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Roidmi Eve Max im Test – Es hätte so gut sein können…!

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • tadellose Verarbeitung
  • überzeugender Lieferumfang
  • gute Absaugstation
  • größtenteils akkurate Navigation
  • toller Wischmodus, hohe Saugleistung
  • sehr gute Akkulaufzeit
Nachteile
  • Xiaomi Home-App ist eine Katastrophe
  • schlechte Übersetzung
  • lahme Bediengeschwindigkeit
  • einige Bugs
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Für derzeit rund 380 Euro ist der Roidmi Eve Max im Handel erhältlich. Damit spielt er – verglichen mit den chinesischen Mitbewerbern – im preislichen Mittelfeld für einen Saugroboter mit Absaugstation. Wir können hier also keinen beinahe dekadenten Funktionsumfang wie bei einem Topmodell von Roborock erwarten, sollten uns angesichts deutlich günstigerer Modelle (Dreame L10 Prime – zum Test) aber auch nicht mit Minimalismus zufriedengeben. Und bis auf einige kleine Fehler, die in ihrer Gesamtheit ein fettes Problem offenbaren, konnte mich der umherdüsende Begleiter von Roidmi durchaus überzeugen.

Roidmi EVE Max Banner 26

Neben dem Eve Max bietet Roidmi auch den Eve Plus und den Eve CC an. Den Testbericht zu ersterem Modell habe ich gerade eben erst gelesen und war überrascht, dass Jonas Schlag sich über die unglaublich lieblose Umsetzung der Software beschwert hat. Vor über drei Jahren! So viel nehme ich schon vorweg – beim hier getesteten Roidmi Eve Max hat sich daran gar nichts geändert.

Design & Verarbeitung

Der Roidmi Eve Max ist ein runder Saugroboter mit einem Durchmesser von 355 Millimeter und einer Höhe von 98 Millimeter. Die Absaugstation misst 358 x 300 x 174 Millimeter und wiegt 4,3 Kilogramm. Der Roboter bringt rund 4 Kilogramm auf die Waage. Ausgeführt sind Roboter und Station in weißem Plastik mit schwarzen Akzenten. Dieses Farbschema liegt nahe, da einige der Sensoren für die Navigation hinter einem schwarzen Fenster verborgen sind. Die restlichen Sensoren befinden sich in dem kleinen schwarzen Türmchen.

Roidmi EVE Max Banner 22

Unten befinden sich schwarze Gummireifen, die bei mir weder auf Holzboden, Laminat, Parkett, Fliesen noch PVC abfärben. Ja – ich habe fünf verschiedene Bodenbeläge in einer Dreizimmerwohnung. Das war schon so. Vorne rechts – also am Roboter – befindet sich die Seitenbürste, die sich immerzu im Kreis dreht. Der Roidmi Eve Plus hatte irgendwie noch zwei davon, der Eve Max nicht mehr. Dafür hat der Eve Max zwei Vorrichtungen für Wischtücher, was mindestens genauso cool ist.

Auf der Oberseite befinden sich dann noch die drei Knöpfe. Die sehen aus wie Touch-Bedienflächen, sind aber echte Knöpfe. Darüber kann der Roboter nach Hause geschickt und die Reinigung pausiert werden. Hinten sind die Kontakte zum Aufladen und ein kleiner Mechanismus, mit dem ihr den Staub- und Wasserbehälter herausnehmen könnt. Der Behälter muss hinten am Roboter sein, damit die Absaugstation ihren Dienst verrichten kann – beim Befüllen mit frischem Wischwasser ist das aber nervig, weil ich den Roidmi Eve Max immer erst manuell aus der Station fahren muss, um den Wasserbehälter zu erreichen.

Lieferumfang des Roidmi Eve Max

Nebst dem Saugroboter mit vorinstallierter Seitenbürste, der Absaugstation und der Bedienungsanleitung legt Roidmi zwei Wischtücher, drei zusätzliche Staubbeutel, einen zusätzlichen HEPA-Filter und ein kleines Reinigungstool bei. Das Kabel ist weiß, gut einen Meter lang und selbstverständlich mit EU-Stecker.

Ersteinrichtung & App-Anbindung

Wie eingangs schon erwähnt, ist das Schwestermodell Roidmi Eve Plus in unserem Testbericht mit einer lieblos umgesetzten App aufgefallen. Dies gilt sowohl für die App Xiaomi Home, als auch für die eigene Anwendung des Herstellers. Letztere bietet etwas bessere Ladezeiten, dafür aber die schlechtere Übersetzung. Ich habe ohnehin schon ein gutes Dutzend Geräte in der Mi Home-App eingerichtet und habe deswegen auch auf diese zurückgegriffen. Immerhin wird der Roboter damit ja auch beworben.

