ZTE Axon 30 Test

Getestet von Jonas Andre am Bewertung: 78%
Vorteile
  • schnelles System und viel Leistung
  • USB-C 3.0
  • starker Empfang (Netz. WLAN, GPS)
  • starke Hauptkamera
  • schnelle Ladegeschwindigkeit
  • gutes Display
Nachteile
  • schwächen bei der Verarbeitung
  • keine Stereo Lautsprecher
  • schwache Selfie und UWW-Kamera
  • durchschnittliche Akkulaufzeit
  • Under Display Camera öfter sichtbar
Springe zu:
CPUSnapdragon 870 - 1 x 3,2GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher128 GB, 256 GB
GPUAdreno 650 - 670MHz
Display 2400 x 1080, 6,9 Zoll 120Hz (AMOLED)
BetriebssystemMyOS - Android 11
Akkukapazität4200 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera64 MP + 8MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera16 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht189 g
Maße170 x 78 x 8,3 mm
Antutu692000
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am13.09.2021

Das ZTE Axon 30 startet mit einer unsichtbaren Frontkamera für 499€ in Deutschland. Aber nicht nur die Kamera unter dem Display schindet Eindruck, auch ein 6,92 Zoll 120Hz Display ist selbst für heutige Verhältnisse riesig. Das Axon 30 ist ansonsten ein Smartphone der gehobenen Mittelklasse und setzt auf einen leistungsstarken Snapdragon 870 Prozessor von Qualcomm. Der 4200 mAh Akku wird mit 65 Watt geladen und mit dem Sony IMX682 ist ein guter 64 Megapixel Sensor verbaut. Im Test des ZTE Axon 30 werfen wir insbesondere einen Blick darauf, ob die Under-Display-Camera (UDC) wirklich der richtige Weg zum Full-Screen-Ideal ist.

ZTE Axon 30 Test

Design und Verarbeitung

Das ZTE Axon 30 ist mit Abmessungen von 170 x 78 x 8,3 Millimeter ein wahrlich riesiges Smartphones, das man getrost als Phablet bezeichnen kann. Mit einem Gewicht von 193 Gramm bleibt das Gerät aber gerade noch unter der 200 Gramm Marke. Das ist auch dem Kunststoffkörper geschuldet und der hat in dieser Preisklasse eigentlich nichts verloren. Mit der glänzenden Kunststoffrückseite wird man in der Praxis nicht lange Spaß haben und muss zwangsläufig die mitgelieferte Schutzhülle nutzen. Kratzer, Fingerabdrücke und Fettschlieren fängt man sich auf der Rückseite des ZTE Axon 30 jedenfalls schnell ein. Auch wenn wir Rahmen aus Kunststoff im gehobenen Preisbereich immer öfter sehen, ist die Qualität und Haptik bei ZTE einfach schlecht. Das Axon 30 wirkt wie ein billiger Plastikbomber und der Simkartenhalter (2 x Nano-SIM, keine MicroSD) schließt nicht bündig ab. Power-Button und Lautstärkeregler bestehen hingegen aus Metall und sitzen rechts im Rahmen. Das Kameramodul des Axon 30 beinhaltet 4 Kamerasensoren, den LED-Bitz und steht knapp 2mm aus der Rückseite hervor. Damit kippelt das Smartphone mit und ohne Hülle auf flachen Oberflächen.

An der Unterseite des ZTE Axon 30 befindet sich ein einzelner Monolautsprecher, der Simkarteneinschub (2x Nano-SIM), der USB-C-Anschluss (3.0) und das Mikrofon. Stereo Sound sollte in der Preisklasse eigentlich Standard sein und der Lautsprecher hat zusätzlich noch eine unterdurchschnittliche Qualität. Immerhin ist er laut. Für USB-C in der Version 3.0 gibt es hingegen Pluspunkte für ZTE, das können nur wenige Mittelklasse-Smartphones. Damit kann man also auch ein Bild mit dem entsprechenden Dongle oder Kabel übertragen. Der Fingerabdrucksensor befindet sich ebenso wie die Frontkamera unter dem Display und funktionierte im Test zuverlässig. Innerhalb von einer Sekunde landet man auf dem Home-Screen und in 8/10 Versuchen gelingt das auch auf Anhieb. Eine Gesichtsentsperrung gehört hingegen nicht zum Standardrepertoire bei ZTE, irgendwie verrückt.

