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ASUS ROG Phone 3 Testbericht

Getestet von Max Drechsel am
Firmware : Android 10 - CN_I003D
Bewertung: 91%
Vorteile
  • bärenstarke Performance (SD865+ & UFS 3.1)
  • sehr gutes Display
  • starker Akku
  • schickes Gaming Design
  • super Stereo Lautsprecher
  • ausreichende Kameras
  • sinnvoller Gaming-Mode
  • personalisierbares System
Nachteile
  • ziemlich schwer (240 g)
  • nicht wasserdicht
  • extrem teuer
  • CN-Version nur englisch &
  • zum Start mit viel Bloatware
Springe zu:
CPUSnapdragon 865 - 1 x 2,84GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM
Speicher256 GB
GPUAdreno 650 - 587MHz
Display2340 x 1080, 6,6 Zoll 144Hz (AMOLED)
BetriebssystemAndroid 10
Akkukapazität6000 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera64 MP + 13MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera MP
USB-AnschlussUSB Type-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTENein
NFCJa
SIMDual -
Gewicht240 g
Maße172 x 78 x 9,6 mm
Antutu646600
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am01.10.2020

Sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Gaming Smartphones verbinden die GameBoy-Erfahrung von früher mit einem modernen und sehr anpassungsfähigen System. Viele dieser Smartphones haben zudem zwei Tasten mehr, was sie wie einen Controller wirken lässt. Mit dem Asus ROG Phone 3 wir heute das bekannte Gaming Smartphone in der dritten Generation im Test. Preislicht liegt es ab 850 € in sehr hohen Sphären. Ob man für den Aufpreis auch einen Mehrwert gegenüber Geräten wie dem Nubia Red Magic 5 bekommt, erfahrt ihr in unserem Test.

Design und Verarbeitung

Asus ROG 3 Design 1

Zu ASUS als Marke muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Mittlerweile haben die Taiwanesen in nahezu allen Sparten, die auch nur im Entferntesten etwas mit Gaming zu tun haben, ihre Produkte platziert. Das geht von Tastaturen und Mäusen über Bildschirme, hin zu Grafikkarten und Mainboards, Headsets und seit einiger Zeit auch Smartphones.

Fast immer werden die Produkte, die im Zusammenhang mit Gaming stehen, unter dem ROG (Republic of Gamers) Label vertrieben. Meist heißt das viele LEDs, ein sehr extravagantes Design und auch ein gesalzener Preis. Mit dem ROG Phone 3 erreicht man nun die dritte Generation und die kann ordentlich abliefern, kostet aber eben auch.

Asus setzt auf ein recht großes Smartphone. Mit 172 x 78 x 9,6 mm zählt es wohl nicht zu den kleinsten oder schlankesten Vertretern und ist damit sogar etwas größer als das Nubia Red Magic 5. 240 Gramm bringt es auf die Waage und das Asus ROG 3 ist damit ein schwerer Brocken.

Die Front ist recht sauber gehalten. Keine Notch, auch kein Punch Hole, dafür gibt es etwas breitere Displayränder und eine Benachrichtigungs-LED. Als Rahmenmaterial kommt natürlich Aluminium zum Einsatz. Auch die Lautstärkewippe und der Power-Button auf der rechten Seite sind aus Alu. An der oberen und unteren Kante befindet sich jeweils ein Loch für die verbauten Mikrofone. Unten gibt es zusätzlich noch den USB Type-C Anschluss (USB 3.1). Einen Kniff verbaut ASUS noch an der linken Flanke. Durch eine Gumminoppe geschützt lässt sich dort der Anschluss des „Active-cooling-Systems“ finden. Dieser besteht aus zwei weiteren USB Type-C Anschlüssen, wobei einer proprietär für das aktive Kühlsystem vorgesehen ist, während der andere ein regulären zweiten Anschluss darstellt, über den man das Gerät laden aber auch Daten übertragen kann. Dafür entfällt der 3,5 mm Klinkenanschluss.

Steckt man an beide Anschlüsse ein geeignetes Kabel, wird der linke Port zum Hauptanschluss. Der zweite hat dann nicht näher spezifizierte, beschränkte Funktionen. Vermutlich wird hier zusätzlich geladen, aber viel langsamer als über den Hauptanschluss oder man kann dort zusätzlich Kopfhörer einstecken. Warum links als Hauptanschluss? Spielt man mit dem Handy, hält man das ROG 3 für die meisten Spiele horizontal. Der Anschluss ist also nicht beim Umgreifen des Smartphones im Weg.

Kommen wir zur Rückseite. Hier ist sehr viel los, optisch zumindest. In der Mitte prangert groß und auffällig das ROG-Logo (ein angedeutetes Schwert). Dieses Logo lässt sich natürlich vollflächig beleuchten und das sieht gar nicht mal so schlecht aus, bleibt aber natürlich Geschmackssache. Interessant ist, dass sich das Design des Asus ROG 3 im Vergleich zum Vorgänger kaum geändert hat.

Im oberen Drittel befindet sich das Triple Kamera-Setup. Direkt rechts davon gibt es einen geteilten zweifarbigen LED-Blitz und ein weiteres Mikrofon. Natürlich kommt auf der Rückseite Glas zum Einsatz. Rechts vom Logo, direkt hinter dem extra USB Type-C Port, befindet sich das Aerodynamic System, dargestellt durch eine sich farblich abhebende und irgendwie futuristisch aussehende Ecke.

