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Tecno Spark 7 im Kurztest

Getestet von Lennart Moog am Bewertung: 78%
Vorteile
  • starker Akku
  • gute Software
  • gute Kamera
  • 3,5 mm Klinkenanschluss
Nachteile
  • Micro USB
  • schwache Performance
  • kein E-Kompass
  • schlechter Fingerabdruck-Sensor
  • nur englische Systemsprache
Springe zu:
CPUMediatek Helio A25 - 4 x 1,8GHz + 4 x 1,5GHz
RAM3 GB RAM
Speicher64 GB
GPUIMG PowerVR GE8320 - 650MHz
Display 1600 x 720, 6,5 Zoll 60Hz (IPS)
Betriebssystem - Android 11
Akkukapazität6000 mAh
Speicher erweiterbar Ja

Speichererweiterung
Hauptkamera16 MP
Frontkamera8 MP
USB-AnschlussMicro-USB
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 3, 7, 8, 20, 38, 40
NFCNein
SIMDual - nano
Gewicht-2 g
Maße165 x 76 x 9,5 mm
Antutu99272
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am06.02.2022

Tecno – ein bis dato in Europa (noch) unbekannter Hersteller für Smartphones und Tablets aus China – möchte seine Produkte nun Schritt für Schritt auch nach Europa bringen. In den letzten zwei Jahren haben wir schon ein paar Mal über das Unternehmen berichtet und mit dem Spark 7 haben wir jetzt das erste Gerät aus dem Hause Tecno im Test. Bisher ist der Hersteller größtenteils auf dem asiatischen und afrikanischen Markt vertreten. Während Tecno in letzter Zeit eher Schlagzeilen mit teureren Geräten gemacht hat, haben wir es hier mit einem Einsteigergerät mit einem 6.000 mAh Akku und Android 11 zu tun. Außerdem ist im Tecno Spark 7 ein 6,5 Zoll großes Display verbaut und für die Performance ist ein Mediatek Helio A25 zuständig.

Design & Verarbeitung

Das 6,5 Zoll große HD+ Display wird an den Seiten von 2,5 Millimeter Rand und oben und unten von 3 Millimeter beziehungsweise 5 Millimeter Rand umfasst. Mittig oben ragt die Frontkamera in Form einer Tropfen-Noch in das Display hinein. Das Gehäuse besteht aus mattem Plastik. Rahmen und Rückseite sind aus einem Stück gefertigt. Auf der rechten Seite sitzen von oben nach unten die Lautstärke-Tasten und die Power-Taste. Auf der linken Seite sitzt lediglich der Triple Slot für zwei SIM-Karten und zusätzlich eine Micro-SD Speicherkarte. Die Oberseite ist komplett blank gehalten. Auf der Unterseite sitzen schließlich von links nach rechts ein Mikrofon, der Micro-USB (!) Anschluss zum Aufladen des Geräts und ein Kopfhörer-Anschluss. Wieso Tecno hier Micro-USB verbaut, ist mir absolut unerklärlich und trotz sonst sehr guter Verarbeitung ist dies ein großer Kritikpunkt. Andere Hersteller verbauen im gleichen Preissegment schon USB-C. Das Gerät misst 165 x 76 x 9,5 Millimeter.

Die Rückseite besitzt leicht geriffelte Strukturen und unten links ist in großen Buchstaben die Bezeichnung des Smartphones eingraviert. Oben links sitzt – wie für viele Smartphones üblich – das Kamera-Setup. Dieses ragt kaum aus der Rückseite hervor. In der oberen Mitte liegt der Fingerabdruck-Sensor.

Die Verarbeitung des Tecno Spark 7 ist einwandfrei. Das Smartphone ist sehr robust und es knackt nirgends etwas. Einzig die Tasten haben etwas Spiel, was ich aber zu keinem Zeitpunkt als störend empfunden habe, denn die Druckpunkte der Tasten sind ausgezeichnet.

Lieferumfang des Tecno Spark 7

  • Tecno Spark 7
  • Silikon-Case
  • Netzstecker und Micro-USB-Kabel

Display

Das 6,5 Zoll IPS HD+-Display löst mit 1600 x 720 Pixel auf, was 270 Pixel pro Zoll bedeutet. Diese Bildpunktdichte ist eher niedrig und einzelne Pixel sind beim genauen Betrachten erkennbar, insgesamt stört die Auflösung im Alltag aber nicht. Die Helligkeit ist in Innenräumen ausreichend, in freier Umgebung aber nicht überzeugend. Hier hätte ich mir etwas mehr erwartet. Dafür sind aber die Farben und Kontraste optimal sowie die Blickwinkel insgesamt sehr stabil. Die Helligkeit des Displays beträgt ca. 400 Lux. Multitouch ist mit bis zu 5 Punkten möglich.

