Umidigi Bison X10 Test

Getestet von Michael Froschauer am
Firmware : V1.0_20211201
Bewertung: 79%
Vorteile
  • zwei Custom Buttons zur freien Belegung
  • IP68 & IP69k Rating
  • schickes Design
  • gute Akkulaufzeit
  • 3,5 mm Audio Anschluss
  • viele Sensoren verbaut (inkl. Barometer)
Nachteile
  • zu dunkles Display
  • Makro-Kamera schwach
  • Display hat nur HD-Auflösung
Springe zu:
CPUMediatek Helio P60 - 4 x 2,0GHz + 4 x 2,0Ghz
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB
GPUARM Mali-G72 - 800MHz
Display 1600 x 720, 6,5 Zoll, Auflösung 60Hz (IPS)
Betriebssystem - Android 11
Akkukapazität6150 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid

Hybrid
Hauptkamera20 MP + 8MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera8 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht282 g
Maße169,7 x 82,1 x 12,9 mm
Antutu151000
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am10.01.2022

Umidigi hat scheinbar gefallen an der Outdoor-Sparte gefunden und bringt mit dem Umidigi Bison X10 einen weiteren Vertreter auf den Markt. Auf dem Papier hat das Gerät alles, was ein waschechtes Outdoor-Phone benötigt. Robustheit, die durch verschiedene Zertifizierungen belegt wird und Ausdauer dank gut dimensionierten Akkus. Das Gerät siedelt sich preislich in der unteren Mittelklasse an. Teurer Schnickschnack ist also nicht zu erwarten. Umidigi selbst nennt seinen Schössling “The stylish Adventurer”. Der Fokus scheint also auf dem Design zu liegen. Was das Umidigi Bison X10 in der Praxis – neben stylish aussehen – so drauf hat, haben wir für euch herausgefunden.

Umidigi Bison X10 Hand

Verarbeitung und Design

Outdoor Smartphones waren noch nie die stylischsten Sterne am Smartphone-Himmel. Doch verglichen mit Vertretern der gleichen Gattung, kann man das Design als gelungen bezeichnen. Bei 169,7 x 82,1 x 12,9 Millimeter ist das Umidigi Bison X10 etwas schlanker als der Durchschnitt. Mit 282 Gramm auf der Waage ist es zudem nicht so schwer wie manches Mitbewerber-Gerät.

Umidigi Bison X10 Rueckseite Design 1

Bestehend aus einem Aluminium-Rahmen mit gummierten Ecken und einer hochwertigen Kunststoffrückseite, macht der stylische Abenteurer einen robusten Eindruck. Alles fühlt sich sehr sauber verarbeitet an. Die Zertifizierungen bestätigen den Eindruck. IP68 & IP69K und  MIL-STD-810G weisen auf die besondere Robustheit des Gerätes vorrangig in Bezug auf Wasser und Staub hin.

Die matte Rückseite des Umidigi Bison X10 fühlt sich gut an und lässt sich eigentlich kaum von einem herkömmlichen Smartphone unterscheiden. Das hochkant aufgedruckte Logo “BISON X designed by Umidigi” verleiht einen individuellen Touch. Das rechteckige Kameramodul steht einen knappen Millimeter aus dem Gehäuse heraus und wird flankiert von 3 Mikrofon-Löchern. Eines hätte es wahrscheinlich auch getan.

Der Rahmen beherbergt insgesamt fünf Buttons: lauter, leiser, Power und zwei Smart Keys. Die Smart Keys lassen sich jeweils mit 3 Funktionen belegen. Auch der Power-Button ist nicht einfach nur ein Power-Button. Er beherbergt gleichzeitig den Fingerabdruck-Sensor. Die Position ist dabei hervorragend erreichbar. Insgesamt sind die Buttons gut verarbeitet. Der Sim-Karten Slot ist auch seitlich erreichbar und lässt sich ohne eine Sim-Nadel öffnen. Es reicht meistens der Fingernagel. An der oberen Kante findet sich noch eine kleine Überraschung: ein AUX-Anschluss.

Die Front ist natürlich komplett mit Glas bedeckt. Um welches Glas es sich genau handelt, verrät der Hersteller nicht. Das Screen-to-Body-Verhältnis des Umidigi Bison X10 ist für ein Outdoor-Gerät optimal. Die Frontkamera findet in einer kleinen Waterdrop-Notch Platz. Auch eine kleine Benachrichtigungs-LED konnte der Hersteller noch über dem Display unterbringen.

