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Realme Pad vorgestellt – Das erste Tablet des Hertstellers ist offiziell!

Die Tablet-Dürre hat endlich ihr Ende gefunden: Auch Realme startet nun voll im “Computer-Segment” durch und präsentiert mit dem Realme Pad das erste Tablet im Sortiment. Preislich startet das 10,4 Zoll große Tablet bereits für 14.000 indische Rupien (ca. 160€). Zur Ausstattung des Realme Pad zählen ein 7100mAh großer Akku, vier “Dolby Atmos” Lautsprecher, auf Wunsch mobiles Netz via LTE und bis zu 4/64GB Speicher. Angetrieben wird das Realme Pad vom MediaTek Helio G80, der zu den Chips der unteren Mittelklasse gehört und auch schon etwas älter ist.

Realme Pad Samples 1

Folgende Speicher- & Netzwerkversionen kommen vom Realme Pad in Indien auf den Markt:

  • WiFi & 3/32GB – 14.000 indische Rupien, ca. 160€
  • LTE & 3/32GB – 16.000 indische Rupien, ca. 183€
  • LTE & 4/64GB – 18.000 indische Rupien, ca. 206€

Damit leistet das Realme Pad fortan dem Realme Book (Slim) oberhalb der 10 Zoll Geräte Gesellschaft. Dazu kommen klar noch die Realme TVs, die aber bislang auch nur exklusiv in Indien auf dem Markt sind. So gibt es für die beiden neuen PCs zwar eine Pressemitteilung für Europa, aber klare Worte zum globalen Marktstart fehlen bislang. Das Realme Pad könnte auch hierzulande richtig interessant werden.

Design & Display

Gefertigt ist das Realme Pad komplett aus Metall und ist 7 Millimeter dick. Auf die Waage bringt das Tablet 440 Gramm. Bei den Farbvarianten hat man die Wahl zwischen Dunkelgrau und einem Goldton. Abgerundet wird die Rückseite von einem silbernen Streifen, der horizontal mit der Hauptkamera verläuft.

Betrachten wir das Realme Pad im Landscape-Format, dann befindet sich die Frontkamera zusammen mit der Lautstärkewippe und dem SIM- / MicroSD-Karten-Slot oben in der Mitte. Unten am Tablet befinden sich der USB-C Port, der 3,5mm Klinkenanschluss und die beiden Lautsprecher. Der Power-Button liegt links außen.

Das Display des Realme Pad ist gelinde gesagt Standardkost. Ungefähr 10 Zoll sind für ein Tablet an sich eine angenehme Größe und eine höhere Auflösung oder schnellere Bildwiederholungsfrequenz würden auch dem Prozessor zu schaffen machen.

Zum Einsatz kommt ein 10,4 Zoll großes LCD-Display mit einer Auflösung von 2000 x 1200 Pixel. Damit erreicht das Realme Pad eine Bildpunktdichte von 224 Bildpunkten pro Zoll. Die Bildwiederholungsfrequenz bleibt bei 60 Hertz. Mit Widevine L1 dürfen wir bei Realme wohl auch rechnen.

Leistung & System

Angetrieben wird das Realme Pad vom Helio G80. Der SoC von MediaTek wurde bereits im Februar 2020 vorgestellt und kam schon in zahlreichen Smartphones zum Einsatz, die wir im Test hatten. Der Octa-Core setzt sich aus vier Cortex-A75 mit 2.0 GHz, vier Cortex-A55 Kernen mit 1.8 GHz sowie der Mali-G52 MC2 als GPU zusammen. Gefertigt ist der Prozessor im 12nm-Verfahren. Um ein paar beliebte Vertreter mit dem Helio G80 zu nennen: Xiaomi Redmi 9, Samsung Galaxy A32 & A22 4G und aus den eigenen Reihen, die Global Version des Realme 6i.

Antutu Ergebnis Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis

Wie man vielleicht schon an den Benchmarkergebnissen der Smartphones erkennt, wird der Helio G80 kein Wunder im Realme Pad vollbringen. Auch sticht das Tablet damit nicht aus der Masse der preis-ähnlichen Mitbewerber hervor. Hier hatten wir in letzter Zeit einige Modelle von Teclast, Blackview, Cuhwi oder Alldocube im Praxistest, die allesamt den Unisoc Tiger T610 / T618 als CPU hatten und damit ebenfalls im Bereich von 200.000 Punkten im AnTuTu-Benchmark blieben.

An Speicher kommt das Realme Pad mit 3 oder 4GB Arbeitsspeicher (maximal LPDDR4X) sowie 32 oder 64GB Speicherplatz (eMMC 5.1). Der Speicherplatz lässt sich noch via MicroSD-Karte (bis 1TB) erweitern.

