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Ulefone Power Armor 16 Pro im Test

Getestet von Philip Hauck am
Updatezeitraum: Pro_SH1_V01
Bewertung: 75%
Vorteile
  • robust wie ein Backstein
  • sehr lauter Lautsprecher
  • praktisches Endoskop inklusive
  • riesiger Lieferumfang
  • lange Akkulaufzeit
  • Klinkenanschluss
  • helle Taschenlampe
Nachteile
  • schwer wie ein Backstein
  • scheppernder Lautsprecher
  • miese Endoskop-Bildqualität
  • langsame Hardware
  • mäßige Kameras
Springe zu:
CPUMediatek Helio G25 - 4 x 2 GHz + 4 x 1,5 GHz
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB
GPUPowerVR GE8320 - 650MHz
Display 1440 x 720, 5,9 Zoll 60Hz (IPS)
Betriebssystem - Android 12
Akkukapazität9600 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid

Hybrid
Hauptkamera16 MP + 2MP (dual)
Frontkamera8 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 66
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht410 g
Maße174x84x8,5 mm
Antutu113770
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am27.12.2022

Nach dem Teil lecken sich Mac Gyver und Bear Grylls die Finger: Das Ulefone Power Armor 16 Pro ist Powerstation, Schweizer Taschenmesser und Bärentöter in einem. Mit einem gefühlten Hostentaschen-Gewicht von einer Tonne und einer Wagenladung Zubehör macht das Testen des Smartphone-Multitools richtig Laune. Ob der Chinabrummer mehr kann als nur dick auftragen, soll der Test zeigen.

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Ist das ein Backstein? Ein Vorschlaghammer? Oder doch ein Smartphone, gefüllt mit Blei? Klar ist nur: Das Ulefone Power Armor 16 Pro macht Massephase! Schon klar, von nix kommt nix. Der 9600 mAh-Akku, ein 5,93-Zoll-Display, Rundum-Panzerung wie eine Präsidentenlimo und eine mords Kamera-Lautsprecher-Taschenlampen-Auswucherung auf der Rückseite wiegen ein paar Gramm extra.

Ulefone Power Armor 16 Hand Test 2Mit den Abmessungen von 174 x 84 x 18,5 Millimeter bringt das Smartphone-Schwergewicht 410 Gramm auf die Waage. Verglichen damit sind Vorgänger wie das Armor 13, das sogar 13.000 mAh auffährt, kaum schwerer. Das Gewicht ist in etwa das Doppelte eines normalen Smartphones.

Also dann, Ulefone, Butter bei die Fische: Wer zum Geier braucht so einen Knochen? Ernsthaft brauchen vermutlich niemand. Mit wollen sieht es wieder ganz anders aus. Die Zielgruppe sind Freiluftfanatiker, Naturburschen und solche, die einfach was in der Hand brauchen.

Ulefone Power Armor 16 Hand Test 1

Los geht’s bei der robusten Schale, pardon, dem Panzer! Das Äußere ist eine wilde Mischung aus Aluminium an den Flanken, Carbonoptik auf der Rückseite und viel Plastik. Alles in allem fasst es sich aber gut an und hinterlässt einen hochwertig und sehr robust verarbeiteten Eindruck.

Den Brocken bekommt niemand so schnell klein. Oder anders, in Zertifikat-Sprache ausgedrückt: Das Ulefone Power Armor 16 Pro kann IP68, IP69K und MIL-STD-810G. Das bedeutet: Es ist eine ganze Weile in 1,5 Metern Tiefe wasserdicht, hält Druck, Staub, Stürzen und extremen Temperaturen Stand. Der Hersteller nennt das „Militärstandard“ – poah, ey.

Hör mal, wer da hämmert

Was niemand übersehen kann: Das gigantische Geschwür auf der Rückseite, das vor lauter Kameras und Lautsprecher zu platzen droht. Ulefone schreibt dazu auf seiner Website: „Es ist der wahrscheinlich größte Lautsprecher an einem Smartphone.“ Das dürfte nicht gelogen sein. Satte 122 Dezibel sollen die Membranen nach außen wummern, das entspricht dem Röhren einer Motorsäge. Beim bundesweiten Probealarm am 8. Dezember 2022 war das Ulefone Power Armor 16 Pro jedenfalls das lauteste Gerät im gesamten Büro.

