Mit dem Smartphone im Auto Musik abspielen gehört inzwischen einfach dazu. Aber was, wenn das KFZ bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat oder keine Verbindungsmöglichkeit in der Ausstattung besteht. Das Radio auszutauschen ist, wenn überhaupt möglich, ist definitiv kostspieliger als ein kleiner FM Transmitter. Für den Zweck gibt es von Roidmi, ein weiteres Unternehmen finanziert von Xiaomi, den Roidmi 2S und 3.

Das Prinzip ist einfach: auch wenn das Automobil bereits den Oldtimer Status erreicht hat, besitzt es ein Radio, mit dem es FM-Wellen empfangen kann. Der kleine Stecker sendet das Audiosignal auf einer bestimmten Frequenz. Stellt man nun diese Frequenz am Autoradio ein, kann man recht einfach seine Musik vom Smartphone hören. Strom bekommt er über den Zigarettenanzünder und kann zusätzlich noch das Smartphone laden! Ganz ohne ein neues Autoradio, kostspielige Kreuzchen in der Ausstattungsliste oder haarsträubenden Umbauten. Wie das Ganze in der Praxis funktioniert und wie die Roidmi Modelle im Vergleich zu einem einfachen FM-Transmitter von Aukey abschneiden, lest ihr im Testbericht!

Verarbeitung & Ausstattung

Gewohnte Xiaomi-Qualität bei den beiden Roidmis. In den winzigen Ladegeräten steckt einiges an Technik, weshalb sie sich schwer und wertig anfühlen. Im Design kann man sie kaum unterscheiden, wenn sie in der Bordspannungssteckdose stecken.

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Roidmi 2 300x168Allerdings unterscheiden sie sich im Anschluss: der Roidmi 3S sollte in Deutschland in allen Autos passen. Der Roidmi 2S besitzt den internationalen Anschluss. Das ist hierzulande teils kein Problem, aber es sollte vorher geprüft werden, ob er passt. Dafür reicht ein Blick in die Dose: befinden sich 2 Laschen an der Seite gegenüber, kann ein Kontakt mit dem runden Metallstecker des Roidmi 2S hergestellt werden und er funktioniert. Falls nicht, passt dafür der 3S!

Desweiteren bietet der Roidmi 2S ein Mikrophon, um das Telefon als Freisprecheinrichtung zu nutzen. Mit Googles Sprachassistenten bekommt man so eine smarte Zentrale für sein KFZ. Beim Roidmi 3S greift der Transmitter auf das Mikrophon des Smartphones zurück. Im Ausgleich bietet der 3S die Möglichkeit, die Batteriespannung des Autos zu überwachen.

FM Transmitter Vergleich 1200x576

Aukey FM Transmitter 2 300x200Der AukeyFM Transmitter besteht aus zwei Teilen: Im braunen Karton finden sich nochmals zwei kleine Verpackungen, einmal der Car Charger mit zwei USB Ports und der Transmitter. Der Car Charger ist ordentlich verarbeitet, ein bisschen leichter als die Roidmi Modelle und steht auch einen halben Zentimeter weiter heraus. Der Transmitter wirkt billiger als der Rest. Auch sucht man einen Knickschutz an wichtigen Stellen vergebens. Ansonsten tut er was er soll. Das Display leuchtet rot/orange, ist gut ablesbar und die Tasten sind gut drückbar; gedrückt halten um dadurch schneller zu Spulen geht ebenfalls. Vorteil gegenüber dem Roidmi 3S: der Aukey FM-Transmitter besitzt ein Mikrophon.

Ladestrom:

Damit während des Streamings nicht der Saft ausgeht, bieten unsere drei FM Transmitter USB-Ports zum Laden des Smartphones. Anders als bei Aukey, kann man mit den Roidmis noch ein zusätzliches Gerät laden. Auf dem Papier bieten sie alle die gleiche Ausgangsleistung mit 5V und 2.4A. Lädt man zwei Geräte gleichzeitig an den Roidmis geht es natürlich langsamer. Dazu sollte man noch erwähnen, dass dies alles den Kraftstoff-Verbrauch steigen lässt! Ein Richtwert entspricht pro 100Watt Leistung steigt der Verbrauch um 0,1l / 100km.

Achtung! Mein altes Auto war nicht auf die große Spannung / Stromstärke vom Roidmi ausgelegt. Dadurch ist mir Sicherung für den Zigarettenanzünder nach einiger Zeit immer kaputtgegangen. Die 15A Flachsicherung hat ein paar Stunden durchgehalten – bei einer 7,5A Sicherung gab es einen Funken und sie war durch. In neueren Kraftfahrzeugen gab es hingegen kein Problem.“

Einrichtung

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Die smarten Modelle von Roidmi müssen zunächst eingerichtet werden. Diese werden in die Boardsteckdose gesteckt und mit dem Smartphone per Bluetooth verbunden. Der Adapter wird als Headset angezeigt und wenn nicht schon geschehen, aktiviert ihr alle drei Freigaben: Medien, Telefon und Kontakte. Weiter geht es in der Roidmi App. Die Roidmi App muss nicht jedes Mal gestartet werden, nur wenn Einstellungen vorgenommen werden wollen. Das Gerät verhält sich quasi wie ein Bluetooth-Headset. So geht die Verbindung bei jedem Einsteigen recht schnell. Optional: Damit das Prozedere noch einfacher geht, habe ich ein NFC-Tag im Auto platziert. Dieses aktiviert Bluetooth und koppelt die Geräte automatisch.

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Während der Einrichtung mit der Roidmi App, muss man die Frequenz am Autoradio einstellen und einen Testton bestätigen – die Verbindung steht und die Übertragung klappt problemlos. Die App bietet aber noch mehr Funktionen, als die reine Übertragung von Audio.

