Wer auf dieser Seite eine Alternative zu Apple Smartphones sucht, der wird sicher glücklich. Doch wie sieht es mit dem Zubehör aus? Kann man genauso „cool“ aussehen, wie Leute mit Earpods? Sicher sind die Geräte Geschmackssache, doch oftmals findet man bei auf den ersten Blick sinnlosen Gadgets, auf den zweiten Blick einen echten Nutzen. Wir haben uns deshalb im Alltag mit den wireless Kopfhörern von Vava, den Moov 26 auseinandergesetzt und geschaut, ob es nur ein kleiner Vorgeschmack auf das spätere Tragen von Hörgeräten ist oder ob sich wirklich die Zukunft finden lässt.

Design und Verarbeitung

Die Vava Moov 26 kommen, wie alle anderen wireless Headphones auch, in einer kleinen Plastikbox, die gleichzeitig zur Aufbewahrung und auch zum Laden genutzt wird. Diese ist recht ordentlich verarbeitet, jedoch könnte der Schließmechanismus etwas besser ausfallen und damit auch befriedigender klicken beim Zuklappen der Box. So hatte ich oftmals Bedenken, die kleinen Ohrstöpsel leicht zu verlieren. In der Kiste selbst befinden sich zwei Ladeschalen, in denen die Vava Moov 26 über zwei Goldpins Kontakte Strom bekommen.

Vava Wireless Headphones 3

Ein nettes Feature sind die vier kleinen LED-Punkte, die den Nutzer über den Ladezustand der Box selbst informiert, das Aufladen der Ohrstöpsel selbst wird mithilfe roter LEDs signalisiert. Auf der Rückseite der Ladekiste ist ein microUSB Anschluss zu finden. Hierüber bekommt die Kiste wieder neuen Saft, welcher dann für circa sieben Ladezirkel reicht. Das gesamte Paket ist etwa so groß wie eine halbe Schachtel Zigaretten und so sehen sie leider auch in der Hosentasche aus, hier muss man den Punkt im Bereich Portability leider den Konkurrenten zusprechen. Für eine kürzere Tour reicht allerdings auch der Akku der Ohrstöpsel selbst aus und man kann das Case zuhause lassen.
Vava Wireless Headphones 5Die Ohrstöpsel selbst sind aus schwarzem Plastik gefertigt und sehen im Vergleich zur Konkurrenz eher praktisch als stylisch aus. Klar benötigt der Akku und auch die Technik mehr Platz und auch der Satz „Viel Raum macht viel Klang“ stimmt natürlich, doch bei minimalistischen Kopfhörern sollte man vielleicht auch bei der Gesamtgröße den Minimalismus weiterführen. Die Ohrmuschel kann mithilfe der beiliegenden Gummis individualisiert werden und passt somit auch in kleinere Ohren. Die Rückseite beider Stöpsel wurde komplett als Bedienknopf genutzt, steuern kann man jedoch nur vom Rechten aus. Drücken lassen sich die Tasten zwar gut, dennoch kann es mitunter etwas unangenehm sein, wenn man sie aus Versehen zu fest bedient und dabei mit den Vava Moov 26 das Innere seines Gehörgangs massiert. Beim Tragen stehen die Kopfhörer etwas aus dem Ohr heraus, was man natürlich mögen muss. Mich hat es im Test nicht besonders gestört, denn trotz der Größe sitzen die Pods auch beim Sport fest im Ohr und das ist ja nun mal ein Hauptaugenmerk eines Kopfhörers.

Lieferumfang der Vava Moov 26

Vava hat sich wohl bei der Entwicklung der Moov 26 gedacht, dass wenn man schon das Kabel bei den wireless Headphones wegfallen lässt, sollte man auch auf das übrige Zubehör verzichten. Vava Wireless Headphones 4Und so findet man in der Verpackung lediglich das Lade-Case mit den Ohrstöpseln, vier Gummis zur Individualisierung und ein sehr kurzes microUSB Kabel. Die beiliegende Anleitung beschränkt sich quasi auf Ein-/Ausschalten und ist somit auch sehr minimalistisch gehalten. Die Verarbeitung und die Qualität der Lieferung können wir ebenso knapp resümieren: Top!

