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Ulefone Armor 12 5G Test

Getestet von Jonas Schlag am
Firmware : Armor 12 5G_AH1_EEA_V01
Bewertung: 83%
Vorteile
  • gute Leistung
  • gut verarbeitet & IP69K
  • 4G & 5G mit vielen Netzfrequenzen
  • Benachrichtigungs-LED
  • saubere Software
Nachteile
  • nur HD Display
  • Kamera unterdurchschnittlich
  • kein Kopfhöreranschluss
  • schwacher Wifi-Empfang
Springe zu:
CPUMediatek Dimensity 700 - 2 x 2,2 GHz + 6 x 2 GHz
RAM8 GB RAM
Speicher128 GB
GPUMali-G57 - MHz
Display 1600 x 720 60Hz (IPS)
Betriebssystem - Android 11
Akkukapazität5180 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid

Hybrid
Hauptkamera48 MP + 8MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera16 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht296 g
Maße175,9 x 82,5 x 14,2 mm
Antutu358673
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am13.01.2022

Mit Outdoor-Smartphones haben kleine chinesische Hersteller ihre Nische gefunden, in der sie ohne Konkurrenz der großen Hersteller Smartphones verkaufen können. Zuletzt hat Hotwav mit dem Cyber 7 (zum Test) einen Überraschungshit gelandet. Doch während Hotwav noch neu am Markt ist, gibt es in dieser Nische auch einige alteingesessene Hersteller. Ulefone zum Beispiel ist schon seit einigen Jahren dabei. Insbesondere mit der Armor Reihe hat man einige der teuersten und besten Outdoorphones auf den Markt gebracht. Mit dem Ulefone Armor 10 5G hat man seiner Zeit das erste 5G Outdoorphone entwickelt, mit dem Armor 11 und dem Armor 11 5G zwei teure “Outdoor-Flagships” mit Nachtsicht- bzw. Wärmebild Kamera. Das Ulefone Armor 12 5G ist nun wieder etwas günstiger, kommt dafür aber ohne spezielle Kamera und mit MediaTek Dimensity 700 Prozessor. Die gerade genannten Geräte hatten alle noch den etwas schnelleren Dimensity 800 verbaut.

Lieferumfang des Ulefone Armor 12 5G

Design und Verarbeitung

Das Ulefone Armor 12 ist, wie es sich für ein Outdoorphone gehört, ziemlich mächtig. In Zahlen heißt das 176 x 82,5 x 14,3 Millimeter und ein Gewicht von 296 Gramm. Das ist zwar viel, aber etwas unter dem Gewicht unserer führenden Smartphones aus der Outdoor Bestenliste. Ein Punkt, an dem das liegen könnte, ist der Akku. Der ist nämlich für ein Outdoor-Smartphone mit 5180mAh eher klein.

Ulefone Armor 12 5G Design Rueckseite 2 1

Natürlich hat das Ulefone Armor 12 5G auch einen ordentlichen Schutz gegen die Gefahren des Alltags mit an Bord. Insbesondere ist das eine IP Zertifizierung nach IP68 und IP69K. Dazu gesellt sich ein MIL-STD-810G Zertifikat. Das sagt, ehrlich gesagt, reichlich wenig aus. Da sind die IP Zertifizierungen interessanter. Erstere steht für einen Schutz gegen Eintauchen bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von 1,5 Meter. Zweitere steht für Schutz gegen Hochdruck Einstrahlung bei hohen Temperaturen. In unserem Test hat das Ulefone Armor 12 locker eine halbe Stunde unter Wasser ausgehalten.

Ulefone Armor125G Wasser

Gegen Stürze ist das Ulefone ebenfalls gut gewappnet. Ein paar Stürze aus Hüfthöhe konnte ihm jedenfalls nichts anhaben. Dafür sorgen etwas weichere Kunststoff-Bumper an den Ecken des Geräts und eine angehobene Lippe rund um die Vorderseite des Smartphones. Ob es sich beim Displayglas um ein spezielles Schutzglas handelt, gibt der Hersteller nicht an. Leichte Bearbeitung mit einem Schlüssel konnte ihm aber nichts anhaben. An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass Ulefone angibt, das Armor 12 sei mit einer antibakteriellen Beschichtung ausgestattet. Diese würde 99,9% der Bakterien innerhalb von 24 Stunden eliminieren. Können wir leider nicht überprüfen, klingt aber cool!

