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Realme 3i vorgestellt

Realme hat für Indien einen neuen Ableger der Budget-Serie vorgestellt: das Realme 3i beerbt das Realme C2 und stellt einen harten Konkurrenten für das Redmi 7 dar. Zunächst wird das Smartphone in Indien erscheinen, könnte aber auch seinen Weg in den europäischen Realme Online Store finden. Das 3i kommt mit einem 6,2 Zoll Waterdrop Notch HD+ Display, großem 4230mAh Akku und dem Helio P60 Prozessor – mit 3/32GB startet es bei 7.999 indischen Rupien ca. 103€ und 4/46GB schlagen mit 9.999 Rupien ca. 129€ zu Buche. Das Motto ist dabei „Dare to Leap“ – Wage den Sprung – eine klare Ansage, den Sprung von Redmi zu Realme zu wagen 😉.

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Generell platziert man sich gerade mit dem Realme 3i, Realme 3 und Realme 3 Pro erstaunlich eng um den mittleren Preisbereich. Darunter kommt nur noch das Realme C2, das nun durch das weitaus bessere Preis-Leistungs-Verhältnis des 3i abgelöst wird, und darüber noch das Realme X mit 220€, aber auch einer Pop-Up-Selfie Cam und beachtlichen Specs.Realme 3i vorgestellt 3

Design und Display

Realme 3i vorgestellt 16Während die teureren Modelle bei Realme einen edleren Look bekommen, setzt man bei den günstigen Varianten auf ein Polygon-Dreiecks-Muster auf der Rückseite. Auch dieses ist recht schick, schließt aber schon bei der ersten Betrachtung Glas aus. Aber auch Kunststoff kann ja bekanntlich sehr gut verarbeitet sein. Bei den Farben hat man die Wahl zwischen Rot „Diamond Red“, Blau „Diamond Blue“ und Schwarz „Diamond Black“. Die Maße betragen 156 x 75,6 x 8,3 mm bei erfreulich leichten 175g, angesichts des 4230mAh Akku.

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Am Kunststoff-Unibody liegen links am Rahmen der SIM-Slot und zwei Lautstärkebuttons, rechts der Powerbutton und an der Unterseite Lautsprecher, 3,5mm Klinkenanschluss und, leider, noch ein MicroUSB-Port. Letzterer ist in der Preisklasse zwar kein Beinbruch, wird uns bei den Budget-Smartphones aber wohl noch ein Weilchen erhalten bleiben, bis es sich beim Preis nicht mehr rechnet. Auf der Rückseite liegt die Dual-Cam mit einem herkömmlichen Fingerabdrucksensor.

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Wie auch beim Redmi 7 bekommen wir beim Display lediglich HD+ Auflösung geboten. Bei 6,2 Zoll und einer Auflösung von 1520 x 720 Pixeln reicht das immerhin noch für eine Bildpunktdichte von 271 PPI. Zum Einsatz kommt hier ein IPS Panel im 19:9 Format, das aber durch Corning Glass geschützt wird.

Leistung und System

Beim Modellwechsel steigt man vom Helio P22 aus dem Realme C2 auf den wesentlich flotteren Helio P60 von MediaTek beim Realme 3i um. Auch wenn MediaTek etwas verschrien ist, macht man mit dem Octa Core Prozessor in der Preisklasse eine richtige Ansage an die Konkurrenz. Während das Redmi 7 mit dem Snapdragon 632 „nur“ 102.700 Punkte im AnTuTu Benchmark erreicht, sollten beim neuen Realme 3i schon 133.000 machbar sein. Gelegenheits-Gamer dürften sich auch über die Mali-G72 freuen, da sie ebenfalls deutlich mehr Grafikleistung erzielt als die Konkurrenz.

Beim Speicher hat man die Wahl zwischen 3GB Arbeitsspeicher plus 32GB Systemspeicherplatz sowie 4GB RAM plus 64GB Speicher. Letzterer ist aber auch über den echten Triple Slot mit einer MicroSD-Karte erweiterbar (Nano SIM + Nano SIM + MicroSD).

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Beim System kommt, wie bei Realme üblich, Color OS 6 auf Android 9 Basis zum Einsatz. Über regelmäßige Updates sollte man sich auch hier freuen dürfen, denn hinter Color OS und Realme steht bekanntlich der Big-Player Oppo. Außerdem nimmt das europäische Realme 3 Pro auch am Android Q Beta Programm teil. Bei Color OS 6 handelt es sich um einen deutlich modifizierten Android Launcher, der aber übersichtlich und mit vielen zusätzlichen Features daherkommt. Für weitere Eindrücke könnt ihr gerne beim Test des Realme 3 Pro vorbeischauen.