Always-On-Display des ZTE Axon 30

Gesteuert wird das ZTE Axon 30 wahlweise mit Android-Oncreentasten oder mit den bekannten Wischgesten. Man hat hier sogar noch weitere Anpassungsmöglichkeiten. Eine Benachrichtigungs-LED gibt es keine, aber man wird mit einem voll funktionsfähigen Always-On-Display (AOD) entschädigt. Das herausstechende Merkmal des Axon 30 sei an dieser Stelle schonmal erwähnt. Die Frontkamera ist im normalen Betrieb nicht in einer Notch untergebracht, sondern nahezu unsichtbar. Sobald Sonne auf das Display scheint, das Display ausgeschaltet ist oder bei weißen Flächen, wird der Bereich der Kamera aber stets sichtbar. Auf den Bildern von mir sieht das deutlicher aus, als es in der Praxis ist. Man hat de facto ein echtes Full-Screen-Erlebnis mit dem Axon 30. Zum Lieferumfang gehören neben der Hülle noch ein 65 Watt starker Ladeadapter, ein USB-A auf USB-C Kabel (2.0) und eine Schnellstartanleitung.

ZTE Axon 30 Lieferumfang 1

Zusammenfassend muss das Axon 30 schon in der ersten Testkategorie Federn lassen. Die glänzende Kunststoffrückseite und der minderwertige Kunststoffrahmen haben in der Preisklasse nichts verloren. Dass der Simkarteneinschub eine spürbare Kante aufweist, ist ebenfalls kaum zu entschuldigen.

Display des ZTE Axon 30

ZTE Axon 30 Display 1 1

Mit einer Displaydiagonale von 6,92 Zoll ist das ZTE Axon 30 auch heutzutage wirklich riesig. Es ist z.B. das erste Smartphone der letzten Monate, das nicht in meine Autohalterung meines Seat Mii electric reinpasst. In einem Verhältnis von 20,5:9 löst das AMOLED Display mit 2460 x 1080 Pixel auf. Das resultiert in scharfe 388 Pixel pro Zoll und einzelne Bildpunkte sind nicht mehr zu erkennen. Das eigentliche Highlight am Axon 30 ist die Under-Display-Camera (UDC). Die Frontkamera ist oben und mittig unterhalb des Displays platziert und leider sieht man den Bereich doch öfter, als es einem lieb ist. Auch wenn ZTE als Vorreiter dieser Unter-Display-Kameras zu loben ist, hat Xiaomi es beim Mix 4 besser umgesetzt. Nichtsdestotrotz hat man mit dem riesigen und notchfreien Display des Axon 30 definitiv seinen Spaß. Die Helligkeit ist mit 800 Lux auch für das direkte Sonnenlicht noch ausreichend und die AMOLED typisch kräftigen Farben können im Optionsmenü angepasst werden. “Bunt”, “Standard” und “Soft” stehen dort zur Auswahl, allerdings haben die zum Testzeitpunkt noch keine Funktion. Was hingegen funktioniert, ist die stufenlose Konfiguration der Farbtemperatur. Mit einer Bildwiederholungsfrequenz von wahlweise 120Hz genießt man Inhalte auf dem ZTE Axon 30 auch besonders flüssig. AMOLED typisch ist der Kontrast exzellent und das Axon 30 verzichtet auf ein gebogenes Display. Die automatische Regelung der Helligkeit funktioniert zwar zuverlässig, aber im Dunklen muss man zusätzlich manuell nachhelfen, da es einfach zu hell bleibt.