Ulefone Armor 12 5G Design Rueckseite 1 1

Wie wir es von eigentlich allen anderen Outdoorphones kennen, ist das Ulefone Armor 12 nicht ganz unauffällig. Orange Elemente auf Ober- und Unterseite sind auch aus einiger Entfernung noch gut zu erkennen, dazu die dicken Schutzelemente in den Ecken. All das ist gut verarbeitet, auch wenn wir uns um die orangen Kunststoffelemente etwas Sorgen machen, was Kratzfestigkeit angeht. Die Seiten des Outdoor-Smartphones sind mit Leisten in Metalloptik geziert, darin verbirgt sich auf der rechten Seite die Lautstärkewippe und der Powerbutton. Auf der linken Seite ein SIM-Karten Slot, der ohne Werkzeug entfernt werden kann. Darunter ist ein Custom Button positioniert. Dieser ist als einziger Button besonders texturiert. Im Power Button steckt außerdem der Fingerabdrucksensor. Die Reaktionszeiten sind okay, die Erkennungsrate mit etwa 8/10 nur in Ordnung.

Auf der Unterseite des Armor 12 sitzt ein USB-C-Anschluss, daneben eine kleine Öse für das Anbringen einer Handschlaufe. Diese befindet sich im Lieferumfang. Ansonsten liegt noch das Netzteil und ein USB-C auf Klinken-Adapter mit bei. Beim Ersten in die Hand nehmen ist das Ulefone Armor 12 wirklich mächtig. Nach wenigen Tagen hat man sich aber daran gewöhnt und kann gut mit dem Gerät umgehen. Etwas störend ist die Größe nur in der Hosentasche. Ansonsten liegt das Gerät gut in der Hand, auch wenn das Gewicht nach einiger Zeit schon negativ auffällt. 

Display des Ulefone Armor 12

Ulefone Armor 12 5G Praxistest 1

Das Hotwav Cyber 7 hat ein 6,52 Zoll großes Display. Die Frontkamera wurde in einer Waterdrop-Notch untergebracht und der Rand zum Rahmen misst oben 10 mm, unten 12 Millimeter und seitlich 7 Millimeter. Das Display hat eine HD-Auflösung von 1600 x 720 Pixel. Die Bildpunktdichte von 269 Pixel pro Zoll ist für den Preis des Geräts zu gering. Wir bewegen uns hier um die 300€ Marke herum. Zu diesem Preis erwarten wir auch beim genausten hinsehen ein klares Bild und nicht noch einzeln erkennbare Pixel. Insbesondere in Texten macht das keine Freude und zeigt sich durch schwammige Ränder an Buchstaben.

Beim Panel des Ulefone Armor 12 handelt es sich um ein IPS Panel mit einer Bildwiederholungsrate von 60Hz. Für IPS sind die Farben angenehm kräftig, auch wenn das ganze Panel eher kühl abgestimmt ist. Eine genauere Anpassung der Farbgebung ist leider nicht mit an Bord. Immerhin könnt ihr über einen Nachtmodus das blaue Licht aus der Anzeige reduzieren und über einen Dunkelmodus in den Dark Mode gelangen.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Eine automatische Helligkeitseinstellung ist auch mit an Bord. Maximal kommt das Display auf bis zu 520 Lux. Das ist genug, um auch an sonnigen Tagen noch mehr oder weniger genügend zu erkennen. Allerdings müsst ihr dafür die Helligkeit schon wirklich bis ans Maximum aufdrehen. In direkter Sonneneinstrahlung ist das dann aber doch etwas wenig.

Leistung des Ulefone Armor 12

Angetrieben wird das Ulefone Armor 12 vom MediaTek Dimensity 700, dem Lieblingschip der Outdoorphones ;-). Zumindest setzen momentan einige Outdoorphones auf den 5G fähigen Chip aus Taiwan. Der Grund dafür ist stabile Leistung bei gutem Preis. Der Chip ist letztes Jahr auf den Markt gekommen und bietet genügend Leistung für alle Alltagsaufgaben. Dafür sorgen zwei Cortex-A76 Kernen mit 2,2GHz Taktrate und sechs Cortex-A55 Kernen mit 2GHz Taktrate. Unterstützt von 8GB angenehm schnellem LPDDR4X RAM und 128 internem Speicher, ist das Nutzungserlebnis stabil. Besonders Installationszeiten stechen bei fast 1GB/s und 500MB/s Lese/Schreib Geschwindigkeiten positiv hervor. Die Benchmark Ergebnisse lesen sich ebenfalls gut.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3D Mark (Slingshot)

In der Praxis läuft das System des Armor 12 flüssig und mit der Mali-G75 GPU ist sogar etwas Gaming möglich, auch wenn ihr dafür die Grafik etwas herunterschrauben müsst. Dann schafft ihr es aber auch in anspruchsvollen Spielen, wie COD Mobile auf über 30 Frames in der Sekunde.

