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Tesvor T8 Saugroboter im Test

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • intelligente Navigation
  • gutes Säuberungsergebnis
  • brauchbare Akkuleistung
  • großer Staubtank
  • Wischfunktion nachrüstbar
Nachteile
  • hoher Preis & teure original Ersatzteile
  • App nicht konkurrenzfähig
  • hohe Lautstärke
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Tesvor ist selbst bei uns noch relativ unbekannt, kann aber schon mit einer Reihe an Saugrobotern aufwarten. Wir haben zum Test den Tesvor T8 erhalten und sind gespannt, wie er sich im Vergleich mit Xiaomi und Co. schlägt.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Tesvor T8 Test 1

Tesvor bietet für 399€ mit dem T8 nicht gerade den günstigsten Staubsaugerroboter an. Dieser soll aber dafür auch super gut säubern, unter anderem dank optischem Sensor, der das Zimmer abscannt und ein Profil dessen erstellen kann. Ebenfalls mit an Bord ist die Möglichkeit, den Saugroboter in einen Wischroboter zu verwandeln. Tesvor bietet dafür einen separaten Wassertank an, den wir jedoch leider nicht für den Test erhalten haben. Daher bleiben uns die Wischeigenschaften vorerst verborgen.

Wir konzentrieren uns stattdessen lieber auf die Saugperformance und die sollte dank angegebenen 2150 pa ganz ordentlich ausfallen. Zwei Ärmchen sorgen für die Zulieferung des Schmutzes in die Mitte des Saugers. Die Hauptbürste an der Unterseite sorgt dafür, dass besagter Schmutz besser eingesaugt wird. Hier gibt es also nichts Ausgefallenes zu sehen, die zwei Bürsten sind aber ganz nett, da viele Saugroboter nur mit einer Seitenbürste arbeiten.

Viel mehr Wert wird dafür auf die Navigation gelegt. Tesvor wirbt mit einem optischen Sensor, der gezielt die Einrichtung erkennt und diese in den Saugplan integriert. Wie gut das funktioniert, klären wir gleich noch. Für die Navigation ist auch eine Reihe von weiteren Sensoren nötig. Von denen hat Tesvor angeblich sehr viele und sehr spezielle, die meisten Sensoren davon dürften aber nur Standardkost sein. So erkennt der T8, wenn er hochgehoben wird, wenn er an einer Treppenkante oder anderem Abhang steht und wann er gegen etwas gefahren ist. Natürlich erkennt er auch, ob das Objekt links oder rechts steht. Zusätzlich soll eben noch die Höhe, beispielsweise eines Sofas eingeschätzt und dabei entschieden werden, ob der Roboter unter diesem Möbelstück hindurchpasst.

Als Grundform für Saugroboter hat sich ja die Runde etabliert, da gibt es auch bei Tesvor und dem T8 keine Ausnahme. Als Durchmesser genehmigt sich der T8 33 cm, in der Höhe misst er 8,1 cm. Auf die Waage bringt der T8 üppige 3 kg, was aber durchaus noch in Ordnung geht. Der Wassertank, so er denn vorhanden ist, wird mit 350 ml Kapazität ausgeliefert. Standardmäßig verbaut ist allerdings nur der Staubtank und dieser fasst mit immerhin 600 ml fast die doppelte Menge.

Wichtig ist auch die Akkugröße, hier bringt der T8 2500 mAh in den Ring, womit er sich leider nur unter dem Durchschnitt befindet. In der Regel sollte das aber für 2–3 Runden reichen, ehe der Sauger an die Station muss.

An Knöpfen wird wie immer gespart. Es gibt lediglich einen Hauptschalter an der Flanke, um den Roboter auch vollständig abschalten zu können und einen „Start-Button“ an der Oberseite, der auch für die WLAN Verbindung genutzt wird.

