Einer der größten Vorteile klassischer Desktop-Setups ist neben der hohen Rechenleistung die große Bildschirmfläche. Wer häufig am am PC arbeitet oder Games zockt, wird den Laptop daher nur als Notlösung betrachten und zum ernsthaften Arbeiten oder Zocken immer den Desktop vorziehen. Der TCL T32M6C ist ein Monitor, der sich an solche Nutzer richtet. Mit ganzen 32 Zoll ist er etwa so groß wie ein kleiner Flachbildfernseher und hat dazu auch noch ein Full-HD Curved-Display. Für vergleichbare Geräte zahlt man in Deutschland mindestens 350€ aufwärts. Der TCL T32M6C geht allerdings schon für 250€ über die Ladentheke. Ob man mit dem Monitor ein echtes Schnäppchen macht oder ob es an den Details mangelt, wird folgender Testbericht klarstellen.

TCL Titel

Der 32 Zoll Curved Monitor stammt vom Hersteller TCL. Hierzulande kennt man TCL eher nicht und man könnte daher denken, dass es sich um einen Noname-Produzenten handelt. Dies ist allerdings nicht der Fall. TCL ist eine chinesischer Großkonzern mit über 10 Milliarden USD jährlichem Umsatz. Seit 2005 gehört zudem der ehemals französische Smartphone-Hersteller Alcatel zu TCL.

Lieferung und Installation

TCL Rückseite

Der Monitor wird in einer großen Box geliefert. Mit Germany Express Versand von Gearbest dauerte die Lieferung gerade einmal 9 Tage und wir bekamen das Paket ohne weitere Kosten an die Haustür geliefert. Öffnet man den Karton, offenbart sich einem das gut verpackte, große Display und der weitere Lieferumfang. Der Monitor und das Standbein müssen zur Inbetriebnahe zunächst miteinander verschraubt werden. Die Installation ist selbsterklärend. Zudem gibt es eine chinesische Bild-Anleitung, anhand der man den Aufbau ebenfalls leicht nachvollziehen kann. Leider verfügt der Monitor über keinen VESA-Standard, die Anbringung an der Wand ist also schwierig.

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Nachdem man die Schrauben angebracht hat, ist der Monitor bereits einsatzbereit. Der mitgelieferte Strom-Kabel hat einen chinesischen Netzstecker und sollte zur Sicherheit durch einen deutschen Netzstecker ersetzt werden. Der Stromanschluss ist ein Standard PC-Kabel (Kaltgerätestecker). Die Verbindung mit einem Endgerät erfolgt über DVI-, VGA-, oder HDMI-Anschluss. Ein HDMI-Kabel liegt dem Monitor bei.

Design und Verarbeitung

Der Monitor steht stabil auf dem Metall-Standbein. Man muss definitiv keine Angst haben, dass der Monitor durch ein Wackeln am Tisch umfällt oder die Halterung bricht. Die Ausrichtung des Monitors ist festgelegt und der Bildschirm lässt sich weder seitlich noch nach vorne oder hinten neigen. Bis auf das Standbein aus Metall besteht das komplette Gehäuse aus Kunststoff mit einer glatten Oberfläche. Das Gehäuse sieht hochwertig und modern aus, ist aufgrund der glatten Oberfläche aber auch sehr anfällig für Kratzer.

Auffällig ist an dem Monitor insbesondere seine Größe. Mit 71cm in der Breite und 42cm in der Länge ist der Bildschirm fast doppelt so groß wie die meisten Desktop-Screens und mein 27 Zoll LG Monitor ist im Vergleich auf einmal ziemlich klein. Dabei wird die große Front des Monitors sehr gut genutzt und die Bildfläche umfasst mit 69 cm x 38 cm fast die gesamte Vorderseite. Unterhalb des Displays gibt es einen 2cm großen Balken, in den die Bedienelemente eingearbeitet sind. Diese sind mit grauen Symbolen gekennzeichnet und ermöglichen eine einfache Bedienung des Monitors. Neben den Bedienelementen gibt es eine Status-LED, die beim Anschalten des Monitors kurz blau aufleuchtet. Die LED ist allerdings sehr schwach und kann nur in einem dunklen Raum wahrgenommen werden. Der Rahmen links, rechts und oberhalb des Monitors misst lediglich 4mm, allerdings ist das Bild wiederum von einem 6mm breiten Rand umgeben. Insgesamt hat das Display also einen Rand von einem Zentimeter, was angesichts des niedrigen Preises erstaunlich hochwertig aussieht.

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Die Kabel werden unterhalb einer halbmondförmigen Abdeckung mit ganzen 32cm Durchmesser angebracht. Der Stromanschluss befindet sich auf der linken Seite, die Media-Anschlüsse sind rechterhand angebracht. Die Abdeckung kann zum erleichterten Zugriff abgenommen werden und man kann die darunterliegenden Kabel zusammenbinden, um für mehr Ordnung zu sorgen.

In punkto Design und Verarbeitung kann der Monitor von TCL T32M6C auf ganzer Linie überzeugen. Trotz des geringen Preises ist der Bildschirm mit seinen geringen Rändern ein echter Hingucker und das Metall-Standbein sorgt für eine stabile Positionierung. Schade ist lediglich, dass der Monitor aus ergonomischer Sicht keine Einstellungsmöglichkeiten bietet. Weder die Höhe, noch der Neigungswinkel kann angepasst werden.

Konnektivität und Bedienbarkeit

Was die unterstützten Anschlüsse angeht, bringt der Bildschirm mit HDMI den wichtigsten Standard mit. Ein Displayport-Anschluss ist nicht vorhanden. Dafür gibt es die mittlerweile veralteten Anschlüsse VGA und DVI. Lautsprecher besitzt der Monitor ebenso wenig wie einen AUX-Anschluss. Die Ton-Wiedergabe muss man also über den Rechner oder Laptop laufen lassen.