Abgesehen vom sehr Gaming-lastigen Design ist das ROG Phone 3 sehr gut verarbeitet und erlaubt sich keine Schnitzer. Spaltmaße gibt es keine und auch die Materialübergänge sind fast unmerklich eingearbeitet.

Lieferumfang des Asus ROG Phone 3

Asus ROG 3 Lieferumfang

Das Asus ROG Phone 3 kommt in einer schwarzen, aufwändig gestalteten Schachtel, deren Beschriftungen auf wenige Logos reduziert wurden. Selbst auf der Rückseite gibt es eher wenig Daten. ASUS erfindet also mit der Verpackung das Rad nicht neu, packt dafür aber einige Annehmlichkeiten in die Box:

-USB Type-C auf USB Type-C Kabel (120 cm)

-USB Type-C auf 3,5 mm Klinken Kabel (10 cm)

-Stylische SIM-Nadel

-Netzteil (USB Type-C Anschluss, 30 W QC)

-mehrsprachige Bedienungsanleitung

-Garantiekarte

-AeroActive 3 Kühler

-Aero Case (sieht schick aus, bietet wenig Schutz)

Wer das Smartphone importiert, sollte an einen Adapter für das Netzteil denken. In der CN-Version hat das ROG auch einen CN-Stecker.

Zubehör

ASUS bietet im hauseigenen Shop noch eine Vielzahl an sehr interessanten Erweiterungen, die aber auch ordentlich Geld kosten.

– Freunde von besseren Schutzhüllen, können eine mit extra LED-Beleuchtung kaufen, die natürlich mit dem Kühlsystem kompatibel ist.

– Für Autos oder zum Videos schauen gibt es ein Clip-Befestigung.

Dockingstation für die leichte Verbindung mit einem externen Monitor bis 4K.

– Richtig Krass, für 250 € ist es möglich das „ROG Phone 3 Twinview Dock 3“ zu erstehen. Es handelt sich um ein zweites Display , das mit einem eigenen 5000 mAh Akku ausgestattet ist und ebenfalls 144 Hz bietet. Verbunden wird das Zubehör meist über den seitlichen USB Type-C Port.

Display

Asus ROG 3 Display Test 1

ASUS verbaut im ROG Phone 3 natürlich ein AMOLED Panel. 6,59 Zoll misst besagtes Display in der Diagonale. Das Gute, ohne Notch, ohne moderne Rundungen und mit vergleichsweise scharfen Kannten, kann man diese Diagonale vollständig auskosten. Aber ein Gaming Smartphone braucht mehr und da bietet ASUS 144 Hz Bildwiederholrate. Das alleine wäre aber auch noch kein Alleinstellungsmerkmal, daher bietet ASUS bei 144 Hz auch noch eine 270 Hz Polling-Rate, also Abtastrate. Euer Fingertippen wird also 270 x Herz erkannt, ausgewertet und verarbeitet.

Das alles sind sehr extreme Werte, die das ROG Phone definitiv auf eine hohe technische Stufe heben. Auch das Nubia Red Magic 5 hat eine 144 Hz Bildwiederholungsrate, dargestellt durch ein AMOLED Panel, aber die Technik ist spürbar schlechter umgesetzt, was maßgeblich an der Software liegt.

Doch zurück zum Asus ROG Phone 3. ASUS geht weiterhin nicht auf die WQHD oder gar 4K Schiene, sondern bleibt mit 2340 x 1080 Pixeln bei Full HD+. Dies resultiert bei dem 6,59 Zoll Panel in 391 ppi. Sicher nicht der höchste Wert, reicht aber locker, damit man einzelne Pixel nicht sehen kann.

Dafür wird das Display aber HDR 10-Bit fähig gemacht, was in einer guten maximalen Helligkeit von 750 Lumen resultiert, zum Panel Rand hin sind es gar 800 Lumen. Sonnenlicht macht dem Asus ROG Phone 3 nicht sonderlich zu schaffen, stellt man die Helligkeitsregelung auf Automatisch, wird ein Maximalwert von 1200 Lumen erreicht.

Damit euch die Augen beim Spielen nicht übergehen, wird zudem noch eine Blaulicht-Reduzierung auf Hardwareebene verbaut, wie ein Gaming Monitor soll das Bild zudem „Flicker Free“ sein, also frei von flackernden Bildern. Dieses Flackern des Bildes ist normal nicht sichtbar, wird vom Auge jedoch unterbewusst wahrgenommen und strengt es an, da es das Flackern ausgleicht. Bei Asus scheint es das gar nicht oder nur in stark reduziertem Maße zu geben.

Genug des Feature Geplänkels, wie steht es um die Bildqualität? Soweit ich das beurteilen kann, sehr gut. Farben sind sehr kräftig. ASUS übertreibt es aber mit der Sättigung nicht so, wodurch die Bilder und Videos trotzdem akkurat bleiben. Wer will, kann im Optionsmenü aber kräftig an den Reglern drehen. Neben „Default“ gibt es noch die Einstellungsmöglichkeiten „Natural“, „Cinematic“, „Standard“ und „Customized“.

