Reisetagebuch – Chinahandys-Team in Hongkong und Shenzhen

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Chinahandy - China Reisebericht (2)

aufgenommen mit dem Zopo ZP999

Das Chinahandys.net-Team ist gerade auf Chinareise, um den Handymarkt vor Ort zu erforschen. Wir werden Euch in den kommenden 12 Tagen mit kurzen Berichten über unsere Erfahrungen hier auf dem Laufenden halten. Unser Vorhaben ist, das Land, die Leute und vor allem den Handymarkt zu erkunden. Wir haben dazu Treffen mit einigen Chinahandy-Shops und -herstellern vereinbart und werden dazu nach Shenzhen fahren. Shenzhen ist das Silicon-Vallley von China, eine Stadt mit 12 Millionen Einwohnern, in der auch die Chinahandys produziert und entworfen. Dort werden wir einige Märkte aufsuchen, in denen die Vielzahl der verschiedenen Smartphones verkauft werden. Es erwarten uns daher viele Impressionen und neue Erfahrungen, die wir mit euch teilen werden. Wir werden dazu versuchen, täglich über unsere Reise nach China berichten und in diesem Artikel Beiträge veröffentlichen. Im Anschluss an die Reise planen wir auch ein Youtube-Videobericht über unsere Reise.

Tag 1: Flug und Ankunft

Chinahandy - China Reisebericht (1)

aufgenommen mit dem Zopo ZP999

Zurzeit befinden wir uns, Joscha, Jonas und Tim, in Hong Kong. Nach der etwa 24 Stunden langen Hinreise mit 16 Stunden langem Flug und Zwischenstopp in Dubai, waren wir gestern Abend ganz schön erschöpft. Insbesondere Tim, der mit heftiger Flugangst zu kämpfen hatte, hat besonders seinen Mann gestanden. Mittlerweile sind wir aber wohlbehalten in unserem Hotel angekommen und planen auf der Dachterrasse im 47. Stock unser weiteres Vorgehen.

Chinahandy - China Reisebericht (3)

aufgenommen mit dem Zopo ZP999

Hong Kong erscheint uns auf den ersten Eindruck übrigens sehr angenehm. Die Menschen hier sind freundlich und sprechen sogar meistens Englisch. Auch das Essen (Dim-Sum) ist lecker. Natürlich hat uns der Eindruck der Stadt mit den tausenden Hochhäusern und den Millionen Menschen überwältigt.

Gegen Hong Kong ist unsere Heimat, Würzburg (Jonas, Tim) und Heidelberg (Joscha) ein 20-Seelenort.  HongKong ist übrigens eine Sonderverwaltungszone Chinas, was bedeutet, dass Hong Kong bis auf seine Außenpolitik zumindest offiziell relativ unabhängig ist. Da Hong Kong bis 1997 eine britische Kolonie gewesen ist, ist der westliche Einfluss in hier deutlich spürbar. Nicht nur, dass die Leute oft Englisch sprechen, auch die Kleidung und das Verhalten ist unserem westlichen Stil angepasst. In Hong Kong absolvieren übrigens 90% der Schüler das Abitur und etwa 60% ein Hochschulstudium. Die Sonderverwaltungszone versucht auf diese Weise, gegenüber China durch einen hohen Bildungsgrad seine Stellung zu bewahren. Wir werden uns jetzt gleich auf den Weg machen, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Davon berichten wir euch bald.

Erste Eindrücke der Stadt

Nachdem wir gestern durch Hong Kong gewandert sind, haben wir uns einen ersten Eindruck von der Stadt machen können. Wir wurden stets sehr gastfreundlich und höflich behandelt.  Im Rahmen einer anderen Reise haben wir bereits Peking besucht und wurden hier ziemlich unfreundlich und abweisend behandelt. Die freundliche Art der Einwohner Hong Kongs ist dahingegen nur hervorzuheben und wir können diesen Ort definitiv empfehlen, wenn man China kennen lernen möchte. Von den Unruhen im Studentenviertel haben wir allerdings nichts mitbekommen. In China ist man mit Gesprächen über politische Themen generell sehr vorsichtig und zurückhaltend.

