Umi Iron BeitragDas Umi Iron ist das neue Flaggschiff Smartphone von Umi. Das Smartphone soll sich durch seine hochwertige Verarbeitung, seinen MT6753 Octa-Core Prozessor mit 8 × 1,7 GHz, 3 GB RAM, einen Sony IMX214 Kamerasensor und durch ein Retina Scanner von der Konkurrenz abheben. In diesem Test sind wir der Frage nachgegangen, ob das Smartphone hält, was es verspricht.

Kauf und Zubehör

Umi Iron (1)Das Umi Iron kann bei Amazon.de bestellt werden. Die Verpackung des Smartphones wirkt ausgesprochen hochwertig. Im Lieferumfang ist ein USB Ladegerät, ein Micro USB Kabel, ein OTG-Adapter und ein Pin zum Auswerfen des Sim-Slots enthalten. Zudem liefert Umi eine aufklappbare Schutzhülle mit dem Smartphone aus, die das Handy gut vor Stößen und Stürzen schützt.

Design und Verarbeitung

Umi Iron (9)Das Umi Iron macht in der Hand einen durchaus massiven Eindruck. Dies ist vor allem dem Rahmen und dem Backcover aus Metall zu verdanken. Die Oberfläche des Smartphones besteht größtenteils aus Glas und Metall, die einzigen Ausnahmen bilden die auf der Ober- und Unterseite des Smartphones befindlichen Leisten aus Kunststoff. Das Display des Smartphones hat einen schwarzen Rand, sodass bei ausgeschaltetem Bildschirm der Eindruck eines randlosen Displays entsteht. Unterhalb des Displays befinden sich keine Soft-Touch-Buttons. Die Bedienelemente werden stattdessen auf dem Display angezeigt. Statt der Soft-Touch-Buttons findet man unterhalb des Displays die Benachrichtigungs-LED in Form eines Streifens. Diese kann in den Farben Rot, Blau und Grün aufleuchten. Benachrichtigungen werden durch ein pulsierendes Aufleuchten angezeigt – sehr schickt! Trotz der massiven Verarbeitung aus Metall hat das Handy mit 150 g nur ein mittleres Gewicht und ist mit 8,3 mm auch relativ dünn. Die Kamera ragt etwa einen halben Millimeter aus der Rückseite heraus. Insgesamt hat sich Umi beim Design keine Patzer erlaubt: Das Umi Iron macht sowohl optisch als auch optisch durchaus einen sehr positiven Eindruck.

Umi Iron (7)Umi Iron (5) Umi Iron (6)Umi Iron 2 (5)

Display

Umi Iron 2 (1)Das Display des Umi Iron ist 5,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln. Das Bild ist von durchschnittlicher Qualität und aufgrund der FullHD Auflösung sehr scharf, die Farben und der Kontrast sind gut und auch an der Helligkeit des Displays gibt es nichts zu beanstanden. Wer selbst an der Einstellung des Displays Veränderung vornehmen möchte, kann dies mit der integrierten App Miravision tun. Die Touchscreen ist eine moderne 5-Punkt-Touchscreen und reagiert präzise auf jede Berührung.

Android-System

Umi Iron 2 (2)Das Umi Iron wird von Werk aus mit einem Android 5.1 Betriebssystem geliefert. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen von Umi ist das System beim Iron sehr gut optimiert. Wir konnten in unserer Testphase keine Bugs feststellen. Zudem ist die Bedienung äußerst flüssig und schnell. Auf dem System sind zudem Root-Rechte vorinstalliert. Ansonsten befinden sich keine unnötigen Apps auf dem System. Die Icons des Standardlaunchers wurden von Umi leicht verändert und machen einen stimmigen Eindruck. Der interne Speicher verfügt über 16GB und ist nicht aufgeteilt, sodass man eine Menge Platz für Apps und Games auf dem Smartphone hat.

Performance

Umi Iron Benchmarks (1)Das Umi Iron ist mit einem MT6753 von Mediatek ausgerüstet, der von acht Kernen mit 1,3 GHz betrieben wird. Dieser Prozessor ist Standard für Mittelklasse Smartphones und etwas langsamer als der MT6752 (z.B. im Siswoo Cooper i7). Der Prozessor wird von einer Mali T720 GPU und 3GB Arbeitsspeicher unterstützt. Mit dieser Ausstattung ist das Umi Iron bestens geeignet für den alltäglichen Smartphone-Gebrauch. Apps öffnen und schließen sich schnell und dank des üppigen Arbeitsspeichers ist auch genügend Multitaskingsfähigkeit vorhanden. Beim Scrollen durch das System oder beim Surfen im Internet gibt es keine Verzögerung. Ebenso ist der Prozessor für Games geeignet. Hier muss allerdings angemerkt werden, dass Smartphone-Zocker besser zu einem schnelleren CPU greifen sollten, weil in grafisch anspruchsvollen Spielen wie Asphalt 8 gelegentlich Lags und Ruckler auftreten. Diese sind allerdings sehr selten und stören kaum das Spielerlebnis.

