Der Tronsmart T6 ist ein Bluetooth-Lautsprecher, welcher uns im ersten Moment an die UE-Boom Reihe von Logitech erinnert. Dabei verspricht der Speaker auf dem Papier recht viel: 25 Watt Leistung und 15 Stunden Akkulaufzeit.Tronsmart T6 1 930x900

Tronsmart ist die Eigenmarke von Geekbuying und wird nur dort und bei Amazon vertrieben. Kein Grund zur Sorge: Der Tronsmart T6 konnte einige Lorbeeren im Web bereits einheimsen, weshalb er sich bei uns beweisen darf. Sein direkter Konkurrent ist der JKR KR-1000, das Preis-Leistungs-Biest schlechthin! 360-Grad-Sound, ein großer Akku und ein cooles Erscheinungsbild – reicht es für den Sieg, oder solltet ihr lieber zu Altbewährtem greifen und Geekbuying sich auf den Online-Handel konzentrieren?

Verarbeitung

Tronsmart T6 2 300x226Das Design des Bluetooth-Speakers lässt sich mit einem Wort am besten beschreiben: flippig! In der stabilen Kartonverpackung kam der Tronsmart T6 direkt bei uns an. In der weiß-lila-farbenen Verpackung findet sich neben dem Speaker noch das Übliche: Schnellanleitung, Garantiekarte sowie Micro-USB- und Klinkenkabel.

Der Tronsmart hat die Maße 19,5 x 7,5 x 7,5 cm und wiegt 550 g. Er ist in den Farben rot und schwarz erhältlich, wobei mir schwarz im Nachhinein eher zusagen würde. Der kunterbunte Mix aus rotem Gewebe, mattschwarzem Kunststoff und seidenmattem Silber am Lautstärkeregler ist cool aber auch auffällig – bei einem Bluetooth Lautsprecher nicht schlecht. Das Gerät wirkt dadurch leider nicht sehr edel und wertig, fühlt sich aber gut an. Durch das hohe Gewicht und die griffige Gewebeummantelung lässt er sich gut tragen.

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Betrieben wird er senkrecht, sodass der nach unten gerichtete offenliegende Passivstrahler Druck aufbauen kann. Durch die 3 weichen Standfüße steht er sicher auf dem Tisch. Im Gehäuse befinden sich ein weiterer Passivstrahler und ein Treiber, die nach links gerichtet sind, sowie noch ein Treiber der nach rechts klingt. So entsteht zwar kein echter 360-Grad-Sound, aber der Tronsmart T6 macht seine Sache gut und erzeugt raumerfüllenden Klang, soviel schon mal vorweg. Am oberen Ende befindet sich die Bedieneinheit des Bluetooth-Speakers. Das silberne Rad lässt sich nach links und rechts drehen, um die Lautstärke zu verändern. Dabei rastet es sauber bei jeder Stufe ein und klickt leise. Obendrauf sitzen 5 Buttons, die alle einzeln belegt sind: On/Off, Play/Pause, Anruf annehmen/Auflegen sowie ein Titel vor und ein Titel zurück.

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Im Vergleich zu der JKR KR-1000 bietet der Tronsmart T6 ein komplett anderes Konzept: Die JKR-Box hat wohl mit das schlichteste Design, form follows function, wenn ich das so nennen darf. Der T6 will auffallen, mit der Gewebeummantelung besonders sein und einen hippen Begleiter darstellen.

Funktionen

Tronsmart T6 11 300x250Anders als der Geheimtipp von JKR, bietet der Tronsmart kaum zusätzliche Funktionen. Den Bluetooth Lautsprecher könnt ihr entweder kabellos oder per Kabel mit dem Smartphone verbinden. Schaltet man die Bluetooth Box an, befindet man sich sofort im Pairing-Modus. Betitelt ist der Lautsprecher als „Tronsmart Element T6“. Der Status-Ring blinkt blau im Pairing, wenn er verbunden ist, leuchtet er dauerhaft blau. Mit eingeschaltetem Bluetooth verbinden sich beide Geräte automatisch.

Insgesamt hat der Lautsprecher 15 Lautstärke Stufen. Um die jeweils lauteste und leiseste Stufe zu kennzeichnen, blinkt der Ring zweimal schnell rot. Der Tronsmart synchronisiert die Lautstärke nicht mit dem jeweiligen Gerät. Am besten stellt ihr die Quelle auf maximale Lautstärke und reguliert am Tronsmart T6, so bekommt man theoretisch den besten Klang.

Die Verbindung via Kabel ist, wie erwartet, nicht schwer. Im AUX-Modus leuchtet der Status-Ring dauerhaft grün. Mit einem Druck auf den Power-Button kann man zwischen den beiden Modi umschalten.

