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Smart Speaker: Was können Google, Amazon & Apple? Lohnt sich der Kauf?

Smart Speaker sind seit einigen Jahren in aller Munde. Im Idealfall fungieren sie als Schaltzentrale für das gesamte Haus. Alles ist automatisiert, stromsparend und einfach zu bedienen für Jung und Alt. Die Realität sieht aber oftmals anders aus. Für wen eignen sich Smart Speaker überhaupt und wann lohnt sich der Kauf? Mindestens genauso wichtig ist die Frage, an welches Ökosystem man sich binden möchte: Apple, Amazon oder Google? Dieser Überblick zeigt die aktuell verfügbaren Smart Speaker und klärt, für wen sich der Kauf lohnt und für wen vielleicht auch nicht.

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Die Geschichte der Smart Speaker

Der breiten Masse wurden Sprachassistenten durch Siri von Apple und Google Now bekannt. Beide Dienste waren Vorreiter auf diesem Markt, galten aber lange als Spielerei. Einmal kurz das Handy fragen, wie alt Angela Merkel ist – schön und gut, aber nicht lebensverändernd. Wirklich sinnvoll und vor allem umfangreicher wurden die virtuellen Assistenten um 2016 herum – dort startete Google den neuen Assistant auf dem ersten Pixel-Smartphone. Zu diesem Zeitpunkt war auch Smart Home schon ein verbreiteter Begriff und ein Wunsch vieler Eigenheimbesitzer.

Amazon Echo Dot (3. Generation)

Schon 2014 startete der Amazon Echo. Der Smart Speaker bringt die Funktionalität von Alexa auf einen eigens dafür gebauten Lautsprecher. Zwei Jahre später zog Google mit dem Home und dem Home Mini nach. Mittlerweile ist das Smart Speaker Line-up des Suchmaschinengiganten Teil der Untermarke Nest. Weitere zwei Jahre später – 2018 – startete Apple den HomePod. Siri galt bis dahin immer als der am wenigstens entwickelte Sprachassistent – der späte Einführungszeitpunkt wurde wohl zur Optimierung der Software genutzt.

Derzeit stehen wir also einem ziemlich breit gefächerten Portfolio verschiedener Smart Speaker von Amazon, Apple und Google gegenüber. In Asien mischen auch Xiaomi und einige andere Konkurrenten mit, in unseren Breitengraden sind diese Dienste aber (noch) nicht verfügbar.

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Funktionsweise, Features & Probleme

Grundsätzlich funktionieren alle Smart Speaker auf dieselbe Weise. Richtmikrofone hören dauerhaft mit und reagieren auf ein bestimmtes Wort oder eine Phrase (Okay Google, Alexa, Hey Siri). Danach wird der Befehl aufgezeichnet und an die Server zur Spracherkennung übertragen. Die Software erkennt das Gesprochene und antwortet auf den Befehl über den integrierten Lautsprecher.

Was für eine Antwort dann kommt, hängt natürlich von dem Befehl ab. Grundlegende Dinge wie “Wie ist das Wetter heute?”, “Wie lange fahre ich nach Nürnberg?” oder “Stelle einen Timer auf fünf Minuten.” kriegen alle Sprachassistenten problemlos hin. Auch das Verknüpfen von Musikstreaming-Diensten ist bei Apple, Google und Amazon möglich – bei Apple aber nur mit Apple Music. So richtig spannend wird es dann, wenn man kompatible Smart Home Produkte Zuhause hat.

Mein Smart Home-Setup im Überblick

Google Nest Mini (2. Generation)

Ich habe in meinem Arbeitszimmer und im Wohnzimmer jeweils einen Google Home Mini der ersten Generation – zu den Generationsunterschieden kommen wir später noch. Jeweils im Arbeitszimmer, Schlafzimmer und in der Küche habe ich eine Deckenleuchte von Yeelight, im Flur und im Wohnzimmer je eine RGB-Birne von Yeelight. Zusätzlich habe ich hinter meinem Fernseher einen LED-Strip und neben meinem Bett die Nachttischlampe von Yeelight.

Apropos Fernseher – meiner läuft mit Android TV und ist damit ebenfalls mit dem Google Home Mini kompatibel. Das bedeutet, dass ich ohne Fernbedienung per Sprachbefehl Videos starten und stoppen und die Lautstärke anpassen kann. Ebenfalls Teil meines Smart Home ist der Staubsaugerroboter Dreame F9, der sich allerdings nicht über Google Home steuern lässt. Außerdem habe ich eine Überwachungskamera von Xiaomi eingebunden, die per Sprachbefehl das Überwachungsvideo auf meinen Fernseher überträgt.

Dreame F9 (Staubsaugerroboter)

Bei mir Zuhause kann ich also meine Lampen mit der Sprache steuern, die Musikwiedergabe auf meinem Fernseher oder dem Google Home Mini starten und stoppen und das Bild meiner Überwachungskamera anzeigen lassen. In der Praxis bringt das einige Vorteile – mit vollen Händen könnte ich zum Beispiel keinen Lichtschalter bedienen. Außerdem habe ich meinen Google Home angewiesen, alle Lampen auszuschalten, wenn ich die Wohnung verlasse und alle Lampen einzuschalten, wenn ich sie wieder betrete. Diese Funktion wird über das Standortsignal meines Smartphones realisiert.

