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Wiko View 4 Serie vorgestellt – Comeback oder Enttäuschung?

WIKO V830 VIEW4 ALL COLOURS 4Anscheinend hat Wiko unseren letzten Artikel gelesen, in dem die ehemals französische Firma ja nicht ganz so gut wegkam. Denn nur 10 Tage später hat das Unternehmen die View 4 Serie vorgestellt, mit der nun alles besser werden soll. Die Serie besteht dieses Mal nur aus zwei Geräten: Das View 4 kommt ab dem 24. Februar in den Handel und das View 4 Lite folgt im April. Eine Pro-Version, wie beim View 3, wurde bis jetzt leider nicht angekündigt. Ob Wiko damit den schlechten Eindruck vom letzten Mal wettmachen kann, wollen wir uns hier einmal genauer ansehen.

Design & Display

Beide Geräte verwenden ein identisches 6,52 Zoll Display mit Waterdrop Notch im modernen 20:9 Format. Leider ist die HD-Auflösung mit 1600 x 720 Pixeln wie schon bei den Vorgängergeräten eher auf niedrigem Niveau.

Die Serie ist in Blau, Gold und Grün verfügbar. Das View 4 setzt auf eine glänzende Glasrückseite mit poliertem Rahmen, die Lite-Version kommt in “Metalloptik” in matt. Ob es sich dabei um echtes Metall handelt, oder nur um beschichtetes Plastik, werden wir im April herausfinden können, wenn das Gerät am Markt ist. Das View 4 misst 165,7 x 75,8 x 8,85 Millimeter, das View 4 Lite ist mit 167 x 76,8 x 8,45 Millimetern etwas kleiner und wiegt mit 174 Gramm auch 6g weniger als der große Bruder.

Die Triple Kamera ist auf der Rückseite senkrecht in der oberen linken Ecke platziert. Power-, sowie Lautstärketasten finden wir auf der rechten Seite des Rahmens und links gibt es eine weitere Taste, die vermutlich den Google-Assistent aufrufen kann. Zumindest spricht Wiko in der Pressemitteilung von einer hardwareseitigen Integration der Google Services und etwas anderes als diesen Button, kann ich mir darunter nicht vorstellen.

Hardware & System

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Das Herzstück beider Geräte ist ein MediaTek Helio A25 Prozessor mit einer IMG PowerVR GE8320 GPU. Die CPU wird im 12nm Verfahren gefertigt und besteht aus acht ARM Cortex-A53 Kernen. Da der Chip ganz neu ist, gibt es noch keine Vergleichswerte, ich würde ihn aber im unteren Mittelfeld einordnen. Flankiert wird das Chipset von 3GB RAM + 64GB ROM im View 4 und 2GB RAM + 32GB ROM im View 4 Lite.

Ausgeliefert werden beide Geräte mit Android 10 und Wiko garantiert vorbildlich 2 Jahre Softwareupdates. Neben der oben genannten Integration des Google Assistent, ist in der Pressemitteilung auch von einem “Mettrechner” die Rede. Ich bin schon sehr gespannt, was uns da erwartet und ob es das ist, was ich mir darunter vorstelle. 😀

Kamera

Auch die Hauptkamera der beiden Geräte unterscheidet sich nicht. Bei beiden Modellen bekommen wir eine 13MP Hauptkamera, die von einer 5MP Weitwinkel-Linse mit 114° und einer 2MP Bokeh-Linse unterstützt wird. Interessant hierbei ist, dass der Helio A25 laut MediaTek nur Dualkameras unterstützt.

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Die Selfiekamera löst beim View 4 mit 8MP auf und der Lite Version stehen 5MP zur Verfügung. Das mag für Social-Media ausreichen, für mehr aber auch nicht.

Ausstattung

Wiko V830 VIEW4 COSMIC GOLD FrontDie übrige Ausstattung ist leider nicht so üppig, wie wir sie gerne hätten. Der Akku kann mit 5000mAh im View 4 und mit 4000mAh im View 4 Lite noch überzeugen und auch der Triple-Slot mit Platz für zwei Nano-Sim Karten und eine Micro-SD Karte ist lobenswert. Das Gerät unterstützt LTE Cat 4 und mit der MicroSD-Karte kann der Speicher um bis zu 256GB erweitert werden.

Aufgeladen werden die Smartphones – oh Schreck – wie alle Wiko Geräte (mit Ausnahme des View 3 Pro) noch immer mit Micro-USB. Immerhin gibt es einen 3,5mm Aux-Anschluss und die Standard-Sensoren. Ansonsten bekommen wir Bluetooth 4.2, und GPS. Mehr ist in dieser Preisklasse bei WIKO leider nicht drin.

Unsere Einschätzung

Das Wiko View 4 wird 169,99€ kosten, das View 4 Lite kommt zwar erst im April, wurde aber bereits mit 129,99€ angekündigt. Dafür bekommen wir Smartphones mit akzeptabler Preis-Leistung, die allerdings von der Konkurrenz gnadenlos in ihre Schranken verwiesen werden. Für 160€ bekommen wir nämlich schon das Redmi Note 8 oder auch das Realme 3 Pro, die beide in Puncto Display, Leistung, Konnektivität und Kamera um Welten besser sind als das View 4. Für 130€ gibt es das Umidigi Power oder auch das Cubot X19. Hier könnte das Wiko View 4 Lite noch mit der Softwaregarantie und Android 10 punkten, für das normale View 4 gibt es aber absolut keine echten Argumente. Xiaomi oder Realme machen einfach in allen Belangen die besseren Geräte und können, wie Wiko auch, regelmäßige Softwareupdates gewährleisten.

So leid es mir um Wiko als (ehemals) europäisches Unternehmen tut, aber die View 4 Serie ist, wie die vorherigen Modelle auch, ein Griff ins Klo. Damit hat Wiko die Chance auf ein Comeback erneut vertan. %name



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Roberto
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Roberto

Ihr vergleicht UVP mit Straßenpreisen. Fair sieht anders aus 😉

Joachim Schlink
Gast
Joachim Schlink

Bin mit Wiko sehr zufrieden, das einzige was fehlt sind die üblichen Defekte wie zum Beispiel defekte Hauptplatine wie bei meinem Huawei 9 … Und das 2 Mal … Danach hatte ich ein Wiko U-Feel welches im Gegensatz zu dem Huawei 2 Jahre beste Dienste geleistet hat. Mittlerweile habe ich mir ein Wiko View 3 Pro zugelegt und bin sehr zufrieden.

Steinlaus
Gast
Steinlaus

“Mettrechner”? Das ist etzala absichdlische Brovogadion!

Igor
Gast
Igor

Kann ich mir auch als App laden.

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