Asus ROG 3 Display 2

Default ergab bereits das angesprochene runde Bild. Über verschiedene Einstellung kann man hauptsächlich die Farbsättigung herausnehmen. An der Farbtemperatur wird nur wenig gedreht. Mit „Customized“ bekommt der Anwender selbst die Kontrolle über die Farben und kann das Display zwischen schwarz-weiß und völliger Übersättigung steuern. Zudem lässt sich für jeden Modus übergreifend die Farbtemperatur einstellen. Im Standard ist diese etwas wärmer gewählt, mir hat die Mitte völlig ausgereicht und das Bild zischen warmen und kaltem Licht ausreichend austariert.

Was die Bildwiederholrate angeht, ist sich ASUS anscheinend bewusst, dass 144 Hertz zwar fabulös aussehen, gleichzeitig aber auch am üppigen Akku zehren. Beim Nubia Red Magic 5 sind beispielsweise 90 Hz ein guter Sweetspot zwischen flüssigem Bild und guter Akkuleistung. 60 Hz wirken auf dem ASUS ROG Phone 3 schlich fehl am Platz. 90 Hertz verbessert das Flüssigkeitsgefühl enorm. Der Sprung auf 120 Hz ist nochmal ordentlich, weiter oben auf 144 Hz stellt sich nicht mehr die enorme Änderung ein, trotzdem wirken insbesondere die Systemanimationen mit 144 Hz am stimmigsten. Weil man aber nicht durchgehend die volle Power braucht, gibt es auch einen „Auto-Modus“, der das Handy über die gerade am besten geeignetste Bildwiederholrate entscheiden lässt. Leider kann man nicht sehen, welche Rate zu welchem Zeitpunkt anliegt, ich vermute aber, dass es die meiste Zeit zwischen 90 und 120 Hz sind.

Zusammenfassen lässt sich sagen, dass Display des ASUS ROG Phone 3 ist eine Wucht. Blickwinkelstabilität, Helligkeit, Reaktionszeit und auch die Farbgebung sind sehr gut gewählt oder nach eigenen Vorlieben anpassbar und durch die schnelle 10-Finger Erkennung dürfte auch das ansprechendste Tapping-Game leicht zu meistern sein.

Leistung des ASUS ROG Phone 3

Asus ROG 3 Game center

Zu einem erstklassigen Gaming-Phone gehört auch die derzeit beste verfügbare Hardware. ASUS erfüllt das Kriterium schon recht umfassend. So lässt sich das ROG Phone 3 mit 8/256 GB Speicher erwerben, was schon für alle derzeit erhältlichen Apps mehr als genug sein sollte. Wer will, investiert 100 € mehr und erhält dafür sogar 12/512 GB und für 1099 € sogar 16/512 GB. Auch bei der Geschwindigkeit muss sich das Asus ROG Phone 3 nicht verstecken. Der LPDDR5 RAM erreicht gute 18 GB/s, während der UFS 3.1 Speicher für eine sehr gute Lese/Schreibrate von 1745/757MB/s sorgt.

Speicher ist also genügend vorhanden, wie sieht es mit der CPU aus? Natürlich kommt nur das aktuelle Qualcomm Flaggschiff, der SD865 infrage. Bei den beiden größeren Versionen ist es sogar der SD 865 Plus! Der Unterschied zwischen den SOCs fällt aber denkbar gering aus, der Hauptunterschied besteht in einer etwas höheren Taktrate für das PLUS-Modell.

Qualcomm hat sich für die neue Prozessorgeneration eine neue Clusterstruktur ausgedacht. So kommt ein einzelner „Prime-Core“ zum Einsatz, der auf bis zu 2,84 GHz (3,1 GHz beim PLUS) Taktet und damit eine sehr hohe Einzelkernleistung erzielt. Sollte die Aufgabe doch Mehrkernlastig ausfallen, stehen dem Prime-Core drei weitere Cortex-A77 Kerne mit bis zu 2,42 GHz zur Seite. Wenn man allerdings keine Spiele spielt und die Leistung nicht abgerufen wird, kommen die vier Cortex-A55 Kerne mit immer noch 1,8 GHz aus dem Stromsparcluster zum Einsatz. Am Level 3 Cache hat man zudem auch geschraubt, dieser erlaubt nun mit 4 MB mehr Daten direkt im Prozessorspeicher zu belassen, um diese bei Bedarf sofort wieder abrufen zu können.

Aber selbst ein verdammt schneller Prozessor, wie der SD865, scheitert irgendwann an der Rechenlast, wenn viele Geometrische Figuren dargestellt werden sollen. Für den Grafikpart kommt deshalb auf dem SD865 eine altbekannte aber höher taktende (587 MHz) Adreno 650 GPU zum Einsatz.

Der Chip verbraucht 5 Watt und wird im topaktuellen 7 nm Prozess hergestellt. Das waren die Rohdaten… Jetzt zur wichtigen Frage: wie schlägt sich die theoretisch brachiale Leistung bei unserem 12/512 GB-Modell des ROG Phone 3?

Auffallend unauffällig möchte ich meinen. In normalen Anwendungsfällen und dem Daily Business arbeitet der Prozessor unbemerkt im Hintergrund alle Aufgaben ohne den geringsten Anflug von Stress ab. Das System wird bei Bedarf mit 144 FPS betrieben und lässt zu keiner Zeit auch nur den kleinsten Ruckler zu. Keine Anwendung wird diese CPU in naher Zukunft aus der Ruhe bringen.

