Oukitel K15 Plus Test

Getestet von Mathias am
Firmware : OUKITEL_K15_Plus_EEA_V10_20210419
Bewertung: 68%
Vorteile
  • enorme Akkulaufzeit
  • guter Empfang
  • NFC
Nachteile
  • schlechtes Display
  • schlechte Kamera
  • Qualitätsmängel
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CPUMediatek Helio A22 - 4 x 2,0GHz
RAM3 GB RAM
Speicher32 GB
GPUPowerVR GE6320 - 650MHz
Display 1600 x 720, 6,5 Zoll 60Hz (IPS)
Betriebssystem - Android 10
Akkukapazität10000 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid

Hybrid
Hauptkamera13 MP + 2MP (dual)
Frontkamera5 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 19, 20, 28
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht319 g
Maße170 x 77 x 15,3 mm
Antutu86965
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am02.08.2021

Mit dem Oukitel K15 Plus bringt der Hersteller einen neuen Akku-Riesen und damit einen Nachfolger für das Oukitel K13 Pro auf den Markt. Im Fokus steht hier der 10.000 mAh Akku, der für eine sehr lange Laufzeit sorgen soll. Da das Gerät um die 150€ kostet, muss man bei der restlichen Hardware einige Kompromisse eingehen und mit einem Helio A22 samt 3GB RAM und 32GB Speicher Vorlieb nehmen. Ob das Smartphone noch mehr als nur eine lange Laufzeit bieten kann, klärt der Testbericht.

Design und Verarbeitung

Obwohl die K-Serie von Oukitel nicht direkt zur Outdoor-Sparte gehört, könnte man das Oukitel K15 Plus optisch problemlos jener zuordnen. Ein dicker Rahmen und die gummierte, rutschsichere Rückseite verleihen dem Smartphone ein robustes Aussehen. Die nicht verschlossenen Öffnungen und die fehlende IP-Zertifizierung entlarven das Modell aber als normales Smartphone. Mit 170 x 77 x 15,3 Millimeter (16mm am Kameramodul) und seinen 324 Gramm ist das K15 Plus alles andere als zierlich. Gegenüber dem Vorgänger mit größerem Akku wurde das K15 Plus sogar größer, dicker und schwerer.

Die Rückseite des Smartphones besteht aus Kunststoff und ist mit einer gummierten Schicht überzogen, damit das Gerät nicht aus der Hand rutscht. Das Kameramodul und der Fingerabdrucksensor sind leicht hervorgehoben und von Metall umgeben. Dabei schließt das Glas über den Kamerasensoren plan mit der Rückseite ab, sodass diese bei einem Sturz nicht geschützt ist.

Auf der Vorderseite ist das Display von dicken schwarzen Rändern umgeben, die an den Seiten noch akzeptabel wären, oben und unten aber sehr groß ausfallen. Über dem Display sind wie üblich die Hörmuschel, Sensoren und die Frontkamera untergebracht. Eine Benachrichtigungs-LED gibt es leider nicht. Ähnlich wie beim Kameramodul auf der Rückseite, liegt auch das Display nicht etwas tiefer im Gehäuse und es gibt auch keinen hervorstehenden Rand oder Gummilippe, die das Glas vor Stürzen schützen könnten. So robust das K15 Plus auch wirkt, Stürze können hier leicht Schaden anrichten.

Auf der rechten Seite des Oukitel befindet sich der Powerbutton und die Lautstärke-Wippe. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der SIM-Schacht. Die Buttons sitzen fest im Gehäuse und haben einen guten Druckpunkt. Leider ist der Lack nicht besonders widerstandsfähig und begann sich schon im Testzeitraum abzunutzen, wodurch das schwarze Plastik unter den Buttons sichtbar wird. Zusätzlich kommt es hier zur Verwirrung, denn auf der Oukitel Website ist in den Spezifikationen von einem Sonderbutton die Rede, der auch auf einigen Produktbildern abgelichtet wurde. Einen solchen Button gibt es bei unserem Testgerät nicht. Auch gibt es keine anderen Versionen des K15 Plus, die das Fehlen des Buttons erklären würden.

An der Oberseite befindet sich ein 3,5mm Klinke-Anschluss, an der Unterseite sind der USB-C-Anschluss, Mikrofon und Lautsprecher untergebracht. Der Lautsprecher ist vor allem eines, nämlich laut. Die Qualität bleibt mit zunehmender Lautstärke immer weiter auf der Strecke. In diesem Preisbereich ist laut aber definitiv gut.

