Das Umi Fair soll den Low-Budget Bereich erobern und wird vom Hersteller als „Xiaomi-Killer“ beworben. Um diesen Namen gerecht zu werden, wurde das Smartphone trotz seines geringen Preises mit einem Fingerabdrucksensor und einem HD-Display ausgestattet. Abstriche müssen Nutzer dafür beim Arbeitsspeicher und dem Prozessor machen. Ob das Umi Fair seinem Anspruch gerecht wird, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Umi Fair (10)

Design und Verarbeitung

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Wenn man das Umi Fair in der Hand hält, würde man tatsächlich nicht glauben, dass dieses Handy nur etwa 120€ kostet. Verantwortlich für den positiven Eindruck sind der Aluminiumrahmen und der sich samtig anfühlende Rückdeckel des Smartphones. Die Lautstärkeregler und der An/Aus-Knopf befinden sich auf der rechten Seite und bestehen ebenfalls aus Aluminium. Das Handy ist lediglich 7mm dick und wiegt 160g. Die Kamera ragt nur etwa 0,3 mm aus der Rückseite heraus. Unter der Kamera befindet sich der Fingerabdrucksensor. Neben der Kamera der Dual-LED-Blitz.

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Display

Das Umi Fair verfügt über ein 5 Zoll Display mit HD-Auflösung (1280 × 720). Dies resultiert in einer sehr guten Pixeldichte von 294 ppi. Mit bloßem Auge ist es nicht mehr möglich, einzelne Bildpunkte zu erkennen. Auch die Farben und Kontraste des Displays sind sehr gut. Im Gegensatz zu vielen Low-Budget Smartphones wirkt das Bild des Umi Fair nicht grell oder künstlich. Auch die Blickwinkelstabilität ist dank IPS-Technik sehr gut. Die Ränder des Displays sind zu den Seiten hin etwas abgerundet, was sich angenehm anfühlt. Im Hinblick auf das Display ist das Umi Fair auf jeden Fall als sehr gut zu bewerten.

Umi Fair (1)

Der Touchscreen registriert bis zu fünf Berührungspunkte gleichzeitig und verrichtet seinen Job präzise. In einer Hinsicht muss man das Umi Fair allerdings tadeln: die Navigation im Android System gelingt nicht über Soft-Touch-Buttons unterhalb des Displays. Stattdessen werden die Bedienelemente im Android System angezeigt, wodurch die de facto die nutzbare Bildfläche verkleinert wird.

Android

Umi Fair Android 5.1Das Umi Fair wird mit einem Android 5.1 System ausgeliefert. Das System ist bis auf die Icons unverändert. Dem Nutzer steht also ein reines Android System mit vorinstalliertem Google Playstore zur Verfügung. Was für einige Nutzer sicherlich sehr erfreulich ist, ist, dass das Handy von Werk aus mit Root-Rechten ausgeliefert wird. In unserer einwöchigen Testphase haben wir keine gravierenden Fehler oder Bugs im Android System feststellen können. Das Handy erledigt alle Aufgaben zuverlässig.

Performance

Screenshot_2015-11-09-09-50-02Leistungsstark ist nicht gerade das Attribut, mit dem man das Umi Fair bewerben sollte. Der MT6735 Quadcore-CPU mit 4 × 1,0 GHz ist das langsamste Modell der aktuellen Prozessoren-Generation von Mediatek. Zudem verfügt das Umi Fair lediglich über 1 GB Arbeitsspeicher. Mit dieser Ausstattung kann das Smartphone nur Nutzern empfohlen werden, die nur die absoluten Basisfunktionen des Smartphones nutzen. Telefonieren, SMS schreiben, Whatsapp Facebook und ab und an mal ein bisschen im Internet surfen sind mit dem Umi Fair möglich. Viel mehr aber auch nicht. Zudem nimmt die Performance aufgrund des geringen Arbeitsspeichers rapide ab, wenn man einige Apps gleichzeitig geöffnet hat. Ob man mit so wenig Leistung zufrieden ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Mir wäre das Umi Fair zu langsam. Sinnvoll wäre es meiner Meinung nach gewesen, auf den Fingerabdrucksensor zu verzichten und dafür ein weiteres Gigabyte Arbeitsspeicher einzubauen.


