Lenovo S5 Pro Testbericht

Getestet von Erik Zürrlein am
Firmware : 3.9.067
Bewertung: 83%
Vorteile
  • super Verarbeitung
  • schneller Prozessor und gutes System
  • ausgereifte Kamerasoftware
  • starke Lautsprecher
  • Infrarot für Face-UNLOCK
Nachteile
  • System nicht vollends übersetzt
  • geringer Lieferumfang
  • Akkulaufzeit nur Durchschnitt
Springe zu:
CPUSnapdragon 636
RAM6 GB RAM
Speicher64 GB
GPUAdreno 509
Display2244 x 1080, 6,2 Zoll (IPS)
Betriebssystem8.1 Oreo, ZUI
Akkukapazität3500 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid

Hybrid
Hauptkamera12 MP + 20MP (dual)
Frontkamera20 MP
USB-AnschlussUSB Type-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 34, 38, 39, 40, 41
NFCNein
SIMDual - nano
Gewicht171.5 g
Maße154,5 x 7,7 x 75,5 mm
Antutu117000
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am30.03.2019

Das Lenovo S5 Pro kommt mit Snapdragon 636 Prozessor, 6,2 Zoll Notch Display, 6GB Arbeitsspeicher und Dual Cam. Der Akku misst nur 3500mAh, aber dafür bietet das S5 Pro andere Hardware-Features, mit denen es auftrumpfen kann.

Wir haben das Gerät von Gearvita als Global Version erhalten: Play Store und Google Services sind direkt an Bord, wie auch LTE Band 20. Außerdem hat Lenovo ja nach ein paar weitere Smartphones im Portfolio, die noch interessanter sind: ein Lenovo Z5 Pro / Z5 Pro GT mit Snapdragon 710 / 855 und Kameraslider – nur leider ohne Global Version bisher. Den Google Play Store kann man hier über den ZUI App Store nachinstallieren, es bleibt aber eine „international Version“ mit nur Englisch als Sprache.

Lenovo S5 Pro Testbericht Beitragsbild 1

An ein paar Stellen hakte es noch unter ZUI und Android, ansonsten verliefen die zwei Wochen Praxiseinsatz mit dem Lenovo S5 Pro ziemlich solide. Ob das Lenovo Smartphone mit Motorola Branding eine Empfehlung bekommt, erfahrt ihr im Test.

Design und Verarbeitung

Fast schon altbacken darf man das Design des Lenovo S5 Pro nennen. Dieses hüllt sich in eine schwarze Metallrückseite und auch die Notch ist noch richtig breit. In letzterer wurde aber auch viel Technik untergebracht, was über den fehlenden Displayplatz hinwegtröstet. Das S5 Pro misst 154,5 x 75,5 x 7,7mm bei 171,5g auf der Waage. Zum Vergleich den direkten Konkurrenten: das Redmi Note 6 Pro misst 158 x 76,4 x 8,2mm bei 182g – schon ein Stück fetter. Das Lenovo S5 Pro ist verfügbar in den Farben Schwarz, Blau und Gold.

Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 4 Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 6 Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 2 Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 3

Das S5 Pro setzt sich aus dem Display, einem schmalen Kunststoffrahmen (knapp 1mm) und der Metallrückseite zusammen. Die Verarbeitung ist auf sehr hohem Niveau. Hier wurde super gearbeitet und in der Hand drückt nichts. Die Rückseite hätte für meinen Geschmack noch etwas runder sein dürfen. Unerfreulich ist jedoch die Kamera, die ca. 1,5mm hervorschaut und den guten Eindruck des Rückens etwas trübt. Hier finden sich noch zwei eingelaserte Logos: Lenovo unten und Motorola darüber. Die Dual Cam ist im iPhone-Stil horizontal angeordnet.

Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 7

Um den Rahmen herum findet sich unten der USB-C Anschluss, erfreulicherweise ein 3,5mm Klinkenport sowie eine Aussparung für den Lautsprecher. Auf der rechten Seite liegt der Powerbutton und darüber zwei Tasten für die Lautstärkeregelung. Auf der linken Seite befindet sich der SIM Slot (Hybrid).