Mein Backofen und mein Herd sind ziemlich alt und haben keine Timer-Funktion – auch hierfür benutze ich meine Smart Speaker sehr gerne. Nicht zu vergessen sind natürlich auch Möglichkeiten zur Automatisierung – meine Lampen mimen jeden Morgen einen Sonnenaufgang (den ich dann aber trotzdem um drei Stunden verschlafe…). Außerdem ändert sich das Licht tagsüber zu kaltweiß und abends zu warmweiß – ich arbeite bei kaltem Licht einfach produktiver.

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Probleme – wenn Smart Speaker nicht mehr weiterwissen

Also alles schöne heile Welt? Nicht ganz. Mein Google Home Mini will beispielsweise auf Biegen und Brechen keine Divisionsaufgaben lösen – andere Rechenoperatoren werden problemlos erkannt und die Aufgaben gelöst. Außerdem sind alle Lichtschalter in meiner Wohnung durch die smarten Lampen nutzlos geworden. Wenn ich die Schalter bediene, funktioniert das Smart Home nicht mehr. Zumindest dem letzten Punkt könnte man mit WLAN-Lichtschaltern entgegenwirken.

Ein weiteres potenzielles Problem ist die Kompatibilität: Viele ältere Yeelight- und Xiaomi-Produkte sind beispielsweise nicht mit dem Apple HomePod kompatibel, das kommt aktuell erst nach und nach. YouTube läuft auf dem Echo Show nicht, da Google sich diese Funktion für seine eigenen Smart Displays vorbehält. Und der Apple HomePod unterstützt nur Apple Music – Nutzer von Spotify, Tidal, Qobuz und anderen Streaming-Diensten gucken in die Röhre.

Viele durchaus reizvolle Automatisierungsmöglichkeiten sind außerdem mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Die Thermostate an der Heizung oder die Lampen in der Fassung auszutauschen, ist ja kein Problem. Ein smartes Türschloss fordert da schon ein wenig mit Aufwand. Ihr volles Potenzial schöpfen Google Home, Amazon Alexa und Apple HomeKit also nur aus, wenn ihr zumindest ein paar kompatible Smart Home Produkte euer Eigen nennt.

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Amazon, Apple oder Google – Welchen Smart Speaker soll ich kaufen?

Für mich persönlich war diese Entscheidung schnell gefällt. Ich nutze täglich Google Maps, Google Kalender, Google Notizen, Google Tasks, Google Docs, Google Fotos und Google Duo. Da ich im Ökosystem des Suchmaschinengiganten Zuhause bin, wollte ich mir auch den Google Home nicht entgehen lassen. Immerhin arbeitet er auch mit Android und Android TV besonders gut zusammen. Als großer Xiaomi-Fan ist natürlich ein weiterer Bonus, dass viele Smart Home-Produkte des Herstellers mit Google Home kompatibel sind.

Wenn ihr bereits smarte Lampen, Thermostate oder andere Produkte gekauft habt, seid ihr möglicherweise sowieso in eurer Auswahl begrenzt. Sind sie nur mit Amazon und Google kompatibel? Dann scheidet der HomePod von Apple wohl aus. Ansonsten lohnt es sich, nach Gefühl, bzw. bevorzugtem Ökosystem zu kaufen. Ist Apple euch sympathisch und ihr habt sowieso ein iPhone und ein MacBook Zuhause? Dann ist der HomePod vermutlich die beste Wahl.

Mini, Max oder Show?

Amazon, Apple und Google bieten jeweils mehrere Modelle ihrer Smart Speaker an. Diese sind häufig in kleinere Lautsprecher (die keinen allzu guten Sound bieten) und größere Speaker (die einen Bluetooth-Lautsprecher ersetzen können) unterteilt. Amazon und Google bieten außerdem Smart Speaker mit zusätzlichem Display an, auf denen man beispielsweise Rezepte, Videos und Straßenkarten anschauen kann.

Google Nest Hub

Auch hier fiel mir die Entscheidung für den Google Home Mini ziemlich leicht. Er ist deutlich günstiger als seine großen Brüder und bietet trotzdem all ihre Funktionen – abgesehen von dem stärkeren Lautsprecher natürlich. Musik höre ich persönlich sowieso mit richtigen Verstärkern, Lautsprechern und Zuspielgeräten oder zur Not eben per Kopfhörer. Für einen teuren Smart Speaker mit (relativ) gutem Klang habe ich also keine Verwendung.