Anders sieht das bei aufwändigen Spielen wie PUBG oder Asphalt 9 aus. Nicht, dass der SD865 jemals Probleme hätte, die Spiele flüssig darzustellen. Doch macht sich die Arbeit hier durch eine leichte Wärmeentwicklung an der Rückseite bemerkbar. Nicht alarmierend heiß, eher gerade so, dass man in den kommenden Wintermonaten ein angenehmes Wärmegefühl am Gerät verspüren dürfte.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Gedrosselt wird hier noch lange nicht. Wer jedoch Angst hat, ihm könnte das ein oder andere Bild pro Sekunde flöten gehen, der schnallt sich den ASUS AERO Activ Cooler drauf.

System – Android 10

Insbesondere die größeren Hersteller setzen lieber auf eine eigens angepasste Android Version. ASUS tut das ebenfalls, gibt seinem System aber keinen Fancy Namen wie MIUI. ASUS integriert dennoch sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. Das beginnt bei der Wahl des Launcherlayouts (mit oder ohne App-Drawer) und zieht sich bis hin zu den bereits beschriebenen sehr detailliert einstellbaren Display-Menüs.

Die Einstellungen sind auch abseits des Layouts sehr umfangreich. Es gibt animierte Themes, die das komplette Erscheinungsbild des Launchers umkrempeln. Es gibt zu jeder Einstellung haufenweise Untermenüs, die wirklich viel Personalisierung zulassen. Sogar ein eigener Equalizer ist integriert, dessen Profil bei Aktivierung auf das gesamte Smartphone angewandt wird.

Ebenso viele Menüs lassen sich bei den WiFi- oder Sicherheitseinstellungen finden. Wer will, kann eine Gestensteuerung nutzen oder auf Software-Buttons setzen. Die Gestensteuerung ist wirklich umfangreich ausgebaut und lässt auch bei deaktiviertem Display Eingaben zu. So lässt sich mit einem gezeichneten W beispielsweise die Wetter-App starten oder mit einem S die Kamera. Das Tolle daran: Alle verfügbaren Buchstaben lassen sich völlig frei mit allen vorhandenen Apps belegen. Bei W startet PUBG? Kein Problem.

Was die Steuerung und Personalisierung des Smartphones angeht, hat ASUS ganze Arbeit geleistet. Dazu gehört auch, dass sehr viele der Einstellungen über die Schnellstart-Leiste angesteuert werden können, deren Anordnung und Auswahl sich natürlich auch frei belegen lässt. Da lässt sich dann mit wenigen Klicks eine Hertz-Einstellung nach Wahl treffen, das Phone in den Gaming-Mode schalten, die Schultertasten aktivieren oder deaktivieren und vieles mehr.

Wer das ROG Phone 3 aus China importiert, erhält das ROG Phone 3 mit der China-Firmware. Die WorldWide-Firmware steht auf der deutschen ASUS Seite als Download bereit, allerdings wird dort auch beschrieben, dass sich die CN-Version nicht ohne weiteres auf die Global-Version updaten lässt, was einige Modder wohl schon widerlegt haben.

Wer will, kann mit Apps wie „Morelocal“ nachbessern, bis es hierfür eine ordentliche Anleitung gibt. Wir haben natürlich die China-Version des Smartphones im Test und da wundert es auch nicht, dass zu Beginn haufenweise Müll, dafür aber kein Google App-Store installiert war. ASUS nimmt es sich also heraus, grundsätzlich auf die Google-Apps zu verzichten, sorgt aber gleichzeitig für Nutzer der Google-Dienste, dass diese verfügbar sind.

Wie das geht? Tatsächlich super einfach. Es ist kein Gebastel mit dem PC oder irgendwelchen APKs nötig. Stattdessen ist ein chinesischer App-Store vorinstalliert, über welchen, nach einer kurzen Suche, der Google Play-Store in vollem Umfang heruntergeladen werden kann. Die Google Binaries sind also doch auf den Gerät vorhanden. Löblich.

Etwas weniger schön ist es, dass sich die ganzen ASUS eigenen Apps nicht deinstallieren lassen. Viel von dem eben beschriebenen „Müll“ lässt sich mit wenigen Klicks restlos entfernen, die ASUS-Apps nicht. ASUS stellt im Prinzip alle Standard Google-Apps selbst. Die Apps lassen sich alle ausblenden oder deaktivieren, aber nicht löschen, sind aber für hiesige Gefilde größtenteils unbrauchbar, da fast ausschließlich auf Chinesisch. Eine Ausnahme ist die Foto-App und beispielsweise die gut aufgeräumte Gallery-App, welche in Englisch übersetzt sind.

Abgesehen von einer gewissen anfänglichen Überladung an vorinstallierten Apps, ist das System nach der Deinstallation eben jener jedoch sauber. Dazu muss man sagen, dass die Chinesische-Version des ROG Phone 3 von Tencent-Games gebrandet ist. Was dann auch erklärt, warum so viele Spiele, die zufällig von Tencent-Games stammen, zu Beginn als Download vorgeschlagen werden.