Auf der Vorderseite liegt natürlich das Display, das zu den Seiten hin auch noch dezent 2.5D zum Rahmen hin abgerundet ist. Die Displayränder konnten angenehm schmal gehalten werden, aber von einem edgeless Display ist man soweit entfernt, wie das Kinn unten groß ist. Die Ränder betragen unten 6mm, oben 4mm und zu den beiden Seiten hin je 3mm. Überaus breit gibt sich dafür die Notch, was zu Zeiten der Punch Holes und Waterdrops nicht mehr zeitgemäß wirkt. Die Notch ragt 8mm ins Bild (Rahmen bis Unterseite) und ist immense 33mm breit. Die Benachrichtigungs-LED kann man als perfekt gelungen bezeichnen: genau oben in der Mitte, RGB Farben und nicht zu grell bzw. zu dunkel.

Entsperrt wird das Lenovo S5 Pro via biometrischer Eingabemittel über den Fingerabdrucksensor auf der Rückseite oder die Frontkamera inklusive Infrarot-Unterstützung. Dabei bekommen beide Methoden gleich mal ein Lob ausgesprochen. Der Fingerabdrucksensor, einer der guten alten Schule, entsperrt das Smartphone in unter einer halben Sekunde aus dem Standby und erlaubt sich auch keinen Fehlversuch in der Praxis. Face Unlock wird durch Infrarot unterstützt, wodurch man auch in völliger Dunkelheit kein Problem hat. In der Praxis ist dies ein bisschen langsamer als über den Fingerabdruck, daher sieht man noch mal kurz den Sperrbildschirm. Es fühlt sich trotzdem zufriedenstellend an, zumal sich Face ID auch nicht über ein Foto austricksen lässt.

Lieferumfang des Lenovo S5 Pro

Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 10

Der Lieferumfang des Lenovo S5 Pro fällt ziemlich enttäuschend aus – er ist quasi nicht vorhanden. In der weißen Verpackung findet sich neben dem Smartphone nur ein EU-Ladegerät mit USB-Kabel. Nicht mal eine Displayschutzfolie oder eine Silikonschutzhülle liegt bei, schade!

Display

Im Lenovo S5 Pro befindet sich ein 6,2 Zoll Display. Das IPS Panel löst mit Full HD+ auf, was 2246 x 1080 Pixeln entspricht. Damit erreicht man eine Bildpunktdichte von 402 PPI, wodurch man mit bloßem Auge keine Pixel mehr erkennt. Bei der Helligkeit stehen 585 cd/m² maximal auf dem Papier, was auch bei schönem Wetter noch ausreicht.

Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 11 Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 12Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 13

Generell hat man den Eindruck, dass hier ein hochwertiges Display verbaut wurde. Die Schwarz-Werte sind typisch für ein IPS Panel und nicht mit einem AMOLED vergleichbar, aber die ZUI Oberfläche überspielt dies ganz gut, in dem man alles farbenfroh hält. So wurde die allgemeine Farbdarstellung etwas lebhafter gewählt. Ebenfalls der Touchscreen macht in der Praxis einen guten Job und setzt Eingaben prompt um. Maximal erkennt er 10 Eingaben gleichzeitig. Zur Bedienung stehen natürlich On-Screen-Buttons zur Verfügung, wo sich auch die Position der „Zurück“ und „Recent Apps“ vertauschen lassen. Alternativ lässt sich auch die „U-Touch“ getaufte Gestensteuerung nutzen. In der Praxis sprechen die On-Screen-Buttons allerdings besser an, wobei U-Touch mit Übung auch gut von der Hand geht.

Lenovo S5 Pro Testbericht Screenshots 6In den Einstellungen findet sich ein terminierbarer Nachtmodus, Double-Tap-to-Wake und anpassbare Schriftgrößen. Was mir dabei fehlt, ist die Anpassung der Darstellungsgröße (dürfte noch kleiner sein) und natürlich die Möglichkeit zur Anpassung der Farbdarstellung des Displays.

Bei der Ausleuchtung zeigen sich mal wieder die typischen Probleme der Mittelklasse und des Notch Displays. Am unteren Rand findet sich leichtes Bleeding wieder. Hier wird das Display ein bisschen zu hell beleuchtet. Genau andersherum ist es bei der Notch: hier legt sich ein leichter Schatten um den Ausschnitt im Display. Beides fällt nach einer Woche der Nutzung schon längst nicht mehr auf und in der Mittelklasse ist es auch nicht so gewichtig – um ein perfektes Display handelt es sich beim Lenovo S5 Pro aber nicht. Auch schafft es die Widevine Zertifizierung nur auf L3.

