Das Umidigi A3 ist ein Low-Budget Smartphone mit Einsteiger Hardware und aktueller Software. Ausgezeichnet wird das Smartphone durch Andoid 8.1, 3300mAh Akku, 3,5mm Klinkenanschluss, Fingerabdruck Sensor und einen 2+1 SIM-Karten Slot (2 SIM-Karten + 1 SD Karte). Seitens der Hardware wird das A3 mit 2GB/16GB Speicher ausgeliefert und ist bis zu 256GB erweiterbar. Im Lieferumfang enthalten ist eine bereits ab Werk aufgeklebte Displayschutzfolie sowie eine Schutzhülle, Ladekabel (Typ Micro-USB) und EU-Adapter. Das gesamte Paket gibt es bei UMIDIGI für ca 70€.

Der Hersteller Umidigi ist bekannt für sein aggressives Marketing. Doch häufig überzeugen gerade die Umidigi Smartphones, für die der Hersteller kaum die Marketing-Trommel schlägt. Ein gutes Beispiel hiefür ist das Umidigi One Pro. Je nachdem, ob man zum A3 oder zum A3 Pro greift, bekommt man 2/16GB Speicher oder 3/32GB Speicher. Zudem hat das Umidigi A3 Pro eine Notch und kommt so auf ein 5,7 Zoll Display, während das A3 über keine Notch verfügt.

Umidigi A3 Umidigi A3 Pro 2

Vergleich: UMIDIGI A3 vs. A3 Pro

Verarbeitung/Design

Für seine Preisklasse ist unser Testgerät wirklich gut verarbeitet. Es klappert nichts und die Lautstärke-Buttons sowie der On-/Off Schalter sitzen fest im Gehäuse mit einem angenehmen Druckpunkt. Die Glas Front sowie der Glasrückdeckel in Schwarz machen ebenfalls einen guten Eindruck in Kombination mit dem silbernen Metallrahmen. Als Farbvarianten steht Space Gray und Gold zur Verfügung. Ausschließlich die Glasrückseiten sind von den Farben betroffen.

Umidigi A3 Design Verarbeitung 4 Umidigi A3 Design Verarbeitung 2

Das Design ist durchaus an ein iPhone X angelehnt, vor allem in der A3 Pro Version mit Notch. Allerdings unterscheidet es auch sich durch einen Rand unten, sowie dem Fingerabdruck Sensor auf der Rückseite. In der Standard Version (so wie wir sie testen) ist das Display ohne Notch und hat eine Größe von 5.5 Zoll.

Umidigi A3 Design Verarbeitung 3 Umidigi A3 Design Verarbeitung 1

Auf der rechten Seite des Smartphones befinden sich die Tasten für Lautstärke sowie On-/Off. Auf der Rückseite befindet sich eine 12MP Kamera, der Blitz sowie der Fingerabdrucksensor. Der Fingerabdrucksensor arbeitet im Test soweit gut und erkennt meistens meinen Finger sofort (8/10 Versuche), bis zum Homescreen vergehen ca. 0.5 Sekunden. Alternativ kann man das Smartphone über Face-Unlock freischalten, jedoch dauert das ein wenig länger und bei Dunkelheit ist die Genauigkeit auch geringer als mit dem Fingerabdruck.

Umidigi A3 Lieferumfang mit Hülle Umidigi A3 Rückseite

Wie so weit verbreitet ist der zweite Sensor der Kamera Fake und es handelt sich um keine Dual-Kamera! Was jedoch in Bezug auf den geringen Preis keine Überraschung oder gar ein Minuspunkt ist, sondern aufgrund der Optik das Smartphone hochwertiger wirken lässt.

Die Vorderseite beinhaltet das 5,5 Zoll große Display (ohne Notch) mit On-Screen-Buttons und somit einem 18:9 Verhältnis. Oben mittig ist die Ohrmuschel sowie die 8MP Frontkamera sowie die Benachrichtigungs-LED. Auf der Unterseite befindet sich der 3,5mm Klinkenanschluss und der Micro-USB Ladeanschluss. Beide sind von der Verarbeitung in Ordnung und angeschlossene Kabel sitzen gut in den Slots, sofern man das mitgelieferte USB Kabel nutzt. Bei Kabeln von anderen Anbietern kam es teilweise zu Wackelkontakten und die Verbindung hat nur in einer gewissen Position des Kabels stabil gehalten.