Alles in allem ist selbst die China-Version des ROG Phone 3 mit einem ordentlichen System ausgestattet. Google-Apps können nach installiert werden und die meiste Bloatware kann deinstalliert. Punkten kann ASUS mit einem Funktions- und Anpassungsumfang der Extraklasse. Die Navigation durch das OS verläuft absolut flüssig und fehlerfrei.

Custom ROMs

Starke Geräte wie das ROG Phone 3 sind prädestiniert dafür, dass es Custom ROM Anpassungen gibt. Leider ist ASUS nicht so freizügig mit dem Bootloader. Dieser lässt sich folglich nicht einfach per Knopfdruck entsperren. Man muss schon etwas Arbeit hineinstecken, aber es gibt bereits erste Tools die beim Entsperren helfen. Im Umlauf sind schon die ersten angepassten Kernel und eine TWRP-Version. Vollständige Custom ROMs oder zumindest eine LineageOS-Version werden somit in den kommenden Wochen sehr wahrscheinlich. Man kann auch die WW ROM (Global ROM) auf das Tencent CN Gerät installieren, aber auch da muss man sich zunächst einlesen. Wer die Global ROM auf sein Asus ROG 3 installieren will, der schaut sich am besten im XDA Developer Forum um.

Kamera des Asus ROG Phone 3

Asus ROG 3 Kamera Test

Drei Kameras sind auf dem ROG Phone 3 verbaut. Welche Speicherversion man vom ASUS Phone nutzt, spielt keine Rolle, alle bekommen die gleichen Kameras. Als Hauptkamera bekommt man einen Sony IMX686 Sensor mit 64 MP und einer f/1.7 Blende. Einzelne Pixel werden hier 0,8 µm groß.

Als zweites spendiert ASUS eine Ultra-Weitwinkel-Kamera. Der Sensor ist ein Omnivision OV13855 mit 13 MP, der 125° Sichtfläche einfangen kann. Die Brennweite liegt bei 11 mm und 35 mm fürs Filmen. Diese Werte im Zusammenspiel mit einer f/2.4 Blendenöffnung sorgen für 1.12 µm große Pixel.

Nummer drei ist eine einfache Makro Kamera von Omnivision namens OV8856 mit lediglich 5 MP und einer f/2.0 Blende, die wohl im normalen Modus für die Bildtrennung zuständig ist. Im Makro-Modus wird sie dann voll ausgefahren und ermöglicht minimalste Abstände zu den Objekten der Wahl. Pixel erreichen hier eine Größe von 1.12 µm.

Hauptkamera

Ist viel natürliches Licht vorhanden, werden die Bilder astrein. Der Bokeh-Modus lässt sich in verschiedenen Stärkestufen einstellen und erzielt bei niedrigeren Werten die etwas besser Abtrennung zwischen Objekt und Hintergrund.

Die 64 MP-Shots sorgen nicht immer für das bessere Bild. Gerade bei den ersten zwei Vergleichen mit mäßigen Lichtverhältnissen sorgt der 64 MP-Modus für mehr Bildrauschen und Farbabweichungen. Bei guten Lichtverhältnissen hingegen können durch die 64 MP-Shots mehr Details abgebildet werden.

Die Hauptkamera macht insbesondere tagsüber eine gute Figur und muss sich dank hochwertigem Sensor auch nicht von den Flaggschiffen anderer Hersteller verstecken. In Innenräumen verliert sie durch die nicht optimale Beleuchtung etwas an Glanz. Eine echte Bereicherung, gerade bei mäßigem Lichteinfall stellt der 64 MP-Modus dar. Dieser sorgt für sichtbar glattere Kanten und auch weniger Bildrauschen, kann aber nicht ganz die Farben des Standard-Modus bieten.

Ultraweit-Winkel-Kamera

Die Ultraweit-Winkel-Kamera kann gute, aber keine super Ergebnisse erzielen. Einer normalen Betrachtung halten die Fotos zwar stand, wenn man jedoch etwas hineinzoomt, stellt man schnell fest, dass wesentlich weniger Details abgebildet werden. Gut sieht es hingegen mit der Farbtreue aus, was in nur leicht blasseren Farben bei Ultra-Weit resultiert.

Sehr gut umgangen oder herausgerechnet wird hingegen der Fischaugeneffekt einer Ultra-Weit-Linse, der in den Beispielbildern fast nicht zu sehen ist.

Für die Ultraweitwinkel-Aufnahmen kommt der mittlere Sensor zum Einsatz. Mit seinen 13 MP fehlt im etwas der Feinschliff. Die Bilder werden dennoch ordentlich und vergrößern den Bildausschnitt enorm, ohne zu sehr in den Fischaugeneffekt abzudriften, dafür muss man bei den Details Abstriche hinnehmen.

Mako-Kamera

Wenn es besonders nah dran sein darf, kommt der Makro-Sensor zum Einsatz. Bis auf wenige Zentimeter sollte man sich hier vor dem Objekt befinden, ansonsten wählt man lieber die Hauptkamera. Mit seinen 5 MP braucht dieser Sensor besonders viel Licht. Ist dieser Umstand gegeben, sehen die Fotos gut aus. Bei näherer Betrachtung fallen dann einige fehlende Details auf, trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Nachtaufnahmen

Nachtaufnahmen mit dem ROG Phone 3 stehen, was Bildrauschen und Klarheit angeht, etwas hinter der Konkurrenz zurück. Allerdings lässt ASUS Freiraum bei der Konfiguration der Night Shots. So ist es möglich die Aufnahmen “normal” vorzunehmen (Original), mit 4 Sekunden Belichtungszeit oder mit 6 Sekunden. Je nach gewähltem Modus wird das Bild deutlich heller und kann auch mehr Details zeigen.

