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Votomy SoloPods S1 TWS im Test

Getestet von Max Drechsel am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • sehr klein und bequem
  • gute Bässe
  • IPX8 Wasserfest
  • großer Akku in der Ladestation
  • gute Touch-Steuerung
  • detailierte Ladeanzeige
  • günstig
Nachteile
  • nicht neutral abgestimmt
  • Schwächen bei den Höhen
  • mieserable Sprachqualität
  • mäßiger Akku in den Earbuds
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Qualität ist teuer, oder? Wir haben bei Chinahandys.net festgestellt, dass es in letzter Zeit schwieriger wird, gute und günstige True Wireless Earbuds zu finden. Natürlich gibt es auf Amazon und Co. Millionen von günstigen Geräten, aber der Großteil davon ist tatsächlich Ramsch. Nach der Amazon Bannwelle wegen Bewertungsbetrug sind die meisten China Hersteller aber wieder zurück auf der Plattform. Mit den Votomy SoloPods S1 haben wir mal wieder einen typischen Low-Buget TWS In-Ear herausgesucht, um statt teurer Hi-Fi Corner mal wieder etwas für den schmalen Geldbeutel im Angebot zu haben. Im folgenden Test klären wir, ob es immer noch Low-Budget Perlen gibt oder ob man lieber etwas mehr investieren sollte.

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Votomy SoloPods S1 Test 20

Die Votomy SoloPods S1 sind im Kern typische Earbuds, die primär mit der optischen Opulenz überzeugen wollen. Zu sehen ist dies an der Ladestation, die mit 98 x 54 x 31 Millimeter ordentlich groß ausfällt. Auf den ersten Blick wirkt diese dennoch unscheinbar.

Genauer betrachtet, fallen dann ein paar Besonderheiten auf. Da wären zum einen, dass sich die Anschlüsse an Vorderseite befinden. Direkt unterhalb einer Klappenöffnung befindet sich eine Kunststofflasche. Darunter verbirgt sich ein USB-C Ladeanschluss und ein USB-A Port, welcher genutzt werden kann, um andere Geräte zu laden. Es handelt sich also bei dieser Station auch um eine Power Bank.

Der Deckel selber wird von Magneten gehalten und hat auch einen magnetisch gestützten Einrastpunkt bei maximaler Öffnung, wodurch dieser nicht einfach zufallen kann. Mittig im Deckel befindet sich oben auf dem Ladecase auch ein Display. Dieses zeigt den Ladestand in einzelnen Prozent schritten an und gibt grafisch wieder, welcher Earbud, wie weit geladen ist und ob dieser noch geladen wird. Das ist super und deutlich informativer als eine oder drei Status-LEDs, bei denen man gefühlte Morse-Codes auswendig lernen muss, um zu erfahren, wie viel Saft noch übrig ist.

Platz haben die Earbuds ordentlich und lassen sich dadurch leicht herausnehmen und einlegen. Für Stöpsel aus Formschaum wird es aber dennoch eng. Womit wir auch direkt bei den Earbuds landen.

Während die Station durch ihre Größe auffällt und dadurch auch leicht unhandlich wird, glänzen die Earbuds mit weniger Masse. Die SoloPods S1 sind angenehm klein, das untermalen die 20 x 19 x 21 Millimeter (L x B x H). Zieht man den integrierten Ohrhaken hinzu, misst die Länge 24 mm, wer diesen nicht braucht, kann ihn aber einfach abnehmen.

Gesteuert werden die Earbuds über ein Touch Feld auf der Außenseite. Dieses ist von kleinen Noppen umgeben, wodurch es einfach ertastbar ist. Geladen werden die Earbuds über drei vergoldete Pins auf der Innenseite. Der Lautsprecherausgang ist durch ein engmaschiges Kunststoffnetz geschützt und misst 5 mm. Auch über ein Mikrofon verfügen die Votomy SoloPods S1.

Insgesamt also klassische Earbuds, leider auch ohne Trageerkennung, dafür aber mit einer guten Verteilung der Masse, nämlich wenig an den Kopfhörern und viel an der Station. Gefertigt wird das Ganze natürlich aus Kunststoff. Materialübergänge könnten hier feiner sein und die Spaltmaße an manchen Ecken etwas kleiner. Außerdem sammelt sich, durch die „komplexe“ Konstruktion mit dem Deckel, schnell viel Dreck unterhalb der Gelenke an. Das halb transparente Display ist recht kratzanfällig und bedauerlicherweise auch sehr exponiert.

