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Oukitel WP10 5G Testbericht

Getestet von Mathias am
Firmware : OUKITEL_WP10_EEA_v14_20210118
Bewertung: 83%
Vorteile
  • große Bandabdeckung (4G, 5G)
  • gute Verarbeitung
  • SOS + Sonderbutton
  • starker Empfang
  • gute Akkulaufzeit
Nachteile
  • langsamer und fehlerhafter Fokus
  • kein Klinkenanschluss
  • schwache zusätzliche Sensoren
  • keine Speichererweiterung
Springe zu:
CPUMediaTek Dimensity 800 - 4 x 2.0GHz + 4 x 2.0GHz
RAM8 GB RAM
Speicher128 GB
GPUMali-G57 MP4 - MHz
Display 2400 x 1080, 6,6 Zoll 60Hz (IPS)
Betriebssystem
Akkukapazität8000 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera48 MP + 13MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera16 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht365 g
Maße178 x 84 x 18,3 mm
Antutu390736
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am01.05.2021

Oukitels aktuelles Outdoor-Flaggschiff Oukitel WP10 5G lag uns endlich zu einem ausführlichen Test vor und steht in direkter Konkurrenz zu den beiden anderen 5G-Outdoor-Smartphones Ulefone Armor 10 und Blackview BL6000 Pro. Auch Oukitel wollte sich werbewirksam „First 5G Rugged Phone“ auf die Fahne schreiben, so wie seine beiden Konkurrenten. Da aber nicht jeder der Erste sein konnte, wurde noch „King Battery“ hinzugefügt. Damit spielt Oukitel auf den 8000 mAh Akku an, den das Smartphone der Konkurrenz voraus hat. Ob das Oukitel WP10 ein gutes Outdoor-Smartphone geworden ist und ob es sich gegenüber der 5G-Konkurrenz behaupten kann, klärt unser Testbericht.

Design und Verarbeitung

Wenig überraschend und typisch Outdoor-Smartphone ist auch das Oukitel WP10 kein Handschmeichler. Mit einer Abmessung von 178 x 84 x 18,3 Millimeter und einem Gewicht von 365 Gramm ist das WP10 ein echter Outdoor-Brocken.

Selbstverständlich ist auch das Oukitel WP10 5G nach IP68, IP69K und dem werbetauglichen MIL-STD-810G Standard zertifiziert. Auch dieser Kandidat musste im Test einige Stürze aus Standhöhe ertragen und verbrachte circa eine halbe Stunde unter Wasser. Beides überstand das Oukitel WP10 problemlos. Um das Display zu schützen, ragt die Gummilippe etwas über den Rand hinaus, an den Ecken sogar noch ein bisschen mehr. Dafür ist die Hauptkamera den Stürzen schutzlos ausgeliefert, denn diese ragt deutlich aus der Rückseite heraus und besitzt keinerlei Rand, der das Glas vor Stürzen schützt. Auch wenn in unserem Test kein Schaden entstanden ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Glas der Kamera schnell zu Bruch gehen kann.

Auf der rechten Seite des Smartphones befinden sich die Lautstärkewippe, der Powerbutton, der Fingerabdrucksensor und der SIM-Schacht. Auf der linken Seite befindet sich der SOS-Button und der PTT(Sonder)-Button. Die Buttons haben allesamt einen angenehm festen Druckpunkt und sitzen stabil im Gehäuse. Am unteren Ende befindet sich die Abdeckung für den USB-C Port und die Halterung für eine Trageschlaufe. Einen Kopfhöreranschluss besitzt das Oukitel WP10 leider nicht!

Die Rückseite des Oukitel WP10 5G ist mit einer gummierten Antirutsch-Schicht überzogen, mit der das Smartphone gut in der Hand hält. Hier befindet sich die Quad-Kamera + Dual-LED Blitz. Oukitel hat auch beim WP10 an den Anschluss für seine Aufsteck-Module gedacht. Diese sind leider etwas in Vergessenheit geraten und finden seit dem WP7 beim Unternehmen keine große Beachtung mehr. Der Lautsprecher ist ebenfalls auf der Rückseite untergebracht. Der Klang ist akzeptabel und auch bei höchster Lautstärke übersteuert er nicht.

Insgesamt macht das Oukitel WP10 5G einen guten Eindruck, denn die Verarbeitung ist tadellos. Dass es sowohl einen SOS und einen PTT/Sonderbutton gibt, ist positiv. So kann die SOS-Funktion genutzt werden, ohne einen der drei Slots des Sonderbuttons zu verbrauchen. Negativ hingegen sind der fehlende Kopfhöreranschluss und die fehlende Benachrichtigungs-LED.