Leistung des Tecno Spark 7

Für die Performance ist der bereits vor knapp zwei Jahren vorgestellte Mediatek Helio A25 zuständig. Der Helio A25 wurde im Februar 2020 schon als absolutes Einsteigerprodukt für günstige Smartphones vorgestellt und demnach ist die Performance jetzt nicht mehr ganz so gut, wie man es sich von einem eigentlich neuen Smartphone erhoffen würde. Für Grafikanwendungen kommt der IMG PowerVR GE8320 zum Einsatz.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi

Dem Chipsatz stehen in unserem Testgerät 64 GB Massenspeicher und 3 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Alternativ gibt es noch eine Version des Spark 7 mit 32 GB Massenspeicher und nur 2 GB Arbeitsspeicher. Der Arbeitsspeicher wirkt – auch in dieser Preisklasse – etwas gering, jedoch ist das System des Tecno Spark 7 so gut angepasst, dass dies nicht sonderlich negativ ausfällt. Das Gerät reagiert immer etwas zu spät auf Eingaben, es kommt aber nicht zu Abstürzen. Insgesamt ist das Gerät aber ziemlich langsam, was primär beim Scrollen durch die Einstellungen, den App-Drawer oder durch den Browser auffällt.

System

Die Grundlage des Systems bietet Android 11. Tecno liefert das Gerät allerdings nicht – wie für kleine chinesische Hersteller üblich – mit reinem Android aus, sondern passt dieses mit einem eigenen User Interface (kurz UI) selbst an. Diese Anpassung heißt bei Tecno „HiOS“ und orientiert sich stark an reinem Android. Anpassungen seitens des Herstellers sind größtenteils kosmetischer Natur. Die App-Icons sehen anders aus, ebenso erscheinen die System-Apps in einem eigenen Design. Bei China-Herstellern kommt es selten vor, dass Geräte mit einem hauseigenen Browser ausgestattet sind oder eine eigene Galerie und Datei-Manager haben, beim Spark 7 ist genau das jedoch der Fall. Neben dem Google Playstore ist auch noch der hauseigene „Palm-Store“ verfügbar, um Apps und Spiele zu installieren. Wichtig zu erwähnen ist außerdem, dass das System (noch) nicht für den europäischen Markt angepasst ist und das System somit nur auf Englisch – nicht jedoch auf Deutsch – nutzbar ist. Ein Kritikpunkt ist die massenhaft installierte Bloatware. Diese ist allerdings einfach zu deinstallieren.

Kamera des Tecno Spark 7

Das Tecno Spark 7 besitzt auf der Rückseite eine Dual-Kamera. Jedoch ist nur eine der beiden Sensoren eine Kamera. Die zweite ist ein Fake-Sensor. Der 16 Megapixel Hauptsensor macht aber erstaunlich gute Bilder. Schärfe und Dynamik sind gut. Dazu trägt hauptsächlich die gute Kamerasoftware bei, denn gerade die Kamera-App hat mich wirklich begeistert.

Die App hat ein leicht verspieltes, aber dennoch „aufgeräumtes“ und übersichtliches Design. Nur die Performance macht der guten Kamera (-Software) einen Strich durch die Rechnung. Gerade hier hat das Gerät teilweise Probleme mit der Verarbeitung der Eingabebefehle.

Die Frontkamera mit 8 Megapixel liefert ebenfalls akzeptable Ergebnisse. Interessant hier ist der von Tecno angepriesene Dual-Flash. Tecno hat auf der Vorderseite rechts und links oben jeweils einen Blitz verbaut, womit auch Selfies in kompletter Dunkelheit gut ausgeleuchtet sind.

Konnektivität

Der Fingerabdruck-Sensor funktioniert nur bei 2 von 10 Versuchen, was eine miserable Bilanz darstellt. Hier können andere Hersteller im gleichen Preissegment Besseres liefern. Die etwas weniger sichere Variante – die Entsperrung via Gesicht – funktioniert hingegen zuverlässig. Der Lautsprecher des Tecno Spark 7 sitzt ungewöhnlicher Weise nicht unten im Rahmen, sondern man kombiniert hier die Hörmuschel für Telefonate o.Ä. mit dem eigentlichen Lautsprecher. Somit wird auch die Hörmuschel bei Telefonaten ausreichend laut. Der Lautsprecher an sich macht einen guten Job. Die maximale Lautstärke ist ausreichend und es klingt nicht übermäßig blechern. Um Musik aber wirklich genießen zu können, sollte man entweder den 3,5 Millimeter Klinkenanschluss auf der Unterseite verwenden oder externe Audiogeräte via Bluetooth 5.0 anschließen. Als WiFi-Standard gibt es nur Version 4, also kein Dual-Band 5GHz.