Der Fairness halber muss man aber sagen, dass die 6 Sekunden eine nur unwesentliche Verbesserung mit sich bringen, solange das Bild einigermaßen durch Licht erhellt wird. Zudem erfordert eine längere Belichtungszeit unweigerlich, länger sehr ruhig bei der Aufnahme zu bleiben – schwierig. Hier fällt auch der fehlende OIS (optische Stabilisierung der Kamera) negativ ins Gewicht.

Einen sehr starken Effekt, der aber auch von viel Bildrauschen begleitet wird, hat man beispielsweise bei den ersten drei Bildern in unserer Galerie. Die dunkle Gasse war kaum beleuchtet, der Night Mode offenbart sehr viele Details und die Pflanzen am Ende der Gasse, die man selbst mit den eigenen Augen nicht sehen konnte. Der Sprung von 4 auf 6 Sekunden bietet allerdings keinen wirklichen Mehrwert.

Selfies

Für die Selfies kommt eine einzelne Kamera zum Einsatz, die auch bei mäßigen Bedingungen noch gute helle Fotos knipst. Der 24 MP Sensor, ein Omnivision OV24B1Q, hat eine f/2.0 Blende. Einzelne Pixel werden hier 0.9 µm groß.

Man kann frei wählen, wie stark der Bokeh Effekt ausfallen soll, der in Ermangelung eines zweiten Sensors rein auf Basis der Software erstellt wird. Das sieht man auch daran, dass einige Kanten etwas unsauber abgeschnitten werden, die Hauptkamera erzielt hier bessere Ergebnisse. Man sollte allerdings alle Beauty-Mode Optionen deaktivieren – furchtbar.

Videos

Videos können mit dem ROG Phone 3 in bis zu 8K aufgenommen werden. Dann allerdings nur mit 30 FPS. 4K und Full HD sind auch mit 60 FPS verfügbar. Alle Aufnahmen werden mit EIS (Elektronischer Bildstabilisierung) stabilisiert, eine OIS Aufhängung gibt es nicht.

Für Freunde von schnellen oder langsamen aufnahmen, steht der Slo-Mo-, sowie der TIME LAPS-Mode (Zeitraffer) bereit. Für die Slo-Mo-Aufnahmen ist es möglich, auf bis zu 480 FPS bei 720p zurückzuschalten. 4K sind aber auch mit 120 FPS möglich. Zeitrafferaufnahmen haben keine FPS Einstellung und lassen sich von HD bis 4K durchschalten. Für die Profis unter euch steht für Bilder und sogar Videos ein Pro-Mode bereit, in dem sich so ziemlich alle relevanten Einstellungen händisch arretieren lassen.

Konnektivität

Das Asus ROG Phone 3 unterstützt natürlich Dual-SIM. Somit ist es möglich, zwei NANO-SIM-Karten gleichzeitig einzusetzen, MicroSD-Karten kann man aber nicht hinzustecken. Besagte SIM-Karten dürften sich dann ins 5G-Netz verbinden, wenn man denn eines in seiner Nähe hat. Ansonsten wird auf das mittlerweile, zumindest in Stadtnähe, gut ausgebaute 4G-Netz zurückgegriffen, das sogar bei der China-Version mit Band 20 versorgt wird.

5G: (N41, N77, N78, N79)

4G: FDD-LTE (1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28)

4G: TD-LTE (34, 38, 39, 40, 41)

3G: UMTS(1, 2, 3, 4, 5, 8)

Wifi wird über maximal 4×4 MIMO realisiert und ist nach 802.11 a/b/g/n/ac/ax spezifiziert. Soll heißen, WiFi 6 wird unterstützt und natürlich kann ins 2,4 und 5 GHz-Netz gefunkt werden. Wer will, kann mit seinem Handy bezahlen, denn an einen NFC-Chip hat ASUS auch gedacht.

Bluetooth wird sogar in Version 5.1 ausgeführt und unterstützt Qualcomm “aptX adaptiv”, was automatisch für den besten Sound bei der geringstmöglichen Latenz sorgen soll.

Auch bei den Sensoren ist man mit dem ROG Phone 3 sehr gut aufgestellt. Neben dem sehr schnellen Fingerabdrucksensor unter dem Display, gibt es auch die Möglichkeit, das Smartphone über die Gesichtserkennung zu entsperren. Als weitere Sensorik gibt es einen Beschleunigungssensor, einen e-Kompass, ein Gyroskop, den Näherungssensor, einen Hall-Sensor und einen Umgebungslichtsensor. Nicht zu vergessen die Benachrichtigungs-LED auf der Vorderseite.

Etwas Besonderes hat sich ASUS für die AirTrigger, also die Schultertasten, überlegt. Diese werden durch einen Ultraschallsensor erweitert und können nicht nur den Druck an sich erkennen, sondern messen auch die Druckstärke. Für Rennspiele kann das beispielsweise eine Verbesserung für Gas oder Bremsverhalten darstellen.

