Kennt ihr das auch? Ihr schaut durch die Amazon Listen dieser Welt oder vielleicht auf Chinahandys.net und denkt euch: “Das Handy hab ich doch schon mal gesehen?” Nun, so ging es mir, als ich die Padmate PAMU ausgepackt habe. Die kannte ich doch von irgendwo her. Richtig, am Anfang der True Wireless Ära hatten wir die Tronsmart Spunky Buds im Test.

Da die Earbuds 1:1 identisch in Form, Farbe, Größe und Inhalt sind, wird hier Vieles stehen, was bei den Tronsmart Spunky buds schon stand. Trotzdem viel Spaß beim Lesen.

Design/Verarbeitung/Lieferumfang

Padmate Pamu Test 5

Hier der Vergleich der Ladestationen

Wie auch Tronsmart richtet sich Padmate an das mittlere Preissegmet … Oder doch nicht? Wer sich das Lineup von Padmate ansieht, der erkennt schnell, dass es dort recht ansehnliche Kopfhörer in einem modernen Design gibt. Teilweise sind da optisch echte Perlen dabei. Allerdings scheinen die meisten Modelle zugekauft zu sein und dann wird da ordentlich Gewinn draufgeschlagen. So will Padmate für die umgelabelten Tronsmart Spunky Buds gleich 69€, statt der ehemaligen 35 € von Tronsmart. Die Präsentation der einzelnen Kopfhörer ist aber auch wesentlich besser als bei der Vorlage. Außerdem gibt es die PAMU X13 auch in Weiß mit einer Art Lederoptik. Wenn Tronsmart damals diesen Preis aufgerufen hätte, wären sie wohl auf weiter Flur alleine gewesen. Doch heute gibt es Konkurrenz wie Meizu, Xiaomi, Aukey, Taotronics und viele mehr, da ist es nicht leicht mit so einer Ambition zu bestehen.

Die Padmate X13-PAMU kommen mit einer runden Ladestation mit einem Durchmesser von 7,5 cm (3,5 cm dick). Der Deckel lässt sich durch einen Knopfdruck anheben und dann zur Seite wegdrehen. Das sieht zwar schick aus, ist aber nach wie vor auch eine Schwachstelle der Konstruktion, da der geöffnete Deckel sehr leicht abknicken kann. Trotzdem erfüllt er erstmal seine Funktion und ist obendrein noch mit einem nett anzusehenden Muster versehen. An der  Front befinden sich vier blaue Status LEDs, die jeweils 25 % des Ladestands der Station anzeigen. Rechts von diesen befindet sich der Micro-USB-Port und auf der gegenüberliegenden Seite der bereits erwähnte Knopf.

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Bei geöffneter Abdeckung wird der Blick auf die darin liegenden „X13-PAMU“ gewährt. Wireless Earbud typisch werden diese mit Magneten an den, jeweils zwei dafür vorgesehenen vergoldeten Ladekontakten gehalten. Beim Einsetzen können die Earbuds schon mal an den Kanten hängenbleiben, insgesamt ist aber genug Platz.

Die Earbuds selber sind recht groß geraten. 3 cm in der Tiefe und 3 cm in der Länge, außerdem noch 2 cm in der Breite. Die Besonderheit, mit der sich Tronsmart von der Konkurrenz abheben wollte, waren Touchpads. Tatsächlich sind diese auch heute noch nicht der Brot und Butter Standard und so haben die PAMU der üblichen Variante mit Knöpfen etwas voraus. Das Touchpad ist im selben Muster gehalten wie die Abdeckung der Ladestation, deckt die komplette Oberseite ab und reagiert sehr leicht auf „Druck“(Touch).

Padmate Pamu Test 4 Padmate Pamu Test 5 Padmate Pamu Test 7Tronsmart Encore Spunky Buds True Wireless Headphones 4

Eingaben werden zügig umgesetzt. Das Touchpad ist gut fühlbar und leicht zu bedienen. Als Halterung dient neben den Lautsprecherausgang auch noch ein kleiner Hacken, den man in die Ohrfalte eindrehen kann, um noch mehr Halt zu gewährleisten.