Die unterstützten Mobilfunkfrequenzen im 4G Netz sind LTE: B1/ 3/ 7/ 8/ 20 /38/ 40. Das in Deutschland essenzielle Band 20 ist in der globalen Version also verfügbar und der LTE-Empfang sollte somit kein Problem sein. An Sensoren sind nur die Notwendigsten verbaut, so hat man Beschleunigungssensor, Näherungssensor, Helligkeitssensor und GPS. Das Navigieren funktioniert sowohl zu Fuß als auch im Auto gut. Es gibt aber keinen Kompass für die Richtungsanzeige.

Akkulaufzeit des Tecno Spark 7

Akkulaufzeit Einheit: Std

Der 6.000 mAh Akku hält eine gefühlte Ewigkeit. Tecno verspricht auf der Produktseite zum Spark 7 eine Standby-Dauer von bis zu 30 Tagen. Dies kann ich nicht genau bestätigen, allerdings ist der Standby-Verbrauch sehr gering und das Gerät ist auch nach einer Woche im Standby-Modus noch lange nicht leer. Mit einer Akkuladung kommt man locker durch 2 Tage. Teilweise schaffte ich auch entspannt ganze 3 Tage. Das ist ein super Ergebnis. Die Displayzeit liegt durchschnittlich bei 18 Stunden. Mit solchen Werten können nur wenig Smartphones mithalten. Ein Grund hierfür dürfte der schwache Prozessor sein. Ist der Akku leer, wird er mit 10 Watt innerhalb von 4-5 Stunden wieder voll aufgeladen.

Testergebnis

Getestet von
Lennart Moog

Beim Tecno Spark 7 handelt es sich um ein gutes Smartphone, das von einem besseren Prozessor sehr profitiert hätte. Vor allem bei den System-Apps und gerade der Kamera-App merkt man, dass Tecno es ernst meint und auch schon länger in Asien und Afrika erfolgreich ist. Vor allem der starke Akku konnte neben der guten Kamera und dem Display überzeugen.

Ich sehe bei Tecno auf jeden Fall viel Potenzial für die Zukunft und es bleibt abzuwarten, wie sich die Expansion nach Europa gestaltet. Sobald Tecno auf dem europäischen Markt Fuß gefasst hat, kann der Hersteller ein starker Konkurrent für Redmi, Poco, Realme und Co. werden.


Gesamtwertung
78%
Design und Verarbeitung
80 %
Display
90 %
Leistung und System
60 %
Kamera
80 %
Konnektivität
70 %
Akku
90 %

Preisvergleich

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André
Gast
André (@guest_85228)
5 Monate her

Ich habe ein Tecno Pova 2 seit einem halbes Jahr. Habe es mir damals aus Indien mitgebracht. Ich kann die Marke nur empfehlen. Allerdings ist der Preis für das Smartphone und die Technik viel zu hoch. Da bieten manche Geräte unter 100€ eine bessere Ausstattung. Maximal 50% Bewertung.

Hans Schwarz
Gast
Hans Schwarz (@guest_84924)
6 Monate her

Ich verstehe die 78% nicht. Fingerabdrucksensor nahezu nicht zu gebrauchen und ein Micro-USB-Anschluss. Das sind doch für 2022er Handy schon Richtwerte für ne 60%-Bewertung. Alles andere scheint mir wenigstens der Preisklasse angemessen zu sein.

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_84936)
6 Monate her
Antwort an  Hans Schwarz

Mit wäre es völlig egal ob Micro USB oder USB C. Beide Anschlüsse würden hier an diesem Smartphone vollumfänglich die Funktion erfüllen. Der enorm langsame Prozessor ist eher hier der Wert, welcher Richtung 60% n.m.M. dentiert

DIGINON
Gast
DIGINON (@guest_84945)
6 Monate her
Antwort an  Shorty2020

Und “Leistung und System” ist auch am niedrigsten (mit 60%) bewertet.

Steinlaus
Gast
Steinlaus (@guest_84912)
6 Monate her

Danke für den Test! Tecno konzentriert sich stark auf die Mittelklasse und ist durchaus (z.b bei gsmarena) kein unbeschriebenes Blatt. Ich hoffe sehr, dass sie nach Europa expandieren, denn ihre Smartphones überzeugen eigentlich immer mit guten bis sehr guten Ergebnissen. Gerade für Kamera-Software scheinen sie ein gutes Händchen zu besitzen.

Shorty
Gast
Shorty (@guest_84911)
6 Monate her

Danke für den ausführlichen Test! Testet doch mal bitte ein besser ausgestattetes Gerät dieser Marke.

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