Kamera des Realme 3i

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Eine funktionierende Dual Kamera gehört in der Preisklasse inzwischen schon zum guten Ton mit dazu: verbaut ist ein 13MP Sensor mit einer f/1.8 großen Blende sowie einem 2MP Sensor für Bokeh-Shots. Bei der Software setzt man auf die hauseigene Color OS Lösung, die gut funktioniert. Hier hebt man besonders Nightscape für schöne Low-Light-Aufnahmen hervor. Dank Oppo sind aber auch eine AI Szenenerkennung und weitere Kamera-Spielereien mit an Bord.

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Die Selfie Kamera auf der Vorderseite in der Waterdrop-Notch löst ebenfalls mit 13 MP auf und beherrscht natürlich auch „AI Beautification“.

Ausstattung

Vorgestellt wurde das Realme 3i bisher lediglich für Indien – sollte man uns mit einer Global Version beglücken, dann wird auch LTE Band 20 mit an Bord sein. Bisher sind es:

  • FDD-LTE: B1 / 3 / 5 / 8
  • TD-LTE: B38 / 40 / 41

Dafür lassen sich in den Triple Slot zwei SIM Karten gleichzeitig einsetzen, inklusive einer MicroSD zur Speichererweiterung. Bei den weiteren Konnektivitätsstandards beschränkt man sich mehr oder weniger auf das Minimum: WiFi im n-Standard mit 2.4 GHz, Bluetooth 4.2 sowie Navigation über GPS, A-GPS, Glonass und einen E-Kompass. Hingegen nirgends genannt werden NFC oder eine Notification-LED.

Realme 3i vorgestellt 8Zu den Highlights des Smartphones zählt ganz klar auch der 4230mAh große Akku. Hier darf man in etwa dieselbe gute Laufzeit des Redmi 7 erwarten: der Akku ist zwar größer, der Helio P60 aber auch etwas stromhungriger – vermutlich hat Realme die Optimierung aber auch besser im Griff, als die kleineren Hersteller. Das Realme 3i wird zu den zwei-Tage-Smartphones gehören und eine Display-On-Time von ungefähr 10 Stunden aufs Parkett legen.

Das Aufladen geht dafür etwas langsamer vonstatten: hier wandern über MicroUSB lediglich 5V / 2A in den Akku – mit 2:30 sollte man schon rechnen.

Unsere Einschätzung

Realme 3i vorgestellt 1Für gut 100€ bietet das Realme 3i eine Menge an Argumenten und darf sich auch gegenüber einem Redmi 7 behaupten. Der Fokus liegt dabei klar auf der Performance durch den Helio P60 und dem 4230mAh großen Akku. Dahinter steht die Software von Realme und Oppo. Aber wir müssen jetzt erstmal abwarten, ob sich das Realme 3i auch demnächst auf der Realme EU Website wiederfindet.

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Danger Mouse
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Danger Mouse

Würde mir nie mehr einen MTK ins Haus holen. Wenn selbst Huawei es nicht schafft MTKs mit updates (bloss sicherheits) zu versorgen dann kanns auch sonst keiner…

nekromantik
Mitglied
nekromantik

@Danger Mouse Seit Project Treble hat sich bei mediatek einiges getan: Ich habe mir vor ca einem Jahr ein Vivo X21i geholt , was ja ebenfalls zum Hause BBK gehört. Das Handy hat auch einen Helio P60 und wurde mit Android 8.1 ausgeliefert. Obwohl die Standard Variante x21 mit Snapdragon 660 in der offiziellen Android Q Beta von Google war und das x21i nicht hat der Beta Test für Android 9.0 gleichzeitig angefangen. Es gab jetzt schon viele Updates (mindestens 1 pro Monat und ich bekomme auch regelmäßig dabei den Sicherheitspatch aktualisiert ) 🙂
Finde Huawei hat auch nicht die beste Update Politik wenn es nicht gerade um Flaggschiffe geht.
War jetzt nur Mal mein Erfahrungswert den ich berichten wollte. Aber ich stimme dir zu dass im allgemeinen andere Hersteller Mediatek Geräte eher nicht updaten. Warum auch immer.

Danger Mouse
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Danger Mouse

Ich glaube das Problem ist, dass MTK inzwischen einen so schlechten Ruf hat, dass die Hersteller es nur für solche Produkte/Märkte einsetzen, wo sie sowieso nicht gedenken updates zu liefern.

HW mäsdig finde ich, dass MTK gute Produkte liefert, aber diese einfach nicht unterstützt.

Schade eigentlich, da QC auch nicht zu den ultimativen Sympathieträgern gehört umd der Markt einen weiteren Herstellerunabhängigen SOC-Lieferanten gebrauchen könnte (vgl. Exynos, Kyrin) auch BB-chips gibts ausser QC und Intel (gibts die noch?) nur noch MTK.

Schade aber vermutlich macht man auch mit grösstenteils Wegwerfware noch gut Kohle…