Xiaomi Lentils – smarter Wasserreiniger mit 4-Fach-Filtersystem vorgestellt

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Anders als in Deutschland gibt es leider noch viele Länder, in denen keine flächendeckende Trinkwasserversorgung gewährleistet ist. An diese Länder, wie zum Beispiel China oder Indien, richtet sich der Xiaomi Lentils Wasserreiniger. Für aktuell 999 Yuan (127,80 Euro) ist das Gerät in der Mi-Mall erhältlich, in Deutschland bisher also noch nicht verfügbar.
Eine Besonderheit für Bewohner des chinesischen Festlands: Wer den Filter bestellt, kann ihn sich kostenlos zu Hause einbauen lassen.

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Design und Funktion

Der Xiaomi Lentils besteht im Prinzip aus einer unscheinbaren weißen Box mit einer Ausbuchtung für den Wassertank und einem Sichtfenster, durch das man die verschiedenen Filter sehen kann.
Diese sind nebeneinander angeordnet und sehen laut Xiaomis Marketing-Abteilung wohl aus wie Linsenschoten (Englisch: Lentils), was dem Produkt auch seinen Namen eingebracht hat.
Mit den kompakten Maßen von 471 x 452 x 170 mm passt der Filter unter beinahe jede Armatur. Auf der Oberseite findet man den Wasser Ein-/ und Ausgang und oberhalb des Fensters einige Status LEDs und Steuerknöpfe.

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Einmal montiert wird das Leitungswasser über das vier-Fach-Filtersystem gereinigt. Zuerst läuft es dabei durch einen Polypropylen Filter und fließt danach durch Aktivkohle, die Schwebestoffe bindet. Der dritte Schritt ist die Umkehrosmose, wo das Wasser unter Druck durch eine sehr feine Membran gepresst wird. Im vierten Schritt wird erneut ein Aktivkohlefilter angewandt. Anschließend wird das Wasser in einem Tank mit 3 Litern Volumen gespeichert. Dort kann man einen normalen Wasserhahn anschließen und wie gewohnt nutzen. Währenddessen sorgt Lentils mit 1,3 Litern pro Minute für Nachschub und kann laut Xiaomi am Tag problemlos 47 mal den Tank füllen und so den Bedarf von 3 bis 5 Personen abdecken. Dabei ist die Input-Output-Rate 1:1, was bedeutet, dass kein Wasser verschwendet wird.

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Wie für Xiaomi üblich, kann man auch den Wasserfilter über die Mijia App überwachen. Dort lässt sich neben Wasserverbrauch und Wasserqualität auch der Abnutzungsgrad der Filter einsehen.

Fazit und Alternative

Lukas_Winkel
Lukas Winkel:

Xiaomi liefert mit dem Lentils Wasserfilter mal wieder ein gelungenes Produkt ab, das sowohl vom Funktionsumfang als auch optisch einiges hermacht. In Deutschland ist das Gerät allerdings nur bedingt vonnöten, da wir zum Glück fast überall Zugriff auf sauberes Trinkwasser haben, weshalb Lentils höchstens im Gartenhaus oder im Notfall bei sehr alten Leitungen einen Nutzen haben könnte. Für weniger entwickelte Regionen ist das Gerät aber eine super Sache, weil es doch vieles vereinfacht. Während meiner Zeit in China wäre ich froh über solch ein Gadget gewesen.

In China ist der Wasserfilter übrigens ab 130€ im Verkauf. Über Aliexpress gibt es das Gerät auch bereits für den Import nach Deutschland. Der Preis ist allerdings noch etwas zu hoch.

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Min JungLukas_WinkelPanEuropean Letzte Kommentartoren
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Min Jung
Gast
Min Jung

Wer nicht in einem total verseuchten Gebiet wohnt (einfach jährliche örtliche Wasserversorgertests ansehen), für den sind solche Filter nutzlos. Allenfalls bei 50 Jahre alten Leitungen, die keiner mehr haben sollte, wäre z.B. Aktivkohle erwähnenswert. Osmose etc. hingegen ist teuer und verschlechtert deutlich den Geschmack des Wassers, da keine Mineralien und Salze mehr zurück bleiben.
Wenigstens wird nicht mit zusätzlichem Humbug wie der Wasserlevitation geworben…

PanEuropean
Gast
PanEuropean

Der Filter wäre u. U. auch hier interessant, wenn es z. B. die Möglichkeit gäbe eine Kalkfilterpatrone einzusetzen, dann hätte man Aktivkohle, Osmose und Kalkreduktion. Für mich wäre das dann schon interessant. Weiterhin müsste man ntürlich wissen, was für eine “Reichtweite” die Filter haben, was Ersatzfilter kosten und ob diese problemlos zu bekommen sind (auch langfristig).