Einrichtung wie gehabt, Interface behäbig

Die Einrichtung des Saugroboters ist denkbar einfach. Ich stecke die Absaugstation ein, platziere den Roboter an der Station und schon kann es losgehen. In der App suche ich nach neuen Geräten, verbinde mich mit dem Roidmi Eve Max und gebe die WLAN-Daten ein, sollten diese noch nicht gespeichert sein. Das klappt super. Dann werde ich aber vom langsamsten Interface begrüßt, dass ich in der Xiaomi Home-App je gesehen habe. Und das heißt einiges.

Ich möchte kurz einen speziellen Raum saugen? Klar, die Karte ist in frühestens 20 Sekunden und spätestens einer Minute geladen. Danach warte ich noch, bis der Name des Raumes lädt und dann kann die Reinigung beginnen. Manchmal lädt die Karte auch einfach gar nicht, weil plötzlich und völlig aus dem Nichts mit dem Erfassen einer neuen, zweiten Karte begonnen wurde. Die muss ich dann erst einmal über die Einstellungen löschen. Über ein Menü, das beide Karten gleichzeitig laden soll. Ihr seht schon, wo uns das hinführt. Völlig verwirrt war ich eines Tages, als die gesamte Karte um 90 Grad gedreht war. Das ist dann auch so geblieben.

Die Übersetzung ist weiterhin sehr gewöhnungsbedürftig. “Adaptiver Kurzflor-Teppich”, “Vermeiden Sie Teppich” oder auch “Sikkerhedskopiering af kort” mutet doch eher seltsam an. Das passiert übrigens wirklich. Alle Menüs innerhalb der Kartenverwaltung sind auf Dänisch. Und ja – an diesem Punkt habe ich wohl genug auf der Software herumgetreten. Ich liebe gut umgesetzte Software und dermaßen lieblos hingeklatschte Interfaces sind mir zuwider. Roidmi muss unbedingt an der Übersetzung, dem Interface und dessen Geschwindigkeit arbeiten.

Features

Besonders schade ist diese Zumutung einer App-Anbindung, weil die gebotenen Features eigentlich sehr gut funktionieren. Ein einfacher Toggle, mit dem ich das Display der Basisstation ausschalten kann? Finde ich gut. Ebenso die komplett abschaltbare Sprachausgabe. Und auch ansonsten wird alles Bekannte geboten. Es gibt gesperrte Bereiche, eine Reinigungsplanung, mehrere Optionen zum Umgang mit Teppichen und sogar eine Schaltfläche, mit der ich einen Raum zweimal reinigen lassen kann. Ihr könnt saugen oder saugen und wischen, das jeweils im gesamten Bereich, einer Auswahl oder einem ausgewählten Raum.

Mehrere Karten – potenziell für Wohnungen und Häuser mit mehreren Stockwerken – werden unterstützt. Und wenn die Lebensdauer eines der ersetzbaren Teile sich dem Ende zuneigt, werdet ihr informiert. Roidmi bietet alles, was die Konkurrenz zu diesem Preis auch bietet.

Reinigung meiner Wohnung

Benutzt habe ich den Roidmi Eve Max in meiner Dreizimmerwohnung mit 65 Quadratmeter Wohnfläche. Die Basisstation steht im Wohnzimmer. Bei der ersten Durchfahrt wird ein vollständiger Scan der Wohnung durchgeführt, für den alle Türen geöffnet werden müssen. Das hat grundsätzlich gut funktioniert. Allerdings hat der Saugroboter einen Spiegel für einen zusätzlichen Raum gehalten und sich vom Vorhaben, in den Spiegel zu fahren, nicht mehr abbringen lassen. Daher musste ich für den angeblichen Raum hinter dem Spiegel eine No Go-Zone einrichten. Ebenso übrigens für meinen Schreibtisch, da sich die Bürste sofort in den Kabeln verheddert hat.

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In meinem Wohnzimmer hat sich der Roidmi Eve Max die ersten paar Reinigungen verfahren. Er ist durch die Beine eines Sessels hinter meinen Couchtisch gefahren und hat dann behauptet, dort nicht mehr herauszukommen. Mittlerweile tritt dieses Problem nicht mehr auf. Ebenfalls nicht mehr tritt das Problem auf, dass die App nach der Reinigung behauptet, der Staubbeutel in der Absaugstation sei voll. Hier hat es eine ebenso magische Lösung gegeben – irgendwann hat es plötzlich funktioniert und es funktioniert seitdem.