Lieferumfang des Tesvor T8

Tesvor T8 Test 7

Der Karton ist wieder herrlich uninspiriert, schwarz ist die Qual der Wahl. Es gibt ein paar Infos auf der Rückseite und ein paar Werbefloskeln. Ansonsten findet man im Inneren gut eingepackt, neben dem Roboter, folgendes Zubehör:

-Vier Seitenbürsten (zwei als Reserve)
-Bedienungsanleitung Roboter (englisch, deutsch, französisch, italienisch)
-Bedienungsanleitung App (englisch, deutsch, französisch, italienisch)
-Ladestation (mit EU Stecker)
-Reinigungspinsel
-Fernbedienung (ohne 2 AAA Batterien)
– 2 x Schwammfilter
– 2 x HEPA Filter (high Performance Filter)

Fernbedienung

Tesvor T8 Test 8

Immer wieder gern gesehen, die Fernbedienung. Sie ermöglicht die Bedienung des Roboters, auch ohne App. Für alle die Sie nicht brauchen, ist sie natürlich überflüssiges Beiwerk, alle anderen nutzen das alte Stück dann meist primär. Design-technisch wirkt sie recht klobig. Nicht wirklich modern, aber gut bedienbar. Im Test habe ich die Fernbedienung natürlich immer mal wiederverwendet. Meist um den Staubsauger zu stoppen oder ihn zu starten. Sollte er mal irgendwo von alleine nicht wieder rauskommen, kann man ihn mit der Fernbedienung auch besser heraus navigieren, ohne ihn hochheben zu müssen.

Abseits von Start/Stopp ist die nützlichste Funktion der Timer, der sich in der App verändern lässt und Standardmäßig auf 30 Minuten festgelegt ist.

App & Smart Assistent

Tesvor T8 Test APP 1 e1581259623862

Hat man ein Smartphone, greift man anstatt der Fernbedienung eher zur App. Diese ist über ein QR-Code auf dem Roboter und in der Bedienungsanleitung beziehbar und führt in den Play-Store. Dort lässt sich dann die WeBack-App runterladen.

Grundsätzlich ist die App übersichtlich und einfach zu bedienen. Beim ersten Starten muss man sich leider ein Konto anlegen, wofür eine E-Mail-Adresse benötigt wird, danach kann es mit der Authentifizierung des Roboters weiter gehen. Dazu wird wieder ein QR-Code auf dem Roboter gescannt.

Anscheinend gibt es noch mehr Smart Devices, die diese App nutzen, zumindest wird auf dem Startbildschirm offengelassen, noch weitere Geräte zu verbinden. Ist der Roboter angelegt, kann man unter seinem Profil die Karte sehen, die er vom Zimmer angelegt hat. Auf der Karte befindet sich auch der Roboter in Echtzeit, wenn er gerade Arbeitet, ebenso wie die Ladestation.

Die Karte wird gespeichert. Ist das Zimmer einmal angelegt, hat es der Roboter sichtbar leichter mit der Orientierung im Raum und fährt das zur Verfügung stehende Areal noch zielstrebiger ab.

In der App lässt sich außerdem einstellen, wann der Roboter fahren soll. Dabei hält er gekonnt die Uhrzeit ein, ignoriert aber den Wochentag, fährt also auch am Wochenende, wenn nur unter der Woche ausgewählt wurde. Möglicherweise ist dies aber auch einem Übersetzungsfehler geschuldet.

Außerdem lässt sich in der App natürlich die Saugkraft steuern, allerdings nur in zwei Stufen. Wobei normal schon recht leise ist und gut ertragbar, während stark deutlich hörbar ausfällt, aber auch das bessere Ergebnis liefert.

Die restlichen Funktionen bieten das übliche, Punkt oder Ränderreinigung beispielsweise. Allerdings fehlt auch die Möglichkeit, Räume zuzuweisen und einen Namen zu vergeben.
Insgesamt war die App in Ordnung, zumindest erstmal. Nach einigen Updates der App hat sich diese eher verschlechtert. Der Roboter wird teilweise durchgehend als offline angezeigt. Manchmal wird er noch mit dem W-LAN verbunden, dann kann man über die App auf ihn zugreifen. Das lief am Anfang wesentlich schneller und hat sich über die Zeit hin verschlechtert. Was auch eine 2,2 Bewertung der App im Play Store widerspiegelt.
Zum Glück saugt der Roboter auch ohne App ganz passabel.