Als wir auf den Berg „Viktoria Peak“ gefahren sind, von wo man eine hervorragende Aussicht über Hong Kong hat, wurden wir glatt von einigen Fans von Chinahandys.net empfangen. Nachdem wir ein paar Autogramme verteilt hatten…

…konnten wir uns endlich zur Aussichtsplatform durchkämpfen, von wo man eine gute Sicht über die Hong Kong Island hat.
Morgen wollen wir uns einige Märkte anschauen und entdecken dort vielleicht auch das ein oder andere Chinahandy. Davon bald mehr…

Reisebericht China Update 2

Erst einmal müssen wir um Eure Entschuldigung bitten. Wir waren in der letzten Woche in Shenzhen so beschäftigt, dass wir keine Zeit fanden, unser Reisetagebuch zu führen. Jetzt sitzen wir gerade wieder auf der Dachterrasse unseres Hotels in Hong Kong und machen uns für den Rückflug bereit. Bis wir wieder zuhause sind, werden 36 Stunden ins Land gehen müssen. Ein guter Zeitpunkt um unsere Reise revué passieren zu lassen. Um dem Reisebericht Struktur zu verleihen, werden wir vor allem über die Städte, die Kultur, die asiatische Damenwelt und natürlich die Chinahandys berichten. In den kommenden Tagen werden wir diesem Bericht noch verschiedene Bilder und Youtube-Videos hinzufügen.

Hong Kong und Shenzhen – zwei verschiedene Welten

Wie bereits erwähnt, haben wir unsere Reise in Hong Kong begonnen, um von dort nach Shenzhen zu reisen. Hong Kong ist eine Sonderverwaltungszone Chinas und Shenzhen eine aufstrebende Stadt in der VR China. Beide Städte sind so gigantisch groß, dass es uns die Sprache verschlagen hatte. Man findet hier ein riesiges Hochhaus neben dem anderen und die Zahl der vorbeistreichenden Gesichter auf der Straße ist unzählbar. Es hat uns sehr beeindruckt, wie viele Menschen hier leben und es ist spürbar, dass es sich bei beiden Städten um wachsende Megametropolen handelt. Neue Gebäude sprießen überall aus dem Boden und werden von unzähligen Händen in einer Geschwindigkeit aufgebaut, von der Europa nur träumen kann. Arbeit gibt es hier genug und die Löhne sind im Vergleich mit Europa gering. Dabei sind beide Städte hochmodern und wohlständig. Von Massenarmut oder Unterentwicklung kann hier keine Rede sein. Es handelt sich bei Shenzhen um die Stadt mit dem höchsten Durchschnittsgehalt in China und Hong Kong hat die meisten Länder Europas in bereits in vielen Bereichen überholt.

Dennoch sind die beiden Städte sehr verschieden. In Hong Kong ist der westliche Einfluss deutlich spürbar. Die jungen Leute sprechen fast alle Englisch. In unserem Hotel gab es zum Abendessen meist italienische Küche zu speisen. Reklamen und Wegschilder sind alle auch auf Englisch beschriftet. Man feiert hier sogar Weihnachten – wenn auch ohne den religiösen Hintergrund zu beachten. In Shenzhen hingegen haben wir schnell gemerkt, dass wir nun im „richtigen“ China angekommen sind. Man spricht hier kaum Englisch und generell war alles etwas fremder und unbekannter für uns. In beiden Städten waren die Menschen übrigens freundlich und soweit es die sprachliche Barriere zuließ auch sehr hilfsbereit. Die unangenehme Erfahrung, wie in Peking an jeder Ecke über den Tisch gezogen zu werden, haben wir nicht gemacht.

Shenzhen war daher viel angenehmer zu bereisen als Peking und überzeugte uns alle durch die warme und freundliche Art der hier lebenden Menschen. Der Süden Chinas ist übrigens wegen seiner geringen Kriminalität ein sehr sicherer Reiseort. Es gibt hier natürlich viel zu sehen und zu erleben. Das Essen war prinzipiell sehr lecker und mit Ausnahme einiger exquisiter Speisen wie etwa verfaulten Enteneiern fast immer genießbar und lecker.

Die chinesischen Frauen

Das Chinahandys.net Team war sich vor der Reise eigentlich einig, dass asiatische Frauen nicht unser bevorzugter Typ sind. In Hong Kong hat sich dieser Eindruck zunächst scheinbar bestätigt. Wir pflegen die chauvinistische Gewohnheit, auf Reisen die exotischen Damen zu zählen, die uns gut gefallen. In Hong Kong haben wir selten Frauen gesehen, die uns gefielen. Insgesamt kamen wir in 4 Tagen auf 27. Als wir allerdings in Shenzhen ankamen, war uns bereits nach dem Verlassen der Metrostation klar, dass Zählen hier keinen Sinn macht. Wer als Mann nach Sehnzhen reist, wird sehr viele gutaussehende Frauen dort finden. Die asiatische Damenwelt hat uns also mit ihrer exotischen Schönheit durchaus bei Laune gehalten ­-  Auch wenn wir unsere Erquickung wegen der Zuhause auf uns wartenden Freundinnen auf eine visuelle Unterhaltung beschränkt haben. Kommen wir nun aber zum Kern der Sache: Den China-Handys.