Lieferumfang des Oukitel WP10 5G

Oukitel WP10 LieferumfangOut of the Box gibt es:

  • Netzteil
  • USB-C Kabel
  • USB-C auf Klinke Adapter

Display des Oukitel WP10 5G

Das WP10 verfügt über ein 6,67 Zoll Display, das mit FHD+, sprich 2400 x 1080 Pixel, auflöst. Mit 410 Pixel pro Zoll ist die Schärfe des Displays ausgezeichnet und einzelne Bildpunkte lassen sich nicht ausmachen. Das Touchpanel verarbeitet bis zu 10 Berührungspunkte gleichzeitig und ist dabei recht flott. Allerdings hat das Smartphone Probleme mit den 3-Finger-Gesten, die nicht zuverlässig ausgelöst werden können.

Oukitel WP10 Display 2

Die Farbwiedergabe ist im Allgemeinen kräftig, aber nicht übertrieben. Eine Anpassung der Farbwiedergabe ist aber leider nicht möglich. Da das Smartphone für den Außeneinsatz konzipiert ist, spielt die maximale Helligkeit und somit die Ablesbarkeit im Freien eine große Rolle. Das Display des Oukitel WP10 leistet eine maximale Helligkeit von 580 Lux und ist damit auch bei Sonnenschein noch ablesbar. Auch die Robustheit des Displays ist für ein Outdoor-Smartphone wichtig, weshalb Oukitel das WP10 mit Gorilla-Glas ausgestattet hat. Welche Version dabei zum Einsatz kommt, verrät Oukitel nicht. Im Testzeitraum konnten dem Display aber keine Schäden zugefügt werden.

Auch ein Handschuh-Modus ist beim Ulefone WP10 an Bord, der einwandfrei funktioniert. Die Navigation mit Handschuhen gelingt problemlos und auch Nachrichten schreiben ist möglich. Dabei ist kein großer Druck auf das Display notwendig. Getestet wurde hier mit Lederhandschuhen und Gartenhandschuhen mit Gummibeschichtung.

Kommen wir zu dem Thema, das wahrscheinlich ein paar Nutzer stören wird: Die Punchhole Notch. Um das Loch für die Frontkamera herum ist das Display nicht dunkler, was für ein gutes LCD-Panel spricht. Wenn das Loch zu sehr stört, kann hier auch eine schwarze Leiste eingeblendet werden, durch die guten Schwarzwerte ist das Loch dann kaum noch wahrnehmbar.

Insgesamt macht das Oukitel WP10 in dieser Kategorie eine gute Figur. Eine gute Auflösung, keine Schatten um die Punchhole, gute Farbwerte und ein funktionaler Handschuhmodus sind positiv. Negativ hingegen ist die unzuverlässige Reaktion auf die 3-Finger-Gesten.

Kamera

Das Kamera-Setup des Oukitel setzt sich wie folgt zusammen: 48MP Hauptsensor, 13MP Ultra-Weitwinkel, 2MP Makro und 2MP Tiefensensor.

Die Hauptkamera

Die Hauptkamera nutzt den Sony IMX582 Sensor, der beispielsweise aus dem Xiaomi Mi 9T oder auch aus dem Oukitel WP7 bekannt ist. Die Bilder werden im Allgemeinen gut, wenig Rauschen, gute Farben und auf den ersten Blick gute Details. Beim Heranzoomen wird allerdings deutlich, wie künstlich die Strukturen wirken und dass das Oukitel WP10 alle Details damit wegrechnet. Überraschend war der HDR-Modus, aber leider nicht unbedingt im positiven Sinne. Der Kontrast ist meistens etwas höher und auch die Strukturen verschwinden, dafür kämpfen die Bilder aber mit deutlich mehr Unschärfe und Rauschen. Zudem steht der HDR Modus nur für 8MP Aufnahmen zur Verfügung, gleiches gilt für den AI Modus. Auch zu bemängeln sind der Fokus und die Auslösezeit, die mich auch schon beim Oukitel WP7 gestört haben. Beides ist extrem langsam und wirkt absolut nicht mehr zeitgemäß. Der Fokus hat beim WP10 zudem das Problem, sich auf entfernte Objekte scharfzustellen (Beispiel Landschaftsaufnahmen). Dieser Fehler ist meistens nach einem Neustart des Gerätes behoben, das kann aber nicht die Lösung sein.

