Wer sich für Drohnen interessiert, der wird früher oder später über das Thema Racing-Drohnen stoßen. FPV fliegen mit einer Brille mit eingebautem Display und die Sicht aus dem Cockpit des Kopters genießen. Doch wie und mit welcher Drohne sollte man anfangen? Wir haben das Einsteigermodell von Walkera, den Rodeo 150 RTF im Praxiseinsatz erprobt.

Verpackung und Lieferumfang

Geliefert wird der Walkera Rodeo 150 in einem erstaunlich großen Koffer, der jedoch sehr gut als Transportbox zu nutzen ist. Gut verpackt und geschützt liegt der kleine Kopter in einem Bett aus Schaumstoff. Hier ist also beinahe ausgeschlossen, dass der Drohne beim Transport etwas zustößt. Mitgeliefert wird bei der ready-to-fly (RTF) Version eine Devo 7 mit passender Anleitung auf CD, die in FPV Kreisen doch sehr geschätzt wird. Zudem gibt es ein Ladegerät mit Anschluss für 3s und 2s Akkus, eine Anleitung, ein Mono AUX Kabel, um die Fernbedienung an den PC anzuschließen und ein Ersatzpaar an Propellern. Man sieht also sofort, dass Walkera beim Zubehör keinesfalls gespart hat.

Design und Verarbeitung

Das Aussehen des Walkera Rodeo 150 ähnelt etwas dem eines Grashüpfers. Dies wurde so gestaltet, um eine hohe Aerodynamik gewährleisten zu können. An den Seiten stehen, jeweils mit einem Gelenk am Kopter befestigt, die Antennen für die Verbindung zur Fernbedienung. Auf dem Heck ist eine 5,8 GHz Antenne aufgeschraubt, um das Livebild der FPV Kamera auf eine FPV Brille zu übertragen. Diese ist relativ dünn und sollte dann doch möglichst bald ausgetauscht werden, da Stürze auf das Heck, vor allem am Anfang, doch recht häufig sind. Unter den Motoren befinden sich kleine Landegestelle mit Gummifüßen, um die Landung etwas abzupolstern. Diese erwiesen im Test durchaus gute Dienste und retteten das Gehäuse nicht nur einmal vor einem harten Aufprall. An der rechten Seite wurden ein microUSB-Port verbaut, um den Rodeo 150 mit dem PC zu verbinden und den F3 Flightcontroller zum Beispiel mit Cleanflight zu flashen. Zudem ist ein External RX Port für einen externen Receiver und ein Schalter um zwischen SBUS und PPM zu wechseln.

Die 600 TVL FPV Kamera ist in der Nase der Drohne verbaut und lässt sich mithilfe einer kleinen Schraube leicht im Winkel verstellen. 

Erster Start der Walkera Rodeo 150

Der Start des Walkera Rodeo 150 ist erstaunlich einfach. Hierbei muss man nur beachten, dass die Drohne vor der Devo 7 eingeschaltet werden muss. Sind dann Drohne und Fernbedienung eingeschaltet, verbindet sich beides innerhalb von Sekunden. Die Motoren werden freigeschaltet, indem man den linken Knüppel nach links unten drückt. Durch ein akustisches Signal und das Blinken der roten Leuchte wird signalisiert, dass der Rodeo 150 nun startbereit ist. Betätigt man dann den Gashebel fangen die Propeller an sich zu drehen.

Drohne im Praxis Einsatz (Flugverhalten)

Die Brushless Motoren der Walkera Drohne bringen einen erstaunlich starken Schub. Dies merkt man schon beim ersten Betätigen des Gashebels. Bei einem Gewicht von nur 159 Gramm ist dies kein Wunder. Wer neu in das Racing Hobby einsteigt, der sollte am besten im stabilisierten Modus beginnen. Hierbei ist das Gyrosystem stark eingeschaltet und verhindert, dass die Drohne sich überschlägt beim Gas geben. Für Fortgeschrittene gibt es den halb stabilisierten Modus bei dem der Rodeo 150 sich nach Saltos sofort wieder selber in eine ruhige Lage bringt. Wer schon sehr geübt ist, der kann dann den Akrobatik Modus wählen und damit wird die volle Power des Walkera Racers freigeschaltet. Mehrere Salti direkt hintereinander sind ohne Problem möglich, genauso wie das „Diving“ (hier taucht der Kopter an Gebäude senkrecht nach unten).

Im stabilisierten Modus, sowie im halb Stabilisierten ist der Walkera Rodeo 150 sehr angenehm und anfängerfreundlich zu fliegen. Die Geschwindigkeit ist zwar etwas gedrosselt, dadurch, dass die maximale Neigung eingeschränkt wird, aber trotzdem schießt der Kopter durch die Luft. Auch werden mögliche Stürze vom Gehäuse und den Füßen etwas abgefedert und so stellt diese Drohne den perfekten Einstiegsracer dar. Die Übertragung des Bildes zur Brille (wir haben im Test eine JJPRO VISION benutzt) klappt einwandfrei auch auf größerer Entfernung. Oftmals ist ein Problem, dass die Motoren so viel Energie verbrauchen, dass das Bild der Kamera schwach wird, sobald man stark Gas gibt. Dies ist hierbei jedoch erstaunlicherweise nicht der Fall.

Wer dann in den Akrobatikmodus schaltet, der bekommt erst mit, was der Walkera Rodeo 150 machen kann. Er lässt sich trotz seiner geringen Größe sehr agil und präzise steuern. Die Schubkraft reicht aus, um in circa 10 Metern Höhe drei oder mehr Salti hintereinander zu drehen. Selbst mit einem angehängten Gewicht von knapp 400 Gramm hebt der Rodeo 150 noch ab.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Rodeo 150 wird von Walkera mit knappen 8 Minuten beschrieben. Mitgeliefert wird ein 7,4V 850mAh 2s Akku. Soweit wir das einschätzen konnten, fliegt der Racer auch mit einem 3s Akku. Im Praxistest waren aus dem mitgelieferten Akku leider nicht mehr als 5 Minuten heraus zu bekommen. Wer mehr Zeit haben möchte, der sollte entweder nur leicht im Kreis fliegen oder sich gleich einen zweiten Akku mitbestellen.

Videoqualität

Die 600TVL Kamera ist mit einem 25mW 5,8GHz Sender ausgestattet und überträgt sehr zuverlässig und über weite Entfernungen. Geworben wird mit guten Nachteigenschaften, was wir durchaus bestätigen können. Auch wenn im Internet viele Videos mit Anleitungen zum Tauschen der Kamera kursieren, ist das nicht unbedingt notwendig. Das Bild ist klar und auch bei starker Sonne noch kontrastreich.

Eine zusätzliche externe Kamera zu montieren wird etwas schwer, denn der Rodeo 150 hat kaum gerade Flächen zum Befestigen. Eine Runcam sollte jedoch gut unter die Drohne passen.

Fazit

Der Walkera Rodeo 150 ist der perfekte Kopter um in das FPV Hobby zu gelangen. Auch wenn er auf den ersten Blick sehr klein und zerbrechlich wirkt, steht er in Punkto Stabilität und Leistung den großen in nichts nach. Die drei verschiedenen Flugmodi tragen dazu bei, dass sowohl der blutige Anfänger als auch der Fortgeschrittene damit gut fliegen kann. Der einzige negative Punkt ist die geringe Akkulaufzeit und die etwas zu filigran geratene 5,8GHz Antenne. Doch diese Schwachstellen lassen sich mit einer minimalen Investition ausgleichen. Von uns erhält der Walkera Rodeo 150 auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.

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