Yi M1 – Von Actioncams zur Systemkamera

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Yi Technologys versucht sich nach dem Erfolg ihrer Action Cams nun an einer spiegellosen Systemkamera mit der Bezeichnung Yi M1. Im Gegensatz zu ihrem Partnerunternehmen Xiaomi scheut Yi Technologys nicht davor zurück den europäischen Markt zu bedienen. Somit wird auch die Yi M1 in Deutschland verkauft werden.

Design

Angeboten wird die Kamera in Storm Black und Ice Silver. Optisch setzt die Kamera auf einen leichten Retro-Look und das Gehäuse besteht aus Plastik. Der Blitz liegt eingeklappt auf der Oberseite. Da die Bedienung simpel ausfallen soll, gibt es lediglich ein Drehrad zum Einstellen der Modi, einen Powerbutton und den Auslöser. Die restliche Bedienung verläuft, Smartphone orientiert, über das 3 Zoll große Touchpanel.

yi m1 design

Bedienung

Auf Grund der spartanisch ausfallenden Bedienelemente wird auch schnell die Zielgruppe klar, denn eine klassische Kamera-Menü-Führung gibt es nicht. Die Kamera richtet sich an Leute die viel mit dem Smartphone fotografieren, aber auf etwas Besseres umsteigen möchten, ohne die gewohnte Umgebung zu verlassen. Um gute Aufnahmen zu garantieren wird eine App angeboten, die Fotografie-Neulinge unterstützen soll. Neben der Kommunikation mit der App soll auch ein schnelles Teilen von Fotos ermöglicht werden. Zur Verbindung ist sowohl Wifi als auch Bluetooth mit an Bord, über die per Smartgerät die Kamera ferngesteuert werden kann.

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Ausstattung der Yi M1

Die Kamera setzt auf einen 20 MP CMOS-Sensor aus dem Hause Sony. Dieser findet zurzeit nur in höherwertigen Kameramodellen, wie z.B. der GX 8 von Panasonic, Verwendung. Neben der genannten Auflösung bietet die Yi M1 auch die Möglichkeit 4K Videos bei 30 fps aufzunehmen. Bei der Serienbildrate werden 5 Bilder pro Sekunde angegeben.

yi m1 test

Vom Hersteller selbst gibt es zwei Objektive zur Auswahl. Einmal ein Makro-Objektiv mit Festbrennweite 42,5 mm und einer 1.8 Blende und ein Zoom-Objektiv mit 12-40mm Brennweite und einer 3.5-5.6 Blende. Dank dem MFT Mount System ist die Kamera aber auch zu anderen Objektiven kompatibel.

Preise und Einschätzung

Die Preise die vor Release im Umlauf waren wurden leider nach oben korrigiert. So kostet die Kamera mit Zoom-Objektiv auf Amazon USA 499$, mit Makro-Objektiv 599$ und mit beiden 699$. Trotz allem ist die Kamera aber auf jeden Fall eine günstige Alternative zu den großen Herstellern. Für Fotografie-Neulinge ist diese Kamera eine gute Einstiegsmöglichkeit, gerade weil die Bedienung simpel und Smartphone ähnlich sein soll. Wenn die Qualität, sowohl software- als auch hardwaretechnisch, wie gewohnt stimmen sollte, wird die Yi M1 den Kamera-Markt gehörig aufmischen. Was die Preise in Europa angeht dürfen wir noch gespannt sein.

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* Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 7.12.2016

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2 Kommentare zu "Yi M1 – Von Actioncams zur Systemkamera"

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Lysander
Gast
Lysander

Ich hatte große Hoffnungen, als Gerüchte für die Yi-Kamera aufkamen – und der Sensor ist für den Preis auch großartig. Ich steh auch auf das schlichte Design der Kamera.
Leider erfolgt die Bildstabilisierung nur im Objektiv und nicht am Sensor, dadurch macht es wenig Spaß meine Olympus-Objektive an der Kamera zu verwenden und ich werde mich nach etwas anderem umsehen.
Für Fotografen-Neulinge, die genug von Smartphone-Schnappschüssen sind, ist die Kamera aber ziemlich grandios zum Einstieg. Ich konnte sie auf der Photokina bereits ausprobieren und die Menüs sind sehr intuitiv und vor allem – bei Xiaomi dauert die Übersetzung ja sonst häufig länger – in Englisch.

Werauchimmer
Gast
Werauchimmer

Ernsthaft: Was erwartest du für den Preis? Wer den 20MP Sensor stabilisiert haben möchte, muß nun mal zur GX8 greifen. Gegenüber den preisgünstigen Modellen, die ebenfalls keinen internen Stabilisator haben, schlägt sich die M1 gar nicht so schlecht. Schließlich sind mit G6, G7(G70) und anderen auch noch einige Modelle ohne Gehäusestabilisator auf dem Markt, die teilweise sogar deutlich mehr kosten.
Ich sehe die M1 durchaus auch für fortgeschrittenere Fotografen als interessante Alternative an.
Nicht jeder braucht einen Gehäusestabilisator, früher ging es auch ohne, und es gibt auch Objektive mit Stabi.

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