Umi Fair Benchmarks (5)
Umi Fair Benchmarks (2) Umi Fair Benchmarks (1)

Fingerabdrucksensor

Das Umi Fair ist wahrscheinlich das günstigste Smartphone mit einem Fingerabdrucksensor. Ich war anfangs sehr skeptisch, ob dieser funktioniert und wurde überrascht: der Fingerabdrucksensor funktioniert tatsächlich und ist sogar ziemlich zuverlässig. Man sollte allerdings seinen Fingerabdruck mehrfach einlesen, um die Fehlerquote zu reduzieren. Der Fingerabdrucksensor ist übrigens ziemlich schlau platziert. Man muss keine unnatürliche Bewegung ausführen, sondern kann das Smartphone einfach in der Hand halten und mit dem Finger die dafür vorgesehene Senkung berühren.

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Konnektivität

Das Umi Fair verfügt über einen durchschnittlich guten Wifi- und Bluetooth-Empfang. Unterstützt wird Wifi 802.11 b/g/n und Bluetooth 4.0. Auch der integrierte GPS Empfänger kann zur Navigation genutzt werden.

Netz und Telefonie

Umi Fair (6)Das Umi Fair verfügt über alle in Deutschland nötigen LTE Frequenzen und ist für das 3G als auch das 4G Internet bestens gerüstet. Man bekommt hier ein Handy, das zeitgemäße Internetgeschwindigkeit bereitstellt.

Kamera

Laut dem Hersteller verfügt das Umi Fair über eine 13.0MP Kamera mit Sony IMX164 Sensor. Die Qualität der Bilder ist für 120€ Smartphone unterdurchschnittlich. Selbst bei genügend Licht können nur schwerlich brauchbare Aufnahmen gemacht werden. Die Farbwiedergabe ist ein kalt und der Autofokus hat gelegentlich Probleme mit dem Fokussieren. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann die Kamera kaum benutzt werden.

Die Frontkamera ist für ein Low-Budget Smartphone ebenfalls unterdurchschnittlich und eignet sich höchstens zur Videotelefonie.

Akku

Das Umi Fair wird mit einem 2000 mAh Akku beworben. Dieser Wert scheint uns unglaubwürdig. Laut dem Umi-Forum sind lediglich 1900 mAh verfügbar. Unsere Messung (1671mAh) lässt abzüglich der Verluste beim Messvorgang sogar eine Kapazität von etwa 1800 mAh vermuten. Das Umi Fair zeigt in der Praxis eine unterdurchschnittliche Akkulaufzeit. Das Umi Fair sollte nur von Leuten gekauft werden, die ihr Smartphone eher selten zur Hand nehmen. Wer sein Handy am Tag mehr als 2 Stunden aktiv nutzen möchte, sollte zu einem anderen Smartphone greifen. Wer sein Smartphone eher wenig nutzt, kommt jedoch in der Regel über den Tag.

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68% Okay

Im Test stechen insbesondere drei Merkmale des Umi Fair hervor: Zum einen das überdurchschnittliche HD-Display, zum anderen der Fingerabdrucksensor und schließlich das schöne Design. Allerdings ist es fraglich, ob diese Komponenten die lahme Systemperformance durch den MT6735 CPU mit nur einem Gigabyte Arbeitsspeicher und die wirklich schwache Akkukapazität ausgleichen. Letztendlich kann das Umi Fair nur Nutzern empfohlen werden, die an den Grundfunktionen interessiert sind und ein schönes Handy für wenig Geld suchen. 

  • Verarbeitung und Design 90 %
  • Display 90 %
  • Betriebssystem und Performance 70 %
  • Konnektivität und Kommunikation 80 %
  • Kamera 50 %
  • Akkulaufzeit 30 %

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1 Kommentar zu "Umi Fair – Low Budget Smartphone im Test"

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edmen
Gast
edmen

Hallo

ich mochte nur fragen wann machen Sie und ob sie machen ein test von UMI Rome.

– 5.5 Zoll Bildschirm, 1280*720 Pixel
– MTK6753 1.3GHz 64bit Octa Core
– 3GB RAM + 16GB ROM
..etc

Vielen Dank

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