Trotzdem wirkt alles solide, der Deckel sitzt bombenfest, die Gelenke sind relativ groß, wenn auch nicht aus Alu. Die Anschlüsse liegen geschützt und die Earbuds sitzen so straff in den Sockeln, dass diese sich definitiv nicht von allein lösen können. Leider gibt es die Votomy SoloPods S1 nur in der Farbe Schwarz.

Lieferumfang der Votomo SoloPods S1

Votomi SoloPods S1 Testbericht 1

Geliefert werden die Votomy SoloPods S1 in einer schlichten, komplett weiß gehaltenen Schachtel. Der Lieferumfang für so einen Low-Budget Earbuds ist üppig.

  • Vier Paar einfache Silikonstöpsel (XS, S, M, L)
  • Drei Paar doppelte Silikonstöpsel (S, M, L)
  • Drei Paar Ohrhaken (S, M, L)
  • USB Type-C auf USB-A Kabel (30 cm, Flachband)
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung (u.A. deutsch, englisch, französisch, spanisch)

Tragekomfort

Votomy SoloPods S1 Wear

Es gibt viele verschiedene Farben und Formen, die Earbuds mittlerweile haben. Im Kern sollten sie aber vor allem im Ohr halten und dabei möglichst bequem sitzen. Viele wollen möglichst aufwendige Earbuds, die auffallen. Aber es gibt auch genügend Leute, die eher auf unscheinbare und kleine Kopfhörer setzen. Und genau hier setzt Votomy mit seinen SoloPods S1 an.

Zwar haben diese Kopfhörer einen Ohrhaken, wodurch sie ungemein größer wirken, im Kern sind die Earbuds aber recht klein und mit 4,5 Gramm auch sehr leicht. Sie sitzen angenehm und der Haken sorgt für die nötige Stabilität. Durch das geringe Gewicht erzeugt dies keine Masse nach außen, was der Stabilität zusätzlich zugutekommt.

Auch kleine Ohren sollten die SoloPods S1 aufnehmen können, spätestens, wenn man auf den Ohrhaken verzichtet, werden die SoloPods gewissermaßen winzig.

Ganz anders sieht das bei der Ladestation aus. Diese ist im Vergleich zu den Earbuds riesig und unförmig. Der Platzbedarf in der Hosentasche ist Votomy SoloPods S1 Waternicht zu unterschätzen und fühlt sich nicht besonders gut an, trotz abgerundeter Oberfläche. Die Station ist eher etwas für den Rucksack oder eine Jackentasche.

Da kommt es direkt gut an, dass die Earbuds nach IPX8 wasserdicht sind. Denn wenn sich die Station im Rucksack befindet, kommt es gelegentlich vor, dass man die Kopfhörer ohne die Station verwahrt. Diese hohe Schutzklasse ermöglicht das Eintauchen der Earbuds ins Wasser, auf unbestimmte Zeit. Darüber gibt es nur IPX9, was einem Schutz vor Hochdruck(reinigern) entsprechen würde. Die Station selbst muss wie so häufig auf einen Wasserschutz verzichten.

Sound der Votomy SoloPods S1

Votomy SoloPods S1 Driver

Die Votomy SoloPods S1 sind günstige Einsteigerkopfhörer. Doch macht sich das Soundtechnisch auch bemerkbar? Man möchte meinen ja. Immerhin muss man einige Abstriche in Kauf nehmen. SBC und AAC sind die einzigen verfügbaren Übertragungsmöglichkeiten.

Hinzu kommt noch, dass uns so kleine Treiber schon lange nicht mehr begegnet sind. Nur 6 mm sollen diese messen. Diese wirken im Vergleich zu den zurzeit vorherrschenden 12 und 13 mm Varianten wie Zwerge. Dafür sind die S1 aber auch schön klein.

Frequenz: 50–20000 Hz
Bluetooth: 5.0
Chipset: AMS3415
Maximale Leistung: k.A.
Reichweite: 15 Meter
Modellnummer: S1
Widerstand: 32 Ohm
Einzelnutzung: Ja
Lautstärke: 96 dB
Apt-X: Nein
Profile/Codecs: A2D, HFP 1.7, HSP 1.2, AVRCP 1.6, SBC, SPP, AAC
Akkukapazität EB: k.A.
Akkukapazität LS: 2000 mAh / 3,7 V
Wasserresistenz: IPX8

Sound

Votomi SoloPods S1 Testbericht 9

OK, ok, die große klangliche Brillianz fahren die S1 natürlich nicht auf. Aber ganz abschreiben braucht man die Votomy SoloPods S1 deswegen noch nicht.

