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Roborock S6 MaxV – erster Staubsaugroboter mit Dual-Kamera

Der Roborock S6 MaxV ist das neue Spitzenmodell in der Kategorie Saugroboter. Roborocks Namensgebung kann durchaus verwirren: So kam nach dem S5 der S6 und dann ging es zurück zum S5 Max. Jetzt folgt mit dem S6 MaxV das neue Spitzenmodell der Premium S-Reihe. Der Saugroboter Markt gehört nicht gerade zu den innovativsten Geschäftsbereichen, aber was soll man auch noch verbessern? Die Mehrfachkartenspeicherung war ein großes Thema in den letzten Jahren. Durch sie ist es möglich, Karten für mehrere Stockwerke abzuspeichern und bei Bedarf entsprechend abzurufen. Roborock hat nun angekündigt, dieses Feature in den nächsten Monaten auf sämtliche S-Modelle per Softwareupdate auszuliefern. 

Roborock S6 MaxV 4

Ehrlich gesagt sind die Unterschiede zwischen einem Roborock S5, S6 und S5 Max verschwindend gering und selbst das erste Roborock Produkt, der Mi Vacuum 1 ist immer noch eine glasklare Kaufempfehlung. Lasergestützt und schier unermüdlich navigiert das erste Roborock-Erzeugnis durch die Wohnung. Auf eine Wischfunktion muss man dort verzichten. Sonderlich gut Ergebnisse beim “Wischen” sind uns aber noch bei keinem Sauger untergekommen. Dennoch muss jeder Hersteller natürlich neue Produkte veröffentlichen und der Roborock S6 MaxV wird mit Sicherheit ein Erfolg werden. Denn wir haben hier den ersten Staubsaugerroboter mit Dual-Kamera auf dem Markt. Anstatt Dual-Kamera spricht der Hersteller übrigens von einer Stereo-Kamera. Wir hatten vor kurzem auch über den Roborock S7 berichtet, der allerdings nicht nach Europa kommt. Wir bekommen mit dem S6 MaxV aber ein sehr ähnliches Gerät.

Spezifikationen und Vergleich

Zunächst werfen wir mal ein Blick auf das große Datenblatt des Roborock S6 MaxV. Bis auf die auf 2500 Pascal gesteigerte Saugkraft fällt zunächst nichts weiter ins Auge.

Datenblatt Roborock S6 MaxV

Design des Roborock S6 MaxV

Der chinesische Branchenstandard ist das kreisrunde Design. Roborock macht beim S6 MaxV hier keine Ausnahme. 355 x 350 x 96,5 Millimeter misst das Gerät bei einem Gewicht von 3,8 Kilogramm. Der Turm zur Lasernavigation sitzt nahezu zentriert auf der Oberseite. Drei Bedientasten sind auf der Oberseite des S6 MaxV sichtbar: Power-Button, Home-Button (zurück zur Ladestation) und Spot-Cleanup (Spotreinigung auf der Stelle starten). Damit lassen sich die Basic-Funktionen steuern, ohne App und WLAN ist der Funktionsumfang des Roboters aber stark eingeschränkt.

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Ebenso wie beim S5 Max nimmt der Wassertank nun einen Großteil der Rückseite des Staubsaugerroboters ein und kommt somit auf ein Volumen von 297ml. Der 460ml große Staubbehälter wird davon nicht beeinflusst und fasst 460ml. Saugen und Wischen gleichzeitig ist also mit dem Roborock S6 MaxV möglich. Die Wischleistung wird durch einen federbelasteten Wischmop erhöht. Man kann natürlich auch steuern, wie feucht der Wischmop sein soll.

Roborock S6 MaxV 1

Der Roborock S6 MaxV kann mit seinem 5200 mAh bis zu 300m² in maximal 3 Stunden reinigen (Diese Werten gelten für den schwächsten Saugmodus). Solche Werte würde man in einem leeren 300m² Raum erreichen, in der Praxis sieht das natürlich etwas anders aus. Dennoch sind 5200 mAh absolut ausreichend für große Häuser mit 100-150 m². Wenn der Akku sich dem Ende neigt, unterbricht der Staubsaugroboter die Reinigung ohnehin und lässt erstmal nach. Anschließend wird die Reinigung beendet. Die Ladezeit liegt laut Roborock bei unter 6 Stunden. Die Überwindung von Hindernissen gelingt dem S6 MaxV bei bis zu 2cm hohen Kanten, das ist der aktuelle Brachenstandard.