Nicht so ganz überzeugen konnte der Lichtsensor bzw. die Software dahinter. Bei Tag ist noch alles gut und die Helligkeit wird zackig angepasst, aber im Dunkeln oder im ganz leicht beleuchteten Raum wird man schnell man geblendet und muss manuell die Displayhelligkeit runterstellen.

Leistung

Angetrieben wird das Lenovo S5 Pro vom Snapddragon 636, den wir so auch schon ganz gut von zwei Redmi Note Generationen kennen. Der Octa Core taktet mit maximal 4 x 1,8GHz sowie 4 x 1,6GHz im Energiesparcluster. Als Grafiklösung kommt die Adreno 509 GPU zum Einsatz und gefertigt ist der Qualcomm Chip im 14nm Verfahren.

Lenovo S5 Pro Testbericht Screenshots 8Von Haus aus gibt es direkt 6GB Arbeitsspeicher, der mit 5,7GB/s taktet, womit es sich super arbeiten lässt, und auch an Speicherplatz ist das Lenovo S5 Pro mit 64GB gut ausgestattet. Dieser scheffelt Daten mit 270MB/s read und 240MB/s write, was ebenfalls gute Werte für einen eMMC Speicher sind. Bei den Benchmark Werten liegt das Lenovo S5 Pro mit einem Xiaomi Redmi Note 6 Pro somit vollkommen gleichauf.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Auch wenn das Redmi Note 7, Mi 8 Lite oder Mi A2 mit einem Snapdragon 660 daherkommen, ist der SD636 nicht viel langsamer und in der Preisklasse ein Top-Prozessor. In der Praxis legt das Lenovo S5 Pro ein sehr angenehmes Arbeitstempo an den Tag, das im normalen Betrieb ein Flagship nicht vermissen lässt. Nutzt man das S5 Pro außerhalb von Games und großen Anwendungen, dann öffnen Apps mit kaum merkbarer Verzögerung und Eingaben werden prompt umgesetzt. Auch das System / der Launcher ZUI scheint ordentlich optimiert zu sein. Ein Gamer-Smartphone ist das S5 Pro nicht, aber das ein oder andere 3D Spiel muss man sich dabei nicht verkneifen, nur lediglich die Detailstufe runterschrauben.

System

Wer erinnert sich alles an das ZUK Z2? Definitiv ein Klassiker unter den Chinahandys und eine Zeit lang ein starker Preis-Leistungs-Kandidat. Unter Lenovos Marke ZUK kam schon der Launcher ZUI zum Einsatz und dieser wird nun auch auf den neuen Lenovo (/Motorola) Smartphones fortgesetzt. Bei uns basiert das System zum Testzeitpunkt noch auf Android 8.1 und der Security Patch ist auf November 2018 datiert. Wir haben außerdem direkt die Global Version des Lenovo im Test: hier bekommt man direkt „Deutsch“ als Sprache, Google Services und den zertifizierten Play Store ab Werk. Allerdings ist es auch bei der China Version kein Hexenwerk, sich den Play Store nachträglich zu installieren: dies geschieht über den vorinstallierten „Lenovo App Store“. Man muss sich aber bewusst sein, dass man dann mit Englisch als Systemsprache zurechtkommen muss.

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Beim Launcher findet man sich auf einem klassischen Android Launcher wieder. So bekommt man einen App Drawer, unter dem alle Apps gesammelt werden, während das Schnellzugriffsmenü eher an MIUI erinnert. Außerdem bekommt man in den Einstellungen noch ein paar zusätzliche Optionen geboten, die ZUI von Stock Android abgrenzen.

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Auch wenn wir die Global Version mit deutscher Sprache haben, ist das System nicht vollkommen perfekt übersetzt. Immer mal wieder finden sich englische Wörter. An sich kommt damit jeder zurecht und es ist kein Beinbruch in der Nutzung, allerdings auch etwas unschön.