Insgesamt wirkt das Umidigi Bison X10 von außen wie ein Hybrid aus Outdoor-Gerät und Alltags-Smartphone. Die Kombination aus robuster Bauweise und schickem Design ist erfrischend.

Varianten und Lieferumfang des Umidigi Bison X10 Pro

Farbvarianten Umidigi Bison X10Das Umidigi X10 Pro kommt in drei Farbvarianten daher. “Storm Gray”, “Supersonic Yellow” und “Hack Black”. Also einfach ausgedrückt in Grau, Gelb und Schwarz. Dabei unterscheidet sich lediglich die Farbe der Gummi-Komponenten an der oberen und unteren Kante des Gerätes. Weiterhin gibt es zwei Speicherversionen. 128 GB (nur in Storm Gray) und 64 GB stehen zur Auswahl. Der Arbeitsspeicher von 4GB ist bei beiden Varianten gleich bemessen. Die Pro-Version des Bison X10 hat also einfach mehr Speicher und ein Infrarotthermometer, alles andere ist identisch. 

Umidigi Bison X10 Lieferumfang

Auch der Lieferumfang ist bei allen Geräten gleich. In der Verpackung finden sich neben dem Gerät selbst ein Ladeadapter inkl. USB-C Kabel und eine Schnellstart-Anleitung. Eine Schutzfolie ist bereits auf dem Gerät aufgebracht.

Display

Umidigi Bison X10 Display 3 1

Der Screen ist mit einer Größe 6,53 Zoll im Durchschnitt der aktuellen Smartphones. Zumindest in Bezug auf die Größe. Denn die Auflösung liegt nur bei HD+ (1600 x 720) und ist auf ein Verhältnis von 20:9 verteilt. Entsprechend beträgt die Pixeldichte 268 Pixel pro Zoll. Wer vorher ein Smartphone mit Full-HD Display genutzt hat, wird den Unterschied merken. Verpixelt ist die Anzeige aber nicht. Inhalte werden ausreichend scharf dargestellt und die geringe Auflösung spart Akku.

Etwas mehr fällt die Helligkeit ins Gewicht. Diese liegt bei maximal 260 Lux. Dies ist für ein Outdoor-Gerät viel zu wenig. Diese Geräte sind eigentlich für den Einsatz im Freien konzipiert und sollten entsprechend auch bei Sonnenschein nutzbar sein. Bei Sonneneinstrahlung wird es schwer, auf dem dunklen Display etwas zu erkennen. Mit 60 Hz erneuert sich das Bild des Screens. In der unteren Mittelklasse ist das noch Standard und vor allem bei einem Outdoor-Smartphone verständlich, da hier der Fokus auch auf Akkulaufzeit liegt.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Farben werden hingegen schön dargestellt. Für ein IPS Panel sind die Farben überraschend knackig, wirken aber dennoch nicht zu unnatürlich. Kontraste und Blickwinkelstabilität meistert das Umidigi Bison X10 ausgezeichnet. Wer die Darstellung individualisieren möchte, wird nicht enttäuscht. Dank MiraVision lassen sich Kontrast, Sättigung, Farbtemperatur, etc. einfach anpassen.

Der Screen reagiert gut auf Touch-Eingaben und erkennt in der Spitze bis zu 10 Berührungen gleichzeitig. Wobei wirklich zuverlässig nur 5 Finger gleichzeitig erkannt werden. Das sollte aber reichen. Die Kante um das Display herum hat eine leichte Lippe, um das Display besser zu schützen. Dennoch empfehlen wir natürlich wie immer eine Schutzfolie oder ein Schutzglas aufzubringen, um den Screen optimal zu schützen.

Leistung / Performance

Im Umidigi Bison X10 arbeitet ein Helio P60 aus dem Hause Mediatek, der inzwischen schon seit 3 Jahren auf dem Markt ist. Die acht Kerne der CPU sind in zwei Cluster aufgeteilt. Mit bis zu 2 GHz takten die vier ARM Cortex A53 und die vier ARM Cortex A73 Kerne. Trotz des Alters bringt der Prozessor aber genug Leistung, um wohl 95% der Aufgaben ohne Probleme zu meistern. In der Praxis öffnen Apps schnell genug und das Scrollen durch Chatverläufe und mobile Webseiten erfolgt ohne störendes Ruckeln. Für den Preisbereich ist die Leistung ok, aber auch nicht mehr.