Tronsmart T6 3 300x200Ein Punkt, der mir weniger zusagt, ist die Klappe, die den micro-USB- und AUX-Eingang schützt. Man bekommt die Lasche nur schwer auf, und die Befestigung scheint auch nicht sehr stabil. Zwar wäre das Ganze wasserdicht, der restliche Speaker ist es aber nicht, und damit ist das hinfällig. Auch wenn die Hülle aus Stoff cooler ist als Kunststoff, kann sie ebenso dreckig werden, und die Reinigung sollte sich schwieriger gestalten. Deswegen ist der Tronsmart T6 unterwegs mit Vorsicht zu genießen.

Telefonieren ist ebenfalls direkt über den Tronsmart T6 möglich. Das Mikrofon befindet sich oben beim Bedienfeld. Dazu gehört es zu den besseren seiner Klasse, man wird auch noch in einem Umkreis von zwei Metern um den Lautsprecher verstanden. Die Stimme des Partners kommt klar und deutlich aus dem Lautsprecher.

Akku

Über den micro-USB-Port könnt ihr den Tronsmart T6 aufladen. Während des Ladens leuchtet der LED-Ring rot, wenn der Tronsmart T6 fertig aufgeladen ist, leuchtet er grün. Das Laden des 5200mAh Akkus benötigte 4 Stunden. Dafür soll der Akku aber auch 15 Stunden durchhalten. Dies erscheint uns sehr viel, in Anbetracht der 25 Watt Ausgangsleistung. Im Endeffekt schafft man zwischen acht und neun Stunden, was immer von der Lautstärke abhängig ist. Zum Vergleich, der JKR KR-100 hat 4400mAh und hält nur 4 Stunden durch! Um Energie zu sparen, schaltet er sich nach 9 Minuten ohne Signal von alleine aus. Geht die Batterie zu Neige blinkt die LED rot, okay – aber leider teilt uns der Lautsprecher das auch per Ansage mit! Einmal, wenn es fast soweit ist, und wenige Zeit später, wenn er sich ausschaltet.

Klang

Die 25 Watt Ausgangsleistung sind eine Kampfansage in Richtung unseres JKR KR-1000, da dieser nur 2 x 10 Watt liefert. Im Tronsmart T6 werden diese durch zwei 12,5 Watt Treiber generiert. Den JKR Bluetooth Lautsprecher platziert ihr am besten an einer Seite des Raumes mit etwas Abstand: Aufdrehen und vom räumlichen bassbetonten Sound mitreißen lassen! Beim Tronsmart T6 sieht das etwas anders aus. Da der Klang gleichzeitig nach hinten und vorne wiedergegeben wird, um besonders raumerfüllend zu sein, platziert man diesen am besten mittig im Raum.

Tronsmart T6 10 300x264Teils sind mir extrem komische Schwankungen aufgefallen, wodurch manche Klänge viel leiser waren und andere lauter. Das hat sich absolut komisch angehört und war nur bei manchen Liedern so. Die Ursache ist folgende: Der Tronsmart T6 gibt den Sound in Stereo wieder. Nun strahlt aber ein Treiber nach vorne und einer nach hinten. Sind die verschiedenen Klänge im Titel nun von links oder rechts (Stereo) definiert, kommt das Phänomen vor und ist je nach Winkel zum Lautsprecher anders! Ich kann Entwarnung geben, die wenigsten Lieder sind stark stereo-definiert. Bei Elektronischer Musik hört man dies am wenigsten, Rock und Mainstream ebenso wenig. Im Indie Genre ist es mir am häufigsten aufgefallen. Außerdem verfliegt das Klanggespinst noch mit steigender Lautstärke. Doch audiophilen Gehören wird dies öfter auffallen, als vielleicht lieb ist.

So kriegt man dennoch einen guten Klang aus dem Tronsmart T6, sogar sehr guten Sound. Der kleine flippige Lautsprecher weiß zu überzeugen. Das Gesamtbild ist darauf ausgelegt, zu gefallen. Der Bass ist zu spüren und wird auch weit getragen, dadurch, dass er direkt auf das Möbelstück unter ihm abgegeben wird. Mitten und Höhen sind stimmig und passen zum Klangcharakter.

Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:

Der Tronsmart T6 ist ein cooler Lautsprecher, will sich selbst definieren und bietet ein ordentliches Arsenal dafür. Die Platzierung der Treiber sorgt zwar dafür, dass der Raum um den Speaker erklingt, aber eben auch für klangliche Schwankungen im Stereo-Sound.

Die schwierigste Frage kommt zuletzt: Tronsmart T6 oder JKR KR – 1000. Unser Preis-Leistungs-Tipp kostet etwas weniger und bietet mehr Funktionen. Der T6 von Tronsmart hat doppelt so viel Akku. Am Ende entscheidet aber der Klang und hier sehe ich JKR vorne! Der Tronsmart T6 bietet einen guten Sound, patzt nicht bei der Funktionalität und hebt sich mit seinem Äußeren von der Konkurrenz ab – insgesamt ein gelungener Bluetooth Lautsprecher.

Wie man schon im Test rauslesen konnte, ist der JKR KR – 1000 die Top-Alternative zum Tronsmart T6. Ebenso gut, wenn auch teurer, ist unser Anker Sound Core 2.

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