Sie haben ihre Schwächen. Bässe sind ziemlich kräftig und auch sauber. Den Mitten fehlt es ein wenig an Details und Alleinstellungsmerkmalen, gehen aber noch in Ordnung. Man merkt einfach, dass hier auf den Tieftonbereich am meisten Wert gelegt wurde, zum Leidwesen der anderen Klangebenen.

Es gibt lichte Momente, in denen die S1 überraschend vielfältig klingen und auch mit recht komplexen Liedern zurechtkommen. Aber dann gibt es auch wieder Momente, in denen bestimmte Tonbereiche zu prasseln anfangen, manchmal nur subtil, manchmal aber auch deutlich hörbar. Hier erkennt man, dass die Earbuds an ihre Grenzen stoßen.

Auch die Bühne bleibt eher blass, beziehungsweise baut sich gar nicht erst richtig auf. Immerhin die Stereo Trennung funktioniert relativ gut. Wo stecken wir die Votomy SoloPods S1 also hin?

Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Für 40 € bieten die Votomy S1 vorwiegend Bassliebhabern ein gutes Erlebnis. Ich kann nicht behaupten, dass sie super schlecht klingen, nur eben nicht super gut. Einem Liebhaber von ausgeglichenen Abstimmungen werden die S1 aber nicht zusagen.

Pairing

Denkbar einfach ist wie immer das Pairing. Man öffnet die Station und nimmt die Earbuds heraus, kurz darauf erscheinen diese schon in der Pairing-Liste der Host Geräts. Unterstützt wie so oft durch eine englische Sprachausgabe, aber auch Signaltöne. Tatsächlich kommen diese Ausgaben so früh, dass man sie meist nicht mitbekommt, bis man die Earbuds um Ohr hat.

Votomy SoloPods S1 Function

Bedient werden die Earbuds über das Touchfeld außen an den Kopfhörern. Dieses Feld lässt sich gut ertasten und die Eingaben sind recht präzise. Folgende Möglichkeiten hat man:

  • L/R zweimal antippen: Pause / Play
  • R dreimal antippen: nächster Titel
  • L dreimal antippen: vorheriger Titel
  • L/R zwei Sekunden gedrückt halten: Sprachassistent
  • L/R zweimal antippen, bei Anruf: Annehmen/Beenden
  • L/R zwei Sekunden gedrückt halten, bei Anruf: Ablehnen

Eine Lautstärkensteuerung fehlt natürlich mal wieder. Aber immerhin lässt sich der Rest bedienen, ohne das Handy aus der Tasche zu holen. Dies gilt auch für die Telefonsteuerung, welche immerhin in der Basisvariante verfügbar ist. Eine App gibt es von Votomy nicht und damit auch keine Anpassungsmöglichkeiten oder Firmwareupdates.

Sprachqualität

Votomys SoloPods S1 verfügen über eine Headset-Funktionalität, das ging aus dem letzten Absatz hervor. Doch wie viel Headset kann man bei einem 40 € Kopfhörer erwarten?

Die Antwort ist ernüchternd, war aber abzusehen. Nicht viel. Mit lediglich einem Mikrofon pro Earbud ist das Headset nur rudimentär nutzbar. Anrufe kann man annehmen und auch kurze Gespräche führen, aber lange sollten diese nicht dauern. Zwar verstehen sich beide Parteien, aber die Qualität der Aufnahmen ist nicht besonders gut. Störgeräusche werden gewissermaßen ohne Filter übertragen, weswegen man auch einen ruhigen Ort aufsuchen sollte.

Immerhin können die Votomy SoloPods S1 bei der Reichweite punkten. Mit zwei Wänden zwischen Host Gerät und Kopfhörern waren immerhin noch ca. 15 Meter möglich. Ohne Objekte im Empfangsweg sind auch mal 20 Meter drin. Guter Durchschritt für Bluetooth 5.0 Earbuds.

Akkuleistung der Votomy SoloPods S1

Votomi SoloPods S1 Testbericht 3

Wir haben eine Station, mit ordentlich Power und Kopfhörer, ohne Angabe einer Ladeleistung. Immerhin wird die Ladestation mit üppigen 2000 mAh angegeben. Bei den Earbuds selbst lässt sich nur raten. Ich gehe von 40 bis 45 mAh. Das würde zur Größe der Earbuds und zur Leistung passen, die sie bringen.