Videos können mit 4K bei 30FPS aufgenommen werden. Zudem scheint es zumindest eine elektrische Bildstabilisierung zu geben, wodurch das Bild nicht allzu sehr durchgeschüttelt wird. Bei Videos ist der Fokus relativ schnell, solange zwischen den fokussierten Objekten keine großen Abstandsunterschiede herrschen. Wechselt man auf ein nahes Objekt, kann der Fokus schon einmal gut 3 Sekunden brauchen, bevor er sich scharfstellt. Auch das Mikrofon glänzt nicht gerade durch Hochleistung. Aufnahmen werden relativ leise und blechern.

Der Ultraweitwinkelsensor

Da der Ultraweitwinkelsensor mit 13MP auflöst, werden die Bilder hier sehr viel weniger detailreich als mit der Hauptkamera. Zudem wirken die Farben etwas blass und werden teilweise gelb stichig. Außerdem fängt der Sensor nur wenig Details ein. Somit werden die Weitwinkelaufnahmen deutlich schlechter und sind nicht der Hauptkamera vorzuziehen.

Der Makrosensor

Der Makrosensor hat wie sooft keinen aktiven Fokus und löst auch nur mit 2MP auf. Bilder werden deutlich verrauscht und blass. Der Sensor ist also mehr ein Gimmick als wirklich nützlich.

Der Tiefensensor

Der Tiefensensor soll die Hauptkamera bei Bokeh-Aufnahmen unterstützen und helfen den Hintergrund besser abzutrennen. Trotzdem können Bokehshots aber auch mit abgedeckter Linse gemacht werden, ohne eine deutlich schlechtere Abtrennung des Motivs zu erkennen. Das spricht eigentlich für einen Dummy-Sensor. Die Kanten werden zudem nicht ganz so sorgfältig abgetrennt und verschwimmen mehr mit dem Hintergrund, gerade im Bereich der Haare passiert dies häufiger. Auch im Bokeh-Modus kann WP10 Bilder nur mit 12MP aufnehmen.

Die Selfie-Kamera

Die Selfie-Kamera löst mit 16MP auf. Farben und Schärfe sind okay, allerdings werden wenig Details weggerechnet und matschig dargestellt. Besonders der Hintergrund weist kaum noch Details auf. Auch Bokehshots lassen sich mit der Frontkamera aufnehmen. Die Software trennt dabei relativ sauber den Hintergrund ab.

Wie so oft ist auch bei der Quad-Kamera des Oukitel WP10 mehr Gimmick als nützlich. Die Bilder der Hauptkamera sind okay, der fehlerhafte und langsame Fokus aber extrem nervig. Hier wurde gegenüber dem Oukitel WP7 leider nicht an der Software gearbeitet, denn der Sensor kann besser performen, wie man am Xiaomi Modell sieht.

Leistung des Oukitel WP10 5G

Im Oukitel werkelt ein Dimensity 800 von MediaTek, der sich dabei in zwei Cluster mit 4 Cortex-A76 Kernen und 4 Cortex-A55 Kernen teilt. Beide Cluster takten dabei mit maximal 2 GHz. Als Grafikeinheit kommt eine Mali-G57 MC4 zum Einsatz. Unterstützt wird der Prozessor von 8 GB LPDDR4X RAM, der mit 21 GB/s flott unterwegs ist.

Der internen 128 GB große Speicher (UFS 2.1) leistet 672 bzw. 204 MB/s Lese-/Schreibgeschwindigkeit. Wer den Speicher allerdings erweitern möchte, hat beim Oukitel WP10 leider Pech gehabt, denn es gibt keinen Slot für eine Speicherkarte. Einen Geekbenchtest konnte ich leider nicht durchführen.

Antutu Ergebnis 3D Mark (Slingshot) Ergebnis

Der Dimensity 800 ist das Pendant zur Snapdragon 700er Serie und liegt im Benchmark knapp unter dem Snapdragon 750G. Insgesamt liefert er sogar genug Leistung, um flüssig spielen zu können. Dank des schnell RAMs und der schnellen Lesegeschwindigkeit starten Apps generell auch zügig. Insgesamt bekommt man hier ein Outdoor-Smartphone, dem es in keiner Weise an Performance mangelt. Toll!

System

Auf dem Oukitel WP10 5G kommt Android 10 zum Einsatz. Ein App-Drawer ist standardmäßig nicht an Bord, womit alle Apps direkt auf dem Bildschirm landen. Sonderfunktionen, Multitouch-Gesten, Gesichtserkennung und auch eine SOS-Funktion sind mit dabei. Die SOS-Funktion wird über den SOS-Button ausgelöst und das schon nach zwei Sekunden Halten. Leider kann man hier keine Einstellungen zur Auslösezeit machen.