Saugleistung und Navigation

Ein Highlight am Roborock S6 MaxV könnte die Saugleistung mit 2500 Pascal sein. Das entspricht immerhin einer Steigerung von 25% im Vergleich zu den älteren Modellen. Wie das Ganze in der Praxis ausschaut, wird sich zeigen. Bislang konnte man zwischen 1800 und 2200 Pascal Saugleistung kaum einen Unterschied feststellen. Da der Saugroboter so nah am Boden arbeitet, ist die Saugleistung durchaus beachtlich.

Roborock S6 MaxV 5Doch Saugleistung ist nicht alles, auch die Navigation muss stimmen. Bislang ist Roborock hier mit zig Sensoren und lasergestützter Navigation schon richtig gut aufgestellt. In den letzten Generationen wurde insbesondere am Umgang mit Möbeln gefeilt. Wenn man einen solchen Saugroboter mal 2-3 Jahre im Einsatz hat, dann zeigen sich durchaus Schäden an Tischbeinen und sonstigen Kanten, an die der Staubsauger bei jeder Reinigung aneckt. Um solche Beschädigungen noch weiter zu reduzieren, hat der Roborock S6 MaxV nun einen Stereo-Kamera (Dual-Kamera) mit an Bord. Diese soll eine nochmals bessere Navigation, bzw. eine direkte Objekterkennung ermöglichen. Dann können Vasen oder Blumentöpfe gezielt umfahren werden.

Eingebunden und gesteuert wird der Staubsaugroboter übrigens in die Xiaomi Home App oder in die hauseigene Roborock-App. Auch die Software wird weiter aufgemotzt mit einer sogenannten Multi-Etagen-Kartierungs-Technologie. Dieses Feature bringt Roborock wie bereits erwähnt auch auf die älteren Modelle der S-Reihe. Somit ist es mit dem Roborock S6 MaxV möglich, mehrere Karten abzuspeichern, mit bestimmten Verbotszonen zu kennzeichnen und dann vor dem Reinigungs-Vorgang in anderen Etagen die entsprechende modifizierte Karte zu laden. Kombiniert wird das Ganze mit einem Mehrraumreinigungs-Feature und viel mehr brauch dann wirklich niemand mehr.

Roborock S6 MaxV 2

Ist eine Dual-Kamera wirklich eine gute Idee?

Datendiebstahl und Spionage stehen auch zu Corona Zeiten hoch im Kurs. Also kommen wir nicht umher, die zusätzlichen Kameras in irgendeiner Weise zumindest kritisch zu erwähnen. Während bislang im Roboter lediglich TOF-Sensoren (also keine echten Kameras) zum Einsatz kamen, ändern sich das nun mit dem Roborock S6 MaxV, denn dort kommen gleich zwei richtige Kameras zum Einsatz. Laut Roborock werden allerdings keine Bildaten gespeichert, sondern die “ReactiveAI” nutzt die Aufnahmen lediglich um bestimmte Gegenstände zu erkennen. Wirkliches Bildmaterial wird also weder auf Servern, noch auf dem Gerät selbst gespeichert.

Roborock S6 MaxV ab 649€

Der Hersteller Roborock konnte in China in nur kürzester Zeit zum Marktführer aufsteigen und überfährt in den letzten Jahren auch den europäischen Markt. Die unverbindliche Preisempfehlung fällt mit 650€ zunächst recht hoch aus, aber 150€ kann man eigentlich direkt nach dem Verkaufsstart abziehen. Wir werden den Saugroboter direkt nach der Vorstellung genauer unter die Lupe nehmen und schauen, ob die gesteigerte Saugleistung und die kameragestützte Objekterkennung einen wirklichen Mehrwert bieten.%name

Quellen

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