ZTE Axon 30 Display 3 1

An zusätzlichen Funktionen stehen ein Dunkelmodus, Lesemodus und Nachtmodus zur Auswahl. Außerdem sei das anpassbare Always-On-Display (AOD) an dieser Stelle nochmal erwähnt. Der Touchscreen verarbeitet bis zu 10 Berührungen gleichzeitig und die Umsetzung ist dabei stets schnell und genau. Geschützt vor Kratzern wird das Displayglas von nicht näher spezifiziertem Corning Gorilla Glas. Die Ränder links, rechts und über dem Display messen 3mm, das Kinn hingegen ist mit 5mm etwas größer.

Die anfängliche Freude über das echte Fullscreen-Display verfliegt beim ZTE Axon leider nach kurzer Zeit. Man sieht in der Praxisnutzung dann einfach zu häufig die Stelle, an der die Selfiekamera sitzt. Ansonsten kann das Display im Test aber voll überzeugen.

Leistung und System

Der Qualcomm Snapdragon 870 entwickelt sich in diesem Jahr zu unserem Favoriten in der Redaktion. Der Octa-Core Prozessor sorgt auch im ZTE Axon 30 für eine exzellente Alltagsperformance und spult auch problemlos die meisten 3D-Spiele ab. Der Octa-Core Prozessor liefert in etwas die Geschwindigkeit eines Flagships aus dem letzten Jahr und wird im 7nm Verfahren gefertigt. Für grafisch anspruchsvolle Aufgaben ist eine Adreno 650 GPU zuständig. Im Falle des Axon 30 stehen euch 8 + 128GB oder 12 + 256GB Speicher zur Verfügung. Mit einer Lese/Schreibrate von 1702/773 MB/s kann der UFS 3.1 Speicher punkten. Der DDR5 RAM bleibt mit 12,5GB/s allerdings hinter den Erwartungen zurück. Gepaart mit den 120Hz des Display läuft das ZTE Axon 30 pfeilschnell durchs System. In den Benchmarks liefert sich folgendes Bild:

Antutu Ergebnis Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis

Throttle Test Axon 30Beim Spielen von Asphalt 8 oder PubG erhitzt sich das Smartphone lediglich auf kaum spürbare 38°C. Im Wildlife Stresstest von 3DMark zeigt sich aber nach kurzer Zeit bereits eine deutliche Leistungsreduzierung. Im CPU-lastigen Throttle Test zeigt sich das gleiche Bild und die CPU geht nach kurzer Zeit auf 80%, wobei die Temperatur das eigentlich nicht rechtfertigt. In der Praxis hat man keinerlei Probleme mit Lags oder Überhitzung und das ist letztendlich auch das ausschlaggebende Kriterium.

3D Mark (Slingshot) Ergebnis 3D Mark (Wildlife) Ergebnis

Beim System setzt man auf das hauseigene MyOS auf Android 11 Basis. ZTE ist nicht gerade bekannt für eine gute Updatepolitik und in der Vergangenheit gab es viel Kritik von Nutzern. Den Funktionsumfang von MyOS kennt man größtenteils auch von Stock-Android, allerdings ist die Oberfläche optisch stark angepasst. Sehr bunt und verspielt trifft es wohl am besten. Die großen Kacheln der Schnellstartleiste, die Google mit Android 12 einführt, hat man mit MyOS auf dem Axon 30 jetzt schon. Dafür muss man nachträglich nochmal wischen, um Zugriff auf alle Quick-Toggles zu erhalten. MyOS kommt im Standard mit einem App-Drawer (Übersichtsseite mit allen Apps) und ist nach kurzer Eingewöhnungszeit definitiv nutzbar. Die teilweise holprige Übersetzung fällt zwar auf, aber letztendlich versteht man sämtliche Funktionen und Einstellungen.

