. Bei den aktuellsten 3D-Games muss seine Erwartungen ein bisschen zurückschrauben und die Details runterdrehen, aber dafür laufen alle getesteten Apps. Unser Poptel P10 hat in der Testzeit ein Update erhalten, mit dem sich auch die Performance im Launcher verbessert hat.

System

Das Poptel P10 kommt out of the Box mit Android 8.1 und einer Oberfläche, die sehr ähnlich zu Stock Android ist. Der Sicherheitspatch ist mit Juni.2018 nicht ganz aktuell – uns wurde aber bereits ein Update angekündigt, das in den nächsten Wochen erscheinen sollte. Dass das P10 mit seinem 5,5 Display nur das Widevine Level L3 erreicht, sollte kein Problem sein. Schadsoftware wurde mit Malwarebytes nicht gefunden.

Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Screenshots 1 Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Screenshots 2 Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Screenshots 13 Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Screenshots 15

Bisher läuft Android auf dem Poptel P10 recht gut, flüssig und zuverlässig. Zu Beginn hatte ich das Problem, dass es einfach nicht so smooth war, wie man es von einem Helio P23 erwarten sollte. Die Lags waren aber nur anfänglich und nach einem OTA beseitigt. In der Zwischenzeit nutzte ich den Rootless Pixel Launcher auf dem Poptel. Dafür ist ein Manko noch immer geblieben:Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Screenshots 14 zum Einsatz kommen On-Screen-Buttons und diese lassen sich nicht vertauschen – so ist die „Zurück“-Taste links. Im Dropdown Menü / Schnellzugriffe befindet sich eine Funktion in der Richtung, „Switch Homekeys“, allerdings versteckt dies nur die Buttons, um das Display Full Screen zu nutzen.

Als Zusatzfunktionen für ein Outdoorsmartphone steht im Grunde nur „Cell Broadcast“ zur Verfügung, worüber man aktive Warnungen und Notfallbenachrichtugungen direkt aufs P10 bekommt. Ansonsten wurde das System noch mit Dura Speed ausgestattet, das aggressiver mit Hintergrundtasks umgeht als Android selbst. Schaltet man Dura Speed an, hat der Helio P23 größere Leistungsreserven übrig. Andere Hersteller bringen mehr Zusatzfunktionen auf ihr Smartphone – das Poptel P10 bleibt da eher bescheiden.

Kamera

Auf dem Papier hat das neue P10 eigentlich dieselbe Kamera wie das große Poptel P9000. Dieses konnte im Test auch mit brauchbaren Aufnahmen überzeugen – dem Poptel P10 können wir dies nicht bescheinigen. Sowohl hinten als auch vorne ist es ein einzelner Sensor mit Blitz. Als Hauptkamera haben wir einen Sony IMX135 mit 13MP. Diesen findet man in aktuellen Smartphones wie dem Oukitel K8 und Oukitel U18 oder einem Koolnee K1. Die Frontkamera löst mit 8MP – interpoliert von 5MP – auf.

Im Vergleich zum Oukitel K8 performt das Poptel P10 aber schlechter: die Bilder Rauschen stärker, die Sonne strahlt stärker ins Bild und es ist grobkörniger. Ob hier Poptel noch per Update nachbessern wird, können wir nicht sagen. Die Kamera App ist eine Eigenentwicklung und entsprechend schlank ausgestattet. An Modi sind HDR und verschiedene Filter mit dabei.

Für einen Schnappschuss zwischendurch reicht die Kamera des P10 aus, einfach um etwas festzuhalten. Aber gut sind die Bilder nicht. Mit Licht kommt der Sensor nicht aus, denn ist zu viel Licht da, wird es weiß. Gibt es zu wenig Licht stellt das Handy die ISO hoch, wodurch es rauscht und es trotzdem noch dunkel bleibt. Dazu kommt, dass Farben nicht naturgetreu dargestellt werden und immer anders. Generell musste ich viele Bilder löschen, da sie nicht gelangen. Zwei Sachen gehen mit dem Poptel P10 in Ordnung: die Selfies und Makro Aufnahmen passen. Videos können in FHD aufgenommen werden, vermissen aber auch eine Stabilisierung oder Qualität.

Konnektivität

Im Poptel P10 lassen sich zwei SIM Karten gleichzeitig im DUAL SIM Betrieb nutzen. In Slot 1 lässt sich entweder eine MicroSD Karte zur Speichererweiterung, eine Micro- oder NanoSIM einsetzen. In Slot 2 passen nur Micro SIM-Karten. Hier muss man sich schlimmstenfalls mit einem Adapter aushelfen, den man bei den meisten Netzanbietern dazubekommt (zum Herausklipsen).Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Produktbilder 10 In folgende Netze funkt das P10:

  • 2G: B2, B3, B5, B8
  • 3G: B1, B2, B5, B5
  • 4G: B1, B2, B3, B4, B5, B7, B8, B17, B20, B34, B38, B39, B40, B41

Damit hat man in Deutschland auch alle Netze abgedeckt. Der Empfang ist, wichtig für ein Outdoorsmartphone, weitreichend und stabil. So hatte ich auch im Naturschutzgebiet mitten im Wald noch LTE / 4G. Zum Telefonieren könnte der Ohrlautsprecher etwas lauter sein: er stand nicht auf Maximum, aber andere Nutzer würden sich wünschen, ihn noch etwas lauter stellen zu können. VoLTE oder Wifi Calling war leider nicht möglich.

Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Screenshots 12In lokale Netze funkt das P10 über WLAN im n-Standard oder Bluetooth 4.0 – auch NFC ist an Bord und eine Radio App ist vorinstalliert. An Sensoren stehen Licht, Näherung, Lage, ein Gyroskop und auch der E-Kompass zur Verfügung. Passend zum guten Empfang klappt auch die Navigation im Auto, als auch zu Fuß mit dem P10. Hierfür werden GPS, A-GPS und GLONASS unterstützt und die Position lässt sich auf 2m genau bestimmen.

Die Anschlüsse an der Unterseite offenbaren ihre Schwächen im Praxisgebrauch. Zum einen ist leider immer noch ein MicroUSB Port – USB-C hat sich anscheinend immer noch nicht richtig durchgesetzt – zum anderen kann man den 3,5mm Klinkenanschluss nicht nutzen. Die USB Buchse ist großzügiger ausgeschnitten und hier verrichten alle Kabel aus meinem Sammelsurium ihren Dienst. Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Produktbilder 13Nicht der Audioport, denn man bekommt nur den goldenen Stecker zum Teil rein, dann ist jeder Kopfhörer ein bisschen dicker, als nur der Stecker und ein Kontakt kommt nicht zustande. Naja, das hätte man mal vor der Produktion testen können. Bluetooth Kopfhörer wären eine Möglichkeit zum Ausweichen. Die mitgelieferten In Ears passen zum Glück: hier ist der 4polige Stecker etwas länger, aber soundtechnisch sind sie klassisch „mitgelieferte Ohrhörer“.

Entsperren kann man das Poptel P10 über den Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Beziehungsweise könnte man, denn dieser gehört zu den schlechteren und er vermiest oft den Spaß am Smartphone. Bei jeder Berührung vibriert das Handy kurz – das ist eigentlich bei allen anderen Android Geräten das Zeichen dafür, dass die Entsperrung nicht geklappt hat. Nun lässt man den Finger eine Sekunde drauf liegen und hat mit Glück sein entsperrten Poptel in der Hand. Im Test habe ich den rechten Zeigefinger dafür genutzt und gleich doppelt eingespeichert, trotzdem hat es zu oft erst beim zweiten oder dritten Versuch geklappt. Leider forderte Android dann öfter auch mal das Muster zur Entsperrung.

Akkulaufzeit

Poptel P10 Testbericht Outdoor Smartphone Screenshots 10Trotz der 209g auf der Waage, ist im Poptel P10 nur ein 3600mAh Akku verbaut. Was auf den ersten Blick nach zu wenig aussieht, reicht in der Praxis aber aus: das Display ist mit 5,5 Zoll im 18:9 Format klein und auch der Helio P23 als sparsam bekannt. So schafft das Poptel P10 im PC Mark Battery Benchmark fast 9 Stunden. Im Praxisgebrauch kam ich stets auf zwei Tage. Das Smartphone nutze ich täglich für gut 3 Stunden Musik hören über Spotify und das Display ist 2,5 bis 3 Stunden aktiv. Am zweiten Abend standen 6:10 Display-On-Time im Akkuverbrauch und der Akku war noch nicht unter der 10% Marke angekommen. Ob man es mit dem P10 über ein ganzes Wochenende schafft, denke ich nicht, denn der Mobilfunkbetrieb zieht schon ordentlich am Akku. Ein einstündiges Youtube Video (Lautsprecher leise, Display 200 cd/m²) benötigt 12% des Akkus.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Geladen wird das Poptel P10 über MicroUSB und mit bis zu 5V / 2A – Quick Charge steht nicht zur Verfügung. Von 0 auf 25% kommt man einer halben Stunde – Zwei Drittel des Akkus sind in 90 Minuten gefüllt – am Ende stehen bei 100% aber trotzdem 2:45 auf der Uhr.

Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:

Das Poptel P10 hat sich am Test als zuverlässiger Begleiter entpuppt: der Helio P23 verrichtet unermüdlich seinen Dienst, Android 8.1 lässt sich flott bedienen und ist aufgeräumt. Auch macht das feine Gehäuse immer wieder Spaß beim Anfassen. Dazu kommt, das man alles an Bord hat, was ein modernes Smartphone braucht. Im Detail merkt man aber immer wieder, wie weit entfernt man von einem Xiaomi Redmi Note 5 entfernt ist.

Leider leistet sich das schicke Outdoor Smartphone nicht nur einen groben Patzer im Test. Im Jahr 2018, wo die Mittelklasse sich kameratechnisch nicht mehr vor den Flagships verstecken muss, kann man keine Kartoffelkamera mehr verbauen. Dazu kommt, dass ich meine eigenen Headphones nicht anschließen kann, der Fingerabdrucksensor keinen Spaß macht und der Platz verschwenderisch flöten geht. Zur Erinnerung: das Poptel P10 ist nicht gerade günstig.

In unserer Outdoor-Smartphone-Bestenliste finden sich einige sehr gute Handys – einige mit riesigem Display, noch ein paar mit gigantischem Akku, aber kompakte Alternativen sind eher nicht vertreten. Trotz des 5,5 Zoll Displays würde ich das Poptel P10 aber nicht gerade als kompakt bezeichnen. Aber das Gesamtpaket passt, wenn man auch genau so einen Outdoor-Begleiter sucht. Fällt der Preis noch in die Richtung 180€, dann kann man auch zuschlagen.

72%
  • Design und Verarbeitung 90 %
  • Display 60 %
  • Leistung und System 70 %
  • Kamera 40 %
  • Konnektivität 90 %
  • Akku 80 %

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Gast
passopp

Das Problem mit dem Klinkenanschluss hat das P9000 Max auch. Es werden 18mm lange Klinkenstecker benötigt. Allgemeiner Standard ist aber 15mm. Passende Adapter habe ich bisher nicht gefunden.