Ulefone Power Armor 16 Rueckseite 1

„Jede Frequenz klingt wundervoll und der Bass ist herausragend“, wirbt Ulefone und bindet dem Kunden damit einen Soundbären auf. Der Lautsprecher macht zwar wirklich richtig Lärm, aber von wundervollen Klängen und echten 122 dB kann nun wirklich keine Rede sein.  Als Knalltüte bei einer spontanen Picknick-Party tut’s die Schepperkiste aber allemal.

Beim Schnapperkurs von 160 Euro für ein Smartphone kann man eben keinen High-End Bose-Lautsprecher im Miniaturformat erwarten. Wäre ja auch zu schön gewesen.

Rund um die Lautsprecherbeule sind die Kameralinsen verteilt und ein Blitzlicht. Letzteres ist eigentlich obsolet, weil das Ulefone Power Armor 16 Pro mit eingebauter Taschenlampe an der Stirnseite kommt. Per Knopfdruck wird sie angeknipst und sie macht die Nacht zum Tag. Nein, ernsthaft, die Lampe kann was – die 120 Lumen sind glaubwürdig.

Ulefone Power Armor 16 LED Lampe Taschenlampe Licht

Der Fingerabdrucksensor ist rechts am Gerät angebracht. Er ist zugleich der Powerbutton, allerdings nur mit langen Fingern gut erreichbar. Halb so wild: Das Armor 16 sollte man ohnehin lieber mit zwei Händen halten – wenn es fällt, drohen blaue Zehen. Das Entsperren klappt sowohl mit Finger als auch mit Face-Unlock absolut zuverlässig.

Die Knöpfe und Wippen sind teilweise aus Alu, teilweise aus Kunststoff. Ulefone-typisch ist der frei belegbare Knopf auf der linken Seite, diesmal in Orange gehalten. Auf gleicher Höhe, unter einer Gummiklappe, versteckt sich der SIM-Karten-Einschub. Er schluckt zwei SIM-Karten und eine MicroSD Karte. Das ist das Material, aus dem die Globetrotter-Träume gestrickt sind. Ebenfalls mit Gummi sicher verhütet sind der USB-C- und Kopfhörer-Anschluss an der Unterseite.

Apropos Verhütung: Warum liegt hier Stroh und wofür sind die zahlreichen, nackigen Kupferkontakte am Outdoorhandy? Da hilft der Blick in die prall gefüllte, unauffällige braune Plastiktüte, äh, den Lieferumfang: Die Dockingstation schmiegt sich an die Kontakte auf der Rückseite. Und an der Seite kuschelt ein Endoskop bei Bedarf in Löffelchen-Stellung.

Lieferumfang des Ulefone Power Armor 16 Pro

Da bleibt kein Auge trocken! Ulefone hat alles in den Karton reingepackt, was der chinesische Zubehörmarkt hergibt, außer einen Saugroboter.

Ulefone Power Armor 16 extra Zubehoer

Dieses Zubehör muss man extra bestellen.

Auf einer Europalette werden angeliefert:

  • mehrsprachige Quick-Start-Guides, auch in deutscher Sprache
  • eine dünne Schutzfolie (bereits aufgetragen)
  • ein tempered Glas Screen Protector, der zusammen mit dem leicht erhöhten Kunststoff-Rand rund um das Gerät einen massiven Schutzwall bildet
  • eine zusätzliche Schutzhülle aus Kunststoff, die das Armor 16 noch fetter macht. Eigentlich albern, aber an der Hülle lässt sie eine totschicke Gürtelschnalle anbringen
  • totschicke Gürtelschnalle
  • wem die Gürtelschnalle nicht auffällig genug ist: Karabiner mit gelber Schlaufe
  • USB-Typ-C Ladekabel
  • Netzteil
  • SIM-Nadel
  • Dockingstation mit USB-C und USB-A Anschluss
  • Extra USB-C Kabel für die Dockingstation
  • Endoskopkamera
  • Ein Set mit Haken und Spiegelgläsern für die Endoskopkamera
  • Ein kleiner Schraubendreher
  • Ersatzschrauben
Ulefone Power Armor 16 Lieferumfang

Der offizielle Lieferumfang des Ulefone Armor 16

Display des Ulefone Armor 16 Pro

Die Mattscheibe ist ein 5,93-Zoll-IPS-Display mit 1440 x 720 Pixel. Das ergibt eine Pixeldichte von 271 Pixel pro Zoll – Das ist in Ordnung für ein ausreichend scharfes Bild. Wer ganz, ganz genau hinschaut, kann einzelne Pixel erkennen, das stört aber in Anbetracht der Einsatzgebiete des Armor 16 herzlich wenig. Soll ja keine 4K-120Hz-Gaming-Maschine sein. Verbaut ist ein unspektakuläres 60Hz IPS-Panel.