System

Wie die meisten Outdoorphone Hersteller, hält sich Ulefone nicht lange mit großen Veränderungen an der Software ab. Es gibt ab Werk Android 11 und im ganzen System nur kleine optische Veränderungen. Mit Bloatware hält man sich zurück, lediglich drei Apps sind vorinstalliert. Ein Sicherheitscenter mit Features zum Dateimanagement und Energiesparen, ein Kinderraum mit eingeschränktem App Zugriff, ein einfacher Startbildschirm mit Senioren gerechtem Layout und eine Sammlung an Outdoortools. Hinter den Outdoortools verbirgt sich etwas Spielerei mit den Sensoren des Smartphones, Wunder sollte man hier nicht erwarten.

Grundsätzlich gibt es aber nichts am System auszusetzen – mit Google ist auch eines der größten Softwareunternehmen der Welt dafür verantwortlich. Lieber keine Veränderungen am System als ein Haufen Schnickschnack, der am Ende nicht stabil läuft. Im Testzeitraum hat das System keine Probleme verursacht. Abstürze sind nicht vorgekommen, das letzte Sicherheitsupdate ist mit dem 5. August aber schon etwas lang her. Insgesamt sollte man sich keine Hoffnungen auf viele Updates machen. Für mein Armor 12 stand ein kleiner Bugfix als Update zur Verfügung, auf ein Android Basis Update müsst ihr aber aller Voraussicht nach verzichten.

Die größten Anpassungen im System (neben den Outdoortools) ist wohl die Einstellung des Custom Buttons. Dieser kann in der Einstellungsapp mit Funktionen für einen einfachen, einen doppelten und einen langen Klick konfiguriert werden. Dafür stellt Ulefone ein paar besondere Funktionen zur Auswahl. Mit dabei ist ein SOS Signal oder das Starten der Unterwasserkamera. Dabei handelt es sich um die normale Kamera App mit ausgeschaltetem Touchscreen. Alternativ kann eine beliebige App über den Button gestartet werden.

Für das Streamen von Inhalten steht eine Widevine L3 Zertifizierung zur Verfügung. Damit lassen sich Inhalte bei Netflix und Disney+ nur in SD Qualität streamen. YouTube und andere kostenlose Streaming-Dienste stehen natürlich in HD Qualität zur Verfügung. Deutsch als Systemsprache ist auch kein Problem und mit Google Apps werdet ihr auch keine Schwierigkeiten haben. Neben dem Playstore sind auch Drive, Maps und Co. vorinstalliert.

Kamera des Ulefone Armor 12

Ulefone Armor 12 5G Kamera

Kommen wir mal zur Kamera des Ulefone Armor 12. Outdoorphones sind eigentlich die optimale Begleitung für ausgedehnte Touren und andere Abenteuer. Also genau für die Momente, an denen man sich eine gute Kamera herbeiwünscht, um wertvolle Momente einzufangen. Entsprechend wichtig ist die Kamera bei einem Outdoor-Smartphone. Wie es sich inzwischen selbst bei günstigeren Geräten gehört, kommt das Ulefone 12 5G mit mehreren Kamerasensoren:

  • Hauptkamera: 48 Megapixel, 1/2 Zoll, Objektiv mit f/1.8-Blende und 78° Blickfeld
  • Ultraweitwinkel: 8 Megapixel, Objektiv mit f/2.2-Blende und 120° Blickfeld
  • Makro: 2 Megapixel, Objektiv mit f/2.6-Blende und 75° Blickfeld, vier Zentimeter Naheinstellgrenze
  • Tiefensensor: 2 Megapixel
  • Selfie: 16 Megapixel, Objektiv mit f/2.2-Blende

Einen speziellen Sensor, etwa für Nachtaufnahmen oder Wärmebilder bekommt das Armor 12 also nicht spendiert. Das restliche Kamerasetup klingt nach Standardkost. Bevor wir zu den Bildern kommen noch eine kurze Anmerkung zur Kamerasoftware. Die ist an sich gut aufgebaut, lässt aber zwei Punkte schmerzlich vermissen. In 16:9 fotografieren ist leider nicht möglich und Portrait Aufnahmen verstecken sich hinter “Hochformat”, glaube ich zumindest, denn so richtig Bokeh habe ich nie gesehen. Aber genug zum Vorgeplänkel, schauen wir uns mal ein paar Bilder an.

