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Redmi Note 8 vs. Redmi 8 Kameravergleich

Ein Vergleich, der auf den ersten Blick vielleicht etwas hinken wird: Hat das Redmi 8 mit dem 12MP Sony IMX486 eine Chance gegen den gelobten 48MP Samsung GM1 Sensor im Redmi Note 8? Wir haben uns die Tageslichtaufnahmen etwas genauer angeschaut: Bekommt man schon für weniger Geld ein Smartphone für brauchbare Fotoaufnahmen?

Redmi Note 8Redmi 8
Display:6,3 Zoll IPS, 2340 x 1080, 19,5 : 96,22 Zoll IPS, 1520 x 720, 19 : 9
Hardware:Snapdragon 665, Adreno 610, 3/32GB – 4/64GB – 4/128GB, AnTuTu: 142.500Snapdragon 439, Adreno 505, 3/32GB – 4/64GB, AnTuTu: 90.550
Akku:4000mAh, 18 Watt Charging5000mAh, 18 Watt Charging
Kamera:Hauptsensor: 48MP, Samsung GM1, f/1.75

Ultraweitwinkel: 8MP

Makro: 2MP

Bokeh: 2MP

Hauptsensor: 12MP, Sony IMX486, f/1.8

Bokeh: 2MP

Frontkamera:13MP, Ominivision ov_13855, f/2.08MP, f/2.0

Vom Gesamtpaket ist das Redmi Note 8 klar überlegen. Das Redmi 8 spielt mit circa 100€ im Xiaomi-LineUp aber auch in einer anderen Liga.

Aber will man überhaupt den Aufpreis für die beiden anderen Sensoren zahlen, wenn man sie nicht wirklich nutzt? Der Makro-Sensor ist nicht mehr als ein Gimmick, die Ultraweitwinkelkamera ist dem Hauptsensor sichtbar unterlegen und Portraits mit unscharfem Hintergrund kann das normale Redmi 8 schließlich auch hin aufnehmen.

Hauptkamera – Samsung GM1 48MP vs. Sony IMX486 12MP

Der Samsung GM1 Sensor des Redmi Note 8 hat sich bereits im Redmi Note 7 erprobt, den Sony IMX 486 mit 12MP des Redmi 8 kennen wir aus Smartphones der letzten Generation, wie einem Xiaomi Mi A2 Lite Mi A2. Und damit haben das Redmi 8 und das Redmi 8a einen ziemlich guten Sensor spendiert bekommen.

Bei den normalen Tageslichtaufnahmen, hier am Beispiel der Residenz in Würzburg an einem grauen Novembertag, hat das Redmi Note 8 die Nase vorne. Durch das Pixelbinning ist der Sensor lichtstärker und fängt mehr Farben, Details und Kontraste ein, zudem rauscht es weniger. Dadurch wirkt optional HDR auch besser, wenn man es anschaltet. Das Bild wird beim Redmi Note 8 heller, beim Redmi 8 eher gräulich.

Beim „Bewegtbild“ mit dem Brunnen hat das Redmi 8 zwar Probleme den Hintergrund scharf zu stellen, fängt dafür aber die Spiegelung im Wasser viel besser ein.

Insgesamt geht der Punkt wie erwartet an das Redmi Note 8. Allerdings schlägt sich das Redmi 8 sehr gut gegen das teurere Handy. Ein himmelgroßer Unterschied besteht hier. nicht. 

Makro:

Bei den Makroaufnahmen kann sich das Redmi Note 8 nicht absetzen – weder mit dem Makromodus, noch mit dem 48MP Sensor. Es geht sogar so weit, dass Details am Rand wegretuschiert werden, die beim Redmi 8 erhalten bleiben. Das Redmi 8 performt hier besser.

Bokeh-Shots:

Bei beiden Smartphones klappt die Trennung zwischen Motiv und Hintergrund astrein, dank des zusätzlichen Bokeh-Sensors und Xiaomis Software. Das Redmi 8 zoom etwas weiter rein, ändert aber nichts am Ergebnis.