Ulefone Power Armor 16 Display TestAlles in allem hinterlässt das kratzfeste Display mit abgerundeten Kanten einen soliden Eindruck. Die Farbwiedergabe erscheint natürlich, die Blickwinkelstabilität ist für ein Gerät dieser Preisklasse auffällig gut. Eine Neigung zur Seite verdunkelt das Display leicht, was aber kauf ins Gewicht fällt. Eher mittelmäßig hell erstrahlt das Armor 16 Pro in der Disziplin „Helligkeit“. Maximal 400 Lux sind zwar gerade noch ausreichend, um auch unter Sonneneinstrahlung etwas zu erkennen, aber weit entfernt von einem Spitzenwert. Der Touchscreen registriert fünf Finger/Berührungen gleichzeitig.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Insgesamt kann festgehalten werden, dass das Display des Ulefone Power Armor 16 Pro kaum Grund zum Meckern gibt, in Anbetracht des Gerätepreises von rund 160 Euro. Es ist aber auch kein Highlight an dem Gerät.

Leistung

Im Inneren des aufgeplusterten Smartphones sorgt ein Helio G25 Chip für die nötige Schlagzahl. Die ist nicht besonders hoch, denn die 4 Cortex-A53 Kerne  (2.0 GHz) und die 4 Cortex-A53 Kerne (1,5 GHz) gepaart mit einer PowerVR GE8320 GPU hauen ordentlich die Bremse rein. Gefertigt wird der Chip im mittlerweile älteren 12 Nanometer Verfahren. Es macht den Anschein, als hätte Ulefone das Armor 16 Pro als Resterampe verwendet, um alte CPU und GPU aus dem Lager zu bekommen.

Die Leistung reicht natürlich aus, um fleißig im Netz zu surfen und um Apps wie Facebook, Instagram, YouTube und TikTok flüssig zu durchforsten. Dennoch hinterlässt das Display immer einen trägen Eindruck, die Hardware ist einfach ein Nadelöhr. Ganze simple 3D-Spiele sind kein Problem für das Armor 16 Pro, anspruchsvollere Games machen aber keinen Spaß, sondern sorgen für Ruckel-Frust.

Antutu (v9)
Geekbench Single (v5)
Geekbench Multi (v5)
3D Mark (Slingshot)

Beim Speicher ist das Armor 16 Pro ebenfalls dünn auf der Brust. Das passt einfach nicht zum martialischen äußeren Erscheinungsbild. Läppische 4 GB RAM und 64 GB ROM sind verbaut. Per microSD lässt sich der Speicher um 1TB aufblasen. Mit 258 MB/s lesend und 136 MB/s schreibend ist der interne Speicher kein Pferd für die Rennbahn, sondern eher eines für die Schlachtbank.

System des Ulefone Power Armor 16 Pro

Was die Software angeht, gilt beim Ulefone Power Armor 16 Pro die Devise: Weniger ist mehr. Und das ist etwas Gutes: Im weitestgehend naturbelassenen Android 12 lässt sich keine lästige Bloatware oder Werbung entdecken. In den meisten Fällen wird die Standard UI verwendet.

Ein paar Apps, die man wohl weniger häufig braucht, gibt es trotzdem. So gibt es eine App für einen einfachen Modus, der alles in riesigen Schaltflächen darstellt (Rentner-Handy-Modus), den „Kinderraum“ mit speziellen Sicherheitsfeatures und eine App für das mitgelieferte Endoskop und die obligatorische Outdoor-Toolbox – Bear Grylls approved! Einige Funktionen sind tatsächlich stellenweise im Alltag hilfreich, wie zum Beispiel Senklot, Winkelmesser, Schallmesser und Raum-Messung.