Zusätzlich gibt es zum SOS-Button auch den PTT-Button, der eigentlich ein Sonderbutton ist. Generell lässt sich der Sonderbutton dreifach belegen (einfaches Drücken, doppeltes Drücken, halten). Dadurch lassen sich Funktionen und Apps für den Schnellzugriff einfach konfigurieren. Bei der Navigation hat man die Wahl zwischen der klassischen Navigationsleiste und der Gestensteuerung. Die Gesichtserkennung wird nur über die Frontkamera realisiert und nicht über Sensoren. Aber funktioniert gut, auch bei dunkleren Lichtverhältnissen.

 

Insgesamt ist das System des Oukitel WP10 sauber und schnell. Keine Bloatware oder Adware ist vorhanden, und die Bereitstellung eines SOS- und eines Sonderbuttons ist positiv. Auch ansonsten lassen sich kaum Funktionen vermissen. Natürlich unterstützt das WP10 nur Widevine L3 also kein FullHD Streaming über Netflix.

Kommunikation

Oukitel WP10 Sim Netz EMpfangDas Oukitel WP10 kommt mit allen nötigen 4G Frequenzen, die für einen Gebrauch in Deutschland notwendig sind. An 5G Frequenzen unterstützt das Gerät: N1/3/5/8/20/28/38/41/77/78/79. Generell macht das WP10 beim Empfang eine starke Figur, denn der war fast überall ausgezeichnet.

Die Sprachqualität ist dafür nur durchschnittlich und meine Stimme wurde blechern und leicht hallend übertragen. Zur Unterstützung der Sprachqualität sind natürlich VoLTE und VoWifi mit an Bord.

Eingesetzt werden können zwei Nano-SIM Karten, eine Speichererweiterung ist leider nicht möglich.

oukitel wp10 gpsNeben den 3 Standardsensoren (Beschleunigungs-, Licht- und Annährungssensor) verfügt das Oukitel WP10 auch über ein Gyroskop und einen E-Kompass. Das GPS funktioniert auf ein paar Meter genau und konnte sowohl bei der Navigation im Auto als auch zu Fuß überzeugen. Hier gibt es keine Kritikpunkte. Der Fingerabdrucksensor liegt auf der rechten Seite des Smartphones. Ich bin kein Fan dieser Position, da ich den Sensor alleine beim Herausholen des Gerätes versehentlich mehrmals aktiviere. Somit ist die Entsperrung via Fingerabdruck aufgrund zu vieler Fehlversuche oft nicht möglich. Andere Nutzer kommen aber gut mit dieser Platzierung zurecht. Ansonsten der Sensor aber sonst zuverlässig und lässt das Smartphone in 8 von 10 Fällen innerhalb einer 1 Sekunden entsperren.

Im Bereich Bluetooth und Wi-Fi setzt das WP10 auf Dual-Band WLAN (2,4 + 5 Ghz) und die Standards a/b/g/n/ac sowie Bluetooth 5.1. Beides funktionierte im Test reibungslos. Zusätzlich verfügt das Oukitel auch über NFC und unterstützt auch Google Pay. Der Lautsprecher liefert einen durchschnittlichen Klang.

Insgesamt macht das WP10 in dieser Rubrik eine gute Figur und gibt keinen großen Anlass zur Kritik. Nur die Sprachqualität könnte etwas besser sein.

Akkulaufzeit

oukitel wp10 pcmarkIm Oukitel WP10 sorgt ein 8000 mAh Akku für genügend Saft, um über die Runden zu kommen. Die Kapazität wurde mit mehreren Probemessungen bestätigt und lag immer um die 7600 mAh. Im Benchmark hielt das Smartphone bei 250 Lux ganze 21h und 17 Minuten durch, was ein ausgezeichneter Wert ist. Unter normalen Bedingungen kommt man locker 3 Tage mit einer Ladung über die Runden. Wenn man allerdings den Prozessor sehr stark belastet ist auch mal Mitte des zweiten Tages der Akku leer. Schnellladen mit 18 W wird beim Oukitel unterstützt, leider aber kein kabelloses Laden. Insgesamt benötigt das Smartphone circa 3 Stunden von 0% auf 100%.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Vergleich zu Ulefone und Blackview

Wer aktuell auf der Suche nach einem Outdoor-Smartphone mit 5G ist, bekommt jetzt noch einen kleinen Vergleich zur Konkurrenz. Wenn Ihr Euch nur für das Oukitel interessiert, könnt Ihr gleich zum Fazit des Tests gehen.

