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Vivo X30 und Vivo X30 Pro: neue 5G-Smartphones jetzt verfügbar

Der chinesische Hersteller Vivo hat bereits im Dezember zwei neue Flaggschiff-Smartphones vorgestellt. Diese sind jetzt verfügbar und lassen sich über verschiedene Import-Shops auch als Europäer bestellen. Die Hauptmerkmale des Vivo X30 und Vivo X30 Pro sind 5G Unterstützung und der Prozessor, der nicht von Qualcomm, sondern unüblicherweise von Samsung geliefert wird.

Vivo X30 (Pro): Design und Verarbeitung

ezgif 6 c7674c8614b3Beide Modelle, sowohl das Vivo X30, als auch das Vivo X30 Pro, kommen in drei Farben. Die schwarze Variante ist jeweils am ehesten dem Wort “schlicht” zuzuordnen. Der babyblau anmutende Farbverlauf ist da schon ein bisschen auffälliger, und der Farbverlauf mit an einen Sonnenuntergang erinnernden Rottönen ist am wenigsten dezent, aber trotzdem schön anzusehen. Alle drei Farben glänzen relativ stark. Die Vorderseite bleibt unabhängig von der Farbwahl schwarz.

Das Vivo X30 Pro ist mit 199 Gramm ganze zwei Gramm schwerer als das Standard-Modell. Die Abmessungen sind ansonsten aber identisch: 158,45 x 74,1 x 8,8 Millimeter. Das ist für ein Smartphone mit 6,44-Zoll-Touchscreen enorm kompakt.

Das resultiert aus der fast vollständig von Display bedeckten Vorderseite. Die Angabe einer “Screen to Body Ratio” sparen wir uns hier, da sowieso jeder diesen Wert anders berechnet und er leider zu reinem Marketing-Gequatsche verkommen ist. Fest steht aber, dass die Ränder um das Display herum beim Vivo X30 (Pro) extrem klein ausfallen. Sogar auf eine Einkerbung wurde verzichtet – es kommt eine sogenannte Punch-Hole-Notch zum Einsatz, wie man sie zum Beispiel vom Samsung Galaxy Note 10 kennt.

ezgif 6 ea5022ccf33aEinzig das Kinn, also der Rand unter dem Display, scheint etwas größer als die Ränder oben und an den Seiten zu sein, was die sonst nahezu perfekt scheinende Symmetrie des Smartphones ein bisschen stört. Dennoch – mit den dünnen Displayrändern, der Punch-Hole-Kamera und den abgerundeten Ecken ist das Vivo X30 (Pro) definitiv ein Hingucker.

Das Gehäuse ist übrigens ein Sandwich aus Glas und Metall, was auf der einen Seite Brüche wahrscheinlicher macht, auf der anderen Seite aber für bessere Empfangseigenschaften als ein Unibody-Metallgehäuse sorgen sollte. Eine Schutzhülle liegt dem Vivo X30 (Pro) natürlich bei.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Bei den Anschlüssen hat Vivo ebenfalls nicht gespart. Der Fingerabdrucksensor befindet sich unter dem Display und neben einem USB-C Anschluss verbaut der Hersteller einen analogen Audio-Ausgang (3,5mm Klinke).

Technische Daten des Vivo X30 (Pro)

Bis auf ein kleines Detail bei der Kamera sind die technischen Daten des Vivo X30 und des Vivo X30 Pro identisch. Das geht schon beim Prozessor los, das ist nämlich der Samsung Exynos 980 5G, der bisher noch in keinem anderen Smartphone eingesetzt worden ist. Das erscheint erstmal ungewöhnlich, ist es aber gar nicht unbedingt.

ezgif 6 cdcc58b4de78Der neuste Kamerasensor von Samsung (dieser wurde in Kooperation mit Xiaomi entwickelt) hat seinen Weg zum Beispiel bereits in das Xiaomi Mi Note 10 gefunden. In einem Samsung-Gerät steckt er bisher nicht. Genau so der Exynos 980 – für eine mögliche Lite-Variante des Galaxy S20, das am 11. Februar vorgestellt werden könnte, kommt dieser aber aktuell in Frage. Bauteile mit einer Zeitexklusivität an andere Hersteller “auszuleihen” ist also nicht sonderlich ungewöhnlich.

Der Exynos 980 5G arbeitet mit acht Kernen, einer KI-Einheit und hat ein eingebautes 5G-Modem. Ihm zur Seite stehen eine Mali G76 für grafische Aufgaben und 8 Gigabyte RAM für Multitasking. Das klingt alles erstmal gut, und das ist es sicherlich auch. Allerdings ist der Chip im Acht-Nanometer-Verfahren gefertigt, wodurch er nicht zur ersten Garde der High-End Prozessoren zählen könnte. Die Topmodelle der letzten zwei Generationen von Samsung wurden bereits im Sieben-Nanometer-Verfahren gefertigt und es ist hier zumindest mit einem etwas höheren Energieverbrauch zu rechnen. Das ist allerdings bisher reine Theorie – vielleicht arbeitet der Prozessor in der Praxis trotzdem schnell und effizient.