Mit von der Partie und überflüssig wie ein Kropf ist auch wieder „Duraspeed“. Das in den Einstellungen integrierte Tool soll die Geschwindigkeit des Systems, der Apps „pimpen“. Es ist egal, ob die Funktion aktiviert ist oder nicht, das Fazit lautet: Insgesamt läuft das System stabil, wegen der lahmen Hardware aber nicht besonders flüssig.

Kamera des Ulefone Power Armor 16 Pro

Das Outdoor-Ulefone macht optisch richtig auf dicke Hose. Man könnte also erwarten, dass die Rückseite eine ganze Armada an Kameralinsen bestückt ist. Falsch gedacht: „Nur“ zwei Linsen sind fürs Knipsen zuständig: Eine 16 MP-Hauptkamera, hinter der ein Samsung S5K2P7 Sensor arbeitet. Das Licht fällt durch Blende f/1.8 auf den Sensor, der einen 77,7 Grad weiten Bereich abdeckt. Daneben wurde eine 2 MP-Macro-Linse verpflanzt, die nur bei Nahaufnahmen im entsprechenden Modus anspringt. Über deren Sensor sind keine Details bekannt.

Ulefone Power Armor 16 Rueckseite 2

Auf der Vorderseite, oberhalb des Bildschirm, sitzt ein 8 Megapixel Samsung S5K4H8 Sensor als Selfie-Kamera. Sie bringt es auf eine Blende von f/2.0 und einen Sichtbereich von 86,4 Grad laut Herstellerangaben.

Hauptkamera des Ulefone Power Armor 16 Pro

Die Hauptkamera macht bei perfekten Lichtbedingungen recht gute Bilder. Generell ist die Farbdarstellung etwas kühl und Details sind nicht im Übermaß vorhanden. Die Bilder lassen sich aber auch auf einem großen PC-Bildschirm noch recht gut anschauen.

Bewegungsunschärfe ist aber selbst bei guten Lichtverhältnissen ein Dauerbegleiter. Den Nachtmodus kann man ebenso in der Pfeife rauchen wie die Makroaufnahmen. Mangels Linsen sind keine Weitwinkelaufnahmen möglich.

In der Theorie nimmt die Kamera 1080p bei 30 fps auf. Doch wie schon bei den Foto-Aufnahmen haut das Ulefone Armor in dieser Disziplin niemanden vom Hocker. Ruckler und Bildrauschen bei wenig Licht verderben den Videospaß. Die Soundaufnahme ist passabel.

Selfie-Kamera

Wer nicht viel erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden: Der 8-MP-Sensor für Selfies taugt allemal für einen schnellen Schnappschuss.

Sein Tinder-Profil sollte man jedoch mit einem anderen Handy knipsen – das dürfte die Dating-Chancen deutlich erhöhen.

Ganz hervorragend eignet sich die Selfiecam des sauschweren Armor 16 Pro hingegen als Ersatz für Bizeps-Curls im Fitnesstudio.

Endoskop

Das Endoskop wird über den dafür vorgesehenen Anschluss (uSmart Expansion Connector ) an der Seite des Armor 16 angeschraubt. Die dafür vorgesehene App öffnet sich automatisch.

In der App sieht man dann die Bildübertragung des Endoskops und kann etwa die Auflösung einstellen, wobei maximal 720p einstellbar ist. Fotos und Videos können gespeichert werden.

Was wirklich clever und nachhaltig stabil konstruiert wurde, ist das Kabel. Es weist die perfekte Mischung aus steif und flexibel auf, lässt sich dadurch gut “schieben” und manövrieren.

Auch cool: Das Bild lässt sich in der App nach Bedarf drehen, die Bildqualität ist leider enttäuschend. Erstens, weil die Linse einfach Billigware ist. Zweitens, weil sich blitzschnell Staubkörner auf die Linse setzen und das Bild verdecken. Das lässt sich auch nur mit Aufwand reinigen. Schade. Vor allem, weil das mitgelieferte Zubehör an Haken, Spiegeln und Schutzkappen wirklich vielversprechend war.

Ohne Umgebungslicht ist es nahezu unmöglich, scharfe Bilder zu knipsen.

Konnektivität und Kommunikation

Das Alleinstellungsmerkmal des Ulefone Power Armor 16 Pro soll eindeutig der fette Lautsprecher sein, das „Geschwür“ auf der Rückseite. Wie bereits geschrieben, macht das Ding wirklich mächtig Rabatz, aber ein Genuss ist das nicht für die Ohren. Für Beethovens Fünfte ist es untauglich, als Löwen-Schreck im Outback könnte es allerdings seinen Zweck erfüllen.