Der Lautsprecher ist überraschend laut und das Klangbild ist durchaus geeignet, um das ein oder andere Video laut vorzuspielen. Der fehlende Bass wirkt sich auf Musik aus, jedoch klirren die Höhen nur selten.

Display

Das Umidigi A3 wird mit einem 5,5 Zoll IPS Display ausgeliefert und erkennt 5 Berührungspunkte gleichzeitig. Durch On-Screen-Buttons ist das Displayverhältnis 18:9 und die Eingabetasten lassen sich zu jeder Zeit ausblenden. Die Display Auflösung beträgt 1440×720 mit einer Pixeldichte von 293ppi. Ein Full-HD Display wäre wünschenswert gewesen, jedoch angesichts des geringen Preises macht das Display ein sehr gutes Bild und nur bei wirklich genauem Betrachten sind einzelne Bildpunkte zu erkennen. Das Display wirkt sehr hell und im Freien war die Lesbarkeit durchweg gut. Die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls auf einem guten Niveau.

Umidigi A3 Display 2

Die Farben wirken klar und natürlich, lassen sich jedoch leider nicht softwareseitig verändern. Mich konnten die Farben überzeugen und ein Weiß wirkt nicht übertrieben gelb- oder bläulich. Der Schwarzwert liegt in einem guten Bereich und ebenfalls der Kontrast ist ausreichend. Verbaut wurde 2.5D Glass. Bon Gorilla Glass wurde seitens des Herstellers keine Aussage getroffen, allerdings ist das Glas auch so gegen Kratzern weitestgehend resistent.

Umidigi A3 Onscreen TastenLediglich ein Feature hat mich etwas ernüchtert. Es gibt die Option, die On-Screen-Buttons auszublenden und über Gesten (von unten nach oben wischen) z.B. den Homescreen zu erreichen. Dies funktioniert soweit auch gut, nur wurden die Gesten für „zurück“ sowie das „Multitasking-Fenster“ vergessen und somit ist man doch auf die On-Screen-Buttons angewiesen. Ein Software Update könnte für Abhilfe sorgen und es bleibt somit abzuwarten.

Leistung und System

In Sachen Leistung ist das Umidigi A3 etwas schwach auf der Brust, jedoch für Einsteiger sowie als Ersatz-/Zweitgerät optimal und ausreichend als Alltagsbegleiter. Verbaut wurde ein Prozessor von MediaTek in Kombination mit 2GB Arbeitsspeicher und 16GB Interner Speicher. Die CPU MT6739 liefert mit seinen 4 Kernen je 1.5GHz. Als GPU steht der IMG 8XE 1PPC mit 520MHz zur Verfügung.

Antutu Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Die 2GB Arbeitsspeicher in Kombination mit dem Prozessor und Android 8.1 sorgen dafür, dass man mit dem Smartphone gut durch den Tag kommt, jedoch auf großes Multitasking verzichten muss. Ebenfalls mit 3D-Gaming kommt man schnell an die Grenzen des „flüssigen Erlebnisses“. Social Media, Youtube und Alltagsbenutzt stellt das Low-Budget Gerät jedoch vor keine Herausforderung. Wenn Whatsapp, Facebook und ein bisschen Multimedia-Nutzung im Vordergrund stehen, kann man mit der Geschwindigkeit des A3 also glücklich werden. Die ein- oder andere Wartesekunde wird man dem Gerät jedoch hin und wieder gönnen müssen. Der RAM arbeitet mit 3630MB/s für diese Preisklasse durchaus flott.

Umidigi A3 Antutu Umidigi A3 3D mark Umidigi A3 PC Mark Umidigi A3 Geekbench

Android 8.1 auf dem Umidigi A3

Das A3 wird mit einem nahezu unverändertem Andoid 8.1 ausgeliefert und arbeitet flüssig. Während der gesamten Testphase kam es zu keinen Abstürzen oder Fehlern. Softwareseitig konnte ich nur den bereits im Bereich Display erwähnten Fehler feststellen, der jedoch durch ein Update behoben werden könnte. Umidigi schafft es trotz des schwachen Prozessors, das System auf einer erträglichen Geschwindigkeit zu halten. Nicht viele andere Hersteller können sich das auf die Fahne schreiben.