Etwas, was mir nach wie vor nicht richtig gefällt, ist die Umsetzung von Folgendem: Nachdem man die PAMU aus der Ladestation entnommen hat, schalten diese sich an und man kann sie verbinden. Nach 5 Minuten schalten sich die Earbuds wieder ab, reagierten aber in abgeschaltetem Zustand nicht auf Toucheingaben. Erst ein kurzes Einsetzen und anschließendes Entnehmen aus der Ladestation reaktivierte die Earbuds. Das ist Mist, wenn man mal länger beim Hören unterbrochen wird. Gleichzeitig ertappe ich mich immer wieder, dass ich die Earbuds nicht gleich verwende, nachdem ich sie aus der Station genommen habe, was durch die sofortige Aktivierung zu unnötigem Akkuverbrauch führte. Mit der Aktivierung kann ich ja noch leben, das wurde mittlerweile oft adaptiert. Leider eben auch mit der selben Schwäche, dass Ein-, An, oder Abschalten ohne zu warten oder ohne die Station nicht möglich ist.

Das Design der X13-PAMU ist schick, das Muster auch heute noch etwas außergewöhnlich gewählt. Die Touch-Funktion ist ebenfalls noch immer angenehmer zu bedienen als die meisten Knöpfe.

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Ein nicht zu vernachlässigendes Alleinstellungsmerkmal ist die IPX5 Wasserschutz Klassifizierung. Dadurch sollen die Buds, wohl aber vermutlich nicht die Station, gegen Strahlwasser geschützt sein. Sicherlich auch hilfreich gegen Schweiß.

Lieferumfang der Padmate Pamu

Padmate Pamu Test 3

Auch die Ausstattung der Padmate PAMU ist identisch zu den Tronsmart Encore Spunky Buds. Die Schachtel ist eher noch schmuckloser geworden.

  • Ladestation (470 mAh)
  • Quickstart Guide (englisch, chinesisch)
  • Garantiekarte
  • 3 x 2 Aufsätze (S, M, L)
  • Micro-USB auf USB-A Kabel (30 cm)
  • Gebrauchsanweisung (englisch, chinesisch)

Tragekomfort

Padmate Pamu Test 13

Immernoch lassen sich die X13 – PAMU sehr angenehm tragen und sitzen sicher an ihren Plätzen. Auch kleine Ohren dürften noch Platz für die Buds bieten, da diese ihre „Masse“ nicht ins Ohr legen, sondern diese quasi davon abstehen lassen. Aus demselben Grund dürften auch Piercings kaum ein Problem darstellen. 2019 klingen 6 mm Breite Lautsprecherausgänge recht groß, durch die ovale Form wirken sie jedoch recht klein. 13,4 Gramm bringen die beiden Earbuds zusammen auf die Waage. Das Gewicht verteilt sich trotz allem gut im Ohr. Gedrückt hat auch nach einer längeren Tragezeit nichts.

Die Form der Ladestation begünstigt noch immer die Mitnahme der Ladestation, auch wenn sie für Hosentaschen etwas zu groß sein dürfte. Etwas schade ist nur, dass man durch den geschlossenen Deckel nicht sehen kann, ob die Earbuds noch laden.

Soundqualität

Naaa, welcher ist von Padmate und welcher von Tronsmart?

Was schon für die Encore Spunky Buds galt, gilt auch für die PAMU: So richtig überzeugen wollen sie nicht. Es gibt mittlerweile so viele Modelle, die sogar meist ein gutes Stück günstiger sind. Was mir im Test wieder auffiel, war das Einspielen der Kopfhörer. Dieser Effekt ist nicht super ausgeprägt, aber in den ersten paaren Minuten Bratzelt es hier und da ordentlich! Der Effekt ebbt aber nach einer Weile und verschiedenster Musik ab und ist dann nur noch bei bestimmten Stücken verstärkt wahrnehmbar, verschwindet aber auch nicht ganz.