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Damit bleibt jetzt nur noch das Problem mit dem Spiegel, das ich mit Bordmitteln einfach lösen konnte. Abgesehen davon macht der Eve Max bei der Reinigung einen richtig guten Job. Zuerst werden die Seiten des Raumes abgefahren, danach zieht der Roboter seine Bahnen. Möchte ich einen Raum zweimal reinigen, fährt der Roidmi Eve Max einmal Längsbahnen und einmal Querbahnen. Die Wischfunktion ist überdurchschnittlich gut, wohl vor allem wegen der sich hin- und herbewegenden Wischtücher. Mit 5.000 Pascal Leistung kann aber auch das Staubsaugen überzeugen. Fährt der Roboter beim Wischen über einen Teppich, wird der Wischmopp angehoben. Alternativ dazu könnt ihr in der App einstellen, dass Teppiche beim Wischen komplett gemieden werden.

Überzeugende Akkulaufzeit, gute Absaugstation

Nach der Reinigung kehrt der Roidmi Eve Max zur Absaugstation zurück. Dort wird der gesammelte Dreck (maximal 170 Milliliter) in einen Beutel gesaugt, der nach einigen Wochen entsorgt werden muss. Roidmi verspricht 75 Tage mit einem 3-Liter-Beutel. Bisher sind es bei mir rund vier Wochen mit einer vollständigen Reinigung alle drei Tage und noch ist der Beutel nicht voll. Das Absaugen ist ziemlich laut und dauert ungefähr zwölf Sekunden. Danach wird der Saugroboter aufgeladen.

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Eine Reinigung mit Saugen und Wischen jeweils auf zweithöchster Stufe verbraucht in meiner Wohnung ungefähr 40 Prozent Akku. Auf niedrigeren Stufen sind doppelt so lange Laufzeiten möglich. Eine vollständige Reinigung dauert knapp eine Stunde. Theoretisch sollten bei niedriger Saugleistung also Wohnflächen von bis zu 250 Quadratmeter in einem Durchlauf gereinigt werden können. Bei einem Akkustand von 20 Prozent kehrt der Roboter automatisch zur Absaugstation zurück.

Der Tank fasst 250 Milliliter Wasser, was für einmal auf höchster Stufe Wischen in meiner Wohnung ausreicht. Von der Benutzung von Reinigungsmitteln rät der Hersteller ab. Ich habe es mit einem nicht schäumenden Mittel von Tineco versucht und es hat problemlos funktioniert.

Hervorragende Ergebnisse

Abgesehen von einigen Ecken und Winkeln hat der Roidmi Eve Max meine Wohnung in den letzten Wochen sehr sauber gehalten. Die Saugleistung ist hoch, die schwingenden Wischeinheiten tragen ebenfalls ihren Teil zur Sauberkeit bei. Alltägliche Verunreinigungen werden im ersten Durchgang restlos aufgenommen. Bereits seit ein paar Stunden eingetrocknete Flecken in meiner Küche (einmal Mango Curry, einmal Flüssigwaschmittel für die Waschmaschine) werden in zwei Durchgängen entfernt.

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Blicke ich ausschließlich auf die Reinigung, hat mich der Roidmi Eve Max fast vollends überzeugt. Die Navigation ist in Ordnung und scheint mit der Zeit dazuzulernen. Die Wischfunktion ist einwandfrei, die Saugleistung ebenfalls überdurchschnittlich. Mittlerweile bleibt der Roboter auch kaum noch irgendwo stecken und kann eine vollständige Reinigung durchführen, ohne dass ich anwesend bin.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Wäre die App nur nicht so schlecht. Bis zu einer Minute Ladezeit, bis ich eine Reinigung starten kann, ist nicht akzeptabel. Ebenso wenig wie die multiplen Bugs, Verbindungsabbrüche, falschen Statusanzeigen und Fehler bei der Übersetzung. Jeder Nutzer mit etwas Anspruch an Software sollte diesen Saugroboter meiden – und da Jonas im Test zum Eve Plus vor über drei Jahren sehr ähnliche Eindrücke beschrieben hat, wohl sogar insgesamt den Hersteller Roidmi.

Das klingt hart und ist in diesem Fall wirklich schade, weil der Roidmi Eve Max ein sehr guter Saugroboter ist. Für unter 400 Euro bekommt ihr viel Saugleistung, eine gute Navigation, viele Features, Reinigungsmodi und Einstellungen, einen gut verarbeiteten Roboter, eine Absaugstation und einen der besten Wischmodi dieser Preisklasse.

Final kann ich hier dennoch keine Empfehlung aussprechen. Andere Hersteller haben ebenfalls günstige Saugroboter mit Station im Angebot und diese leiden nicht massiv an einer schlechten Umsetzung der Software. Wenn euch die Ladezeiten und Bugs egal sind, könnt ihr zuschlagen. Eure Wohnung reinigen kann der Roidmi Eve Max allemal. Allein für die gute Wischfunktion würde ich mir die Software aber nicht dauerhaft zumuten wollen.

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