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Ulefone Armor 9 – Top-Hardware und Wärmebildkamera

Ulefone mag den meisten unserer Leser schon ein Begriff sein. Der chinesische Hersteller hat sich in den vergangenen Jahren mit Outdoor-Smartphones einen Namen gemacht und konnte konstant gute Geräte abliefern. Mit einer Kickstarter-Kampagne hat Ulefone nun den Nachfolger des Armor 7 – das Armor 9 – vorgestellt. Die beiden Geräte setzen zwar auf den gleichen Prozessor, die übrige Hardware wurde aber deutlich geupgradet. Die wohl größte Neuerung ist eine FLIR Wärmebildkamera und ein externes Endoskop.

Womit das neuste Gerät aus Ulefones Outdoor-Serie noch aufwarten kann und ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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Design und Display

Das Armor 9 wiegt, wie es sich für ein Outdoor Smartphone gehört, ordentliche 320 Gramm und misst 168mm x 82mm x 15mm. Geschützt wird das Gerät von einem Gehäuse aus flexiblem TPU-Kunststoff und Aluminium-Elementen. Die Rückseite ist für einen besseren Halt leicht strukturiert und mit dem Gehäuse verschraubt. Sie beherbergt neben dem Ulefone-Logo eine Triple-Kamera mit LED-Blitz. Auf der linken Seite befinden sich die Lautstärke-Tasten, ein Multifunktions-Key und ein Anschluss für das Endoskop. Rechts ist der Fingerprint-Sensor und die Power-Taste verbaut und auf der Unterseite findet ein USB-C Port Platz.

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Natürlich ist das Armor 9 auch nach allen gängigen Standards zertifiziert. Nach IP68/IP69K ist es wasser- und staubdicht und auch mit dem MIL-STD-810G wird geworben. Normalerweise ist diese Zertifizierung recht nichtssagend, weil man sie schon mit sehr wenig Aufwand bekommt. Ulefone hat hier aber vorgesorgt und direkt erwähnt, was alles getestet wurde. Demnach ist das Armor 9 in gewissem Maß auch resistent gegen Unterdruck, tropisches Klima und Säure.

Ulefone Armor 9 4 e1594060939841Das Display misst 6,3 Zoll und löst in Full-HD+, also mit 2340 x 1080 Pixel auf. Es wird geschützt durch einen leicht vorstehenden Displayrahmen. Außerdem verfügt es über eine Waterdrop-Notch und einen Handschuh-Modus, der allerdings nur mit Touchscreen-Handschuhen oder dünnen Baumwoll-Handschuhen funktioniert.

Im Angebot hat Ulefone neben dem Telefon eine umfangreiche Auswahl an Zubehör. Neben der bereits erwähnten Endoskop-Kamera gibt es eine Halterung für das Fahrrad, ein Armband und ein Case mit Karabiner. Diese Karabiner Hülle kenne wir bereits vom Ulefone Armor 7E, das wir gerade im Test haben.

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Leistung und System

Das Chipset des Ulefone Armor 9 ist identisch mit der Vorgängerversion. Angetrieben wird das Gerät vom aktuellen Helio P90 Octa-Core AI Prozessor. Der Chip wird im 12nm Verfahren gefertigt, taktet mit 2,2GHz und wird von der PowerVR GM 9446 (IMG 9XM-HP8) GPU unterstützt. Zur Seite stehen dem 8GB Arbeitsspeicher und 128GB Festspeicher. Letzterer lässt sich per Micro-SD Karte um bis zu 2 Terabyte erweitern. Top!

Beim Betriebssystem setzt Ulefone auf Android 10 Stock. Neben den gängigen Android-Funktionen, wie dem Darkmode, ist das Armor 9 mit einer umfangreichen Toolbox ausgestattet. Diese beinhaltet zum Beispiel eine Wasserwaage, einen Kompass oder einen Herzschlag-Sensor. Außerdem ist von Werk aus die FLIR App für die Wärmebildkamera installiert.

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Kamera des Ulefone Armor 9

Bei der Kamera handelt es sich um ein Triple-Setup, bestehend aus einem 64MP Samsung GW1 Sensor und einem 2MP Tiefensensor. Die Frontkamera löst mit 8MP auf.