Ursprungsort der China Handys

Shenzhen kann als eine der wichtigsten Städte des digitalen Zeitalters bezeichnet werden. An jeder Ecke wird Elektronik verkauft und produziert. Die Elektromärkte sind so groß, dass wir 4 Stunden (!!!) gebraucht haben, um die auf Smartphones spezialisierten Märkte zu finden. Mit einem solchen Ausmaß hätte keiner von uns gerechnet. Insgesamt werden in der Region um Shenzhen fast jegliche Elektronikprodukte der Welt produziert. Smartphones, Iphones, Tablets, Laptops, Drucker, Kabel Anschlüsse, Mainboards, Prozessoren… Die Liste könnte unendlich fortgesetzt werden. Wer sich für Technik interessiert, wird hier auf jeden Fall fündig werden. Auf den Märkten haben wir zahlreiche Chinahandys gesehen, die uns bisher absolut unbekannt waren. Die etablierten Chinahandy-Marken hatten hingegen meistens eigene Stores, in denen die Produkte ausgestellt und verkauft werden. Wir waren zum Beispiel in Stores von THL, Cubot, Xiaomi, Meizu und Zopo, in denen die China-smartphones gekauft werden können. Die Preise sind hier in etwa ein Drittel günstiger als in den gängigen Onlineshops.

Da wir vor unserer Reise einige Treffen mit Smartphoneproduzenten und –Shops vereinbart hatten, haben wir auch Gelegenheit gehabt, die Smartphoneindustrie zu erkunden. Wir haben hier den Efox-Shop.com, Chinavasion und Geekvida besucht und konnten auch Umi, Cubot, Inew und Kingzone einen Besuch abstatten. Wir wurden dabei immer sehr freundlich empfangen und hatten einige sehr interessante Gespräche. Die Shops und Hersteller haben uns erzählt, dass sie in Zukunft planen, sich im europäischen Markt zu etablieren. Es wurden uns viele Fragen über die deutsche Mentalität gestellt und man zeigte sich sehr interessiert. Eine gute Nachricht war in diesem Zusammenhang, dass alle von uns besuchten Shops planen, ihre Lager in Deutschland auszubauen und einen Vor-Ort-Service einzurichten. Es ist also durchaus der Fall, dass nicht nur in Deutschland das Interesse an Chinahandys steigt, sondern dass man sich auch in China mehr dem deutschen Markt anpassen möchte. Wir hoffen, dass in Zukunft der Service, die Garantie und die Produktauswahl gesteigert werden kann, sodass der Kauf eines Chinahandys genauso einfach sein wird, wie ein Kauf bei Amazon oder einem anderen deutschen Onlineshop.

Im Rahmen unserer Besuche bei den Herstellern UMI, INEW, Cubot und Kingzone konnten wir uns von der Professionalität der Produktion überzeugen. Die Chinahandys werden nicht in kleinen Hinterzimmern designed und produziert. Stattdessen haben wir sehr bemühte und freundliche Technikliebhaber kennen gelernt, die um eine hohe Qualität bemüht waren. Wir hatten den Eindruck, dass die Chinahandys unter fairen Bedingungen hergestellt und produziert werden. Wir haben im Rahmen unserer Besuche die Möglichkeit gehabt, mit verschiedenen Angestellten zu sprechen und auch live in der Fabrik anwesend zu sein und zu filmen. Mit so viel Offenheit hatten wir nicht gerechnet. Auf uns machte es den Eindruck, dass man nichts verstecken oder verheimlichen wollte und dass dort ein normales Arbeitsklima herrscht. Wer also glaubt, dass der günstige Preis der Chinahandys durch Ausbeutung oder schlampige Produktion zustande kommt, dem können wir das Gegenteil versichern.