Votomy will natürlich 5 Stunden Hörerlebnis mit einer Ladung der S1 erreichen, aber man kann davon ausgehen, dass hier leicht übertrieben wird. Bei leisen Lautstärken werden mal 5 Stunden erreicht. Jedoch ist man schon bei 50 % eher leise aufgestellt, sodass diese Region unrealistisch für dauerhaftes Hören ist.

Selbst allein im Büro habe ich eher 70-80 % angelegt. Und hier befinden wir uns auch in deutlich praxisorientierten Gefilden. Die kleinen Earbuds halten diese oder noch höhere Lautstärken aber nicht besonders lange durch. 3-3,5 Stunden sind bei 80 %, je nach Musikstil drin.

Votomy SoloPods S1 Power BankWem das nicht laut genug ist und deshalb voll aufdreht, landet bei unter 3 Stunden. Zwar sollen sich die Earbuds recht schnell wieder befüllen lassen. Allerdings erhält man laut Angabe von Votomy für 10 Minuten 1,5 Stunden, was bei besagter Lautstärke dann eher 30 Minuten entspricht.

Dauerbrenner sind die S1 also nicht. Eher was für zwischendurch. Dafür hat man mit der 2000 mAh Ladestation immer genügend Saft. Perfekt für kurze Hörzyklen, die auch mal etwas länger gehen und für Leute, die sich möglichst wenig mit dem Aufladen der Earbuds beschäftigen wollen.

Müssen Earbuds und Station dann doch mal an die Steckdose, so benötigt man etwas Geduld. Während die Kopfhörer mit 1,5 Stunden eher im Mittelfeld liefen, benötigt die Station über 3 Stunden.

Ca. 1800 mAh der 2000 angegeben sind auch für andere Geräte verfügbar. Dazu kommt natürlich ein Übertragungsverlust, sodass letztendlich rund etwa 1400mAh in den Akku von Smartphones befördert werden. Damit schöpft der Akku ca. 90 % seiner Kapazität aus, was bei diesen kleineren Exemplaren aber nicht unüblich ist. Geladen wird dann auch nicht über Quick Charge, sondern nur mit 4,5 Watt.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Ohne zu große Erwartungen an einen Earbud Test heranzugehen, hat für den Testkandidaten manchmal Vorteile. Im Falle der Votomy SoloPods S1 konnte man hier mit erfreulich kleinen Earbuds überraschen, die viele gute Richtungen einschlagen und um die Frage am Eingang zu beantworten – nein, es muss nicht immer teuer sein.

So lassen sich die Kleinen noch kleiner machen, indem man den optionalen Ohrhaken entfernt. Aber durch eine gute Auswahl an weiteren Accessoires sind sie auch in größere Ohren gut einsetzbar.

Beim Sound bleibt ein gemischtes Bild. Tiefen und Bässe können sie, Mitten und Höhen werden aber eher stiefmütterlich gehandhabt. Das kann gefallen, sehr neutral ist dies aber nicht. Gleichzeitig verbaut man sich damit bestimmte Musikrichtungen.

Die Sprachqualität überspringen wir mal und gehen direkt zur Akkuleistung über, ein weiteres zweischneidiges Schwert. Während die Earbuds etwas schwach auf der Brust sind, kann die Station als Power Bank fungieren und spendet für viele Ladezyklen genug Energie, damit die Earbuds so gut wie nie leer dastehen.

Für 40 € haben wir schon manch einen Versuch gesehen, die eierlegende Wollmilchsau zu präsentieren, leider gelingt es auch Votomy nicht ganz. Touch Steuerung und grundsätzliche Aufmachung sind okay, aber insgesamt sind die Ohrhörer nur gutes Mittelmaß. Besser sieht es aus, wenn man den derzeit erhältlichen 20 % Gutschein auf Amazon noch einrechnet und den Gutscheincode “7VKYQUAI” nutzt. Für 24 € sehen die Earbuds deutlich ansprechender aus.

In so einem Preisbereich kann man definitiv über den Kauf nachdenken. Aber für den Vollpreis von 40 € gibt es zumindest klanglich bessere Alternativen. Etwa die Xaiomi MI TWS Lite, für den noch schmaleren Geldbeutel, oder die Redmi AirDots 3, welche in der gleichen Liga rangieren wie die S1 und deutlich besser performen.


Gesamtwertung
77%
Design / Verarbeitung
70 %
Tragekomfort
95 %
Soundqualität
80 %
Sprachqualität
50 %
Akkuleistung
80 %
Preis / Leistung
85 %

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