Moment – mag sich der Ein- oder Andere nun denken. Wo ist der dritte Sensor?

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Dabei handelt es sich nicht um eine normale Kamera, sondern um einen Wärmebildsensor von FLIR. Dieser unterstützt MSC (Multi-Spectral Dynamic Imaging), also eine spezielle Software, die aus einem normalen Bild die Konturen übernimmt und die Wärmebildaufnahme damit verbessert. Für dieses extra Bild steht eine weitere 5MP Kamera zur Verfügung, somit hat das Armor 9 eigentlich sogar 4 Sensoren. Mit dem FLIR Sensor kann ein Temperatur-Bereich zwischen -10°C und 400°C auf den Bildern abgedeckt werden.

Doch damit nicht genug! Neben dem eingebauten Kamera-Setup gibt es optional noch ein Endoskop, das sich über eine extra-Steckverbindung an das Smartphone anschließen lässt. Mit einem zwei Meter langen Kabel erreicht man so auch die abgelegensten Ecken und kann sich Rohre von innen ansehen. Die Kamera löst mit 1MP auf und wird durch ein LED-Ringlicht unterstützt. Selbstverständlich ist sie wasserdicht und es werden verschiedene Aufsätze mitgeliefert, zum Beispiel ein 90° Spiegel, mit dem man um Ecken schauen kann.

Akku und Konnektivität

Auch in dieser Disziplin kann das Ulefone Armor 9 ordentlich punkten. Der Akku misst stolze 6600mAh und kann über einen USB 2.0 Typ-C Anschluss geladen werden. Außerdem gibt es eine dreifarbige Benachrichtigungs-LED.

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Sim-Karten werden in einen Hybrid Dual-Sim Slot eingelegt, der entweder zwei Sim-Karten oder eine Sim- und eine Micro-SD-Karte fasst. Die Ports unterstützen Dual VoLTE und globale LTE-Bänder.

WiFi 802.11 wird im a/b/g/n/ac Standard unterstützt, NFC ist an Bord und sogar Bluetooth 5.0 hat Ulefone dem Armor 9 spendiert. Navigation funktioniert über GPS, Glonass, Beidou und Galileo und entsperren kann man das Gerät mit Face-Unlock oder dem seitlich angebrachten Fingerabdruckscanner.

Unsere Einschätzung zum Armor 9

Das Ulefone Armor 9 ist mit allen technischen Spielereien ausgestattet, das lässt Ulefone sich auch ordentlich was kosten. In der aktuellen Kickstarter-Kampagne gehen die Early Bird Preise bei 429$ los, der reguläre Verkaufspreis soll bei 559$ liegen.

Das ist viel Geld für ein Outdoor-Smartphone. Dafür bekommt man aber auch aktuelle und leistungsstarke Hardware, was bei Outdoor-Smartphones eine Seltenheit ist. Als Konkurrenz kommen lediglich zwei Geräte in Frage. Das Blackview BV9900 Pro, das ebenfalls eine Wärmebildkamera und den Helio P90 hat, kostet genauso viel wie das Armor 9, hat den kleineren Akku und läuft noch auf Android 9. Der etablierte Hersteller CAT hat mit dem S61 ebenfalls ein High-End Outdoor-Smartphone im Programm, das sogar noch andere Features, wie einen Laser-Distanzmesser bietet. Auch dieses Gerät hat aber einen kleineren Akku, ein schlechteres Display, läuft noch auf Android 9 und kostet mit aktuell ca. 650€ deutlich mehr.

Deshalb ist das Ulefone Armor 9 eine gute Option für alle, die ein Outdoor-Smartphone suchen, Wert auf die Zusatzfunktionen legen und dennoch nicht auf gute Hardware verzichten wollen. Falls Ihr das Gerät kaufen wollt, solltet Ihr wegen den vielen Risiken beim Kauf über Kickstarter aber auf den tatsächlichen Marktstart und eventuell einen Preisverfall warten.



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Sascha L
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Sascha L (@guest_65597)
1 Monat her

Was ist mit dem Cat S61??? Ein Outdoorhandy mit Wärmebildkamera und anderen Gimmicks.