Umidigi A3 System Android 8 1 Umidigi A3 System Android 8 2 Umidigi A3 System Android 8 3 Umidigi A3 System

Kamera

Wie es sich für ein Smartphone im Jahre 2018 gehört, ist das Umidigi A3 / A3 Pro natürlich mit einer Dual-Kamera auf der Rückseite ausgestattet. Wie so oft handelt es sich bei dem zweiten Sensor aber nur um eine Attrappe. Sämtliche Dual-Cam Funktionen wie Portrait-Fotos werden lediglich über einen unscharfen runden Software-Kreis erzeugt. Bei dem Hauptsensor wurde immerhin nicht zu viel gespart. Verbaut ist ein Sensor mit 12 Megapixel und einer f/2.0 Blende. Die Frontkamera hat 8MP und einen OV8856 Sensor mit einer f/2.0 Blende.

Wir befinden uns hier in einem Preisbereich, wo eine gute Kamera kaum vorstellbar ist. Die Erwartungen an eine Kamera bei einem 60-70€ Smartphone sind entsprechend niedrig und das UMIDIGI A3 kann hier definitiv überzeugen. Die Selfies werden zwar nie so richtig scharf und haben immer einen leichten Schleier an Unschärfe, dafür ist die Gesichtsfarbe meist ganz angenehm getroffen. Für das ein oder andere Selfie reicht die Frontkamera des UMIDGI A3 allemal aus.

Auch die Hauptkamera ist auf dem Niveau brauchbar. In den meisten Fällen arbeitet der Autofokus genau und die Auslösezeit ist gering. Wie zu erwarten, kommt die Kamera mit schweren Lichtverhältnissen, wie Gegenlicht oder helle und dunkle Bereiche im Bild kaum klar. Nichtsdestotrotz sind die Bilder im Kern scharf und die Farbwiedergabe teils angenehm kräftig und die Bilder sehen ganz gut aus. Videoausnahmen sind schon aufgrund der fehlenden Stabilisierung kaum brauchbar. Das einzige Ulta-Low Budget Gerät, das eine noch bessere Kamera an Bord hat, ist das Redmi 6a. Schaut euch einfach die Testbilder an, das Umidigi A3 entspricht jedenfalls den Erwartungen an ein 70€ Gerät allemal und ist in Sachen Kamera definitiv kein Totalausfall.

Konnektivität und Kommunikation

Umidigi A3 Simkarten 3 1 SlotDas A3 wird mit allen für Deutschland nötigen Frequenzen ausgeliefert. Somit lässt sich 3G und 4G Internet ohne Einschränkung nutzen. Der Empfang mit dem Gerät ist gut und ist zu keinem Zeitpunkt abgebrochen, was sich positiv auf den GPS Empfang auswirkte. Innerhalb kurzer Zeit wurde mein Standort auf 2m genau bestimmt. Eine Navigation zu Fuß war problemlos möglich.

Die Telefonqualität ist gut, und Gespräche im Freien oder mit Hintergrund Musik waren möglich. VoLTE steht ebenfalls zur Verfügung und steigert die Qualität während des Gespräches deutlich. Beide SIM-Slots sind voll LTE-Fähig und können gleichzeitig VoLTE liefern.

Umidigi A3 GPS 1 Umidigi A3 GPS 2

Bei WLAN steht einem das 2.4GHz und 5GHz (IEEE802.11 a/b/g/n) Netz zur Verfügung und besitzt ebenfalls eine gute Übertragungsrate, welche wohl nur aufgrund des Prozessors ab und an zu Ladezeiten führt. Das Bluetooth 4.0 verrichtet ebenso seine Arbeit gut und bricht auf 10m nicht ab. Unterschiede zu z.B. Bluetooth 5.0 konnte ich in Hinsicht auf langsameren Verbindungsaufbau feststellen, jedoch liegt es nicht außerhalb der Toleranzen.