Saugstärke

Wie schon erwähnt, lässt sich die Saugstärke von „normal“ auf „stark“ stellen, was zu besseren Ergebnissen, aber auch höherer Lautstärke und mehr Akkuverbrauch führt. Maximal werden so angeblich 2150 pa erzielt, was sogar etwas mehr wäre, als das was ein Roborock S5 bietet.

Beide Stärkestufen haben ihre Daseinsberechtigung. Während „normal“ gute Ergebnisse erzielt, kann man während des Vorgangs selbst im Zimmer sein, ohne dass das Rauschen übermäßig störend auffällt. Bei „stark“ hingegen ist der Geräuschpegel recht hoch, das Ergebnis spiegelt diese Lautstärke jedoch wider und ist sehr gut. Man sollte nach Möglichkeit aber vielleicht nicht im Raum sein.

Auf einen zusätzlichen Modus für die Teppicherkennung verzichtet Tesvor an dieser Stelle und lässt die rohe Gewalt der 2000 pa ganz nach Wunsch des Kunden auf den Dreck los. Das kann bei Verwendung des Wischmodus etwas ungünstig sein.

Reinigung

Tesvor T8 Test 6

Bereits angeschnitten, ist man für bessere Reinigung insbesondere auf die Saugstärke angewiesen. Diese ist beim Tesvor T8 definitiv vorhanden und kann durchaus überzeugen.
Bei der zu reinigenden Fläche handelte es sich insgesamt um ca. 100 qm. Die Arbeit wurde in beiden Räumen zufriedenstellend erledigt. Kaum eine Ecke wurde ausgelassen und zur besonderen Sorgfalt gehört auch, dass der T8 sein Refugium zweimal abfährt, was zwar die Dauer erhöht, dafür aber auch das Ergebnis verbessert.

Beim Abfahren des Raumes geht er systematisch vor, erkennt Hindernisse recht präzise und umschifft diese dann. Ist ein Gegenstand hoch genug, erkennt der Sauger auch, dass sich da ein Objekt nähert und fährt etwas langsamer darauf zu.

Potenzielle Fehlerquellen sind natürlich nach wie vor niedrige Möbel und Kabel. Mit letzterem kam der T8 im Vergleich besser zurecht als der Amaray A900, dafür hatte er einmal einen Aussetzer, als er über ein Hindernis drüber musste.

Tesvor T8 Test 2Für ein 35 qm Zimmer, von dem er etwas über 20 qm befahren konnte, brauchte der Tesvor T8 30 Minuten, bei wohlgemerkt zwei Fahrten. Ein kleineres Schlafzimmer mit ca. 16 qm war in 20 Minuten abgearbeitet. Mit Treppen oder anderen abschüssigen Gegenden hat der Saugroboter in der Regel keine Probleme und erkennt diese zuverlässig.

Zuverlässig funktioniert haben auch Rand und Spot-Reinigung. Zumindest in der reinen Ausführung. Bei der Spot-Reinigung habe ich den Wassertank vermisst, dabei hätte sich hervorragend zeigen können, wie effektiv der Wischvorgang ist.

Nach 4-6 Reinigungen, abhängig von der Zimmergröße und Verschmutzungsgrad, muss der Auffangbehälter geleert werden. Wer den Staubsauger regelmäßig laufen lässt, wird noch einige Male mehr erreichen, hier kommt dem T8 sein 600 ml großer Tank zugute.

Verschleiß

Wer das Handbuch überfliegt, wird eine Empfehlung über 6 Monate für eine einzelne Komponente finden. Tatsächlich halten sich die ausgewiesenen Verschleißteile aber wesentlich länger. Man sollte alle Bürsten jedoch immer mal wieder reinigen und Haare entfernen, die sich darin verhangen haben. Das ist zwar müßig, verlängert aber die Lebensdauer der Komponenten spürbar.

Seine Staubsauger Düse kauft man ja auch nicht ständig neu. Dass diese kleinen Teile schneller verschleißen, ist klar, man muss es aber nicht übertreiben. Was hingegen tatsächlich nach ein bis eineinhalb Jahren getauscht werden sollte, ist der HEPA-Filter. Dieser lässt sich nicht waschen, nur etwas absaugen oder durchpusten und irgendwann ist er zugesetzt und die Saugleistung lässt deutlich nach.