MyOS glänzt auf dem Axon 30 mit einer guten Optimierung und wirkliche Bugs sind im Test kaum aufgefallen. Lediglich die Farbeinstellungen des Displays sind noch ohne Funktion. Ansonsten läuft das System flüssig und stabil und es gab keinerlei Abstürze im Testzeitraum. Manchmal lässt sich das Smartphone erst mit dem zweiten Drücken auf den Powerbutton aufwecken, warum das so ist, konnte ich aber nicht herausfinden, geschweige denn den Fehler regelmäßig reproduzieren. Mit Widevine L1 ist Streaming in HD Auflösung übrigens problemlos möglich.

Kamera des ZTE Axon 30

ZTE Axon 30 Kamera 1

Das ZTE Axon 30 verfügt über 4 Kamerasensoren auf der Rückseite, wobei nur der 64 Megapixel Sony IMX682 mit einer f/1.8 Blendenöffnung näher spezifiziert ist. Das weite Setup besteht aus einer 8 Megapixel Ultraweitwinkelkamera, einer 5 Megapixel Makro-Kamera und einem 2 Megapixel Tiefensensor. Von der 16 Megapixel Angabe der Frontkamera sollte man sich hingegen nicht blenden lassen. Trotz 2,24um Pixel und f/2.45 Blende sind die Ergebnisse kaum brauchbar. Schauen wir uns jetzt an, wie gut die Kameras des ZTE Axon 30 in der Praxis abliefern.

Tageslichtaufnahmen

Bei Tageslicht gelingen mit dem ZTE Axon 30 grundsolide Aufnahmen, die sich insbesondere durch akkurate Farben auszeichnen. Bei allen Aufnahmen war die HDR-Automatik aktiviert und der AI-Modus deaktiviert. Letzterer liefert dann etwas kräftigere Farben. Die Tageslichtaufnahmen sind detailliert und die Kamera kommt auch mit schwierigen Lichtsituationen gut zurecht. Auch Makroaufnahmen gelingen gut, wobei sich im Hintergrund ein paar Bildfehler einschleichen. Auch an Schärfe und Details mangelt es den Aufnahmen kaum. Die Dynamik weiß zu gut Letzt auch zu überzeugen.

Auch der Porträtmodus ist für schöne Schnappschüsse mit unscharfem Hintergrund zu gebrauchen.

Die Ultraweitwinkelkamera ist hingegen nicht Besonderes. Die Aufnahmen wirken durch die tristen Farben sehr trostlos. Auch die Details und Schärfe sind kein Vergleich zur Hauptkamera. Für Social-Media nutzbar, aber am großen PC Bildschirm als Erinnerung dann eher ungeeignet.

Nachtaufnahmen

Bei Nachtaufnahmen und sogar schon bei Kunstlicht wendet sich das Blatt deutlich. Die hellen und nachbearbeiteten Bilder, die wir von vielen Hersteller kennen, kann das Axon 30 hier trotz scheinbar langer Auslösezeit in der Kamera-App nicht liefern. Details und Schärfe nehmen rasant ab und der fehlende OIS macht sich deutlich in teilweise unscharfen Bildern bemerkbar.

Selfie Kamera

Bei der Qualität der Selfies gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Kamera würde mit diesen Ergebnissen selbst in der unter 100€ Preisklasse nur Kritik ernten. Da können sich das Xiaomi Mix 4 und das ZTE Axon 30 die Hand reichen. Wer ernsthafte und schöne Selbstporträts auf seiner Wunschliste hat, sollte die Finger von Smartphones mit einer UDC-Kamera lassen.