Retina Scanner

Umi Iron 2 (4)Das Umi Iron wurde insbesondere wegen seines Retinascanners beworben. Dieser soll dem Nutzer ermöglichen, dass Smartphone mit den Augen zu entsperren. Hierzu scannt die integrierte Software die Retina des Auges und prägt sich deren Eigenheiten ein. Nachdem das Handy die Augen des Benutzers mehrere Sekunden gescannt hat, soll das Feature einsatzbereit sein. In unserem Test hat sich der Retina Scanner jedoch als ein schlechter Scherz erwiesen. Das Smartphone muss zum Entsperren wenige Zentimeter vor die Augen gehalten werden, sodass die Frontkamera die Retina anvisieren kann. Allerdings scheitert das Feature aus zwei Gründen. Zum einen ist es extrem ungenau und langsam. Der Retina Scanner hat bei mir lediglich eine Erfolgsrate von etwa 25 % erreicht und braucht dafür mindestens 5 Sekunden. Dies kann einem schnell die Nerven rauben. Zudem führt es dazu, dass man aussieht wie ein Schwersichtiger, der sich sein Handy 3 cm vor sein Gesicht halten. Wir betrachten dieses Feature daher als unbrauchbar.

Kamera

Umi Iron (2)Die Kamera des Smartphones hat einen Sony IMX Sensor, verfügt über eine Blende mit f/2.2 Aperture und löst mit 13 Megapixeln auf. Der Blitz auf der Rückseite besteht aus zwei verschieden farbigen LEDs, um einen natürlichen Hautton zu erzeugen. Die Bilder des Umi Iron sind durchaus ansehnlich und verfügen über eine gute Schärfe. Der Farbton der Bilder geht ebenfalls in Ordnung, ist allerdings ein wenig blass und leblos. Der Autofokus macht einen halbwegs passablen Job, ist jedoch manchmal etwas träge. Die Kamera auf der Vorderseite löst mit 8 Megapixeln auf und bewegt sich im Mittelfeld. Die Bilder sind etwas verrauscht. Ein Vorteil, den die Kamera auf der Vorderseite jedoch für sich hat, ist dass sie mit einem zusätzlichen LED Blitz ausgestattet ist. So kann man in etwas dunkleren Umgebungen noch Selfies aufnehmen.

Konnektivität

Umi Iron (8)Das Umi Iron verfügt über UMTS und eingeschränkten LTE Empfang. Leider ist die für Deutschland wichtige 800 MHz LTE Frequenz nicht vorhanden, sodass LTE nur in städtischer Umgebung genutzt werden kann.  Wer ein Fan des 4G-Internet ist, sollte nicht zum Umi Iron greifen. Ansonsten ist der Empfang des Smartphones allerdings gut. Die Stimme wird klar und deutlich beidseitig übertragen und es kommt zu keinen Verzerrungen. Der integrierte Freisprecher ist jedoch nicht von besonders guter Qualität und kann nur eingeschränkt genutzt werden. Das Umi Iron verfügt zudem über Dualsim. Allerdings kann die Dualsimfunktion nicht genutzt werden, wenn man gleichzeitig eine Micro SD Karte nutzen möchte.

Umi Iron WifiDer Bluetooth- und WLAN Empfang des Smartphones ist gut und bewegt sich im oberen Mittelfeld. In unserem Test gab es keine Aussetzer oder Verbindungsprobleme.

Der Kopfhöreranschluss des Umi Iron ist sehr gut. Es wird ein Chip von Texas-Instruments eingesetzt, der ein gehobenes Klangbild erzeugt. Zudem kann der Sound über einen integrierten Equalizer modifiziert werden. Allerdings hat Umi hier offensichtlich noch Probleme mit der Softwareanpassung, denn der Kopfhöreranschlussfahrt versteht sich nicht mit Kopfhörer mit Fernbedienung. Bei diesem tritt ein relativ nerviges Störgeräusch auf und der Sound ist äußerst blechern. Dieser Bug ist durchaus lästig und ich hoffe, dass Umi ihn in zukünftigen Versionen beseitigen wird. Der integrierte Lautsprecher ist von schlechter Qualität und liefert ein verzerrtes Klangbild mit wenig Bässen.

Umi Iron GPSEin GPS-Empfänger ist ebenfalls im Umi Iron integriert und arbeitet so weit gut. Ein Signal wird innerhalb von wenigen Sekunden empfangen und die Position auf etwa 2-5 m genau bestimmt. Die Anzahl der Satelliten, mit denen das Umi Iron eine Verbindung aufbaut, liegt im mittleren Bereich. Wer sein Smartphone für die Navigation nutzen möchte, ist mit dem Umi Iron immer noch gut beraten.