Exakt das gleiche Verhalten legten die Spunky Buds an den Tag. Man darf also davon ausgehen, dass sich auch an der Technik nichts geändert hat, was das Datenblatt ebenfalls belegt. Bis hin zu der Auffälligkeit, dass die Padmate PAMU mit AAC beworben werden, dieses aber bei aktiver Verbindung nicht genutzt wird und auch nicht manuell aktivierbar ist.

Tronsmart Encore Spunky Buds True Wireless Headphones 1

Rohdaten

    • Frequenz: 20-20000 Hz
    • Bluetooth: 4.2
    • Widerstand: 52 Ohm
    • Modellnummer: X13
    • Einzelnutzung: Ja
    • Lautstärke: 97 dB
    • Reichweite: 9 m
    • Apt X: Nein
    • Codecs: A2DP, HFP, HSP, SBC, AAC
    • Akkukapazität EB: 50 mAh
    • Akkukapazität LS: 470 mAh
    • Wasserresistenz: IPX5

Sound

Padmate Pamu Test Treiber

Soundtechnisch bleibt wohl alles gleich, hier und da mag sich die Wahrnehmung geändert haben, auch weil man bessere Geräte gehört hat. Aber im direkten Vergleich, jeweils ein Earbud von Tronsmart und Padmate, konnte ich keine Unterschiede heraushören.

Im Hintergrund gelegene hohe Töne liegen nicht wirklich und werden gerne mal verschluckt. Bässe und allgemeine Tiefen gehen gut von der Hand und sind recht ausgeprägt. Teilweise kann man schon sagen, dass sich richtig Druck aufgebaut hat. Das würde zumindest dafür sprechen, dass wirklich 10mm Treiber verbaut werden. Mitten erklingen recht klar und werden weitestgehend sauber vom Rest getrennt. Die Stabilität der Lautstärke war im Übrigen brauchbar. Unter 50 % sind die Earbuds im Alltag immer noch etwas zu leise, in den allerhöchsten Einstellungen leidet dann die Qualität. Bis 85 % kann man aber guten Gewissens aufdrehen, für die Meisten dürfte das reichen.

Abgesehen von den guten Bässen und Tiefen bleiben die X13-PAMU aber eher unteres Mittelmaß, vor allem im Vergleich zur nun stärkeren Konkurrenz.

Pairing

Das Pairing läuft an sich problemlos. Wie schon beschrieben, schalten sich die Earbuds ein, sobald man die Kopfhörer aus der Station entnimmt. Danach wird direkt mit dem Pairing-Vorgang begonnen. Ist ein Smartphone gefunden, bei dem die Kopfhörer schon einmal gekoppelt waren, werden diese zügig wieder verbunden. Die beiden Kopfhörer lassen sich auch unabhängig voneinander einzeln betreiben. Das Pairing wird durch eine Sprachausgabe unterstützt. „Pairing“ beschreibt dabei die Suche nach dem jeweils anderen Earbud oder dem Host-Gerät. „Source connected“ ertönt, wenn sich die Kopfhörer untereinander oder mit der Quelle verbunden haben. Für die Aktivierung und Deaktivierung gibt es ebenfalls Sprachhinweise.

Erhält man einen eingehenden Anruf, wird die Nummer vorgelesen. Ich finde das immer etwas komisch, da es einfach nur Zeit kostet und in der Regel kaum einer alle Nummern auswendig weiß. Geschweige denn, was mit der Nummer anfangen kann, wenn es eine fremde ist.

Da die ehemaligen Encore Spunky Buds ein paar der ersten Earbuds mit Toucheingabe waren, liegt vielleicht nahe, dass die Funktionen begrenzt sind. Das hat man auch bei Padmate so übernommen. Die Touch Eingaben lassen sich also quasi an einer Hand ablesen:

1 x Drücken rechts/links: Pause/Play
2 x Drücken rechts/links: nächster Titel
1 x Drücken links bei Anruf: annehmen
2 x Drücken links bei Anruf: ablehnen

Wenn die Verbindung steht, ist diese gut. Auch durch Mauern oder über Etagen hinweg ist das Hören kein Problem, solange die Entfernung nicht mehr als 9 Meter beträgt.