Macht das System den Unterschied?

Am spannendsten wird noch das System, das auf dem Realme Pad zum Einsatz kommt. Im Vergleich zu den meisten Mitbewerbern im Segment darf man hier nämlich von einem längeren Update-Support ausgehen. Installiert ist die “Realme UI for Pad” basierend auf Android 11. Der hauseigene Android-Launcher wurde hier an das große Tablet angepasst und mit zusätzlichen Features erweitert (kennt man so auch teils vom Smartphone). Um ein paar zu nennen:

  • Multi-User Mode / Multinutzer, um das Tablet mit anderen zu teilen
    • Kids-Mode, um auch den Kindern den (eingeschränkten) Zugang zu ermöglichen
  • Reading-Mode / Lesemodus, mit Blaulichtfilter, Dark Mode und Lese Modus
  • Multi-Window Mode / Fenster-Modus bzw. geteilte Ansicht, um das große Display effizienter zu nutzen

Ausstattung des Realme Pad

Bei den Kameras beschränkt Realme sich zum Glück auf einzelne Sensoren. Die Front- und Hauptkamera lösen beide mit 8MP auf und fangen einen Bereich von 105° ein. Für Videotelefonate stehen zwei Mikrofone bereit.

Am Tablet befinden sich vier Lautsprecher für den Medienbetrieb. Diese sind zwar nicht von HARMAN abgestimmt wie beim Realme Book Laptop, aber mit Dolby Atmos zertifiziert. Auf Wunsch kommt das Realme Pad auch mit der Option auf mobile Daten im LTE-Netz.

Der Akku misst 7100mAh und damit verspricht Realme z.B. 12 Stunden Videogenuss am Stück. Geladen wird das Realme Pad mit bis zu 18 Watt und darf auch anderen Geräten via Kabel Energie spenden.

Unsere Einschätzung – keine Konkurrenz zum Xiaomi Mi Pad 5 !

Klar ist der Helio G80 nicht der schnellste, das Display lediglich “Standard” und auch sonst sucht man ein hervorstechendes Highlight in der Ausstattungsliste vergeblich. Aber im Umkehrschluss heißt das doch auch, das der junge Hersteller mit dem Realme Pad ein rundes Gesamtpaket auf den Tabletmarkt bringt. Für 160€ UVP dürfte das Realme Pad viele Abnehmer finden. All jene die keinen Stift bzw. Stylus benötigen.

Realme Pad Samples 1

Oder greift man lieber zur “großen Konkurrenz”? Xiaomi hat uns mit dem Mi Pad 5 und Mi Pad 5 Pro bereits vor ein paar Wochen starke Tablet-Hardware präsentiert. Sicher ist, dass Xiaomi hier schon mächtig vorgelegt hat: Mit dem Snapdragon 860 bzw. SD870 und deutlich hochwertigeren Displays. Einem direkten Vergleich muss das Realme Pad aber nicht stellen, da man in einer deutlich niedrigeren Preisklasse an den Start geht. In der jeweils kleinsten Konfiguration beträgt die Differenz allerdings auch “nur” 100€.

 

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marek
Gast
marek (@guest_80950)
5 Tage her

Alles oberhalb von 300€ muss sich mit einem iPad messen und hat es verdammt schwer. Alles unter 200€ ist interessant, wobei man sich auch hier fragen muss, ob die im Vergleich lange Versorgung mit Updates durch Apple einen Aufpreis von ~100€ es wert sind. Ich kann mir nicht helfen, aber nachdem ich lange Jahre verschiedene Samsung Tablets (S2, S3, S7 und auch noch das MiPad 4) hatte / habe, beneide ich dir iPad-User immer mehr, wie lange deren System derart gut mit Sicherheitsupdates versorgt wird. Ja, ich weiß, bei XDA findet man viele custom ROMs, die ich zum Teil auch… Weiterlesen »

Mike
Gast
Mike (@guest_80912)
7 Tage her

Mal ehrlich. Wieso sollte man ein RealmePad einem AlldoCube oder Ähnlich vorziehen? Der Name alleine reicht sicherlich nicht. Alldocube bedient diesen Markt bereits sehr gut. Teclas und Co. mit fast identischen Geräten ebenfalls. Wenn, dann ein Xiaomi Pad 5, aber das ist dann schon deutlich teurer.

triplesix
Gast
triplesix (@guest_80939)
5 Tage her
Antwort an  Mike

Vllt weil einem Widevide L1 dann doch nicht unwichtig ist….