Videos

Mit dem ZTE Axon 30 lassen sich gut stabilisierte Aufnahmen mit bis zu 4K/60 fps aufnehmen. Nicht so gut stabilisiert ist hingegen die Ultraweitwinkelkamera (bis 1080p/30 fps) und gar nicht stabilisiert wird die Frontkamera. Selfie-Videos sollten nicht auf eurer Wunschliste stehen, denn die sind bedingt durch die Kameratechnik kaum zu gebrauchen. Anders sieht es mit der Hauptkamera aus, denn da kann ZTE mit vielen Details, starken Kontrasten und guter Stabilisierung voll punkten. Nur beim Sound hat das Gerät durch die Bank einen Totalausfall, denn der hört sich einfach wie bei einem 80€ Smartphone an.

Zusammenfassung der Kamera des Axon 30

Wer mit einer soliden Hauptkamera und grundsätzlich guten Videofunktion zufrieden ist, der ist beim Axon 30 definitiv an der richtigen Adresse. Nur eine gute Soundqualität bei den Videoaufnahmen darf nicht auf eurer Wunschliste stehen. Alle Bilder mit der Hauptkamera wie Porträts oder Makroaufnahmen können überzeugen. Die Ultraweitwinkelkamera reicht dann höchstens für einen Schnappschuss und die Selfie-Kamera gehört anhand der Qualität in eine ganz andere Preisklasse.

Konnektivität und Kommunikation

Dual-SIM

Bei einem waschechten Plastikbomber wie dem ZTE Axon 30 darf man sich für gewöhnlich auf einen guten Empfang freuen. Das ZTE Axon 30 ist hier nicht außergewöhnlich stark, aber fällt auch nicht negativ auf. Zuverlässig und stabil wird auf folgenden 2G, 3G, 4G und 5G Frequenzen gefunkt:

  • 2G: B2/3/5/8
  • 3G: B1/2/5/8
  • 4G-FDD: B1/2/3/4/5/7/8/12/17/20/26/28/66
  • 4G-TDD: B34/38/39/40/41
  • 5G (SA und NSA): N1/3/28/38/41/77/78

VoWIFI (WLAN Telefonie) und VoLTE (Telefonie über das LTE Netz) funktionieren ohne Einschränkungen und heben die Gesprächsqualität auf ein gutes Niveau. Probleme macht allerdings der Näherungssensor, denn der funktioniert leider nicht zuverlässig. Dadurch bleibt das Display teilweise an der Wange angeschaltet. Der Freisprecher kann genutzt werden und das zusätzliche Mikrofon an der Oberseite filtert zuverlässig Nebengeräusche aus dem Gespräch.

Das Axon 30 funkt zuverlässig in meinem WiFi 6 Netz und liefert direkt neben dem Router knapp 600/50 Mbit/s. Am anderen Ende der Wohnung bleiben dann immer noch ausreichende 100/50 Mbit/s meiner Gigabit Leitung übrig. Bluetooth 5.1 (AAC und aptX – leider kein LHDC) funktionierte problemlos und auch mit Android Auto gab es keinerlei Probleme. Die Standortbestimmung erfolgt über GPS, Galileo, Beidou und Glonass. In der Praxis ist damit sogar in Gebäuden eine Lokalisierung möglich und im Auto oder als Fußgänger kam ich immer zum Ziel. Über den USB-C 3.0 Anschluss kann natürlich auch ein Bild übertragen werden. NFC für die mobile Bezahlrevolution ist beim ZTE Axon 30 auch mit dabei. An Sensoren sind neben Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeits-Sensor noch ein Gyroskop und Kompass verbaut. Beim Empfang kann das ZTE Axon 30 definitiv abliefern. 