Display

Auflösung und Größe sind beim Oukitel und Ulefone gleich, nur das Blackview fällt mit 6,36″ und 2300 x 1080 etwas kleiner aus. Alle drei Smartphones setzten auf ein Punchhole, wobei das Blackview das Loch weniger präsent in der linken Ecke platziert. Von allen Konkurrenten ist das Ulefone das einzige Smartphone, das offiziell kein Gorilla Glas bietet.

Leistung

Das Blackview BL6000 Pro und das Oukitel WP10 sind die beiden direkten Konkurrenten des Ulefone Armor 10 5G. Alle drei Smartphones nutzen den Mediatek Dimensity 800 und 8GB RAM. Beim Speicher gibt es bereits Unterschiede, Blackview bietet hier 256GB wohingegen, die beiden anderen Geräte 128GB bereitstellen.

Kamera

Sowohl das Blackview als auch das Oukitel setzten bei der Hauptkamera auf den Sony IMX582 Sensor mit 48MP und einen 13MP Weitwinkelsensor. Wie auch beim Ulefone hat das Oukitel einen Makrosensor und einen Tiefensensor, beide aber nur mit 2MP. Das Blackview verrät aktuell noch nicht, welche Funktion der dritte Sensor erfüllt, einen vierten gibt es nicht. Der IMX582 und der GW1 aus dem Ulefone sind qualitativ auf einem ähnlichen Niveau, der GW1 bietet nur die höhere Auflösung. Beim Ulefone hapert es allerdings an der Software, weshalb der IMX582 hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Akku

Beim Akku dominiert das Oukitel mit 8000mAh die Konkurrenten, von denen Blackview mit 5280mAh am wenigsten bietet. Das Ulefone liefert hier aber nur 15W Schnellladen, wohingegen beide Konkurrenten 18W unterstützen. Das Oukitel ist das einzige Smartphone, das kein kabelloses Laden unterstützt.

Besonderheiten

Einen frei belegbaren Button bieten alle drei Smartphones. Heraus sticht nur das Oukitel, das bei dem WP10 wieder auf die modularen Aufsätze zurückgreift und dafür einen Anschluss auf der Rückseite bereitstellt. Die Aufsätze des WP7 passen auch auf das WP10. Leider gibt es keine neuen Aufsätze und auch die alten sind fast gänzlich vergriffen. Schade, dass Oukitel diese Besonderheit nicht stark priorisiert oder ausbaut. Somit hätte sich die Marke deutlich von der Konkurrenz abgrenzen können.

Preis und Verfügbarkeit

Testergebnis

Getestet von
Mathias

Insgesamt ist das Oukitel WP10 5G ein gutes Outdoor-Smartphone geworden. Abstriche gibt es bei der Kamera, die mit den gleichen Problemen wie der Vorgänger (WP7) kämpft. Schade ist zudem, dass die anklickbaren Module von Oukitel vernachlässigt werden und es weder Neuentwicklungen gibt, noch die alten gut verfügbar sind. Gerade damit hätte man sich gegenüber der Konkurrenz hervorheben können.

Gegenüber dem direkten Konkurrenten Ulefone Armor 10 5G zieht das Oukitel leider den kürzeren, da das Ulefone die bessere Kamera hat und Wireless Charging unterstützt. Nur wer die Mehrleistung des Akkus und die größere Bänderabdeckung im 5G Bereich benötigt, findet im Oukitel WP10 einen Vorteil.


Gesamtwertung
83%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
80 %
Leistung und System
85 %
Kamera
50 %
Konnektivität
90 %
Akku
100 %

Preisvergleich

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 03.05.2021

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Schottentrinker
Gast
Schottentrinker (@guest_77629)
2 Tage her

Netter Test, aber mich würde ein Test zum Xiaomi Mi 11 Lite wesentlich mehr interessieren. Wann kommt er? Ich kann es kaum noch ertragen. xD

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
1 Tag her
Antwort an  Schottentrinker

Hey, der Test ist fertig und kommt wahrscheinlich am Dienstag.

Beste Grüße

Jonas

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_77624)
2 Tage her

Schade das die Kamera so schlecht ist, alles andere klingt sehr gut

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_77628)
2 Tage her
Antwort an  Shorty2020

Hab mir mal die Bilder genauer angeschaut, so schlecht find ich die jetzt nicht, leider keine Nachtaufnahmen im Test dabei

Steinlaus
Gast
Steinlaus (@guest_77640)
1 Tag her
Antwort an  Shorty2020

Schlecht ist immer relativ. Wenn man die Bilder nur auf dem Smartphone lässt und sie auch nur dort ansieht, sind die meisten Kameras gut genug. Große Unterschiede erkennt man in erster Linie beim Pixelhunting am PC.