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Xiaomi Mi Smart Clock mit Google Assistant – Testbericht

Getestet von Benjamin Kalt am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • günstiger Preis
  • gute Mikrofone und flottes System
  • grundlegende Funktionen werden unterstützt
  • einfache Einrichtung dank Google Home
  • Display in den meisten Situationen hell genug
Nachteile
  • schlechter Lautsprecher
  • weiterführende Smart Home-Features fehlen
  • Micro-USB
  • gelegentliche Abstürze
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Xiaomi hat für den internationalen Markt zwei neue Produkte mit integriertem Google Assistant im Angebot. Einerseits ist das der Mi Smart Speaker – eine größer geratene Google Nest Mini-Alternative. Unser Testbericht zu dem Lautsprecher folgt in den nächsten Tagen. Das zweite smarte Produkt ist die Mi Smart Clock. Dabei handelt es sich um einen kleinen Wecker mit Farbdisplay, der über den Google Assistant angesprochen werden kann.

An dieser Stelle ist die Unterscheidung des kleinen Weckers zu Smart Displays wie dem Google Nest Hub wichtig. Diese fungieren als umfassende Smart Home-Schaltzentrale und können Videos abspielen oder für Telefonate genutzt werden. Der Funktionsumfang der Mi Smart Clock ist hingegen weitaus begrenzter. Neben dem obligatorischen Wecker und der Steuerung von Lampen bietet der kleine Kasten nicht sonderlich viel. Das macht sich aber natürlich auch im deutlich niedrigeren Preis bemerkbar.

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Ob Xiaomi mit der Mi Smart Clock ein großer Wurf gelungen ist oder ob ihr stattdessen gleich zu einem Smart Speaker greifen solltet, klären wir in diesem Testbericht!

Lieferumfang & Design der Mi Smart Clock

Die Box der Mi Smart Clock ist in den Farben Orange und Weiß gehalten. Neben dem Wecker befinden sich im Lieferumfang das Micro-USB-Kabel und eine Bedienungsanleitung. Das Netzteil ist fest mit dem Kabel verbunden, der USB-Stecker ist außerdem abgewinkelt. Letzteres gefällt mir gut, ein abnehmbares Netzteil wäre allerdings die bessere Wahl gewesen. Das Kabel ist komplett in Weiß gehalten und rund 1,2 Meter lang.

Der Wecker ist komplett aus weißem Kunststoff gebaut und wiegt dementsprechend auch nur 272 Gramm. Die Abmessungen betragen 113 x 68 x 81,5 Millimeter. Die Mi Smart Clock ist deutlich tiefer, als ich erst vermutet hatte, was auf dem Nachttisch oder in der Küche aber nicht störend auffällt. Das Display ist vier Zoll groß und von mächtigen schwarzen Rändern umgeben. Das Design ist rundlich und wenig definiert, durch die klassische Farbwahl passt die Mi Smart Clock dennoch in jede Wohnung.

Display & Lautsprecher

Das Herzstück der Mi Smart Clock ist einerseits das Display auf der Vorderseite, andererseits aber natürlich die integrierten Mikrofone und Lautsprecher. Beginnen wir beim Display. Das vier Zoll große LCD-Panel löst mit 800 x 480 Pixel auf, was 233 Pixel pro Zoll entspricht. Zu meiner Überraschung ist die Auflösung für ein solches Produkt vollkommen ausreichend. Die Farbwiedergabe ist sehr flach, dafür sind die Blickwinkel aber äußerst stabil. Ein gutes Panel ist das nicht, aber es erledigt seinen Job und ist gut ablesbar. Die maximale Helligkeit beträgt laut unserer Messung 160 Lux, was auch für stark beleuchtete Innenräume ausreicht.

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Zum Empfangen von Sprachbefehlen stehen zwei Mikrofone bereit, die einen ausgezeichneten Job machen. Die Mi Smart Clock versteht mich besser als mein Google Home Mini (1. Generation) und reagiert sofort auf das Stichwort (Ok Google). Der Verwendung in einem großen Raum steht also nichts im Wege. Etwas Federn lässt der Xiaomi-Wecker dann aber beim Lautsprecher. Die Antworten des Google Assistant sind zwar verständlich und bei Bedarf auch laut genug, Musik hören kann man allerdings vergessen. Der Klang ist flach und etwa ab mittlerer Lautstärke verzerrt der verbaute 1,5 Zoll-Breitbandlautsprecher.

Einrichtung & Betriebssystem der Mi Smart Clock

Die Erstinstallation der Mi Smart Clock geht einfach und intuitiv vonstatten. Auf dem Display des Weckers werden die nötigen Arbeitsschritte angezeigt, die dann in der Google Home-App durchgeführt werden müssen. Eine Verknüpfung mit Mi Home besteht nicht und es ist kein Mi Account nötig. Bei mir hat die Einrichtung rund drei Minuten gedauert.