Akkulaufzeit des ZTE Axon 30

Für die Displaygröße des ZTE Axon 30 sind die 4200 mAh eher knapp bemessen. Das merkt man leider auch in der Praxis und man kommt mit dem Gerät gerade so durch den Tag. Mit eingeschalteten AOD und 120Hz Modus kam ich gerade auf einen Tag Nutzung mit 4-5 Stunden DOT (Zeit mit eingeschaltetem Display). Im PCMark Akkutest sind das auch nur magere 8 Stunden Laufzeit (10 Stunden mit 60Hz). Mit 60Hz und ohne AOD (das kostet fast 2% Akku pro Stunde) kann man die Laufzeit natürlich etwas steigern. Aber viel mehr als 1,5 Tage kommt dabei auch nicht raus.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Eine vollständige Ladung mit dem mitgelieferten 65 Watt Ladeadapter dauert weniger als 40 Minuten. Kabelloses Qi-Laden wird aber nicht unterstützt.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Nach dem Xiaomi Mix 4 ist das ZTE Axon 30 nun unser zweites Smartphone mit UDC (unsichtbarer Kamera unter dem Display) im Test. Für knapp 500€ mit 8/128GB Speicher liefert das ZTE Axon 30 ein gutes Full-Screen Erlebnis, wobei man die Kamera unter dem Display häufiger erahnen kann, als es mir persönlich lieb ist. Die Verarbeitungsqualität des ZTE Axon 30 ist dem Preis auch nicht angemessen und die Akkulaufzeit liegt nur im Durchschnitt. Punkten kann ZTE mit dem riesigen 120Hz Display, der soliden Hauptkamera, dem zuverlässigen Empfang und der schnellen Ladezeit. Auch beim System und der Leistung gibt es absolut nichts auszusetzen. Ihr müsst euch letztendlich selbst überlegen, ob euch die genannten Kritikpunkte ein notchfreies Design wirklich wert sind. Noch günstiger werdet ihr aktuell ein Smartphone mit UDC Kamera nicht finden. Als günstigere Alternative ohne UDC-Kamera können wir Euch ansonsten das OnePlus Nord 2 empfehlen.


Gesamtwertung
78%
Design und Verarbeitung
70 %
Display
85 %
Leistung und System
80 %
Kamera
70 %
Konnektivität
90 %
Akku
70 %

Preisvergleich

Unsere Empfehlung
Nur 499 €*

2-15 Tage - zollfrei
Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 499€* Zum Shop
2-15 Tage - zollfrei
Unsere Empfehlung
Nur 599 €*

2-15 Tage - zollfrei
Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 599€* Zum Shop
2-15 Tage - zollfrei

*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
12 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare
tweng
Gast
tweng (@guest_80970)
4 Tage her

Finger weg von ZTE schon nach wenigen Monaten keine Updates mehr, war bisher bei allen ZTE Produkten, selbst Flagships so

Dirk
Gast
Dirk (@guest_81092)
1 Tag her
Antwort an  tweng

Kann ich nur unterschreiben.
ZTE Never Ever!

lars
Gast
lars (@guest_80968)
4 Tage her

So langsam Frage ich mich ob die Hersteller die Käufer als Beta Tester wollen oder ob es ihnen egal ist das sie fehlerhafte Produkte auf den Markt bringen.
Hier in diesem Fall ist es auch der Näherungssensor betroffen einer der wichtigsten Sensoren am Handy wie bei einigen Xiaomi/Redmi Handys.
Oder haben die Hersteller fehlerhafte Sensoren gekauft von einem Zulieferer das ist die gute Frage.

Jonas welchen Server nutzt du bei Speedtest.net damit du so gute Werte bekommst.

Marc
Gast
Marc (@guest_80991)
3 Tage her
Antwort an  lars

Ich habe langsam das Gefühl, dass man fehlerhafte Näherungssensoren bewusst in Kauf nimmt. So gibt es z.B. beim Poco F3 oder beim Mi note 10 lite keinen Pocket Mode, was darauf schließen lässt, dass man sich darüber im Klaren ist, dass der virtuelle Sensor nur unzureichend funktioniert.