Funktion

Als ich von Kabel Kopfhörern auf Bluetooth Headsets umgestiegen bin, war ich skeptisch bezüglich der Zeit, die die Einrichtung beansprucht, genauso ging es mir auch hier bei meinen ersten true wireless Headphones. Doch die Zweifel sind hier vollkommen am falschen Platz. Nach dem ersten Testlauf macht auch die minimalistische Anleitung Sinn, denn mit „in das Ohr stecken, zuerst rechts einschalten, dann links“ ist wirklich alles gesagt, was wichtig ist! Nach dem Einschalten des rechten Stöpsels, der als Hauptgerät vorgesehen ist, wird man akustisch über den Status und dann auch über die Verbindung zum Smartphone informiert. Schaltet man dann den linken Hörer ein, so ertönt ein Stereosound, um die erfolgreiche Kopplung der Kopfhörer zu signalisieren.vava moov 26 1 Die Bluetooth 4.1 Verbindung ist zwar nicht auf dem neuesten Stand, aber schafft es trotzdem ohne Probleme auch auf größere Distanzen durchgängig gekoppelt zu bleiben. Vor allem beim Sport ist das ein Vorteil, wenn man das Handy neben sich auf den Boden legen kann, anstatt zusätzlichen Ballast und nervige Kabel mit sich herumtragen zu müssen. Was mir im Testeinsatz sehr gut gefallen hat, war, dass man den rechten Ohrstöpsel auch einzeln nutzen kann und somit zum Beispiel beim Fahrradfahren trotzdem noch ein Ohr frei hat, um hupendenden Autofahrern zu lauschen.
Die weitere Steuerung übernimmt der rechte Bud und hier lässt sich per Knopfdruck das Lied pausieren oder abspielen (1x Drücken), ein Anruf annehmen (1x Drücken) oder bei ungewünschten Telefonaten auch ablehnen (2x Drücken). Der groß beworbene Google Assistant lässt sich aktivieren, indem man den Knopf eine Sekunde lang betätigt, wobei man aufpassen sollte, das Ganze nicht zu rabiat zu machen, um Verletzungen am Gehörgang zu vermeiden. Der Knopfdruck startet dann auf dem gekoppelten Smartphone den Assistenten und dann lässt sich per Spracheingabe so beinahe alles steuern.vava moov 26 Eigentlich eine tolle Idee, wenn da nicht die Mitmenschen wären, die eher an Selbstgespräche denken, als an eine technische Neuerung. Jedoch muss man klar sagen, dass bei der Sprachsteuerung das Mikrofon beinahe einwandfrei funktioniert, im Gegensatz zum Telefonat. Hier merkt man leider dann doch, dass das Kabel fehlt und deshalb die Entfernung von Mikrofon und Mund größer ist. Das führt dazu, dass ein Telefonat für den Gesprächspartner eher zum Ratespiel wird als zu einer entspannten Konversation. Man selbst kann sich jedoch über die Gesprächsübertragung nicht beschweren. Wer eine leichte Besserung beim Telefonat wünscht, der sollte den linken Stöpsel im Ohr behalten und den Rechten in der Hand vor dem Mund halten. Ist natürlich nicht der eigentliche Sinn, schafft jedoch eine etwas klarere Übertragung der Sprache.

Akku

Zum Thema Akku finden sich leider verschiedenste Angaben und so berichten wir hier am besten von unseren persönlichen Erfahrungen. Wer denkt, dass die VAVA Moov 26 aufgrund ihrer geringen Größe auch einen kleinen Akku besitzen, der liegt komplett falsch! Nutzt man die Kopfhörer auf mittlerer Lautstärke, so reichte die Batterie für knapp 4 Stunden, was natürlich etwas von der jeweiligen Nutzung abhängt. Wer viel telefoniert und den Google Assistant bemüht, der wird auf eine längere Dauer kommen. Wer es darauf anlegt sein Gehör auf voller Lautstärke zu beschallen, dem stehen hierfür knapp 3 Stunden zur Verfügung. Das Ladecase schafft es, die Stöpsel innerhalb von 1,5 Stunden wieder aufzuladen und mit dem integrierten Akku kann das auch bis zu sieben Mal geschehen. Die Akkulaufzeit konnte mich im Test wirklich vollkommen überzeugen! An einem normalen Tag hatte ich nur die bloßen Kopfhörer in der Tasche und wenn ich wirklich einmal mehr als 4 Stunden am Stück Musik hören wollte, hatte ich zumindest so viel Gepäck dabei, dass das Ladecase dort massig Platz gefunden hat.