Ulefone Power Armor 16 SIM Netz EmpfangAnsonsten ist in Sachen Konnektivität nichts Besonderes geboten. Alles, was man braucht, um zu surfen, zu telefonieren und Nachrichten zu schicken, ist dabei. Ins WLAN verbindet man sich mit WiFi 5, als Bluetooth-Standard steht Bluetooth 5.0 zur Verfügung. Es gibt eine Standortbestimmung per GPS, Glonass, Galileo, und Beidou.

An Sensoren gibt es Näherung, Beschleunigung, Helligkeit und einen E-Kompass, allerdings kein Gyroskop. NFC zum kontaktlosen Bezahlen ist dabei und es werden alle wichtigen Netzfrequenzen für Europa unterstützt. Verzichtet wird auf 5G, was schade ist, aber wohl der Preiskategorie geschuldet ist.

Mit dem Ulefone ist man in Sachen „Verbindung in die Zivilisation“ ganz gut aufgestellt. Bis auf 5G lässt es nichts vermissen. Die Qualität eines Telefongesprächs geht in Ordnung; alles, was das Gegenüber sagt, ist gut verständlich; und umgekehrt.

Akkulaufzeit des Ulefone Power Armor 16 Pro

Eigentlich könnte das Ulefone Power Armor 16 Pro in dieser Disziplin richtig punkten und sich wie ein Gorilla auf die Brust klopfen. Doch leider ist die Akkukapazität von 9600 mAh eher enttäuschend, wenn man sich die Abmessungen und das Gewicht des Outdoor-Smartphones ansieht. Da wäre mehr gegangen – wennschon, dennschon.

Akkulaufzeit Einheit: Std

UlefoneArmor16Pro System 04Der Test auf Herz und Nieren – mit PC Mark Work 3.0 bei 100 Prozent Akku und 200 cd/m² – spuckt am Ende gute 19 Stunden Volllastbetrieb und 20 Prozent Restakku aus. Das ist gut, aber immer noch ein gutes Stück weit weg von den hauseigenen Rekorden des Ulefone Armor 13 und 5.

Natürlich bildet dieser Hardcore-Akkutest nicht die normale Nutzung des Smartphones ab. Wer nur gelegentlich zum Armor 16 Pro greift, gelegentlich telefoniert, surft und eine Nachricht abschickt, der kommt mit dem Akku locker 5 Tage und mehr hin. Wenn das Gerät quasi nur in der Reisetasche liegt, ist auch gut und gerne mehr als eine Woche drin.

Wenn dem Ulefone Power Armor 16 Pro dann doch einmal die Lichter ausgehen, muss es entweder ans Ladekabel oder in die mitgelieferte Dockingstation. Ersteres kann in Verbindung mit dem Netzteil 18 Watt Leistung aus der Steckdose ziehen – und in den Akku pumpen.

Mit der Dockingstation (10 Watt) dauert es entsprechend länger. Das Ulefone Armor 16 ist aber nicht nur ein Nehmer, sondern auch ein „Giver“: Mittels passendem Kabel dient es als Powerbank. Sehr praktisch.

Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Die 18-Watt-Ladegeschwindigkeit ist einwandfrei. Im Detail sieht der Ladevorgang so aus:

  • Nach 10 Minuten hat der Akku 10%
  • Nach 20 Minuten 20 %
  • Nach 40 Minuten 35 %
  • Nach 60 Minuten 48 %
  • Nach 80 Minuten 60 %
  • Nach 100 Minuten 73 %
  • Nach 120 Minuten 85 %
  • Nach 140 Minuten 95 %
  • Nach 160 Minuten 100%.

Testergebnis

Getestet von
Philip Hauck

Für rund 160 Euro bekommt man ein waschechtes Outdoor-Smartphone. Das ist nicht viel Geld für ein Handy mit dieser Ausstattung und diesem Lieferumfang. Es hält den Elementen stand, der Akku reicht tagelang und verfügt über den wohl lautesten Speaker der Welt.