Grafische Herausforderungen meistert die GPU ARM Mali G72 MP3, welche mit bis zu 800 MHz taktet. Beim Gaming stößt die Grafikeinheit nur bei sehr fordernden 3D-Games gelegentlich an ihre Grenzen. Wenn man die Details etwas reduziert, ist aber ein flüssiges Zocken möglich. Aufgrund der geringeren Auflösung (HD+) wird nicht allzu viel Leistung benötigt.

Beim Multitasking scheinen die 4GB RAM noch auszureichen. Es lassen sich verschiedene Apps parallel öffnen, ohne dass das Umidigi Bison X10 ins Schwitzen kommt. Im A1SD Benchmark arbeitete der Arbeitsspeicher mit 5,5 GB/s. Dies ist kein besonders guter Wert. Der 64/128 GB interne gehört mit 239 MB/s lesend und 87 MB/s schreibend auch nicht zu den Schnellsten.

Insgesamt ist die Leistung des Umidigi Bison X10 ausreichend und in der mittleren Preisklasse noch ok, da man in der praktischen Nutzung kaum Einschränkungen hat.

Antutu
Geekbench Multi
Geekbench Single
3D Mark (Slingshot)
Speichergeschwindigkeit (RAM) Einheit: GB/s

System

Mit Android 11 wartet das Umidigi Bison X10 mit einem noch recht aktuellem Betriebssystem auf. Dieses wird fast in der Stock-Version ausgeliefert. Lediglich Kleinigkeiten wurden vom Hersteller im System ergänzt. So gibt es einen Werkzeugkasten mit diversen Funktionen. Enthalten ist ein Höhenmesser, Dezibel-Messer, Kompass, Barometer, Schrittzähler, etc.

Der Appdrawer lässt sich aktivieren. Jedoch sind die Einstellungen für den Homescreen und den Appdrawer nicht auf Deutsch übersetzt. Ansonsten steht das komplette System in Deutsch zur Verfügung. Lediglich der Punkt “Intelligenter Schlüssel” in den Einstellungen ist ungünstig übersetzt. Hier wäre es wahrscheinlich besser gewesen, es einfach bei “Smart Key” zu belassen. In diesem Menü lassen sich die zusätzlichen Buttons konfigurieren, um z.B. die Taschenlampe, Unterwasser-Kamera, SOS-Signal oder eine beliebige App hinterlegen. Ausgelöst werden die Funktionen dann durch einmaliges, langes oder doppeltes Drücken auf den jeweiligen Button.

Kamera des Umidigi Bison X10

Umidigi Bison X10 Kamera

Natürlich macht der Trend der Multi-Kamera-Setups auch nicht vor den Outdoorsmartphones haltgemacht. So kommt auch das Umidigi Bison X10 mit insgesamt vier Kamerasensoren. Zwar scheint das Gerät hinten 5 Öffnungen im Kameramodul zu haben, aber davon sind nur drei mit Kamerasensoren belegt. Eine ist dem Blitz vorenthalten und eine weitere ist nur zur optischen Aufwertung oder warum auch immer vorhanden.

Folgende Cams sind verbaut:

  • Hauptkamera: 20MP, F/1.75
  • Ultraweitwinkel: 8MP Ultraweitwinkel, FOV 120°
  • Makrokamera: 5MP, 3cm Aufnahmendistanz
  • Frontkamera: 8 MP,  F/2.2

Um welche konkreten Sensoren es sich handelt, verrät Umidigi leider nicht.

Tageslichtaufnahmen

Die 20 Megapixel Hauptkamera zeigt am Tag eine gute Performance. Klar kann man hier absolut keine Vergleiche mit aktuellen Flaggschiffen ziehen. Diese Kamera spielt eher in der 2. Bundesliga und nicht in der Champions-League. Aber für ihren Preisbereich ist die Qualität OK. Wenn genug Licht vorhanden ist, werden die Bilder ausreichend scharf. Die Farben kommen eher natürlich als knackig rüber und der Dynamikumfang ist mittelmäßig. Der HDR-Modus scheint fake zu sein, da sich dadurch kaum bessere Ergebnisse erzielen lassen. Der Fokus braucht manchmal etwas länger, aber arbeitet meist zuverlässig.