  • Über den Transmitter kann die Spannung gemessen werden: So kann die Batterie diagnostiziert werden, aber an den Werten die die App vorschlägt sollte man sich nicht richten; dies ist je nach KFZ unterschiedlich
  • Die App kann automatisch eine App starten, sobald man sich gekoppelt hat: Ins Auto, Bluetooth verbinden lassen und schon wird die Musik-App, bei mir Spotify, gestartet – sehr durchdacht.
  • Schüttelt man das Smartphone, so kann ein Befehl ausgelöst werden. Am praktischsten ist „nächster Titel“ – sitzt das Handy in einer Halterung, wird es natürlich schwer das Handy zu schütteln.
  • Einstellungen: darunter fällt das ändern der Frequenz, man kann eine andere Farbe einstellen oder ob der Klingelton / Notification-Töne abgespielt werden sollen, oder nicht.

Beim FM Transmitter von Aukey, ist die gesamt Handhabung am simpelsten. Ladegerät, Transmitter und Smartphone werden verbunden. Die Frequenz wird direkt am Transmitter in 00.01er Schritten über die zwei Tasten eingestellt. Die Radio Frequenz angleichen und das war es auch schon. Ein Vorteil bei Aukey ist, dass man während der Fahrt leichter nachjustieren kann, wenn man in andere Sendegebiete gelangt.

Roidmi in der Praxis

In der Praxis kommt man gut mit beiden Roidmi Modellen zurecht. Sie sitzen stramm in der Buchse und wackeln nicht. Zusätzlich beleuchtet eine kleine LED im Inneren die USB-Buchsen, die Farbe der LED kann sogar angepasst werden, damit die Innenraumbeleuchtung stimmig ist. Dabei verbessert sich die Qualität beim Roidmi 3 nochmals. Der Kopplungsprozess zu Beginn geht schnell und Probleme treten während der Fahrt nicht auf (außer die Sicherung geht kaputt).

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Aukey

FM Transmitter Praxis 3 300x300Moment mal, das rauscht aber schon deutlich mehr! Das könnte auch Einbildung sein, ein Blick auf die Amazon Rezensionen bringt aber Gewissheit. Der FM Transmitter von Aukey überträgt die Musik schlechter, oder zumindest mit mehr Störquellen. Dafür ist es einfacher, wenn auch langsamer, zu bedienen: am Anfang alles verkabeln, Kabel verlegen, damit sie nicht stören. Dafür schaffen es auch unversierte sofort.

 

Die Praxisumgebung sind Autofahrten in meinem kleinen Alltagsauto, einem Golf 3. Dieser besitzt ab Werk natürlich kein modernes Autoradio und auch keine besonders gute Geräuschsisolierung. Da bei der Übertragung über FM viele Störquellen vorhanden sind, ist aber nicht weiter tragisch. In einem modernen Auto ist es drinnen viel leiser, aber solche Autos sollten bereits entsprechende Vorrichtungen haben, um sich mit dem Smartphone zu verbinden. Das Ziel solcher FM Transmitter sind also eher alte Fahrzeuge. Ein zweiter Faktor ist der Standort: In Ballungsgebieten sind einfach mehr Radiosender vertreten, Funkmasten, Verbindungen, Menschen. Unterschätzen sollte man dies nicht: auf einem Tagesausflug durfte ich in Frankfurt miterleben bzw. mithören, wie mein FM -Transmitter das Telefonat von jemand anderen wiedergab. Auch war es häufiger notwendig die Frequenz zu wechseln. Auf dem Land oder kleineren Städten, wie Würzburg, tut der Transmitter was er soll und ohne Komplikationen. Hier kann ich dauerhaft die Frequenz bei 89.0 belassen.

 

Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:

Die drei Modell liegen preislich auf demselben Level: ab ca. 11€ ist man dabei und kann seine Musik an das alte Auto Radio übertragen. Am Ende bieten alle Modelle die gleichen Funktionen: das Smartphone ist mit dem Auto verbunden und kann sinnvoll während der Fahrt genutzt und geladen werden. Die Stärke des Aukey FM Transmitters liegt in seiner simplen Bedienung: alles miteinander verbinden, die Frequenz angleichen und los gehts. Nervig sind die vielen Kabel im Auto. Auch beim Funktionsumfang muss man zurückstecken, im Vergleich zu Roidmi.

Hut ab, wieviel Technik in den Roidmi Transmitter / Ladestecker / smarten Begleitern verbaut ist. So funktioniert die Anbindung des Smartphones an das KFZ. Die Vorteile bei Roidmi: 2 USB-Ports zum Laden verfügbar, App mit mehr Funktionen, bessere Übertragung über FM. Was man dafür in den Kauf nehmen muss: will man die Frequenz anpassen, muss man zum Handy greifen während der Fahrt. Und vielleicht muss die Sicherung für den Zigarettenanzünder dran glauben.

Ansonsten bekommt man mit den Roidmi Transmitter eine günstige und gelungene Möglichkeit, sein Automobil ohne richtiges Infotainment aufzuwerten und die Verbindung mit dem Smartphone nachzurüsten!

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Kommentar Updates
 
Gast
Philipp

Hallo, ich habe mir auch einen roidmi2s bestellt. Diesen habe ich auch mit dem Autoradio und dem Handy verbunden. Soweit kein Problem. Wenn ich jetzt allerdings telefonieren möchte, dann springt mein redmi 4x immer von Bluetooth auf den Telefon Lautsprecher. Hat jemand dafür eine Lösung?

Gruß und Dank
Philipp

Mitglied
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Yannick

Habe eine frage und zwar, wie gut denn das mirofon des aukeys ist?

Lg, Yannick

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