Kamera

Größter Knackpunkt wird wohl die Kamera sein, haben wir uns vor dem Testbericht gedacht. Allerdings wird man auch hier nicht enttäuscht. Das Lenovo S5 Pro kommt mit einer richtigen Dual Cam auf der Rückseite und auch die Software funktioniert solide. Auf der Rückseite findet sich ein Hauptsensor mit 12 MP und einer f/1.8 großen Blende (1.25µm). Unterstützt wird er durch einen zweiten Sensor mit 20 MP und einer f/2.6 großen Blende, der sich um die Bokeh-Aufnahmen kümmert, allerdings bietet er auch einen zweifach optischen Zoom und Aufnahmen mit einer höheren Megapixel Zahl.

In der Notch auf der Vorderseite finden wir ebenfalls ein Dual Kamera Setup. Dieses besteht aus einem 20 MP Sensor mit einer f/2.2 großen Blende (1.0µm) und einem zweiten 8 MP Sensor.

Grobe Auffälligkeiten zeigen sich nicht bei den Aufnahmen. Generell kann man aber feststellen, dass Lenovo das Bild eher natürlich belässt. Die Schärfe und Details beim Zoomen sind auch beim Reinzoomen noch gut . Der Kontrast ist eher niedrig bzw. natürlich gehalten, allerdings nimmt er auch beim Rand des Bildes ein bisschen ab. Erwähnenswert super funktionieren dafür die Bokeh Shots mit einer sauberen Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund sowie einem guten Maß an Hintergrundunschärfe. Auch Telefotos mit zweifachem Zoom sind möglich, ganz verlustfrei sind die Aufnahmen allerdings nicht. Wenn man sich mal ein Objekt näher heranholen möchte, ist der Zoom aber empfehlenswert.

Ganz versteckt in den Einstellungen hat man die Funktion, statt der 12MP Kamera mit dem 20MP Sensor Fotos zu schießen. Hier nimmt zwar die Detailzahl beim Heranzoomen zu, die allgemeine Bildqualität aber ab. Im Pro Modus lassen sich die einzelnen Parameter separat festlegen; der Panorama Modus funktioniert, wie man es gewöhnt ist.

Die Selfiekamera kann im Test mit schönen Aufnahmen überzeugen. Gerade das Maß an Details ist recht hoch. Leider zieht sich ein gewisses Grundrauschen durch die Aufnahmen, was nur bei schönstem Wetter nicht mehr auffällt. Ebenfalls verfügbar sind natürlich mal wieder die Face Beauty Spielereien. Videos lassen sich mit bis zu 4K und 30fps aufnehmen. Ein EIS steht bei 1080p zur Verfügung. Die Stabilisierung kann nicht mit einem OIS (oder gutem EIS, wie beim Mi9) mithalten, reicht aber für ein Video zwischendurch aus.

Die Kamera ist auf solidem Mittelklasse-Niveau, sieht aber auch kein Land gegen ein Redmi Note 7. Trotzdem hat man hier alle Funktionen an Bord und auch die Tageslichaufnahmen taugen für mehr als nur Schnappschüsse. Bei Nacht begegnetet uns natürlich mal wieder das bekannte Rauschen, aber Farben werden immer noch gut aufgenommen. Ein Redmi Note 6 Pro macht natürlich die besseren Selfies, hier ist auch ungeschlagen, aber auch bei Tag bekommt man noch etwas mehr Schärfe und Details geboten. Überraschend ist das Ergebnis jetzt nicht, aber das Lenovo S5 Pro will sich natürlich auch mit den Besten messen – und liefert gut ab.

Konnektivität und Kommunikation

Lenovo S5 Pro Testbericht Produktbilder 9Das Lenovo S5 Pro kommt mit einer ziemlichen vollen Ausstattung daher. Zu allererst haben wir links den Hybrid Slot, in dem sich entweder zwei SIM Karten oder bei Verzicht auf Dual SIM eine MicroSD-Karte zur Speicherweiterung nutzen lassen. Bei den LTE Frequenzen hat man in der Global Version in Deutschland keine Probleme:

LTE: B1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 34, 38, 39, 40, 41

Der Empfang wird dabei über zwei Antennenstreifen oben und unten sichergestellt und fiel damit im Test weder positiv noch negativ auf. Überall dort, wo man generell schlechten Empfang hat, schaffte es auch das S5 Pro nicht, aber sonst ließ sich das Android-Smartphone wie gewohnt nutzen. Beim Telefonieren erledigt der Ohrlautsprecher einen spitzen Job – dazu später mehr – und auch VoLTE ließ das Gerät ab Werk aus zu. Zu VoWiFi kann an der Stelle leider nichts gesagt werden, da ich es nirgends forcieren konnte.

