Umidigi F1 – Mittelklasse-Killer, der zweite Versuch

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Wie nicht anders zu erwarten, steht schon kurze Zeit nach dem Verkaufsstart des Umidigi Z2 Pro das nächste Flagship Smartphone des chinesischen Herstellers vor der Tür. Dieses hört auf den Namen Umidigi F1 und wird Hardware der gehobenen Mittelklasse mit einem starken 5000mAh Akku vereinen. Ziel des jungen Smartphone-Herstellers ist wie immer, das aktuell beste Mittelklasse-Handy auf die Beine zu stellen. Im Folgenden erfahrt Ihr, was das Smartphone im Detail zu bieten hat und ob die Hardware dem Anspruch gerecht wird.

Umidigi F1 1

Design & Display

Das Umidigi F1 wird ein 6,3 Zoll großes Display haben und somit zweifelsohne zu den größeren Smartphones zählen. Mit Maßen von 156 x 74 x 8,8mm ist das Handy dennoch möglichst kompakt gehalten, was maßgeblich der Notch und den dünnen Displayrändern zu verdanken ist. Das Display verfügt – typisch für die obere Mittelklasse – über eine Full-HD+ Auflösung von 2340*1080 Pixel und ist im 19:9 Format gehalten. Somit dürfte das Smartphone zumindest hinsichtlich der Pixeldichte ordentlich aufgestellt sein. Als Bildtechnik kommt beim F1 klassisches IPS zum Einsatz, was natürliche Farben und eine gute Blickwinkel-Stabilität bringen sollte. AMOLED-Panels sind bei den kleineren Herstellern wie Umidigi noch recht selten vorzufinden, was wir jedoch nicht als Nachteil bewerten. Auch ein IPS-Display kann ein sehr schönes Bild liefern.

Umidigi F1 Maße

Eine Besonderheit am Display des Umidigi F1 ist, dass die Notch in Form eines Wassertropfens gehalten ist und somit nur wenig Platz für sich beansprucht. Ein vergleichbares Design kennen wir bereits vom OnePlus 6T und auch Xiaomi folgt diesem neuen Designtrend beim neuen Mi Play und dem Redmi 7. Natürlich hat das F1 damit noch eine Aussparung im Display und wirkt auf der Vorderseite nicht so aufgeräumt wie das Xiaomi Mi Mix 3 oder das Vivo Nex, ein erfrischend anderes Design ist die Waterdrop-Notch aber trotzdem.

Was die verwendeten Materialien angeht, so wird das Umidigi F1 auf ein Metall-Gehäuse setzen. Wir finden es gut, dass der Hersteller hier dem derzeitigen Trend zu Glasrückseiten etwas entgegensetzt. Allerdings wird das Smartphone daher auch kein Wireless-Charging unterstützen. Was man dafür aber bekommt, ist den guten alten 3,5mm Kopfhörer-Anschluss, der ja nach und nach am Aussterben ist. Außerdem ist an der Unterseite auch ein zeitgemäßer USB C Anschluss zu finden. Das Gewicht liegt mit 186g im Mittelfeld.

Umidigi F1 USB C Kopfhoerer

Ausstattung

Das Umidigi wird als eines der ersten Smartphones überhaupt den Helio P60 Prozessor von Mediatek mit an Board haben. Diese CPU finden wir ebenfalls im Umidigi Z1 Pro. Der Helio P60 arbeitet mit vier Cortex-A73 Kernen mit bis zu 2,0 GHz im Leistungs-Cluster und mit vier Cortex A-53 Kernen mit bis zu 2,0 GHz im Energiespar-Cluster. Als Grafikeinheit kommt eine ARM Mali G72 mit 800 MHz Taktfrequenz zum Einsatz. Die Speicherausstattung ist mit 4GB RAM und 128GB internem Speicher ebenfalls üppig. Sollte es Umidigi mit der Systemoptimierung ernst genommen haben, erwartet uns ein Smartphone mit guter Leistung für den täglichen Einsatz. Als System wird jedenfalls Android 9 Pie zum Einsatz kommen. Nutzer müssen sich also keine Sorgen um ein Update auf die neuste Android-Version machen, ob das Smartphone allerdings ohne Bugs und Fehler arbeitet, müssen wir erst im ausführlichen Test überprüfen. Das gilt auch für die Kameras des UMIDIGI F1.