Tageslicht

Das Ulefone Armor 12 produziert selbst bei Tageslicht eher schwache Aufnahmen. Schon ohne Vergleich zu anderen Geräten fallen bedauerlicherweise einige Schwächen auf. Fast jedes Bild hat Probleme mit der Schärfe. Ist mir auf dem kleinen Handybildschirm nicht aufgefallen, auf dem PC sticht das jedoch schmerzhaft ins Auge. Passable Aufnahmen produziert das Outdoorphone nur bei Aufnahmen mit klaren Fokus und optimalen Lichtbedingungen. Bei etwas wenig Licht sind die Aufnahmen noch okay, die Farben sind aber blass und das Bild wenig lebendig. Bei zu viel Licht wird ordentlich überblendet und helle Flächen verschwimmen. Für einen Schnappschuss reicht die Kamera aus, um lebendige Aufnahmen auf spannenden Abenteuerreisen aufzunehmend nicht wirklich. Bewegt Bild nimmt das Ulefone Armor 12 5G übrigens in bis zu 2K mit 30 Bildern in der Sekunde auf.

Nachtaufnahmen mit dem Ulefone Armor 12

Bei abnehmendem Licht hat die Kamera des Ulefone Armor 12 5G dann immer mehr Probleme. Den Bildern fehlt es etwas an Helligkeit und Lichter neigen zum Überblenden. Insgesamt finde ich die Bilder aber noch in Ordnung. Außer man schaltet den Nachtmodus ein. Der ist irgendwie gar nichts. Die Bilder sind zwar etwas heller, dafür werden Konturen unnatürlich nachgeschärft und die ganze Aufnahme verkommt in einem Meer aus Rauschen. Kann von der Benutzung nur abraten. Dann lieber die etwas dunkleren, dafür ansonsten rundum besseren Aufnahmen ohne Nachtmodus nutzen.

Ultraweitwinkel

Die Ultraweitwinkel Kamera ist ehrlich gesagt dann noch mal ein Schritt nach unten. Selbst bei optimalen Bedingungen fehlt es den Aufnahmen an Schärfe. Das ist auf dem Smartphone gerade noch akzeptabel, auf größeren Bildschirmen schlicht und ergreifend nicht. Immerhin sind die Farben relativ konstant und passen zu den Aufnahmen der Hauptkamera. Der Fokus der Kamera ist fest und für ein halbwegs annehmbares Ergebnis muss das Handy perfekt stillgehalten werden.

Selfies und Portrait und Macro Aufnahmen

Erst mal zu den Makroaufnahmen. Wenn ihr unsere Seite etwas verfolgt, kennt ihr unsere Meinung zu diesen 2MP Makrokameras wahrscheinlich. Sie dienen eigentlich immer lediglich dazu, das Kamerasetup auf dem Papier etwas aufzumöbeln. Das ist hier auch so. Mit viel Zeit und komischen Posen kommt man irgendwie zu okayen Bildern, aber die wirklichen Anwendungsfälle dazu fallen mir nicht ein.

Selfies gelingen in Ordnung. Besonders im Vordergrund stimmen die Farben, die Bilder wirken natürlich und es kommen keine Verschönerungs-Algorithmen zum Einsatz. Im Hintergrund fehlt es etwas an Schärfe und bei schwierigen Belichtungssituationen kommt es gerne mal zu überblendeten Flächen. Insgesamt taugt die Kamera aber für das ein oder andere Selfie. Bei den Porträtaufnahmen sieht es leider schlechter aus. Ungünstigerweise hat der Modus bei mir nie irgendwelche Resultate erzeugt, die anderes aussehen als normale Bilder.

Konnektivität und Kommunikation

Ulefone Armor 12 5G Sim Netz Empfang

Mit dem Ulefone Armor 10 hat Ulefone sich damals selbst zum Hersteller des ersten Outdoor 5G Handys erklärt. Dieser Titel muss die Verkaufszahlen wohl geboostert haben, denn Ulefone versucht verzweifelt, den Titel bis heute weiterzunutzen. Nachdem das Ulefone Armor 11 das erste 5G Outdoorphone mit Nachtsicht war, ist das Ulefone Armor 12 nun das erste 5G Outdoorphone mit antibakterieller Beschichtung…. Ob das noch zieht?… Na ja, auf jeden Fall ist das Ulefone Armor 12 ein Hybrid SIM Smartphone für zwei Nano-SIM-Karten oder Nano-SIM + MicroSD Karte. Cool ist, dass der Karten Slot ohne Werkzeug aus dem Gerät entfernt werden kann. Folgende Netzfrequenzen unterstützt das Handy.