Klang

Auch wenn die VAVA Moov 26 eher etwas mechanisch aussehen, so wirkt Klang ganz anders. Schon die Frauenstimme, die einen nach dem Einschalten im Stereosound begrüßt, klingt glasklar und ertönt perfekt synchron auf beiden Stöpseln. In unserem Test konnten wir die wireless Headphones ganz klar weit über die meisten normalen Kopfhörer stellen, denn der Bass war ausgewogen und ebenso konnte man auch in den Höhen keinerlei Schnarren oder Übersteuerung hören.Vava Wireless Headphones 7 Da die Moov 26 als Sportkopfhörer konzipiert wurden, steht logischerweise auch eine basslastige Abstimmung im Vordergrund. Vor allem wenn die Kraft nachlässt, sollen die Headphones, laut Hersteller, noch einmal mehr Antrieb geben. Die tatsächliche Auswirkung auf die körperliche Leistung muss natürlich jeder für sich selbst erfahren, aber wir können klar sagen: An Bass mangelt es den VAVA Moov 26 nicht! Einen leichten Schwachpunkt konnten wir bei klassischer Musik erkennen, bei der die Ohrstöpsel leider nicht ganz den Stereoeffekt erzeugen konnten, wie wir es zum Beispiel von einigen Xiaomi Kopfhörern kannten. Doch wer bei der Größe Abstriche macht, der darf wohl auch nicht das volle Spektrum an Musikgenuss erwarten.

Tragekomfort

Wie bereits zu Beginn bemerkt, sehen die VAVA Moov 26 etwas mechanisch aus und stehen im getragenen Zustand fast einen Zentimeter aus dem Ohr heraus. Dies führt zwar teilweise zu hämischen Kommentaren über eine eingeschränkte Hörfähigkeit, aber wer kann schon von wireless Headphones behaupten, dass sie ein wirkliches modisches Accessoire sind. Entgegen der Erwartung sitzen die Kopfhörer bombenfest und auch beim Joggen muss man keine Angst haben, die Stöpsel zu verlieren.Vava Wireless Headphones 4 Mithilfe der vier verschiedenen Gummitips schafft man es so ziemlich jedes Ohr vorerst zufrieden zu stellen. „Vorerst“, weil nach ungefähr einer Stunde die Ohrmuscheln bei jedem Tester angefangen haben, unangenehme Druckstellen zu bekommen. Das lässt sich leider auch nicht so richtig ausmerzen, da bei kleineren Tips dann der Halt verloren ging und somit natürlich auch die Abschirmung nach Außen fehlte. Im Bereich Tragekomfort können die VAVA Moov 26 somit leider nur für die erste Stunde ein „angenehm“ ausgesprochen bekommen, danach verlieren sie jedoch gegen normale Kabel-Kopfhörer.

Fazit und Alternative

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Kilian B.:

Die VAVA Moov 26 sehen zwar nicht besonders stylisch aus, sondern muten eher mechanisch an. Das Ladecase ist etwas kantig und größer als man es zum Beispiel von den bereits getesteten Zolo Liberty kennt. Doch das, was den wireless Headphones im Design fehlt, das gleichen sie im Bereich Klangerlebnis wieder aus. Hier punkten sie ganz klar beim Sport, da der Bass kräftig pumpt und somit in Verbindung mit den 4 Stunden Akkulaufzeit genug Motivation bringt. Der Tragekomfort weist leichte Schwächen bei längerer Tragezeit auf. Aber auch wenn sich hier einige Schwachstellen zeigen, bin ich dennoch davon überzeugt, dass hier die Zukunft liegt und dabei machen die VAVA Moov 26 einen guten Anfang! Ich bin mittlerweile auch dazu übergegangen, die wireless Headphones tagtäglich zu nutzen, da mich das kabellose Gefühl einfach überzeugt hat.

78%
  • Klang 80 %
  • Tragekomfort 70 %
  • Funktionsumfang 90 %
  • Haltbarkeit 80 %
  • Preis/Leistung 70 %

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