Abhilfe schafft hier vor allem Aliexpress. Der HEPA-Filter hat ein Standardmaß. Auf Aliexpress lassen sich beispielsweise Angebote finden, bei denen es eine ganze Stange dieser Filter für ein paar Euro gibt. Ähnlich verhält es sich mit den kleinen Seitenbürsten, die nichts Besonderes sind und auch viel günstiger, als auf der Website von Tesvor erstanden werden können.

Akkulaufzeit

Tesvor T8 Test 10

Der Tesvor T8 kommt mit einem 2500 mAh großen Akku, kombiniert mit 14,8V/22W sind es  32 Wattstunden. Damit hält der Robi zwei bis drei Fahrten durch, allerdings muss man ja beachten, dass alle Wege doppelt abgefahren werden. Trotzdem reichen drei Fahrten umgerechnet auch für große Räume, zwischen den Einsätzen wird ja sowieso wieder aufgeladen. Bei einem 35 qm Zimmer, werden ca. 30% des Akkus verwendet.

Auch bei Tesvors T8 wird angegeben, dass man sehr viel Platz links und rechts von der Station freilassen muss. Über 2 Meter wird empfohlen, was ziemlich unrealistisch ist. Zum Glück kommt auch der T8 recht einfach an die Station, solange ein großer Bereich vor der Station frei ist.

Tesvor T8 Test 9Geladen wird der Roboter über die zwei Kontaktflächen an der Unterseite. Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, den T8 direkt über das Kabel der Station zu laden, der Netzteilanschluss für beide Teile ist identisch.
Beim Laden vergehen ca. 2 ½ Stunden bis der T8 vollständig aufgeladen ist.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Tesvor hat mit dem T8 sein Bestes Stück in unseren Test geschickt. Grundsätzlich ist der Roboter gut darin, seine Aufgaben zu bewältigen. Die Ecken werden ebenso sauber wie glatte Flächen, nur wenig entgeht dem Robi bei der ersten Fahrt und wenn doch, fährt er alles pro Job zwei Mal ab. Der Tank ist relativ groß und theoretisch besteht die Möglichkeit, den T8 auch wischen zu lassen.

Ersatzteile sind auf der Herstellerseite recht teuer. Ein Set kostet 20 €. Es beinhaltet zwar viele Komponenten, wenn die Sachen jedoch auf Seiten wie Aliexpress nachkauft, kommt günstiger weg. Wirklich schade ist die Leistung der App. Leider ist die Handhabung mit dieser nicht ideal, das können andere Marken besser und diese müssen nicht unbedingt Xiaomi heißen.

Reinigungs-technisch wäre der T8 also zu empfehlen, in Sachen Preis/Leistung gewinnt er allerdings nicht gegen die Anführer unserer Staubsaug-Roboter Bestenliste. Somit bleibt der Tesvor nur eine Empfehlung, wenn der Preis stark sinkt, oder ein Angebot besteht. Gegen Roborock oder Xiaomi hat der Sauger weder bei der Reinigunsleistung, noch bei der Preis/Leistung irgendeine Chance.

Der Staub/Wischroboter Markt ist prall gefüllt mit vermeintlichen “guten” und “günstigen” Modellen. Bei Amazon gibt es Makren wie Zigma, Orfeld, DEENKEE, Bagotte, Amaray und so weiter. Wir hatten bereits einige dieser “no-name” Saugroboter im Test und keiner konnte so richtig überzeugen. Dabei sind diese Sauger teilweise nicht mal günstig. Ein Mi Vacuum 1 kostet im Angebot um die 200€ und saugt die gesammelte Mini-China-Marken-Konkurrenz in Grund und Boden. Wer nochmals mehr Features will kann dann beim Marktführer Roborock vorbeischauen. Auch einen 360 Saug/Wischroboter kann man noch in Erwägung ziehen, aber man sollte aktuell noch großen Abstand von diesen “smarten” Mini-Marken Saugern halten.

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Igor
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Habe den TESVOR V300 Staubsauger Roboter zu hause in Benutzung, den ich im Angebot für 110€ erworben habe. Bin voll zufrieden mit dem gerät, ist ein gutes Preisleistungs gerät.
Die App benutze ich nicht, lasse in Raum für Raum Einzelt reinigen.

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