Die Leistung reicht theoretisch für den täglichen Bedarf, auch die wenigen Extra-Funktionen sind ganz pfiffig. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass das Ulefone Armor 16 Pro für den Alltagsgebrauch zu schwer, zu unhandlich und zu langsam ist. Als gelegentlicher Reisebegleiter im Outback oder Dschungel macht es dank Taschenlampe, dickem Akku und netten Gimmicks hingegen eine gute Figur. Druckreife Urlaubs-Schnappschüsse kann man von der Kamera aber nicht erwarten.

Es bleibt der Eindruck, dass das Ulefone Power Armor 16 Pro zwar alles ein wenig kann, aber keine Disziplin so richtig meisterhaft beherrscht: Der Akku ist zwar groß, aber nicht riesig und die Akkulaufzeit letztendlich nicht beeindruckend. Der Lautsprecher ist mörderisch laut, aber die Klangqualität alles andere als berauschend. Das Endoskop ist eine nette Idee, aber aufgrund der schlechten Auflösung unnütz.

Wem das egal ist und wer die Outdoor-Vorzüge zu schätzen weiß, der kann für den Preis getrost zugreifen. Ansonsten findet Ihr auch gute Alternativen in unserer Outdoor-Bestenliste.


Gesamtwertung
75%
Design und Verarbeitung
70 %
Display
70 %
Leistung und System
70 %
Kamera
80 %
Konnektivität
80 %
Akku
80 %

Preisvergleich

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Tino Eimecke
Gast
Tino Eimecke (@guest_97434)
1 Jahr her

Beim Lautsprecher absoluter Widerspruch gegen die Bewertung! Der Lautsprecher ist nicht nur laut, sondern liefert auch einen vollen Sound, der aus Handies seines Gleichen sucht – und klirrt selbst auf Maximum nicht. Aber: die Lautstärkeeinstellung ist sehr grob und die niedrigste Stufe immer noch vergleichsweise laut. Auch ist es nicht wirklich möglich, den Telefonlautsprecher auf der Vorderseite zu nutzen, wenn einem der große auf der Rückseite zu laut ist: Die Umschaltung funktioniert nur bedingt: immer wieder stoppt die Wiedergabe oder es ist gar nicht möglich, den vorderen Lautsprecher auszuwählen. Auch nicht so toll: Alle Tasten sind leicht hervorstehend statt versenkt… Weiterlesen »

Gast
Gast
Gast (@guest_93431)
1 Jahr her

Docking station, Endoskop und Gürtelhalter sind nicht im Standard, können aber im Bundle mitbestellen werden.

Ansonsten würde vergessen, die Hammerfunktion zu erwähnen: Wenn die Erdnägel partout nicht in den Winterboden wollen: Ulefone Power Armor 16 pro hilft.

Gast
Gast
Gast (@guest_93432)
1 Jahr her
Antwort an  Gast

P.S. Das Gerät ist ein idealer Talker für unterstützte Kommunikation. Stabil, laut und läuft ewig.

Max
Gast
Max (@guest_93421)
1 Jahr her

Das Lautsprecher-Phone taugt mir leider nichts, aber um die Gelegenheit zu nutzen: Ist schon absehbar, wann euer Test zum Ulefone Armor 17 Pro kommt? Das ist ja, neben dem 18T, das neue Flaggschiff von Ulefone. Würde da viel von eurem Test abhängig machen, ob ich es nun endlich kaufe oder nicht ^^ Vor allem über die Kamera liest man eher negatives, Youtube-Aufnahmen sahen mies aus, aber ich kann nicht ganz glauben, dass die Kamera wirklich so mies ist. Vielleicht könnt ihr das klären.

Ansonsten: Frohe Weihnachten nachträglich und ein gutes neues Jahr!

Shorty
Gast
Shorty (@guest_93420)
1 Jahr her

Viel zu dunkles Display für Outdoor. Schlechte Kameras, völlig veralteter lahmer Prozessor, einfach nur Elektroschrott, sowas sollte zur Müllvermeidung ein Verkaufsverbot bekommen.

ule
Gast
ule (@guest_93471)
1 Jahr her
Antwort an  Shorty

Leider sind 150€ für ein G25 normal geworden. Die Zeit mit 4GB RAM und 64GB Speicher für unter 100€ sind vorbei.

Steinlaus
Gast
Steinlaus (@guest_93418)
1 Jahr her

Ulefones praktische Outdoor-Geräte ersparen nun sogar den nächsten Besuch beim Proktologen. Die überraschen doch immer wieder, die Chinesen!

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