Desweiteren verfügt das Umidigi über einen Näherungssensor, Beschleunigungssensor, Lichtsensor und Fingerabdrucksensor. Alle verrichten ihre Arbeit soweit gut und haben während der Testphase keine Fehler verursacht. Sebst einen E-Kompass zur Fußgänger-Navigation muss man nicht verzichten, nur ein Gyroskop ist nicht verbaut (für VR Brillen).

Akkulaufzeit

In Sachen Akkulaufzeit konnte das Umidigi A3 überraschen und überzeugen. Trotz des 5,5 Zoll Displays konnte der fest verbaute 3300mAh Akku im Benchmark für ein Ergebnis von 8h13min sorgen. Somit kommt man bei normaler Nutzung auf 1,5 bis 2 Tage Akkulaufzeit.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Das A3 benötigt relativ wenig Strom im Standby, sobald jedoch Leistung abgerufen wird, muss der etwas schwache Prozessor relativ stark arbeiten, was man leicht an der Temperatur aber viel mehr am Akkuverbrauch bemerkt. Somit verbraucht eine Stunde HD-Youtube Video bei mittlerer Helligkeit etwa 11% Akku. Kein Hoher, aber ebenfalls nicht der geringste Wert, der getestet wurde.

Geladen wird der Akku über ein 5V/1A Adapter innerhalb von 2:20 Stunden. Angesichts des fehlenden Quickcharges ein guter Wert. Zum Laden von ca. 10% Akku benötigt man 15 Minuten.

Fazit und Alternative

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Jan:

Das Umidigi A3 ist ein LowBudget Smartphone für Einsteiger oder als Zweitgerät. Die Hard- und Software konnte im Test soweit überzeugen und durch die Akkulaufzeit ist es durchaus brauchbar. Darüber hinaus ist es mit einem 5,5Zoll Display in Kombination mit einem 3300mAh Akku noch sehr kompakt. Wer also ein kompaktes Gerät für als Zweithandy oder für einfache Anwendungen sucht, wird also glücklich. Power-User, Gamer oder Hobbyfotografen werden allerdings von diesem Gerät enttäuscht werden. Das Umidigi A3 gibt es auch als A3 Pro Variante. In der Pro Variante verfügt das Smartphone über ein 5,7 Zoll Display sowie eine Notch und 3GB/32GB Arbeits- und internen Speicher. Außer dem größeren Speicher gibt es also keinen Nennenswerten Vorteil der Pro-Version und die beiden Handys sind bis auf die Notch 100% identisch. Wer also ein günstiges Smartphone sucht, sollte eher zur Standard Variante greifen, um ein paar Euros zu sparen oder gegebenenfalls zu einem etwas teureren Gerät greifen.

Als etwas teurere Alternative kann man das Xiaomi Redmi 6a nennen. Für ein paar Euro mehr bekommt man ein Smartphone, das in sämtlichen Kriterien etwas besser abschneidet.

75%
  • Design und Verarbeitung 80 %
  • Display 80 %
  • Leistung und System 60 %
  • Kamera 70 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 80 %

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Enzio
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Enzio

Generell erstaunlich, wie viel Smartphone man heute für sehr wenig Geld bekommt. Schickes Design, tolle Verarbeitung, brauchbare Performance und eine (für den Preis) recht gute Kamera. Man merkt, dass sich der Minimalstandard immer weiter nach oben schiebt.

Thorsten Müller
Gast
Thorsten Müller

Hallo, habe das Gerät heute bekommen, sieht echt mega aus. Kaum zu glauben für den Preis. Habe aber eine Frage, möchte meine SD Karte als internen Speicher verwenden, also so, dass ich auch Apps darauf installieren kann. Geht das ? Wenn ja, wie ? Habe ich dadurch Nachteile ? Danke und LG Thorsten

Jonas Andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Morgen,

klar ist das möglich. Einfach die SD einlegen und dann als internen Speicher formatieren. Sollte als Option direkt nach dem einlegen bei den Benachrichtigungen auftauchen. Du solltest eine recht schnelle Micro-SD verwenden. Also mindestens Class 10.

Beste Grüße

Jonas

Thorsten Müller
Gast
Thorsten Müller

Hallo Jonas, super. Vielen Dank. Hat geklappt. LG Thorsten