Das Vivo X30 lässt dem Käufer zwar nicht die Wahl aus verschiedenen RAM-Größen, beim Speicher kann man sich aber zwischen 128 Gigabyte und 256 Gigabyte entscheiden. Eine Erweiterung via Micro-SD-Karte scheint nicht möglich zu sein.

Akku, Display und Konnektivität

Der Akku des Vivo X30 ist mit 4.350 mAh angenehm groß. Das große AMOLED-Display dürfte allerdings auch relativ viel Energie ziehen, so dass wir auf zwei Tage Laufzeit nicht wetten würden. Unser Testbericht wird zeigen, wie energiesparend der Prozessor und die sonstige Technik sind. Das eben erwähnte AMOLED-Display löst übrigens mit Full HD+ auf und kommt leider nicht mit 90 Hertz oder mehr. Dafür soll es aber besonders hell sein – von bis zu 800 Nits ist die Rede. Auch ein AMOLED Display mit Punch-Hole-Notch kannten wir bislang nur von Samsung Smartphones.

In Bezug auf die Konnektivität bietet das Vivo X30 das bei diesem Preis zu erwartende Gesamtpaket, inklusive Bluetooth 5.0, WLAN a/b/g/n/ac, NFC, GPS und FM-Radio. “Specials” wie WiFi 6, Dual GPS, Bluetooth 5.1 oder Wireless Charging fehlen dem Smartphone aber leider. Das LTE Band 20 ist leider ebenfalls nicht mit dabei.

Der Unterschied zwischen dem Vivo X30 und dem Vivo X30 Pro

Der kleine eckige Kasten über dem Blitz ist das Alleinstellungsmerkmal des Vivo X30 Pro.

Der prätentiöse Aufpreis von 100€ für die Pro-Variante wird nur durch einen einzigen Unterschied zum Standard-Modell gerechtfertigt: einer zusätzlichen Kamera. Dadurch wird aus der Triple-Kamera beim Vivo X30 eine Quad-Kamera beim Vivo X30 Pro. Da die Setups bis auf den zusätzlichen Sensor identisch sind, fangen wir mal mit den drei Kameras (plus Front-Kamera) an, die bei beiden Smartphones verbaut sind.

Die Hauptkamera hat eine Auflösung von 64 Megapixel und kommt mit einer f/1.8 Blende. Entweder handelt es sich hier um den neuen 64MP Sensor von Sony, den wir bereits aus dem Redmi K30 kennen – oder der 64 Megapixel Sensor von Samsung, den wir aus einigen Realme Smartphones kennen. Der Sensor von Sony wäre definitiv die bessere Wahl, allerdings lässt die fehlende Angabe des Sensors vermuten, dass “nur” der Sensor von Samsung verbaut wurde. Diese Kamera soll den neue Super-Nachtmodus von Vivo unterstützen. Als sekundäre Kamera gibt es im X30 und X30 Pro eine Portrait-Kamera mit 32 Megapixel. Es folgt eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit acht Megapixel. Die in einem Loch im Display positionierte Selfie-Kamera hat ebenfalls 32 Megapixel Auflösung.

Und was bietet das X30 Pro nun? Laut Hersteller kommt das Pro-Modell mit einem brandneuen 60-fachen Zoom-Modus, der über eine eigene 13-Megapixel-Linse realisiert wird. Und das war es auch schon – 100€ auf Preis für eine zusätzliche Zoom-Stufe.

Vivo X30

Unsere Einschätzung

Das Vivo X30 ist irgendwie schwer einzuschätzen, da der Samsung-Prozessor, der bisher exklusiv in diesem Gerät verwendet wird, eine vernünftige Vergleichbarkeit verhindert. Sollte er nahe an die Leistung aktueller Top-Prozessoren kommen, könnte das Vivo X30 eine gute Wahl sein, auch wenn man leider auf das wichtige LTE-Band 20 verzichten muss. Sollte sich die Leistung des SoC eher in der Mittelklasse einreihen, scheint das Vivo X30 mit 489€ für die 128-Gigabyte-Variante überteuert. Vielleicht kommt aber Vivo auch noch irgendwann nach Europa. Durch die Probleme von Huawei könnte sich ein guter Markt für Vivo öffnen.

Das Vivo X30 Pro bietet für mindestens 589€ genau dasselbe wie das Vivo X30. Hinzu kommt nur eine weitere Kameralinse mit einem starken Zoom. Ich persönlich würde dafür niemals 100€ Aufpreis zahlen – wie seht ihr das?
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