Wenn ihr aber auch Musik direkt über den Smart Speaker hören wollt, ist der Google Home Mini (mittlerweile Nest Mini) keine gute Wahl – der Klang lässt wirklich zu Wünschen übrig. Hier entscheiden also eure Hörgewohnheiten und euer Budget. Apropos Budget – Apple ist natürlich am teuersten. Der HomePod Mini startet bei knapp 100 Euro, soll aber auch besseren Sound als die Mini-Modelle von Amazon und Google bieten. Wem Apple noch zu billig ist, der könnte bei Bang & Olufsen glücklich werden. Einige derer Lautsprecher sind mit dem Google Assistant ausgestattet – Preis: zwischen 1.500 und 3.000 Euro.

Die verschiedenen Generationen: Ist ein Upgrade lohnenswert?

Amazon Echo Dot (4. Generation)

Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Nein! Der aktuell Nest Mini kommt zwar endlich mit USB-C, die Funktionen sind aber genau dieselben wie bei meinem mehrere Jahre alten Google Home Mini der ersten Generation. Wer also einfach nur in das Feld der Smart Speaker einsteigen will, kann sich durchaus eine ältere Generation gebraucht zulegen und damit eine Menge Geld sparen. Der Großteil der Funktionalität ist sowieso durch die Software bestimmt, die Hardware ist nur das Sprachrohr. Ich sehe für mich keinen Grund, den Google Nest Mini (2. Generation) und meine alten Google Home Mini zu ersetzen.

Datenschutz bei smarten Assistenten

Zunächst die gute Nachricht: Alle hier genannten großen Hersteller halten sich an rechtlichen Datenschutzauflagen und Gesetze zum Schutz der Privatsphäre der europäischen Union. Nun die schlechte Nachricht: Alle Hersteller und Betriebssystem erheben und übermitteln Daten, asonsten würde der smarte Assitent letztendlich nicht funktionieren. Mehr und bessere Funktionen, erfordern auch mehr Informationen über den Nutzer. Außerdem liegt es in der Natur der Sache, denn Google, Amazon und Apple verdienen Geld mit Daten.

Fazit zu Smart Speakern

Persönlich habe ich mich an mein Smart Home Setup gewöhnt und möchte es nicht mehr missen. Je nach Nutzungsszenario kann das aber ganz anders aussehen. Deswegen empfehlen wir, möglichst günstig in die Welt der Smart Speaker einzusteigen und einen gebrauchten Google Home Mini oder Amazon Echo Dot zu bestellen. Wenn es euch gefällt, könnt ihr noch immer auf ein größeres und aktuelleres Modell upgraden.

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guest
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TRON
Gast
TRON (@guest_74071)
1 Jahr her

Eine Frage kann man Smart Speaker lokal/offline, also ohne Online-Konto einrichten und nutzen, wenn man z. B. Musikdateien abspielen und nicht offensichtlich bestimmte Online-Dienste des Herstellers nutzen möchte? Ich habe gelesen, dass man Apple-Produkte, also in diesem Fall HomePod und HomePod mini, nur einrichten und nutzen kann, wenn man ein iCloud-Konto hat. Das heißt, es reicht nicht aus, nur ein Apple-ID-Konto anzulegen und zu nutzen, sondern man muss auch bestimmte iCloud-Funktionen explizit aktivieren. Um einen Apple-ID-Konto anzulegen, benötigt man aktuell (2021) auch noch eine Telefonnummer. Ich will damit nur sagen, dass alle aktuellen Apple-Produkte nicht mehr dem Nutzer gehören. Einfach… Weiterlesen »

Lars
Gast
Lars (@guest_74040)
1 Jahr her

Eines wäre da noch. Ich habe hier knapp 90 smarte Geräte im WiFi. In jedem Raum mindestens einen Home Mini. Wenn die Bude von mehr als einer Person bewohnt wird, dann sind die meisten Automationen am Ende und es wird einfach nur nervig. Licht aus beim Verlassen ist eine der wenigen Dinge, die in der letzten Zeit intelligent vom Assistant dazugekommen sind. Licht sollte optional per Sprache schaltbar sein. Ich nutze zu 95% meine Schalter. ABER: Man kann sich jede Lampe auf die Schalter konfigurieren, wie man lustig ist. Also wenn man Mal einige Stunden Zeit hat, dann kann man… Weiterlesen »

Guido
Gast
Guido (@guest_74041)
1 Jahr her
Antwort an  Lars

Interessant wie unterschiedlich doch Erfahrungen ausfallen. Ich bin begeisterter Smarthome User und halte das nicht für Spielerei und empfinde auch nichts daran zu komplex oder kompliziert. Außer Apple Produkte (niemals nie) gibt es bei mir in zwei Haushalten ( DE&CH) jeweils mehrere Netatmo Presence Außen Kameras die via Google Streams auf die jeweiligen Sony OLED Tvs (Chromecast) oder auf 2 Nest Hub Max und zwei Nest Hub per Zuruf streamen können. Für guten instant verfügbaren Sound sprechen mehrere Google Home Max und kleinere Google Home. Auch gerne alle zusammen. Alle Lampen Haupt und indirekt und Stripes stammen von Phillips Hue… Weiterlesen »

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