Insgesamt ist die Verarbeitung des Oukitel K15 Plus okay, mehr aber auch nicht. Der Lack der Buttons löst sich relativ schnell. Auch der Lack am Rand um das Display herum ist suboptimal und löst sich an der ein oder anderen Stelle. Das ist auch für so ein günstiges Gerät nach zwei Wochen Nutzung nicht akzeptabel. Da es sich hier nicht um ein robustes Gerät handelt und sowohl Kameramodul und Display vor Stürzen nicht geschützt werden, sollte Oukitel das Design überdenken. Ohne den Outdoor-Look könnte das Gerät nämlich noch deutlich abspecken.

Lieferumfang des Oukitel K15 Plus

OUKITEL K15 Plus Lieferumfang 2Im Paket enthalten sind:

  • Netzteil
  • USB-C Kabel
  • fette Silikonhülle (Abmessung mit Hülle 177 x 82 x 17,2)
  • SIM-Nadel

Display

Das K15 Plus verfügt über ein 6,52 Zoll Display, das mit HD+, sprich 1600 x 720 Pixel, auflöst. Mit 295 Pixel pro Zoll ist die Schärfe des Displays okay, einzelne Bildpunkte lassen sich bei genauem Hinschauen allerdings erkennen. Das Touchpanel verarbeitet bis zu 10 Berührungspunkte gleichzeitig, arbeitet genau und auch recht flott.

OUKITEL K15 Plus Bildschirm Farben

Die Farbwiedergabe ist im Allgemeinen gut und nicht übertrieben. Eine Anpassung der Farbwiedergabe ist allerdings nicht möglich. Die maximale Helligkeit ist mit 495 Lux leider nicht allzu hell und lässt sich bei viel Sonnenschein nicht mehr so gut ablesen. Zum Schutz ist das Oukitel K15 Plus mit kratzresistentem Glas ausgestattet. Ob es sich hier um Gorilla Glas oder Ähnliches handelt, verrät Oukitel allerdings nicht. Im Testzeitraum konnten dem Display aber keine Schäden zugefügt werden.

Insgesamt macht das Oukitel K15 Plus in dieser Kategorie keine allzu gute Figur. Das Display ist recht dunkel und bei einer Größe von 6,52 Zoll ist eine HD+ Auflösung auch nicht ganz ausreichend. Im Hinblick auf die restlichen sparsamen Komponenten und die Konkurrenz hätte mindestens eines davon besser sein müssen. Zudem gab es bei unserem Testgerät wohl ein fehlerhaftes Display. Über das gesamte Display hinweg zieht sich ein leichter Schleier, den ich versucht habe, in den Fotos einzufangen. Dort ist er nicht ganz so dolle sichtbar wie in der Realität. Dieser Schleier fällt auch nur bei schwarzem und grauem Hintergrund richtig auf, ist aber dennoch ärgerlich. Ob andere Geräte das gleiche Problem haben, können wir nicht beurteilen. Wir würden uns diesbezüglich über einen Kommentar freuen, wenn Ihr das Handy auch besitzt.

Leistung des Oukitel K15 Plus

Im Oukitel werkelt ein Helio A22, der uns aus anderen Smartphones im Low-Budget Bereich bekannt ist, wie etwa dem Blackview A60 Pro. Der SoC verfügt über 4 Cortex-A53 Kerne, die mit maximal 2GHz takten. Unterstützt wird der A22 von 3GB RAM, die mit 4,3GB/s nicht allzu schnell unterwegs sind. Der interne Speicher fasst 32 GB und ist mit einer Lese-/Schreibgeschwindigkeit von 262 bzw. 198 MB/s der Preisklasse entsprechend. Der Speicher ist erweiterbar, dafür muss allerdings auf die Dual-SIM Funktion verzichtet werden.

Antutu Ergebnis Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis 3D Mark (Slingshot) Ergebnis

Leistungstechnisch reißt das Oukitel K15 Plus natürlich keine Bäume aus, ist aber ausreichend für alle Aufgaben, die man im Alltag so verwendet. Anspruchsvolle Games sind aber natürlich nicht möglich und hier und da kommt es mal zu Rucklern.