Ultraweitwinkel

Die UWW-Aufnahmen sind auch noch brauchbar. Zumindest auf dem Smartphone-Display betrachtet bieten sie genug Schärfe. Auf einem größeren Bildschirm wirkt das Ganze dann doch etwas unscharf. Dynamikumfang und Farbe wird akzeptabel eingefangen, aber nicht mehr. Überraschend ist hingegen die Performance bei weniger Licht. Hier reduziert sich die Qualität nicht so stark wie erwartet.

Nachtaufnahmen

Bei den Nachtaufnahmen gab es tatsächlich eine Überraschung. Wir haben nachts in den drei Modi “Nachtmodus”, “Automatik” und “Ultraweitwinkel” getestet. Eigentlich erwartet man im Nachtmodus die besten Ergebnisse und bei Ultraweitwinkel eher die schlechteren. Im Test hat sich das Gegenteil herausgestellt. Die Nachtmodus-Aufnahmen waren zwar etwas heller, aber dafür deutlich matschiger. Im Automatikmodus gelangen die Bilder deutlich schärfer. Die beste Farbwiedergabe und Detailtreue hatte nachts aber die Ultraweitwinkel-Linse. Insgesamt ist die Bildqualität bei Nacht natürlich mau. Aber für die Preisklasse des Umidigi Bison X10 wurden unsere Erwartungen sogar etwas übertroffen. Zumindest bei der Ultraweitwinkel-Kamera.

Portraits

Auch bei den Portraits werden deutliche Unterschiede zu teureren Geräten sichtbar. Das scharfe Objekt im Vordergrund wird selten sauber vom unscharfen Hintergrund abgetrennt. Häufig ist zu viel scharf, sodass die Bilder schon fast wie zusammengeschnitten wirken. Die Portraits sind mehr schlecht als recht.

Selfies

Die 8 MP Frontkamera bietet keine guten Ergebnisse. Es werden wenig Details eingefangen. Für Selfie-Liebhaber ist das sicher nichts. Für ein schnelles Selbstportrait zwischendurch oder einen Videocall reicht es. Auch hier erfolgt die Abgrenzung bei Portrait-Aufnahmen oft nicht ganz sauber.

Makros

Makroaufnahmen können Spaß machen. Aber nicht mit dem Umidigi Bison X10. Dafür ist es einfach zu schwierig, eine schöne Nahaufnahme hinzubekommen. Meist werden die Bilder zu unscharf, weil es schwierig ist, den richtigen Abstand hinzubekommen. Aber selbst wenn dann der Abstand stimmt, werden die Bilder nur mäßig schön und die Farben sind einfach viel zu blass. Die knallrote Tomate und die frische Orange sehen in der Aufnahme einfach nicht mehr ästhetisch aus.

Videoaufnahmen

Videos lassen sich sowohl mit der Front-, als auch mit der Hauptkamera in FullHD (1080p) aufnehmen. Bei beiden ist das Ergebnis zwar gerade noch brauchbar, aber einfach nicht gut. Eine Stabilisierung gibt es wie erwartet nicht. Zudem sind Inhalte in den Videos unscharf. Auch hier reicht es für die Betrachtung auf einem Smartphone-Display. Auf größeren Bildschirmen vergeht einem schnell der Spaß an den Aufnahmen.

Konnektivität und Kommunikation

Umidigi Bison X10 Sim Netz EmpfangWie jedes anständige Smartphone aus dem Reich der Mitte unterstützt auch das Umidigi Bison X10 Dual-SIM. Der 5G Standard wird aber nicht unterstützt. Stattdessen funkt das Gerät in 4G, 3G und auch in 2G. Wirklich relevant für Deutschland ist derzeit eigentlich nur LTE, also 4G. Und in diesem Bereich werden alle benötigten Frequenzen bzw. Bänder unterstützt:

  • 4G Bänder: B1 /2 /3 /4 /5 /7 /8 /12 /13 /17 /18 /19 /20 /26 /28A /28B /66 /B34 /38 /39 /40 /41

Auch für den internationalen Einsatz ist das Handy bestens gerüstet. Zumindest was 4G betrifft. In Deutschland würde die 5G-Unterstützung sowieso noch nicht wirklich viel bringen. VoLTE wird bei beiden SIM-Karten-Slots unterstützt. Die Signalstärke lässt kein Meckern zu. Hier bewegt sich das Umidigi auf Standard-Niveau. Auch die Gesprächsqualität bei Audioaufnahmen und Anrufen ist gut.