Anschlüsse Bildschirm

Nachdem man den Bildschirm mit dem PC und Netzteil verbunden hat, ist der Monitor gleich bereit für den Einsatz und zeigt gleich ein großes und leuchtstarkes Bild. Erst nach dem Drücken der Menü-Taste, wird klar, dass man zumindest die Sprache noch manuell einstellen muss. Dies ist allerdings kein Kunststück. Man navigiert einfach zum dritten Menüpunkt und wählt dort den ersten Punkt an. Nun lässt sich das Menü auf Deutsch oder Englisch umstellen.

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Bildqualität

Die Bildqualität des Monitors weiß definitiv zu überzeugen. Auch hier sieht man dem TCL T32M6C seinen günstigen Preis kaum an. Das Bild ist farbkräftig und vor allem sehr hell. So hell, dass ich zum Schonen der Augen die Leuchtkraft auf 70% reduziert habe. Was die Schärfe des Bildes angeht, war ich zunächst skeptisch, ob mir Full-HD Auflösung auf einem verdammt großen 31,5 Zoll Bildschirm ausreichen kann. Ich wurde allerdings eines Besseren belehrt. Das Bild ist zwar nicht vergleichbar mit meinem 4K LG Monitor und bei 70ppi kann man bei genauem Betrachten durchaus einzelne Bildpunkte ausmachen. Mir hat die Schärfe allerdings dennoch genügt. Dies mag allerdings Geschmackssache sein und der ein oder andere Nutzer wird sicher ein höherauflösendes Panel bei dieser Größe als obligatorisch betrachten.

Von Pixelmatsch kann allerdings keine Rede sein. Bilder und Videos sehen detailreich und schön aus und auch Games lassen sich auf dem Monitor gut zocken. Durch das gigantische Curved-Panel hat man dabei den Eindruck, dass sich das Bild um einen erstreckt. Sehr geil! Weniger gefallen hat mir das Curved-Layout allerdings beim Lesen von Texten, denn hier ist die leichte Biegung des Textes in der Zeilenmitte nicht unbedingt vorteilhaft. Ich würde daher sagen, dass sich ein Curved-Monitor vor allem für Leute eignet, die häufig Games und Multimedia nutzen. Für Office-Arbeit würde ich eher zu einem normalen Panel greifen.

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Der TCL T32M6C hat ein TN-Panel verbaut. Im Vergleich mit einem IPS-Panel sind die Farben daher etwas weniger kräftig, was allerdings durch eine schnelle Reaktionszeit und geringeren Energieverbrauch kompensiert wird. Die Bildwiederholungsfrequenz beträgt 60 Hz. Im Internet findet man gelegentlich die Aussage, dass der Monitor auch 75Hz unterstützen würde. Dies ist definitiv nicht der Fall. In der Praxis genügen aber auch die 60Hz vollkommen aus. Die Reaktionszeit des Monitors liegt bei 6ms. Wir haben es also mit einem Gaming-tauglichen Monitor zu tun, wobei sich bei schnellen Ego-Shootern Schlierenbildungen oder doppelte Konturen kaum verhindern lassen. Als Hobby-Zocker ist der Bildschirm allerdings vollkommen ausreichend.

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Die Farbwiedergabe des Monitors kann auf den ersten Blick überzeugen. Das Bild wirkt naturgetreu und je nach Display-Helligkeit sogar ziemlich knallig-bunt. Das Panel ist gleichmäßig ausgeleuchtet und es gibt keine Lichthöfe. Stellt man den Monitor direkt neben ein Retina-Macbook oder einen deutlich teureren Monitor, fällt auf, dass Rot-Töne etwas zu stark wiedergegeben werden und das Bild daher nicht das Attribut „neutral“ verdient. Dieser Effekt lässt sich leider auch nicht durch eine manuelle Justierung der RGB-Werte ausgleichen. Im Praxiseinsatz merkt man von der leicht unnatürlichen Farbdarstellung allerdings nichts.

TCL T32M6C 8 e1504466190312Da es sich um ein TN-Panel handelt, gibt es keine hundertprozentige Blickwinkelstabilität. Erfreulicherweise beschränkt sich die Farbveränderung allerdings auf ein minimales Maß und man kann praktisch aus allen Winkeln ohne größere Farbveränderungen auf das Display schauen.

 

Fazit

Der TCL T32M6C ist der Monitor für alle, die ein großes Display für Games und Multimedia zu einem günstigen Preis suchen. Durch das große 31,5 Zoll Curved Panel hat man beim Zocken und Filmschauen das Gefühl, von dem Bild umgeben zu werden. Im punkto Farbwiedergabe zeigt der Monitor eine leichte Überbetonung der Rot-Töne, die sich manuell nicht ausgleichen lässt. Den Normal-Nutzer wird dies kaum stören, als Bild- oder Videobearbeiter wird jedoch einen Monitor mit neutralerem Bild vorziehen. Von diesem Makel abgesehen ist die gebotene Preis-/Leistung schlichtweg sehr gut. Gerade in Anbetracht des niedrigen Preises ist die Qualität des Panels mehr als überzeugend und auch die Verarbeitungsqualität überraschend gut.

Wer nach einem ähnlich günstigen Monitor mit höherer Hertz-Zahl für’s Gaming sucht, wird bei mit dem HKC G32 fündig. Der Monitor ist weitestgehend baugleich zum Modell von TCL, unterstützt allerdings 144Hz und Freesync.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 18.2.2018

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