Wer das Gaming-Phone auch für alltägliche Navigationsaufgaben braucht, oder sich in Spielen wie Pokemon-GO aufhält, der wird sich darüber freuen, dass das ROG Phone 3 seinen Standort über GPS, BAIDOO, Galileo und GLONASS feststellen kann. Der 3D-Fix ist fix und genau. Leider verzichtet Asus auf Dual-GPS.  Einige Navigationstest führten ohne Komplikationen zum Ziel.

Sound

Zu guten Gaming gehört auch guter Sound. Deshalb kommen beim ROG Phone 3 angeblich gleich 7 kleine Lautsprecher mit zwei Verstärkern zum Einsatz. Ausgegeben wird besagter Sound dann über die zwei frontal ausgerichteten Lautsprecher Gitter.

Die Anordnung hilft natürlich, um beim Spielen oder Musik hören, den Sound direkt auf den Anwender zu richten. Die klangliche Güte ist ebenfalls sehr gut, es fehlt aber immer noch etwas an Bass, was aber in der Größenordnung nicht verwundert. Schön ist auch, dass selbst bei maximaler Lautstärke, Musik gut hörbar ist. Viele weniger wertige Lautsprechersysteme driften dann ins Scheppern ab. Ebenfalls hervorgehoben ist die Stereo Aufteilung, die sehr gut funktioniert, wenn das Lied oder das Spiel diese unterstützt.

Einen Dämpfer gibt es an der Klinken Front. Andere 3,5 mm Klinken Adapter funktionieren nicht. Es ist zwingend der beiliegende Adapter von ASUS nötig, um Musik über ein Klinkenkabel abzuspielen. Einfacher verhält es sich da mit der Bluetooth Wiedergabe. Koppeln, anhören, viel einfacher geht es ja mittlerweile auch nicht mehr. Hier liefert ASUS natürlich alle aktuellen Codecs, einzig LHDC ist nicht dabei.

Akkuleistung

Asus ROG 3 Design 2

Ein Gaming-Smartphone sollte bei der einen Sache, für die es primär ausgelegt ist, auch eine ganze Weile durchhalten. ASUS scheint das erkannt zu haben und spendiert dem ROG Phone 3 einen 6000 mAh Akku. Ein großer Brocken, wodurch sich auch das hohe Gewicht von 240 g erklärt.

Bei allgemeiner Nutzung hat das Smartphone fast drei Tage durchgehalten. Dabei habe ich aber nicht wirklich gespielt. Zieht man Gaming hinzu und spielt auch noch aufwändiges, wie PUBG, verbraucht man im Schnitt ca. 15 % pro Stunde.

YouTube ist da wesentlich genügsamer. Nach einer Stunde sind nur 5% Akku abhandengekommen. Die Hz-Rate und auch die Helligkeit sind adaptiv, passen sich also automatisch an.

Um Klarheit über den Verbrauch und die Auswirkungen der Frame Rate auf die Nutzungsdauer zu haben, habe ich das Smartphone dreimal durch den Akku Bench gejagt. Die Helligkeit war dabei auf 200 Lumen geregelt, was etwas unter 50 % der Skala darstellt. Die Ergebnisse sind nicht atemberaubend aber zeigen gute Werte, die zur Größe des Akkus passen. Leider regelt das ROG Phone 3, selbst bei fix eingestellter Hertz-Rate, selbst welchen Wert es nun bei welcher App ausgibt.

Die drei Messungen sind eigentlich mit den Einstellungen “Auto”, “144 Hz” und “60 Hz” entstanden. An der geringen Abweichung und dem Bildchen in der Leiste am oberen Rand, kann man jedoch erkennen, dass immer 144 Hz aktiv waren. Mit weniger sollte das ROG Phone 3 also noch einige Stunden länger durchhalten. Egal was man einstellt, das Asus ROG Phone 3 regelt in der Benchmark-App einfach auf 144 Hertz hoch. Das sollte eigentlich nicht so sein, wenn man 60 oder 90 Hertz eingestellt hat.

Ist das Smartphone dann nach einer langen Session leer gesaugt, kommt das mitgelieferte Ladegerät zum Einsatz. Käufer der CN-Version sollten beachten, dass man einen Adapter dafür braucht. ASUS setzt auf ein USB Type-C Anschluss am Netzteil und legt ein Typ-C auf Typ-C Kabel bei. Für viele mag das im ersten Moment unpraktisch klingen, auf lange Sicht könnten die Kabel und die Netzteile aber durchaus Standard werden, wenn Type-C die USB-A Kabel flächenmäßig verdrängt.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Immerhin lassen sich mit solchen Kabeln auch die Type-C Anschlüsse an PCs nutzen. Mein ASUS Motherboard reagiert übrigens beim Anschluss am Typ-C Port nicht anders auf das ROG Phone, als auf andere Smartphones – fast schon schade.

Wie dem auch sei, das Asus ROG Phone 3 unterstützt QC 4.0 mit 30 Watt, die das Smartphone in weniger als 50 Minuten vollpumpen. Von 0 auf 80 kommt man in ca. 30 Minuten. Die restliche Zeit geht für die letzten 20 % drauf. Das sind sehr gute Werte und man braucht vergleichsweise wenig Zeit, um einen adäquaten Wert zu erreichen, mit dem das Smartphone wieder einige Stunden durchhält.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Das ASUS ROG Phone 3 stellt erneut die Speerspitze der Gaming-Smartphones dar. Die AirTrigger funktionieren tadellos und sind sogar Druckstärken sensitiv. Das Display ist top, der Prozessor sowieso und selbst der Akku verspricht lange Freude zwischen den Ladezyklen.