Drahtlose Kommunikation läuft neben Mobilfunk über WiFi 5 und Bluetooth 4.2 sowie NFC. Diese Kanäle wurden jeweils getestet und funktionierten ohne Probleme. In der ganzen Wohnung konnte das WLAN mit voller Leistung verwendet werden und ein Bluetooth-Headset ließ sich einfach wie gewohnt koppeln.

Zur Navigation und Standordbestimmung greift das Umidigi Bison X10 nicht nur auf GPS zurück, sondern empfängt auch Signale der russischen, europäischen und chinesischen Ortungssatelliten. Konkret: es unterstützt GPS, Glonass, Beidou und Galileo. Vonseiten der Sensoren ist auch alles vorhanden, was benötigt wird. Ein E-Kompass erleichtert die Navigation. Weiterhin ist ein Annäherungssensor, ein Beschleunigungssensor, der obligatorische Lichtsensor, ein Gyroskop und sogar ein Barometer verbaut. Der Fingerabdruck-Scanner funktionierte im Test zuverlässig.

Akkulaufzeit des Umidigi Bison X10

umidigi bison x10 screenshot pcmark batterie 3Outdoor-Smartphones brauchen eine lange Akkulaufzeit und auch Umidigi weiß das. Da erscheint die Akkukapazität von 6150 mAh etwas knapp bemessen. Tatsächlich erreicht das Umidigi Bison X10 Pro aber eine Laufzeit, welche einem Gerät dieser Gattung würdig ist. Mit 15 Stunden im PCMark Batterietest setzt das Gerät zwar keine Bestmarken, aber dennoch ist das Durchhaltevermögen. Zumal das Gerät verhältnismäßig schlank und leicht daherkommt im Vergleich zu anderen Modellen. In der Praxis läuft das Device über 2 Tage mit etwa 4 Stunden aktiver Nutzung pro Tag. Natürlich kann es abhängig von der Nutzung etwas mehr oder weniger sein. Gespart wird die Energie primär beim Display. Die geringere Auflösung braucht nicht viel Leistung, dazu kommt noch die niedrige Helligkeit und die sparsame Bildwiederholungsrate.

Akkulaufzeit Einheit: Std

Mit 10 Watt lässt sich der Akku des Umidigi Bison X10 aufladen. Konkret braucht das Gerät bis 80% etwa 1 Minute für jeden Prozentpunkt. Danach wird es etwas langsamer. Insgesamt ist das Gerät nach etwa 1 Stunde und 50 Minuten komplett aufgeladen. Nicht einmal 2 Stunden laden für 15 Stunden Akkulaufzeit ist absolut ok. Kabelloses Laden ist nicht möglich.

Testergebnis

Getestet von
Michael Froschauer

Mit dem Umidigi Bison X10 bringt der Hersteller ein Gerät mit ganz deutlichen Schwächen, aber auch einigen Stärken auf den Markt. Die offensichtlichen Schwächen auf dem Papier haben sich in der Praxis als nicht sehr kritisch entpuppt. Das HD-Display ist ausreichend scharf und ist dabei noch akku- und leistungsschonend. Der alte Prozessor bringt immer noch genug Leistung für die meisten Anwendungen. Die Kamera konnte bei Tageslicht überzeugen und auch die Akkulaufzeit kann sich sehen lassen. Die Hauptschwäche des Gerätes ist aber eindeutig die Displayhelligkeit. Diese sollte bei einem Outdoor-Smartphone einfach deutlich höher sein. Insgesamt wirkt das Umidigi Bison X10 wie ein Hybrid aus Outdoor-Handy und Smartphone. Das schlanke und schicke Design macht es vielleicht für den ein oder anderen interessant. Auch der vorhandene AUX-Anschluss könnte ein Kaufargument sein. Wer das Abenteurer-Gerät aber gerne im Freien nutzt, sollte aufgrund der niedrigen Displayhelligkeit jedoch Abstand nehmen. Entsprechend können wir nur eine bedingte Kaufempfehlung aussprechen und verweisen an dieser Stelle auf unsere Outdoor-Bestenliste.