lars
Gast
lars (@guest_81016)
3 Tage her
Antwort an  Marc

Du vergisst das RN10P das hat auch den Fehler. Mein Gefühl sagt mir das es den Herstellern egal ist bei ihren Verkaufszahlen nehmen sie gerne in Kauf das gewisse Geräte fehlerbehaftet sind wobei der Fehler auch nicht behoben wird von den Herstellern.
Ich habe aber herausgefunden wie ich schnell den Sensor Kalabrien kann beim RN10P.
Ich gehe ins Menü wo man den Sensor kalibrieren kann halte das Handy senkrecht und drehe es einmal nach links auf die 9:00Uhr Position. (also von 12uhr auf 9uhr). Das klappt fast immer beim ersten mal bei mir.  

Andreas Guenther
Gast
Andreas Günther (@guest_80937)
5 Tage her

Meiner ganz persönlichen Meinung nach erfüllt dieses Handy alle Kernkompetenzen.

Display, Leistung, Hauptkamera, Schnell-Ladung, USB 3, Empfangseigenschaften und Design.

Eigentlich sollte es mit den vergleichsweise geringen Schwächen die 80%-Marke knacken.

Den im Grunde ist damit gut zu leben.

Andreas F.
Gast
Andreas F. (@guest_80953)
5 Tage her
Antwort an  Jonas Andre

Hallo Jonas, vielen Dank für den Test. Meine individuellen Ansprüche ähneln scheinbar denen von Andreas G. Riesen-Display mit ordentlicher Auflösung und Helligkeit = erfüllt Top-Leistung, gerne mit Smartdragon = erfüllt Hauptkamera, Sony IMX682 oder besser = erfüllt Schnell-Ladung, mir bisher völlig egal = erfüllt USB-C 3.0 = erfüllt (im ganzen Xiaomi-Universum leider unauffindbar?!?) guter Empfang = erfüllt Design = erfüllt (Auch wenn ich meine, mind. 95% aller Käufer (inkl. mir) können anhand der Front kaum eine Marke oder gar Modelle unterscheiden, die Rückseite verschwindet dann bei 95% (bei mir nicht) unter einer mehr oder weniger uniformen und wenig zierlichen Schutzhülle)… Weiterlesen »

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_80935)
5 Tage her

Viel Licht und viel Schatten, für 500€ erwarte ich weniger Schatten.

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
1 Monat her

Hallo!

Ich werde es nie begreifen, warum die Hersteller so viel Aufwand in nach meiner Meinung so viel unnötige und teuren Schnickschnack stecken. Mich persönlich würde eine Stirn am Gerät von 6mm mit Kamera, Hörmuschel und Sensoren überhaupt nicht stören. Das gesparte Geld könnte man in einen besseren Kamerasensor stecken.

Gruß Georg

Rahmaron
Mitglied
Mitglied
Rahmaron (@rahmaron)
1 Monat her
Antwort an  Wackelohr

Glaube das lässt sich ganz leicht erklären. Es gibt für alles eine Zielgruppe. Punkt. Ich nutze die Kamera an meinem privaten Smartphone weder beruflich noch als Möchtegern-Semi-Pro-Fotograf. Ich mache mal einen Schnappschuss, oder ein Bild um irgendwas zu zeigen oder zu verdeutlichen. Das war es. Mir ist am Smartphone also nichts so unwichtig wie die Kamera. Aber ein großes Display ohne Unterbrechungen, mit guter Ausleuchtung und Farbdarstellung; noch dazu mit einem soliden Prozessor: da legt Pappa sein Sohn doch gerne Geld an. Und weil die Geschmäcker und Anwendungsbereiche so vielfältig sind…. versuchen viele Hersteller mit einem großen Sortiment für jeden… Weiterlesen »

Matthias
Gast
Matthias (@guest_79582)
1 Monat her

Na hoffentlich kommt das so….endlich mal ein größeres Display zu einen abnehmbaren Preis 😀
Ist schon was über das Verhältnis, also 21:9 oder 18:9 bekannt?