Xiaomi Mi Band 2 – Der Spezialtest für Läufer

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Xiaomi Mi Band 2Das Mi Band 2 ist als Fitnesstracker nun seit zwei Jahren auf dem Markt und von einem Geheimtipp kann man eigentlich nicht mehr sprechen. Die gebotene Leistung ist schlichtweg konkurrenzlos und so hat das Fitnessband auch hierzulande viel Aufmerksamkeit bekommen. In diesem Artikel wollen wir das Mi Band 2 nicht mehr von allen Seiten beleuchten, wie dies in unserem Testbericht bereits geschehen ist. Stattdessen gehen wir der Frage nach, wie gut sich das Mi Band 2 in Verbindung mit der Mi Fit App für ambitionierte Läufer nutzen lässt. Dabei werden wir auf die besonderen Anforderungen des Laufsports eingehen und untersuchen, wie gut sich das günstige Fitnessarmband aus China hierin schlägt.

GPS-Tracking und Pulsmessung

Xiaomi Mi Band 2 (1)Da das Mi Band 2 kein GPS an Board hat, ist zur Aufzeichnung von sportlichen Aktivitäten immer ein Smartphone nötig. Aber ohne jenes wäre das Band sowieso recht sinnfrei. In diesem Test wurde es daher mit einem Xiaomi Redmi Note 4 Global betrieben, welches bis heute zu den beliebtesten Smartphones von Xiaomi gehört.

Bevor man eine sportliche Aktivität, bei der man die Pulsmessung nutzen möchte, beginnt, sollte man darauf achten, dass das Mi Band 2 ordentlich angelegt ist. Es darf nicht zu locker aber auch nicht zu fest am Arm sitzen. Zudem können dunkle Haut oder stärkere Behaarung die Pulsmessung per LED negativ beeinflussen. Sitzt das Band dann optimal und man ist bereit z.B. für einen Lauf, muss im Grunde nur am Smartphone das GPS aktiviert, sowie die Mi Fit App gestartet werden. In der App dann einfach unten „Aktivität“ wählen – in unserem Test haben wir die Option „Lauf im Freien“ gewählt. Sobald die GPS Verbindung steht, kann es über den „Starten“-Button auch direkt losgehen. Ein leider sehr kurzer und nicht konfigurierbarer Countdown lässt einen das Handy gerade noch so in die Jackentasche stecken – das können andere Apps deutlich besser.

Was wird aufgezeichnet?

Während der Aufzeichnung sieht man die verstrichene Zeit, die absolvierte Strecke sowie die Pace (Minuten/km) und den Pulswert. Auch eine zweite Ansicht mit einer Kartendarstellung sowie den gelaufenen Kilometern und der verstrichenen Zeit ist wählbar. Die Aktivitätsscreens sind übersichtlich aufgebaut und bieten alle nötigen Infos. Leider kann man Werte wie Strecke, Dauer oder Pace nicht direkt auf dem Mi Band 2 sehen und müsste dazu immer das Handy bemühen, was vor allem im Sommer z.B. beim Transport das Handys in einer Armtasche keine echte Alternative ist. Dafür stellt die App aber eine akustische Wiedergabe der wichtigsten Werte z.B. über Kopfhörer bereit, die jedoch leider nicht konfigurierbar ist.

Xiaomi Mi Fit App 1Xiaomi Mi Fit App 2

Die Pulsmessung des Mi Band 2 arbeitet während einer Aktivitätsaufzeichnung kontinuierlich und liefert wirklich gute Ergebnisse. In unserem Test auf einer Laufstrecke von 10 km ermittelte das Band einen durchschnittlichen Puls sowie einen maximalen Puls der jeweils nur um den Wert „2“ positiv von den mit der Garmin Fenix 3 samt Herzfrequenz-Brustgurt ermittelten Werten abweicht. Das Band braucht sich also keinesfalls vor etablierter Messtechnik für den Triathloneinsatz zu verstecken!