Bei dem Besuch von Kingzone bekamen wir sogar die Erlaubnis, den Produktionsprozess zu filmen. Das Ergebnis seht ihr in den kommenden Tagen in diesem Bericht. Da es sich bei Kingzone um einen eher kleineren Chinahandy-Hersteller handelt, waren wir insbesondere über den ausgereiften Produktionsprozess  und das hohe Maß an Sicherheitsvorkehrungen überrascht. In dem Video seht ihr unter anderem, wie die Smartphones einem Bieg-, Temperatur, Stoß-, und Dichtetest unterzogen werden. Außerdem konnten wir Aufnahmen vom gesamten Produktionsprozess machen. Der CEO von Kingzone hat uns dabei erlaubt, alles zu filmen, um die Deutschen Käufer von der Qualität der Smartphones zu überzeugen.

Fazit

Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Hong Kong und Shenzhen. Diese lebendigen Städte und die freundlichen Menschen lassen uns hoffen, dass die China-Handys den Smartphonemarkt in Zukunft mit weiteren Innovationen und günstigen Produkten bereichern werden. Auch hoffen wir, dass die von uns besuchten Onlineshops ihre Vorhaben verwirklichen werden und den deutschen Kunden noch mehr Service und Produkte bieten werden. Wir freuen uns jedenfalls darauf Euch auch in Zukunft über die neuste Technik aus China berichten zu können und werden hierzu bestimmt noch weitere Male den weiten Weg nach Shenzhen auf uns nehmen.

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14 Kommentare zu "Reisetagebuch – Chinahandys-Team in Hongkong und Shenzhen"

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Lisa
Gast
Lisa

Mich würde interessieren, ob man Cubot Handys auch im Laden in China kaufen kann. Ein Freund von mir ist gerade in Shanghai und hat dort nirgendwo eins finden können. Wie kann das sein? Werden die dort nicht verkauft? Wisst ihr zufällig wie man das herausfinden könnte, wo er in Shanghai eins bersorgen könnte.
Liebe Grüße

Schaefers
Gast
Schaefers

Habe mit Interesse Ihren Reisebericht gelesen.Meine Frage lautet, panen Sie auch mal einen Besuch bei den angeblichen deutschen Chinashops?Sie sollten sich vielleicht mal die erschreckenden Negativberichte enttäuschter Kunden ansehen und anhand dieser Beschwerden der Sache vor Ort auf den Grund gehen.Diese Ergebnisse würden mich sehr interessieren und wenn es eine persönliche E-Mail wäre.Nach diesen negativen Berichten traue ich mich nicht eine Bestellung aufzugeben.

MfG.Franz Schaefers

Stik
Gast
Stik

Hallo zusammen,
toller Bericht. Mir gehts wie NED. Nun eine Frage, welches Handy mit Dual Sim, 4G und guter Kamera könnt ihr empfehlen? Das Foto der Zopo ZP999 sah gut aus.

Gruß, Stik

MildWild
Gast
MildWild

Habt ihr neue Handymodelle mitgebracht?
Ich hoffe es gibt neue Modelle bis 4.7 zoll ansonsten toller Bericht.
Ich finde die Preispolitik der „Chinahandy`s“ fair und gerecht.
LG Stiller Mitleser

Alex-Kroatien
Gast
Alex-Kroatien

War vor zwei Jahren in Hong Kong und Shenzhen und kann diesen Bericht bestaetigen!Besonders Shenzhenhat mich begeistert!Karikiert gesagt .,die haben uns ueberholt ohne den Blinker zu geben!!!!

Ned
Gast
Ned

Die Berichte, die sind beim Zoll liegen geblieben 🙂
Frohe Weihnachten

Götzke
Gast
Götzke

Wo sind eure Reiseberichte

Said
Gast
Said

Warum hört man nach 10 Tagen nichts mehr von euch? Das finde ich echt schade.
Gruß Said

Ned
Gast
Ned

Klingt alles sehr interessant und ich wünsche euch einen schönen Aufenthalt. Ich war noch im britischen Hong Kong 1996, auch mir hat es sehr gut dort gefallen. Der Flughafen Kai Tak war zu dieser Zeit noch in der City gelegen. Eine Augenweide, im drei Minuten Takt kamen die riesigen Flugzeuge unmittelbar über die Häuser geschwebt. Sehenswert auch der Nachtmarkt, ich glaube der war in Kowloon. Das ist ein quirliger Bezirk auf dem Festland. Wünsch euch also viel Erfolg!

clivia
Gast
clivia

Hi ein cooles Triumvirat. Allerliebste Grüße Clivia

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