Gesamtwertung
79%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
65 %
Leistung und System
70 %
Kamera
80 %
Konnektivität
80 %
Akku
90 %

Preisvergleich

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 09.12.2022

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Kommentare

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Jan
Gast
Jan (@guest_86813)
8 Monate her

Ich bin seit wenigen Tagen Besitzer des Bison X10
bisher gefällt es mir gut. Das einzige was bisher nicht funktioniert ist die Verbindung zum Wlan. Hab das genau nach Anleitung mehrfach versucht.
Hat da jemand eine Lösung?

x10 pro besitzer
Gast
x10 pro besitzer (@guest_84749)
10 Monate her

sehr detailliert, aber die offensichtlichsten sachen werden fehlerhaft beschrieben. 3 löcher für mikrofon neben der kamera? falsch. da sitzen andere sensoren dahinter. wozu die 5. kamerafassung ist? kein stylegeek. da sitzt das thermometer in der pro version. wenn ich alles gelesen hätte würden mir sicher noch mehr fehler auffallen, aber ich wills mal so belassen. und das größte manko wird auch gar nicht erwähnt: das teil wackelt! es liegt nur auf der kamera, der schlüsselöse und einem eck auf einer ebene fläche auf. bedienung am tisch somit sehr unangenehm. aber preis leistung ist gut. man hätte in der preisklaasse maximal… Weiterlesen »

Mike
Gast
Mike (@guest_84782)
10 Monate her
Antwort an  x10 pro besitzer

Du bist sehr mühsam und dein Kommentar richtig klugscheisserisch. Am besten suchst du dir eine andere Plattform. Übrigens: Umidigi-Geräte sind einfach nur mist, bekommen selten bis nie Updates und wenn du mal ein Problem hast, dann kannst du darauf gehen, dass du keine Hilfe bekommst. Bei Specs lügen sie zudem auch gerne mal (Akkukapazität, Displayschutz usw.).

Kortes
Gast
Kortes (@guest_84842)
10 Monate her
Antwort an  Mike

Ich habe auch so ein Gerät und finde es ganz ok. Mein weiß ja wofür man zahlt und was man erwarten kann. Dass man dem Military Standard lieber nicht trauen darf, wenn sie selbst darauf hinweisen, dass man das nicht nachmachen sollte, ist wohl hoffentlich klar! 😉 Aber der Akku ist in Verbindung mit dem “alten” Mittelklasse SoC echt Top, hält locker 4 Tage bei “regelmäßiger” Nutzung. Zumindest in dem Fall wird nicht gemogelt 😛 Ich wechsle von einem alten Galaxy S4, das war noch auf Android 5 und wurde von meiner Banking App nicht mehr unterstützt. Hilfe vom Hersteller… Weiterlesen »

Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_84277)
10 Monate her

Mit dem dunklen Display outdoor einfach nicht zu gebrauchen. Schade.

Onemaster
Gast
Onemaster (@guest_84244)
10 Monate her

Alles ja leider nur halbgares Zeug, sicherlich laufen die aber auf Dauer wird man damit nicht glücklich. Software Support zudem fast keiner vorhanden

Cince
Mitglied
Mitglied
Cince(@cince)
10 Monate her

Ich persönlich würde diese extremen “Kompromiss-Smartfones” links liegen lassen und das Geld beisammen halten, um zu einem späteren Zeitpunkt etwas mehr für ein Preis-/Leistungsgerät zu investieren. Damit wird man m.M.n über die Nutzungsdauer glücklicher werden.

Letzte Änderung 10 Monate her von Cince
Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_84239)
10 Monate her

Das Display ist mit 400 Lux für den Alltag völlig unbrauchbar, genau wie der Prozessor

michael-froschauer
Gast
Michael (@guest_84271)
10 Monate her
Antwort an  Shorty2020

Beim Display ist die Helligkeit definitiv zu gering für eine angenehme die Nutzung bei Sonnen schein, ja. Beim Prozessor bin ich anderer Meinung. Ich konnte ich z.B. COD Mobile ohne Probleme spielen. Zu beachten ist die geringere Bildschirmauflösung. Diese benötigt auch deutlich weniger Grafikleistung.

Dschubbi
Gast
Dschubbi (@guest_84230)
10 Monate her

Hatte das Gerät zurück geschickt, da der Mobilempfang extrem schlecht war. Die zig anderen Handys hatten bei mir zu Hause nicht solche Probleme.

Alex11
Gast
Alex11 (@guest_84229)
10 Monate her

Hallo! Werdet ihr vielleicht das Motorola Moto G31 testen? Es bietet für 200 Euro unter anderem ein OLED Display. Motorola gehört ja zu Lenovo und deswegen ist es auch ein ‘China-Handy’.

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