Akku und Konnektivität

Der Akku des Umidigi F1 wird mit 5100mAh eine wirklich ordentliche Kapazität liefern. Bei entsprechender System-Optimierung wird man das Umidigi F1 problemlos 2-3 Tage ohne Nachzuladen verwenden können. Der Ladevorgang sollte sich dank Mediatek Pump Express ebenfalls nicht allzu lange hinziehen. Eine weitere Stärke des Umidigi F1 sind zudem die unterstützten Netzfrequenzen. So bietet das Smartphone neben den für Deutschland nötigen Bändern auch die nötige Konnektivität für einen weltweiten Einsatz:

4G: TDD-LTE 34 /38 /39 /40 /41
4G: FDD-LTE 1 /2 /3 /4 /5 /7 /8 /12 /13 /17 /18 /19 /20 /25 /26 /28A /28B

Neben einem Gyroskop und E-Kompass befindet sich auch NFC mit an Board. Es können wie immer zwei SIM-Karten gleichzeitig in das Smartphone eingesetzt werden (Dual-SIM). Wer den 128GB großen Speicher zusätzlich erweitern möchte, kann einen der SIM-Slots alternativ für eine Micro-SD verwenden.

Unsere Einschätzung

Umidigi F1 TitelDas Umidigi F1 könnte ein gutes Smartphone werden – oder auch nicht. Die Hardware jedenfalls klingt sehr vielversprechend. Letztendlich kommt es wieder einmal darauf an, ob der Hersteller sorgfältig bei der Softwareoptimierung und Verarbeitung vorgeht. Beim kürzlich vorgestellten Umidigi Z2 Pro war dies jedenfalls nicht der Fall. Wir sind dennoch sehr gespannt auf das Umidigi F1, da das Smartphone einfach eine gute Kombination aktueller Mittelklasse-Standards darstellt: Ein schneller Prozessor, ein starker Akku, geringe Display-Ränder und USB C mit Kopfhörer-Anschluss. Ob es sich in Wirklichkeit um ein Wunschlos-Glücklich Paket oder einen Reinfall handelt, werden wir zeitnah in einem ausführlichen Testbericht untersuchen.

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Philipp
Gast
Philipp

Es wäre wirklich Klasse wenn noch ein ausführlicher Test dazu kommen würde, da es doch ein heisser Mitbewerber zum Redmi Note 7 ist.

Jonas Andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Hey, es kommt natürlich ein Test. Aber es ist ausgeschlossen, dass das F1 auch nur im Ansatz mit dem RN7 mithalten kann, leider… . Es beginnt jetzt das chinesische Neujahr und in China läuft jetzt erst mal alles auf Sparflamme, das gilt leider auch für die Post.

Beste Grüße

Jonas

Oliver
Gast
Oliver

Ich mag mein Umi Z immer noch. Es läuft stabil. Das Display ist gut. Es ist gut verarbeitet. GPS läuft einwadfrei. Und was ganz wichtig ist. Hat einen tollen Sound bei Musik über Kopfhörer. Was will ich mehr?
Bilder im dunkeln sind na ja. Das einzige schlechte dabei

Holger Müller
Mitglied
Holger Müller

Also Umidigi und Flagship passt nicht zusammen.weder von der Technik noch von der Software. Software ist immer eine Katastrophe. Habe selber ein Umidigi ZPro mit X27 Prozessor.

Marcel
Gast
Marcel

Na ja, so pauschal kann man das nicht sagen. Habe das Umidigi One Pro und da passt alles. Software ohne auffällige Bugs, echte Dual-Kamera, gutes scharfes Display. Die können schon wenn sie wollen! 🙂

Holger Müller
Mitglied
Holger Müller

Display ist bei meinem Umi Z Pro auch eine echte Dual. Aber niemals Spitzenklasse . Spitzenklase S9 oder Mate 20 sieht anders aus.
Der Helio X27 im Geekbemch Singel 1800 und Multi 4800 und bei Antutu 115.000 das sind gute Werte die die Standardsoftware aber kaputt macht.
Aussehen, Verarbeitung usw Top. Wie gesagt Flagship ist aber S9 , I phone 10 , Huawai Mate 20 und damit kann sich kein Umidigi messen…..leider , denn ich mag sie und die Chinesen generell. Habe da ja noch andere zum Vergleich.

Middel66
Gast
Middel66

Es geht hier auch nicht um Spitzenklasse??Ein Z2 pro kostet 260€ was erwartest du bitte???????

Micha
Gast
Micha

Da hast du Recht. Man kann ein S9 oder ein X nicht mit dem Umidigi vergleichen. Für denn Preis denn man gezahlt hat, bekommt man echt ein super Handy. Ich hatte immer ein iPhone, aber was die jetzt verlangen und dafür bieten, ne nie wieder. Bin mit meinem Umi voll zufrieden.

Zarathustra
Gast
Zarathustra

Es ist auch kein Flaggenschiff. Eine Oppo F9 Designkopie mit sehr guten Spezifikationen. Wenn dir die Updatepolitik nicht das Wichtigste ist, du auf „Bootloader Unlock“ verzichten kannst, dich Detailschwächen nicht stören, dann ist das Smartphone sicherlich gut geeignet für dich.

Andreas Krügel
Gast
Andreas Krügel

Also ich habe mehrere umi handys schon gehabt ,und vorher nur samsung –aber bei den preisen muss ich sagen umi f1 ist jeden cent wert und hat mich sehr überrascht .

mfg A:K