  • 5G: N1/3/28/38/41/77/78

Damit könnt ihr das Handy problemlos in Deutschland und der EU zum Telefonieren und mobilen Surfen nutzen. Die Gesprächsqualität ist in Ordnung, wenn auch stellenweise etwas leise. VoLTE ist voreingestellt und WLAN Telefonie kann auch einfach in den Einstellungen aktiviert werden.

Zur drahtlosen Verbindungen stehen sonst noch WiFi 5 und Bluetooth 5.1 zur Verfügung. Die WLAN-Verbindung ist leider erschreckend schlecht. Direkt neben dem Router sind von der 200Mbit/s Leitung unter 50Mbit/s angekommen. Mein eigenes Handy schafft zur gleichen Zeit über 110Mbit/s. Der Upload ist besser und nutzt die Leitung komplett aus. Weiter vom Router entfernt wird es wirklich erschreckend. An meinem Standardspot, zwei Wände vom Router weg, scheitert das Ulefone Armor 12 als erstes meiner Testhandys! Es kann einfach keine Verbindung mehr aufgebaut werden. Der Abstand wurde also um eine Wand reduziert. Das Resultat ist auch hier schwach.

Mit der Bluetooth Verbindung gab es immerhin keine Probleme. NFC inklusive Google Pay klappt auch problemlos, auch wenn das Armor 12 reichlich unhandlich über dem Kartenlesegerät wirkt. An weiteren Sensoren gibts Näherung, Helligkeit und Beschleunigung sowie E-Kompass, Gyroskop. Außerdem verfügt das Handy über ein Pedometer, was wohl schlicht und ergreifend der Schrittzählerfunktion entspricht. Der E-Kompass funktioniert einwandfrei und hat in unserem Test nur wenige Grad vom Ergebnis eines physischen Kompasses abgewichen.

 

Freunde der Benachrichtigungs LED aufgepasst, denn das Ulefone hat tatsächlich noch eine dreifarbig beleuchtete LED im oberen Bildschirmrand verbaut! Darüber können eingehende Nachrichten oder der Ladestatus angezeigt werden. Ein ähnliches Nischenfeature hat das Handy auch mit verbautem FM Radio im Repertoire. Diese kann ohne angeschlossene Kopfhörer genutzt werden.

Die Standortbestimmung über GPS, Glonass, Galileo und Beidou funktioniert hervorragend. Die Navigation auf dem Fahrrad und zu Fuß lief tadellos und auch in der Test-App konnte unsere Position innerhalb von wenigen Sekunden auf einen Meter genau bestimmt werden. Genutzt werden dafür GPS, Beidou, Glonass und Galileo. Positiv hervorstechen kann das Armor 12 ebenfalls mit seinen lauten Lautsprechern. Die sind nicht einfach nur laut, sondern bieten erstaunlich klaren Klang. Bässe lassen zwar etwas zu wünschen übrig, aber die Musikwiedergabe ist insgesamt ein klarer Pluspunkt.

Akkulaufzeit des Ulefone Armor 12

Das Ulefone Armor 12 ist mit einem 5180mAh Akku ausgestattet. In absoluten Zahlen nicht schlecht für so ein riesiges Gerät, aber dann doch nicht wirklich beeindruckend. Immerhin ist der Dimensity 700 recht effizient und deshalb erwarten wir eine überdurchschnittliche Akkulaufzeit. Das bestätigt sich in unserem Akkubenchmark so auch.

Akkulaufzeit Einheit: Std

und zwar wie! Ich hätte es nicht gedacht, aber das Ulefone Armor 12 5G nimmt locker die 20 Stunden Marke in unserem Akkutest. Damit liefert es eine exzellente Akkulaufzeit, bei der auch ausgedehnte Touren über 2 Tage ohne Laden kein Problem sind. Eine Stunde YouTube braucht bei moderaten 200 Lux Helligkeit rund 5% Akku. Eine Stunde Navigation auf dem Rad kostet bei voller Helligkeit rund 9%. Insgesamt sind wir mit der Akkulaufzeit sehr zufrieden.