Akku

Der Akku des Umi Emax verfügt über 3000 mAh und liegt damit im Durchschnitt der 5,5 Zoll Smartphones. In der Praxis liefert er ein gutes Ergebnis. Bei geringer bis mittlerer Nutzung hält der Akku etwa zwei Tage durch. Auch wer sein Smartphone relativ häufig benutzt, sollte auf jeden Fall einen Tag mit dem Akku überstehen. Zudem bietet Umi einen Energiesparmodus, der die Akkulaufzeit um etwa 30 % verlängert. Dieses Feature ist ebenfalls gut integriert, denn die Geschwindigkeit wird nur so viel reduziert, dass das Smartphone immer noch angenehm genutzt werden kann.

 

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78% Gut

Das Umi Iron ist ein insgesamt gelungenes Smartphone. Der größte Nachteil am Smartphone ist die fehlende 800 MHz LTE Frequenz. Ansonsten liefert das Handy in unserem Test durchschnittliche bis gute Ergebnisse. Das Display, der Prozessor, die Kamera und der Akku sind durchschnittlich gut. Die Verarbeitung des Smartphones ist von gehobener Qualität. Wir können eine Kaufempfehlung für das Handy aussprechen, wer jedoch häufig Games auf seinem Smartphone spielen möchte oder an einer besonders guten Kamera interessiert ist, dem sei an dieser Stelle das Redmi Note 2 empfohlen.

  • Verarbeitung und Design 90 %
  • Display 70 %
  • Betriebssystem und Performance 80 %
  • Konnektivität und Kommunikation 70 %
  • Kamera 80 %
  • Akkulaufzeit 80 %

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11 Kommentare zu "Das Umi Iron im Test"

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Christian
Gast
Christian

Wird es ein update auf Android 6 geben

Andreas
Gast
Andreas

Bei unserem Umi Iron haben wir eine starke Wärmeentwicklung bei Games . Dies führt bis zum Absturz des Gerätes. Software wurde auf Version 1.8 aktualisiert, ohne Erfolg.
Sind davon noch andere betroffen?

Rosenheike
Gast
Rosenheike

Ja, mein wird beim Spielen auch schnell heiß

Andreas
Gast
Andreas

Vielen Dank für die Info.

Maja
Gast
Maja

Ich habe jetzt seit 2 Monaten mein UMI IRON. Bin mit der technischen Ausstattung mehr als zufrieden, nur mit der Verarbeitung haperts wohl. Habe schon mehrere Dellen im Rahmen, da dieser wohl sehr sehr leicht zu verbiegen ist, wenn das Handy nur in der Handtasche auf einem Schlüssel liegt (ohne Druck!). Außerdem ist der Micro USB Anschluss bei meinem Gerät leider nicht passend (Kabel fallen immer raus…). Aber was will man bei dem Preis sagen – irgendwo muss man halt Abstriche machen…

Ich habe nur Probleme die LED-Benachrichtungslichter zu ändern. Zur Zeit kann ich nur SMS, Anrufe und „Others“ einstellen. Others beinhaltet dann Facebook, Whatsapp, Telegram und Emails… Wenn da jemand einen Tipp hätte, wie das zu ändern ist bin ich sehr dankbar.
Sonst ist das Handy nur zu empfehlen.

Denis D S.
Gast
Denis D S.

„Das Umi Iron macht sowohl optisch als auch optisch …“ musste da gerade echt lachen. Danke für den Testbericht, scheint sehr gut auszusehen mehr aber auch leider nicht. :/

Eddie
Gast
Eddie

Schade, ich hatte das UMI Iron vor Wochen in die engere Wahl gezogen, danke für den tollen Testbericht von euch. Leider hat das Gerät keine 800 MHz LTE Frequenz. Da ich mehr Ländlich wohne ist das leider ein K.O. Kriterium für mich. Wenn ihr die nächsten Smartphone Tests plant vielleicht könnt ihr das DOOGEE F5 und das ZOPPO SPEED 7 testen. Beide sind 4G Geräte und haben die wichtige 800 LTE Frequenz an Board. Beides sind 5.5 Zoll Geräte und kommen gerade neu auf dem Markt. Beste Voraussetzungen für einen Testbericht von euch.

Gruß Eddie

Jonas
Editor

Servus. Das Zopo Speed 7 habe ich schon 2 Wochen im Einsatz. Der Testbericht kommt bis Ende der Woche. Gruß Jonas

Eddie
Gast
Eddie

Cool, bin schon sehr gespannt darauf !!!

Gruß Eddie

Olaf
Gast
Olaf

Ich frage mich immer, warum viele neue China Smartphones diesen Dualsimslot besitzen, wo man sich entscheiden muss, entweder Dualsim oder eine Sim und eine Micro-SD. Das ist für mich eigentlich immer sofort ein KO-Kriterium.

Dirk
Gast
Dirk

Wird wohl wie immer um die Kosten gehen. Kann man halt wieder ein paar Cent Produktionskosten einsparen. Zumal Dual-SIM oder SD-Karten eh für das gros der User gar keine Rolle spielen.
Sehe ich z.B. in meinem Bekanntenkreis. Dort nutzt nur Eine überhaupt Dual-Sim und selbst SD-Karten nutzen nur noch Wenige. Vielen reichen schon die 8 oder 16 GB die heute fast Jedes Smartphone hat.

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