System

Auf dem Oukitel K15 Plus kommt Android 10 zum Einsatz. Das System kommt ohne App-Drawer, womit die Apps direkt auf dem Bildschirm abgelegt werden. Sonderfunktionen, Multitouch-Gesten und Gesichtserkennung sind mit an Bord. Die Gesichtserkennung funktioniert relativ gut, ist aber recht langsam. Leider kann man das Smartphone nicht durch Anheben aufwecken, wodurch bei der Gesichtserkennung ein weiterer Schritt notwendig ist. Auch die Funktion „Smart-Somatosensibilität“, die das Smartphone durch Bewegung vom Abstandssensor aufwecken soll, hat bei mir nicht funktioniert.

Insgesamt ist das System in Ordnung und läuft flüssig. Bloatware oder Adware sind nicht vorhanden. Natürlich unterstützt das K15 Plus nur Widevine L3 also kein Full-HD Streaming über Netflix und Co., was bei dieser Displayauflösung aber auch relativ egal ist.

Kamera des Oukitel K15 Plus

Das Kamera-Setup des Oukitel setzt sich wie folgt zusammen: 13MP Hauptsensor, 5MP „AI-Sensor“ und 2MP Makrosensor.

OUKITEL K15 Plus Kamera

Die Hauptkamera

Die Hauptkamera nutzt einen nicht näher spezifizierten Sensor mit einer f/2.0 Blende. Die Bilder werden im Allgemeinen leider nicht gut. Die Farben wirken oft verwaschen, abgesehen vom Grünton. Zudem kämpfen die Bilder mit Unschärfe und Rauschen. Bei Bildern mit viel Licht im Hintergrund kommt die Kamera ebenfalls nicht klar.

Videos können mit Full-HD bei 30FPS aufgenommen werden. Eine Stabilisierung (EIS) ist mit an Bord, hat aber wenig Auswirkungen. Das Festlegen des Fokus beim Wechsel zwischen nahen und fernen Objekten passiert nur langsam. Auch beim langsamen Herangehen an ein Objekt hat man diesen Effekt, wodurch sich immer wieder extrem unscharfe Momente in der Aufnahme ergeben. Die Tonaufnahme ist hier ebenfalls keine Stärke des K15 Plus.

Der AI-Sensor

Welchen Effekt dieser Sensor haben soll, ist mir schleierhaft. Weder kann in den Settings irgendetwas zur AI Unterstützung bei normalen Fotos eingestellt werden, noch kann auf diesen Sensor gewechselt werden. Somit muss ich hier von einem Fakesensor ausgehen, denn auch bei Bokeh Aufnahmen, kann ich dem Sensor keine Funktion zuschreiben. Diese werden nämlich immer kreisförmig unscharf, wodurch weder software- noch hardwareseitig der Hintergrund abgetrennt wird.

Der Makrosensor

Der Makrosensor hat wie sooft keinen aktiven Fokus und löst auch nur mit 2MP auf. Die Bilder werden blass, unscharf und verrauscht. Der Sensor hat für mich persönlich keine Verwendungsmöglichkeit.

Die Selfie-Kamera

Die Selfie-Kamera löst mit 5MP auf. Die Bilder werden tatsächlich ganz okay, was Farben und Schärfe des Vordergrunds angeht. Der Hintergrund allerdings rauscht stark und wirkt arg pixelig, was aber bei dieser Auflösung nicht allzu überraschend ist.

Insgesamt ist die Kamera des Oukitel K15 Plus keine Stärke des Smartphones. Die niedrig auflösenden Sensoren und teilweise unsinnigen Sensoren eignen sich nicht dafür Urlaubserinnerungen festzuhalten. Allerdings handelt es sich hier auch um ein Low-Budget Gerät, bei dem Abstriche dazu gehören. Bei einem Preis um die 150€ (aktuell auf der Oukitel Homepage, Stand 20.07.21) gibt es aber auch Konkurrenten, die ein deutlich besseres Kamera-Setup bieten. Darüber hinaus ist das Glas über der Kamera ziemlich anfällig und hat im Testzeitraum Kratzer davongetragen.

Kommunikation

Das Oukitel K15 Plus kommt mit allen nötigen 4G Frequenzen, die für einen Gebrauch in Deutschland notwendig sind. Generell macht das K15 PLUS beim Empfang keine Probleme, denn der war fast überall hervorragend.