Bei den Konnektivitätsstandards leistet man sich keine Blöße und packt alles Aktuelle in das Gerät. In lokale Netzwerke funkt es über Dual Band WiFi im ac-Standard. Der Empfang war dabei etwas schlechter als bei Geräten mit einer Glas- oder Kunststoffrückseite – was man erst ein gutes Stück entfernt vom Router merkt – ließ sich aber gut nutzen. Bei Bluetooth setzt man auf die Version 5.0 und auch Audio mit aptX ist drinnen. Was hingegen fehlt, ist NFC. Dafür kann man aber FM Radio mit angeschlossenen Kopfhörern nutzen.

Zur Navigation stehen GPS, A-GPS, Glonass und Beidou bereit sowie hilft ein E-Kompass zusätzlich bei der Richtungsfindung. Im Praxistest taugt das Lenovo S5 Pro als Navi im Auto – nur der genaue Fix lies etwas länger als gewohnt auf sich warten. Auf 20m lokalisiert ist man aber schon nach wenigen Sekunden. An Sensoren finden sich die drei Standards sowie ein Gyroskop.

Lenovo S5 Pro Testbericht Screenshots 14Ein besonderes Lob bekommen die Lautsprecher im Lenovo S5 Pro ausgesprochen! Mit einem kleinen Trick steigert man hier signifikant das Hörerlebnis: zusätzlich zum unteren Lautsprecher wird auch der Ohrlautsprecher genutzt. Dieser ist gut 80% so laut wie der Mainspeaker und zaubert fast schon Stereo Klang. Die maximale Lautstärke ist ebenfalls gut.

Außerdem genehmigt sich das Lenovo S5 Pro neben dem zeitgemäßen USB-C Port noch einen 3,5mm Klinkenanschluss. So lassen sich auch herkömmliche Kopfhörer anschließen, aber auch neue USB-C Headphones wurden unter ZUI angenommen.

Akkulaufzeit

Lenovo S5 Pro Testbericht Screenshots 16 Lenovo S5 Pro Testbericht Screenshots 15

Anders als beim Redmi Note 6 Pro misst der Akku im Lenovo S5 Pro nur durchschnittliche 3500mAh, was in Kombination mit dem effizientem Snapdragon 636 aber immer noch zu ordentlichen Laufzeiten führt. Im Praxisgebrauch schaffte ich es das S5 Pro in anderthalb Tagen zu leeren bei einer Display-On-Time von 5:30 Stunden. An einem Tag bringt man es auf circa 6 Stunden, je nach Nutzung. Mit einem Redmi Note 6 Pro oder Redmi Note 7 können diese Werte natürlich nicht mithalten, aber in dem Bereich ist Xiaomi mit MIUI auch eine Klasse für sich. Im Streaming Test unter Youtube braucht es 14% in der Stunde bei mittlerer Bildschirmhelligkeit und Nutzung des Lautsprechers. Im PC Mark Battery Benchmark werden ebenfalls recht solide 9 Stunden erreicht.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Geladen wird das Lenovo S5 Pro über Qualcomms Schnellladetechnologie Quick Charge und ein entsprechendes Netzteil liegt auch schon bei. So geht es in 30 Minuten von 0 auf 50%, in 1:10 auf 90% und bis der Akku komplett geladen ist, stehen 1:35 auf der Uhr. Auch springt das Lenovo S5 Pro auf Power Delivery an, was aber nicht ganz so schnell geht. In einem Gerät der Mittelklasse rechnet man schon damit: Wireless Charging ist nicht möglich.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Das Lenovo S5 Pro hat seinen Job in der Praxis mit Bravour unter Beweis gestellt. Der Snapdragon 636 macht auch unter ZUI Spaß, die Bilder sind brauchbar und die Dual Cam funktioniert. Auch die weitere Ausstattung macht Spaß: Der Stereo Lautsprecher braucht sich nicht zu verstecken und Infrarot Face Unlock ist auch nicht verkehrt. Dabei bleibt das Lenovo S5 Pro noch preislich im Rahmen.