Danach landet ihr auch direkt im Betriebssystem der Mi Smart Clock. Das Interface ist simpel aufgebaut und nur die wichtigsten Funktionen werden angezeigt. Die Hauptseite ist die aktuelle Uhrzeit, je nach ausgewähltem Layout auch inklusive der Wetterdaten. Ein tolles Feature ist die Integration von Google Fotos – der Hintergrund auf der Uhrenseite wechselt dann jede Minute durch. Die angezeigten Alben könnt ihr direkt auf dem Display des Weckers auswählen und auch die automatisch zusammengestellten Highlights werden unterstützt.

Eine Wischgeste nach oben öffnet die Schnelleinstellungen – die Displayhelligkeit und die Lautstärke können dort angepasst werden. Wischt ihr von oben nach unten, öffnet sich eine sehr eingeschränkte Smart Home-Steuerung. Dort lässt sich das Licht in dem Raum aus- und einschalten, mit dem die Mi Smart Clock verknüpft ist. Außerdem könnt ihr einen Wecker stellen und einen der zuvor festgelegten Abläufe starten.

Wischt ihr nach links, öffnen sich die eingestellten Wecker. Jeweils eine weitere Wischgeste in dieselbe Richtung öffnet den Wetterbericht, YouTube Music und den Google Kalender. Etwas schade finde ich, dass anstelle von YouTube Music keine anderen Musikdienste wie Tidal angezeigt werden können. Und damit ist das Betriebssystem der Mi Smart Clock eigentlich vollständig erklärt.

Sprachbefehle: Die Integration des Google Assistant

Genau wie ein kompatibler Smart Speaker nimmt die Mi Smart Clock Befehle des Google Assistant entgegen. Das funktioniert soweit wirklich gut. Bei einigen Befehlen wird die Antwort zusätzlich auf dem Display visualisiert: bei Wissensfragen, Fragen nach dem Wetter und der Steuerung von Smart Home-Geräten. Bitte ich den Google Assistant beispielsweise, das Licht im Wohnzimmer einzuschalten, besteht über das Display die Möglichkeit, die Helligkeit der Lampen anzupassen.

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Insgesamt treten solche Visualisierung aber eher selten auf. Grundsätzlich ist die Mi Smart Clock ein Smart Speaker, der sein Display gelegentlich für zusätzliche Funktionen verwendet. In Anbetracht des Preises geht das für mich in Ordnung und dass ich keine YouTube-Videos abspielen kann, stört mich wegen des kleinen Displays sowieso nicht. Schade ist hingegen, dass ich das Live-Bild meiner Überwachungskamera von Xiaomi nicht auf dem Wecker anzeigen lassen kann. Noch nerviger sind die regelmäßigen Abstürze. Ungefähr alle zwei bis drei Tage ist das Display des Weckers plötzlich aus und ich muss den Stecker heraus und wieder hineinstecken, um die Mi Smart Clock neu zu starten.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Für den Preis von rund 50 Euro bietet die Mi Smart Clock eine ganze Menge. Das Betriebssystem ist einfach bedienbar und bietet die wichtigsten Features an einem Ort. Die Integration mit Google Fotos ist eine willkommene Abwechslung zu den sonst etwas generischen Ziffernblättern. Das Display wird gelegentlich zur Unterstützung der Antworten des Google Assistant benutzt, was ebenfalls problemlos funktioniert.

Nervig sind letztlich nur die gelegentlichen Abstürze und dass ein paar Features fehlen, die ich mir gewünscht hätte. Da die Xiaomi Mi Smart Clock aber ebenso günstig wie ein Google Nest Mini ohne Display ist, können wir den Kauf quasi uneingeschränkt empfehlen.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 20.06.2021

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4 Kommentare
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Atti
Gast
Atti (@guest_81157)
1 Monat her

Auch mir gelang es – so wie Benjamin – nicht das Live-Bild von Xiaomi Security Cameras auf die Mi Smart Clock zu streamen.

Das ist ärgerlich, weil Xiaomi genau diese Funktion vollmundig auf der Produktseite der Mi Smart Clock bewirbt und sogar als Bundle zusammen mi einer Mi Security Cam verkauft. Hoffentlich wird eine neue Firmware das Marketing Versprechen umsetzen.

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
4 Monate her

Hallo!
Ein Wecker, der laufend abstürzt ist doch Sondermüll, oder?

Gruß Georg

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
3 Monate her
Antwort an  Benjamin Kalt

Hallo, Benjamin!

Anfangs war es nur ein Verdacht, nach Deiner Antwort weiß ich es: es ist Sondermüll!

Gruß Georg

Und- bleibt bitte alle gesund!