Zum Aufladen des Armor 12 steht ein 18 Watt Netzteil mit USB A Anschluss zur Verfügung. Dieses betankt das Handy über dessen USB-C 2.0 Anschluss in etwas mehr als 2,5 Stunden wieder mit Saft. In der gleichen Zeit ist unser momentaner Outdoor-Champion, das Hotwav 7 ebenfalls einmal voll aufgeladen. Dessen Akku misst aber ganze 8280mAh. Dafür kann das Ulefone Armor 12 allerdings auch kabellos mit bis zu 15 Watt aufgeladen werden.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Schlag

Auf der Ulefone Website kostet das Armor 12 5G momentan 400USD, also rund 350€. Als Import gibt es das Smartphone aber schon für unter 300€. Dafür bekommt ihr ein performantes Outdoorphone mit vielen Stärken und einigen Schwächen. Die größten Schwächen sind eindeutig Kameras und das HD Display. Das ist schon etwas schwach und ehrlich gesagt verstehen wir nicht, warum Ulefone in seiner Flaggschiff-Linie nur auf HD setzt. Pluspunkte kann das Ulefone dann mit seinem zügigen Prozessor holen und auch die schnellen Speichergeschwindigkeiten fallen positiv auf. Dazu ein sauberes, aufgeräumtes System. Auch dafür gibt es Pluspunkte.

Neutral stehen wir dem Design, der Verarbeitung und den Outdoorfeatures gegenüber. Da läuft alles wie es soll, die Zertifizierungen, das ausufernde Design und die gute Verarbeitung kennen wir aber von dutzenden anderen Outdoorphones.

Echt enttäuschend wird es dann bei der Kamera. Diese taugt selbst bei tollen Rahmenbedingungen nicht viel und fällt bei schlechteren Bedingungen völlig auseinander. Für den ein oder anderen Schnappschuss mag das ausreichen, aber für mehr einfach nicht.

Besser sieht es dann wieder bei der Konnektivität aus. 5G ist ein Nice to Have und über die Benachrichtigungs-LED dürften sich einige von euch freuen. Das FM Radio und die lauten Lautsprecher gefallen ebenfalls. Manko ist hier die schlechte WLAN-Verbindung. Zu guter Letzt ist der Akku des Ulefone Armor 12 ein echtes Biest, das euch in Kombination mit dem Dimensity 700 locker durch 2 Tage bringt.

Bis auf Kamera, WiFi und Display kann das Ulefone Armor 12 also abliefern! Als Alternative würde uns momentan das Hotwav Cyber 7 mit größerem Akku und Full HD Display einfallen. Dort müsst ihr allerdings auf die Benachrichtigungs-LED und kabelloses Laden verzichten und müsst für Wasserdichtheit den USB-C-Anschluss manuell verschließen.


Gesamtwertung
83%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
75 %
Leistung und System
100 %
Kamera
60 %
Konnektivität
80 %
Akku
90 %

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Jonas
Gast
Jonas (@guest_84333)
5 Monate her

Ulefone war leider schon immer schwach bei der Kamera, macht Updateversprechen die nicht gehalten werden und haben Hardwareprobleme. Für den Preis absolut lächerlich!

Cince
Mitglied
Mitglied
Cince (@cince)
5 Monate her

Also ganz ehrlich ist mir diese Bewertung von 83% zu hoch für die eklatanten Mängel genau in den Bereichen, die m.M.n. extrem wichtig und ausschlaggebend sind nämlich Display-Auflösung, -helligkeit und Kamera im Verhältnis zum Kaufpreis und da versagt dieses Smartphone lt Test. Zu geringe Auflösung, zu geringe Helligkeit und eine Kamera, die in allen Belangen sei es UWW, Nachtmodus, Makro etc schlecht davon kommt. Ein ausdauernder Akku kann da nichts retten. Also von daher wirklich 83%?! Wie gesagt, das ist meine persönliche Einschätzung und ich würde das Teil niemals kaufen, da ich für den Preis einfach ein höherwertigeres Smartphone in… Weiterlesen »

Letzte Änderung 5 Monate her von Cince
Angelus
Mitglied
Mitglied
Angelus (@angelus)
5 Monate her

Ulefone ist wohl der am wenigsten interessante Hersteller von allen. Seine Smartphones gehen oft nach kurzem Gebrauch kaputt, wie ich mehrfach selber erleben durfte. Aber eines macht Ulefone richtig: Sie verbauen immer noch Benachrichtigungs-LEDs. Davon dürfen sich die anderen Hersteller gerne eine Scheibe abschneiden.

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