Dafür zeigt sich hier, dass das günstigere Redmi 8 die Aufnahmen mit höherem Kontrast verziert, was das Note 8 aufgrund des lichtstärkeren Sensors nicht nötig hat. Das Redmi Note 8 kann aber hier mit schön warmen Farben auftrumpfen und auch die Detailzahl ist bei voller Zoomstufe noch ein Ticken höher. Dafür hat das Redmi 8 sogar die Nase vorne bei unserer „Bokeh-Statue“, wo sich das RN8 ein paar Fehler erlaubt.

Frontkamera

Die Selfies der beiden Smartphones sind bei der Qualität gleich auf. Der Hintergrund ist bei beiden Smartphones leicht verschwommen: beim Redmi 8 ist er dank des hohen Kontrastes zwar besser zu erkennen, allerdings rauscht hier der Hintergrund beim Ranzoomen. Das Redmi Note 8 zeigt Selfies etwas natürlicher mit weniger kräftigen Farben, aber die Detailzahl ist bei beiden Handys gleich hoch.

Bei den Bokeh-Selfies, die die Software kreiert, hat das Redmi Note 8 die Nase vorn. Auch hier weisen die Bokeh-Selfies des Redmi 8 einen höheren Kontrast auf – fast schon HDR – was besser aussieht, aber die Abtrennung zwischen Vorder- und Hintergrund geht mit einem schmalen Streifen einher. So ein paar Stellen sieht man auch beim Redmi Note 8, nur sieht der Portrait Effekt dort insgesamt besser aus. Vielleicht weil die Software mehr Rechenleistung zur Verfügung hat.

Fazit: Redmi 8 fast auf Augenhöhe?

An die Ergebnisse, die wir vom Sony IMX486 von anderen Smartphones kennen, kann das Redmi 8 nicht anknüpfen. Das betrifft nicht gerade den Detailgrad, beim Reinzoomen rauscht es hier ab einem gewissen Abstand ebenso. Wo ein Mi A2 Lite und Mi A2 noch immer weit vorne liegen, sind Farben, dynamische Reichweite und Lichtstärke.

Und genau das macht auch das Redmi Note 8 mit dem Samsung GM1 48MP Sensor besser. Über das Pixel Binning Prinzip bleiben zwar mehr Details vorhanden, wobei die Aufnahmen noch immer nicht „vorteilhaft“ aussehen, wenn man reinzoomt. Die größte Stärke liegt in der Lichtausbeute im direkten Vergleich, was die Bilder für den Betrachter ansehnlicher macht – das Redmi 8 stellt hier lediglich den Kontrast hoch.

So groß ist aber der Abstand bei Bildqualität nicht: der Sony IMX486 leistet in der Budgetklasse ziemlich gute Dienste. So lange die Hardware und Performance noch für den Smartphone Gebrauch ausreicht, ist das Redmi 8 für Aufnahmen durchaus nutzbar und entsprechend günstiger – wir sprechen hier immerhin von 50% Aufpreis relativ betrachtet. Das gesamte Paket würde für mich aber trotzdem zum Redmi Note 8 greifen lassen.
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Gizmo1976
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Gizmo1976

Ich besitze das Redmi 8 und mir reichen Bildqualität voll aus für das was ich mache bin sehr zufrieden mit dem Gerät ich kann es für den Preis empfehlen der nicht viel geld hat und trotzdem ein nettes Smartphone haben möchte ich habe mich für das rote Gerät entschieden und bereue es nicht sieht toll aus und hat viele Features.Es gibt zwar genügend andere chinesische Hersteller die es gleich tun aber ich hatte schon andere Xiaomi Geräte und finde bisher alle toll.Natürlich sollte man beachten das für dem Preis keines der Smartphones mit Geräten im oberen Preis Bereich was Ausstattung und Kamera Qualität betrifft mit halten kann aber für Schnappschüsse und im allgemeinen Tages Ablauf für alles ausreicht
Gruß

MonacoFranz
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MonacoFranz

Was mir bei dem Vergleich noch fehlt und bei Handykameras den größten Unterschied für mich ausmacht, wäre ein Vergleich im Low-Light bzw. Nachtbereich. Letztlich trennt sich hier ja die Spreu vom Weizen am deutlichsten. Ansonsten vielleicht auch noch interessant der Unterschied in der Videoqualität.
Beste Grüße, Franz