Xiaomi Mi Fit App 5Xiaomi Mi Fit App 6Xiaomi Mi Fit App 7

Konfigurationsmöglichkeiten

In den Einstellungen zur Aktivität lassen sich Sachen wie automatisches Pausieren, Bildschirm anlassen, Infos auf Sperrbildschirm anzeigen oder auch eine Tempowarnung bei Unterschreitung einer konfigurierbaren Pace einstellen. Bei all diesen Eigenschaften kann die Mi Fit App durchaus mit den hierzulande gängigen Tracking-Apps von Runtastic, Strava, Endomondo und Co. mithalten. Pausieren und Beenden lässt sich die Aktivität nur über ein etwas längeres Drücken des Pause-Buttons. So wird auch das unbeabsichtigte Unter- bzw. Abbrechen der Trackingaufzeichnung wirkungsvoll verhindert.

Xiaomi Mi Fit App 3Xiaomi Mi Fit App 4

 

Nach dem Lauf folgt natürlich ein neugieriger Blick auf die getrackten Daten und auch hier bietet die Mi Fit App (fast) alles was man braucht. Eine Übersicht über die gelaufene Route (Karte) samt Streckenlänge, benötigter Zeit, durchschnittlicher Pace und verbrannten Kalorien. Des Weiteren Details zum Lauf wie Schrittfrequenz, Schrittlänge, Herzfrequenz (obwohl man hier korrekterweise von Puls sprechen muss) oder Anzahl der gemachten Schritte. Die Darstellung der Herzfrequenzzonen ist zwar vorhanden, aber leider ohne konkrete HF-Angaben für die einzelnen Bereiche, die außerdem nicht auf die persönliche maximale Herzfrequenz konfigurierbar sind. Die HF-Zonen Darstellung ist daher nicht besonders ausgefeilt. Das können die oben genannten Konkurrenten (allerdings manche auch nur in einer kostenpflichtigen Version) deutlich besser. Die Darstellung der Rundenzeiten sowie Diagramme u.a. zur Pace oder Herzfrequenz sind dann auf dem Mi Band 2 wieder gelungen und reihen sich in die insgesamt sehr gute Aufzeichnungsdarstellung ein.

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Social Media Anbindung

Auch ein Foto lässt sich zu der Aktivität aufnehmen, was in Zeiten von Social Media und in Verbindung mit der „Teilen“ Funktion heutzutage natürlich dazugehört. Genau hier liegt aber auch ein kleiner Kritikpunkt an Mi Fit. Es ist leider nicht möglich, seine Daten zu exportieren um sie z.B. in die gängigen Portale, in denen man eventuell mit Freunden verbunden ist, zu importieren. Da gerade unter den Läufern die Nutzerzahlen von Xiaomi-Geräten doch noch sehr überschaubar ist und man daher nicht wirklich eine interne Community nutzen kann, sollte diese Funktion schon verfügbar sein. Auch einen weiteren (kleinen) Kritikpunkt mussten wir feststellen. Wer kennt das nicht: Man hat Lust zu Laufen, zieht seine Sportbekleidung an, schnürt die Schuhe und will im Grunde schon das Tracking starten aber muss feststellen, dass der Akku des Smartphones leider leer ist. Eine Powerbank ist als Läufer mehr als unpraktisch. Also wird es wohl in einem Lauf ohne Tracking enden. Normalerweise kein Problem aber leider ist es in der Mi Fit App nicht möglich, eine Aktivität manuell hinzuzufügen oder beispielsweise einen schnell angelegten Dummy entsprechend zu editieren. Diese Funktion bieten im Grunde alle hierzulande gängigen Tracking-Apps und an diesem Punkt darf im Hause Xiaomi gerne nachgebessert werden.

Fazit

Xiaomi hat mit dem Mi Band 2 in Verbindung mit der Mi Fit App insgesamt eine gute Kombination für das Tracking von sportlichen Aktivitäten im Portfolio. Das Setup kann es durchaus mit den hierzulande gängigen Tracking-Apps aufnehmen, wobei vor allem die wirklich gut funktionierende Pulsmessung am Mi Band 2 überrascht. Einzig die fehlende Exportmöglichkeit sowie das Fehlen einer Funktion zum manuellen Hinzufügen einer Aktivität trüben das gute Gesamtbild, könnten im Grunde aber sehr leicht durch Softwareupdates gelöst werden.

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