Geschmackssache sind das Design, das zumindest aus der Masse heraussticht und die LED-Beleuchtung. Etwas Over the Top wirkt der Activ Cooler 3, den man einfach nicht braucht.

Vonseiten der Kamera kommt das ASUS ROG 3 nicht ganz an die Konkurrenz heran. Wenngleich die Sensoren in vielen Situationen sehr gute Bilder liefern, der Fokus liegt einfach nicht auf einer guten Kamera. Hier liegt auch der größte Unterschied zu stinknormalen 800€ Flagship Smartphones.

Wer allerdings wirklich viel mit seinem Smartphone spielt und es eher horizontal als vertikal in der Hand hat, für den hat ASUS einige schlaue Ideen integriert, wie den zweiten USB-Port, der selbst mit angeschlossenem Kabel nicht stört, oder die große Anzahl an verschiedenen Menüs in der Kurzwahl leiste, die auch sinnvoll sind, da man fürs Spielen doch das ein oder andere umstellt.

Ich finde das ROG Phone 3 ist ein gelungenes Gaming-Smartphone, aber kein Gerät für jedermann. Zudem kommt der Preis. Die völlig ausreichende Basis Version kostet schon 800 €, das Top-Model sogar 1100 €. Ein Preisbereich, in dem es haufenweise starke Konkurrenz gibt, die aber einfach einen anderen Fokus hat. Wer vor dem Flashen nicht zurückschreckt, der bekommt die CN Version des Gerätes natürlich deutlich günstiger und kann so schon ein Schnäppchen machen.

Wer mit etwas weniger Finesse zufrieden ist und den Geldbeutel schonen will, der schaut sich das Nubia Red Magic 5S an. Wer aber kaum Kompromisse eingehen will, der kommt für „professionelles“ Gaming nicht um das ROG Phone 3 herum.


Gesamtwertung
91%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
95 %
Leistung und System
90 %
Kamera
75 %
Konnektivität
95 %
Akku
100 %

Preisvergleich

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Daniel Nussbaumer
Gast
Daniel Nussbaumer (@guest_69569)
10 Tage her

Hallo Zusammen, ich habe mir auch überlegt das ROG 3 Phone zu erwerben. Dann habe ich gesehen, dass es keinen IP 67 oder IP 68 Schutz hat, das fand ich nicht so toll. Deshalb habe ich mich für das Razer Phone 2 entschieden- Und ich bin begeistert! Diese Lautsprecher Boxen-WOW Kann mit nicht vorstellen das die des ROG Phone 3 besser sind. Auch ist es Wassergeschützt. Kamera bei beiden nicht so Top aber es genügt. Akku des Razer Phone 2 ist kleiner, dafür handlicher und das RGB Licht auf der Rücksteite mit über 16Millionen Farben gefällt mir persönlich viel besser… Weiterlesen »

Dirty Harry
Gast
Dirty Harry (@guest_69074)
23 Tage her

Hallo zusammen,

kann es sein das die Benachrichtigungsled auf der Vorderseite nur 3 Farben kann (Gelb, Rot und Grün)?

Gruß
Dirty Harry

max-drechsel
Gast
Max Drechsel (@guest_69075)
23 Tage her
Antwort an  Dirty Harry

Hallo Harry,

sie kann mehr. Allerdings sind im System nur Optionen für die drei Farben hinterlegt. Wenn die App aber selbst Farben wählbar hat, zum Beispiel Telegram, dann sind auch andere Farben möglich.

LG

Max

Bert
Gast
Bert (@guest_68878)
29 Tage her

Zwei kurze Anmerkungen zum Review:
RoG steht afaik fuer “Repulic of Gamers” (nicht Games).
Bei der Dicke/Tiefe duerfte ein Komma fehlen.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
29 Tage her
Antwort an  Bert

Danke für die Hinweise. Sollte jetzt passen.

Beste Grüße

Jonas

Bert
Gast
Bert (@guest_69152)
21 Tage her
Antwort an  Jonas Andre

Hallo Jonas,

in den Technischen Details und im Fliesztext zu “Design & Verarbeitung” steht noch, dass das Geraet 96mm dick sei; hier meinte ich mit meinem Hinweis, dass wahrscheinlich 9,6mm gedacht waren.

BG,
Bert

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
21 Tage her
Antwort an  Bert

Erledigt. Vielen Dank für den Hinweis!

Beste Grüße

Jonas

Timo
Gast
Timo (@guest_69961)
14 Stunden her
Antwort an  Jonas Andre

Kann man das twinview 2 dock mit dem 3er benutzen

max-drechsel
Gast
Max Drechsel (@guest_69984)
1 Stunde her
Antwort an  Timo

Hi Timo,
Ich konnte bisher keinen Hinweis darauf finden, dass dies möglich ist. Wenn die Pinbelegung gleich geblieben ist, besteht die Möglichkeit. Aber ich denke Asus wird wollen das Mann das Dock 3 kauft.

LG

Max