Was im Test hingegen gestört hat, ist die Software: der Launcher ist nicht vollständig übersetzt und es gibt weniger Funktionen. Der Akku ist auch etwas kleiner als bei den Redmi Note Modellen, was auf der anderen Seite aber auch kompaktere Maße mit sich bringt.

Das Lenovo S5 Pro ist ein Redmi Note 6 Pro von Lenovo / Motorola, mit etwas besserer Hardware, kleinerem Akku und mit einem schlechterem Android Launcher. Wer keine Lust auf Xiaomi hat, findet im Lenovo S5 Pro eine gute Alternative in der Mittelklasse. Die bessere Wahl ist allerdings ein Redmi Note 7, Mi 8 Lite oder das Meizu X8.


Gesamtwertung
83%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
80 %
Leistung und System
80 %
Kamera
80 %
Konnektivität
90 %
Akku
80 %

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6 Kommentatoren
akakakAngelusShir Khanacehunterjonas-andre Letzte Kommentartoren
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akakak
Mitglied
akakak

Kann es sein, dass die Lowlight Fotos besser sind als beim Note 7? Habe seit ein paar Tagen das RN7 und trotz Gcam bin ich nicht so ganz überzeugt von der Kamera-Performance. Bei Tageslicht ist mein altes Redmi 4X (Gcam) mindestens gleichwertig und der Sprung bei Lowlight ist zwar deutlich, aber hatte mir noch etwas mehr versprochen.

Angelus
Gast
Angelus

Zitat: Die Benachrichtigungs-LED… RGB Faben (…)
Quelle: https://www.chinahandys.net/lenovo-s5-pro-testbericht/?fbclid=IwAR2ez4ntHJ4pf37u3f5XwcJAngWnVGDWQBCEdyLho-nVLgwtq-muKPHSMiw

Endlich! Ich glaube ich weiß, welches mein nächstes Handy sein wird.

Shir Khan
Gast
Shir Khan

Vielen Dank für euren Test.
Ich wäre an einen Test des Lenovo Z5e sehr interessiert.
Habt ihr vor das Handy mal zu testen?

Besten Dank im voraus.

H. E.
Gast
H. E.

“Fast schon Stereo”? Geben die beiden Lautsprecher tatsächlich unterschiedliche Kanäle wieder (Stereo) oder den gleichen Kanal (mono)?

jonas-andre
Admin
TeamStarMitglied
Jonas Andre

Hey, vermutlich nicht. Aber selbst wenn sie 2 unterschiedliche Kanäle wiedergeben (Stereo) kommt die Musik trotzdem nicht Stereo bei dir an, da das Smartphone zu klein ist. Das was man normal unter Stereo versteht, ist ein räumlicher Klang durch die räumliche Abtrennung der Soundquellen. Es ist auch einfach nicht so, dass Stereo Speaker im Smartphone (2 Lautsprecher) im allgemeinen einen besseren Klang haben als Mono-Lautsprecher. Ich verstehe auch den Einsatzzweck ehrlich gesagt kaum. Willst man das Handy als Bluetooth-Box benutzen? Wenn dieser Stereo Rausch so weiter geht, dann bauen die Smartphonehersteller demnächst 5 Lautsprecher ein und ich muss unter jedem Test den tollen Kommentar lesen: “hätte es gekauft, aber kein 5.1 Sound”. Nichts für ungut, hoffe deine Frage ist dennoch beantwortet.

Beste Grüße

Jonas

acehunter
Mitglied
acehunter

Ist jetzt eher ein ungewöhnlicher Einsatzzweck, aber in Spielen wie PUBG hat man durch Stereo Speaker den Vorteil, dass man die Feinde von der Seite hört wo sie herkommen (man hört dann links bzw. Rechts die Fußstapfen). Deshalb ist es bei mir Pflicht.

Angelus
Gast
Angelus

In der Kurzzusammenfassung steht Benachrichtigungs-LED: Nein. Im Testbericht steht das Gegenteil.

jonas-andre
Admin
TeamStarMitglied
Jonas Andre

Danke für den Hinweis. Der Text ist natürlich richtig. Die Tabelle jetzt auch.

Beste Grüße

jonas