Zwar gibt es einige positive Eigenschaften der Earbuds, es bleiben aber auch die schlechten Eigenschaften. Wieder hatte ich beispielsweise mehrere Stunden und Tage keine Probleme und dann  kam es immer wieder zu kurzen Unterbrechungen, wenn ich mein Handy aus der Hosentasche gezogen habe. Die Kopfhörer haben dabei nicht ihre Verbindung verloren, stattdessen stoppte die Musik nur für eine Sekunde und lief dann weiter.

Sprachqualität

Ebenfalls wieder vorhanden ist das Mikrofon an beiden Earbuds. Die Position des Mikrofons ist beim Tragen nach unten, also zum Mund hin, gerichtet. Die Kommunikation über diese war ganz brauchbar. Selbst unter einem Motorradhelm mit nur einem Kopfhörer hat man mich gut verstanden. Im Gegenzug verstand ich auch den Gesprächspartner sehr gut. Fürs Telefonieren sind die Kopfhörer jedenfalls zu empfehlen. Zum Abheben reicht ein einfaches Antippen des Touchfelds. Nach einem Telefonat wurde die Musikwiedergabe ohne weiteres Zutun fortgesetzt.

Akkuleistung

Padmate Pamu Test 6

Mit Blick auf die erstarkte Konkurrenz leidet die Akkuleistung besonders. Im Besten fall, bei ca. 50–60 % Lautstärke, reichte der Akku knapp drei Stunden am Stück, um Musik zu hören. Das ist mittlerweile kein guter Wert mehr und wird von vielen anderen Modellen teils großzügig geschlagen. Dazu kommt, dass man sich höheren Lautstärken schnell der 2 bis 2 ½ Stunden Marke nähern. Dafür das 50 % schon recht leise sind, sind das keine rosigen Aussichten.

Die 50 mAh fassenden Earbuds wollen anschließend auch wieder geladen werden. Die Ladestation stellt 470 mAh bereit, immerhin flunkert Padmate nicht bei der Angabe. Das reicht grob für 3 Ladungen beider Earbuds, was ebenfalls nicht gerade toll ist. Vier Ladungen sollten bei diesen Werten locker drin sein.

Padmate Pamu Test Ladung

Zudem hatte ich oft das Gefühl, dass die letzte, also die dritte Ladung, nicht ganz 100 % erreichte. Dies kann wohl auf die immer sofort aktivierten Kopfhörer geschoben werden, die dann, egal ob benutzt oder nicht, wieder eine kurze Ladung benötigen. Für eine volle Ladung brauchen die Earbuds ca. 1 ½ Stunden, was durchschnittlich ist. Die Ladestation hingegen war nach ca. 3 Stunden am Netzteil wieder auf 100 %.

Fazit und Alternative

max-drechsel
Max Drechsel:

Ich werte die Padmate X13-PAMU ab, gleiches gilt quasi für die Tronsmart Encore Spunky Buds. Das Gebotene ist im Vergleich zur Konkurrenz einfach zu schwach. Tatsächlich konnten mich nur die Bässe und die Mikrofon Qualität überzeugen. Gerade Letzteres war wieder überraschend gut. Der Tragekomfort ging auch noch in Ordnung.

Richtig schlecht schneiden die X13 aber in Sachen Akkuleistung ab. Auch die allgemeine Soundqualität leidet, wenn es gerade nicht nur um Bässe und Tiefen geht. Für Ende 2018 waren die Kopfhörer durchaus brauchbar und sogar zu empfehlen. Doch die Zeit und vor allem die Konkurrenz steht nicht still. Es gibt zwar bisher noch immer nicht viele wirklich hochwertig produzierte Earbuds, aber zu den Padmate X13-PAMU sollte man wirklich nicht mehr greifen. Gerade bei einem Preis von über 60 €.

Schaut lieber mal in unsere Bestenliste, da gibts wesentlich besseres für diesen Preisbereich und auch darunter!

69%
  • Design / Verarbeitung 75 %
  • Tragekomfort 80 %
  • Soundqualität 70 %
  • Sprachqualität 80 %
  • Akkuleistung 60 %
  • Preis / Leistung 50 %

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