Die Sprachqualität ist dafür nur unterdurchschnittlich und meine Stimme wurde blechern und mit Rauschen übertragen. Ankommende Gespräche kann ich leider nicht bewerten, da der Lautsprecher der Hörmuschel nicht funktionstüchtig war!

Eingesetzt werden können zwei Nano-SIM Karten, eine Speichererweiterung ist nur möglich, wenn auf die Dual-SIM Funktion verzichtet wird.

oukitel k15 plus gpsNeben den drei Standardsensoren (Beschleunigungs-, Licht- und Annährungssensor) verfügt das Oukitel K15 Plus auch über einen E-Kompass. Das GPS funktioniert auf ein paar Meter genau und konnte sowohl bei der Navigation im Auto als auch zu Fuß überzeugen. Hier gibt es keine Kritikpunkte. Der Fingerabdrucksensor liegt auf der Rückseite des Smartphones. Der Sensor funktionierte im Test zuverlässig und lässt das Smartphone in 10 von 10 Fällen innerhalb einer 1 Sekunden entsperren.

Im Bereich Bluetooth und Wi-Fi setzt das K15 PLUS auf Dual-Band WLAN (2,4 + 5 Ghz) und die Standards a/b/g/n/ac sowie Bluetooth 5.0. Beides funktionierte im Test reibungslos. Zusätzlich verfügt das Oukitel auch über NFC und unterstützt auch Google Pay.

Insgesamt macht das K15 PLUS in dieser Rubrik eine gute Figur, wenn man von dem kaputten Lautsprecher in der Hörmuschel mal absieht.

Akku des Oukitel K15 Plus

oukitel k15 plus pcmarkIm K15 PLUS sorgt ein 10000 mAh Akku für genügend Saft, um über die Runden zu kommen. Die Kapazität wurde mit mehreren Probemessungen bestätigt. Im Benchmark hielt das Smartphone bei 200 Lux ganze 36h durch, ein neuer Spitzenwert. Hier braucht man sich wirklich keine Sorgen zu machen, dass der Akku unterwegs mal leer wird.

Unter normalen Bedingungen kommt man locker 3 bis 4 Tage mit einer Ladung über die Runden. Bei sorgsamer Nutzung habe ich auch 5 Tage geschafft. Schnellladen mit 18 W wird beim Oukitel unterstützt, was für diese Preisklasse gut ist. Einmal von 0 auf 100% laden dauert aber fast 4 Stunden. Um andere Geräte mit Strom zu versorgen, unterstützt das Oukitel K15 Plus auch Reverse Charging.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Testergebnis

Getestet von
Mathias

Das Oukitel K15 Plus bleibt der Linie treu und wurde wieder ein dickes Smartphone ohne Outdoor-Ambitionen und langer Laufzeit. Zumindest das mit der langen Laufzeit beherrscht die K-Serie von Oukitel wie kein Zweiter. Leider ist das auch der einzige Vorteil des Smartphones. Unnötig groß, schlechtes Display, schlechte Kamera und schwache Leistung sind die Kernmerkmale des K15 Plus. Zusammen mit der scheinbar schlechten Qualitätskontrolle war das Testgerät zumindest ein echter Reinfall.


Gesamtwertung
68%
Design und Verarbeitung
60 %
Display
70 %
Leistung und System
60 %
Kamera
40 %
Konnektivität
80 %
Akku
100 %

Preisvergleich

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Mike
Gast
Mike (@guest_80072)
2 Monate her

@chinahandys: Was mich am Test stört, ist die fehlende Angabe der verbauten Kamerasensoren. Wie soll ich mir denn so ein Bild machen und vergleichen? Ist das so schwierig zu ermitteln?

Auch fehlt eine Aussage zu der Updatephilosophie. Können die Käufer:innen mit Sicherheitspatches oder Upgrades auf die kommende Androidversion rechnen?

Bitte nachliefern!

Andreas
Gast
Andreas (@guest_79850)
2 Monate her

Hatte mal ein Oukitel. Leider machen die NIE updates, weder Security Patches und schon gar nicht die versprochenen Upgrades auf die nächste Android Version. Mails werden nicht beantwortet und Kommentare auf Ihrem Facebook einfach gelöscht. Werde nie mehr Oukitel kaufen.

gast
Gast
gast (@guest_79810)
2 Monate her

Das Ulefone Power 5 ist trotzdem immer noch ungeschlagen was die Akkulaufzeit betrifft!