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Vivo Nex 3 kommt – Waterfall Display als Innovation?

Das Vivo Nex 3 mit 5G Empfang und einem sogenannten Waterfall Display ist nun offiziell vorgestellt. Zum Mutterkonzern von Vivo gehören einige Smartphone-Hersteller: OnePlus kennt jeder, Oppo macht auch immer mehr auf sich aufmerksam und Realme ist zuletzt auch in Europa gelandet. Der letzte Hersteller unter BBK Elektronics ist also Vivo. Im asiatischen Raum ist Vivo eine Macht auf dem Handymarkt. Egal welches Land man in Angriff nimmt, man glänzte stets mit rapiden Wachstumsraten. Dabei setzt Vivo mehr auf aggressives Marketing und Marktneuheiten, als auf eine gute Preis-/Leistung. Jeder, der mal im asiatischen Raum gereist ist, kommt an den Vivo Bannern vor jedem einzelnen Handyladen kaum vorbei. In unserem Markenartikel könnt ihr alle Informationen zu Vivo nachlesen, in diesem Bericht soll es nun um das neue Vivo Nex 3 gehen, das nun das Licht der Welt erblickt hat.

Vivo Nex 5G angekündigt

Die Hauptargumente für das Vivo Nex 3 sind das 6,89 Zoll große Super AMOLED Display, ein pfeilschneller Snapdragon 855 Plus Prozessor, UFS 3 Speicher und ein großer 4500 mAh Akku. Reißerisch wie eh und je spricht Vivo von einem Display zu Gehäuse Verhältnis von 99,7%, was angeblich durch ein stark abgerundetes Display erreicht wird. Dabei verlangt Vivo für das aktuelle Flagship 642€ in der 4G(LTE) Version und 730€ werden für die 5G Version fällig. Also schauen wir uns mal im Detail an, was der Premium Hersteller hier noch so liefert, um diesen verhältnismäßig hohen Preis zu rechtfertigen.

Vom Fingerabdrucksensor im Display zum Waterfall Display

fullscreen smartphones vergleich watermarked

Mit dem Vivo Nex brachte der Hersteller die erste Pop-Up Kamera. Mit dem Vivo Nex 2 (Dual-Display) folgte dann das erste Smartphone mit 2 Display, wobei hier auch Nubia mit dem X früh mit dabei war. Auch beim Fingerabdrucksensor im Display war Vivo die treibende Kraft im Hintergrund. Ob man diesen nun liebgewonnen hat oder nicht, den Fingerabdruck im Display werden wir so schnell nicht mehr los. Und auch die Pop-Up Kamera ist ein klarer Erfolg, denn der Verzicht auf die Notch in jeglicher Form ist vielen Nutzern enorm wichtig. Beim Vivo Nex 3 wird es in meinen Augen nun weniger spannend. Man übernimmt bis auf das Doppel-Display die alten Features und bringt ein sogenanntes Waterfall-Display (Wasserfall Display). Dieses stark abgerundete Display haben die meisten Hersteller, allen voran Samsung beim S7 Edge, schon vor Jahren beerdigt. Jetzt kommt Vivo mit einem neuen Namen für ein solches Display um die Ecke und die ganze Welt ist gespannt.

Display des Vivo Nex 3

Vivo Nex 3 Display Waterfall

Das neue Feature Waterfall Display ist eigentlich ein alter Hut. Ein großes AMOLED Display mit stark abgerundeten Rändern – Das Display selbst ist also abgerundet und nicht nur das Glas. Dieses Feature kennen wir bereits seit dem Samsung Galaxy S7 Edge und die extreme Abrundung dort kam aufgrund von Fehleingaben durch den Handballen nicht so gut an. So wird es beim Vivo Nex 3 keine Ränder mehr links und rechts zum Display geben. Aber die Software muss hier mitspielen und erkennen, wenn man das Smartphone in der Hand hält, sonst sind Fehleingaben vorprogrammiert. Ermöglicht wird das “nur” Display Design natürlich nach wie vor durch eine Pop-Up Selfie Kamera.

Vivo Nex 3: Full Screen Design durch Curved AMOLED und Pop-Up Kamera

Das Display misst 6,89 Zoll und löst mit 2256 x 1080 Pixel auf. Das entspricht einer Pixeldichte von 363 Pixel pro Zoll und hier hätte Vivo gerne auch ein 2K Display einbauen können. Das fände ich dem Preis angemessen und unter 400 Pixel pro Zoll hört sich irgendwie nicht mehr so sexy an. Fürs Marketing ist ein 2K Display immer gut zu gebrauchen, in der Praxis wird das Display des Vivo Nex 3 trotzdem gestochen scharf sein.

Verarbeitung und Design

An der Displaydiagonale merkt man bereits, dass das Vivo Nex 3 kein kleines Smartphone ist. Es ist vielmehr eine Multimediamaschine an der Grenze zu einem sogenannten Phablet. Die Abmessungen betragen 167,5 x 76 x 9,4 Millimeter und mit 217g ist das Vivo nex 3 auch kein Leichtgewicht. An Farben steht ein dezentes Schwarz und ein schimmerndes Hellblau zur Auswahl. Bei der Verarbeitung und dem Design gibt sich Vivo generell große Mühe, nur wenige Mittelklasse Smartphone sehen derart gut aus wie die Vivo Garde. So wirkt auch das Nex 3 mit dem kreisrunden Triple-Kameramodul auf der Rückseite und dem Wasserfall Display vorne verdammt schick.

Vivo nex 3 Design Verarbeitung

Die Pop-Up Kamera und der Fingerabdrucksensor im Display gehören zur Grundausstattung eines Vivo Flagships. Durch das abgerundete Display verzichtet Vivo auf normale physische Buttons, sondern setzt beim Nex 3 auf Drucksensitive Oberflächen für die Lauter-Leiser Wippe. Gleiches gilt für den Power-Button. Allerdings hält Vivo an der Oberseite an einer echten Ohrmuschel fest, was sicherlich hilfreich bei Gesprächen sein wird. Ansonsten ist das Gerät gar nicht so magisch und beeindruckend wie es noch das erste Vivo Nex war. Mittlerweile gibt es Full-Screen Smartphone mit Pop-Up-Kamera auch in der Mittelklasse. Xiaomi Mi 9T und Realme X lassen hier grüßen.

Leistung und Ausstattung

Das Vivo Nex 3 ist ein weiteres Smartphone, das in einer extra 5G Version erhältlich ist. Damit lässt sich dann der aktuellste Mobilfunkstandard nutzen, natürlich nur, wenn der Netzausbau das auch hergibt. Das Vivo Nex 3 ist natürlich ein Dual-Sim Smartphone. An 4G LTE Frequenzen ist schon in China alles mit dabei, was man sich so wünschen könnte:

4G FDD-LTE:B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B12/B17/B18/B19/B20/B26/B28A/B28B

Vivo nex 3 SD855 Plus UFS 3

Der Snapdragon 855 Plus macht das Vivo Nex 3 in Kombination mit pfeilschnellen UFS 3 Speicher direkt zu einem der schnellsten Smartphones der Welt. Wir haben aktuell das Nubia Z20 im Test und die zusätzliche Leistung in Benchmarks ist deutlich stärker spürbar als in der Praxis. Trotzdem gehört in ein teures Flagship die neuste Hardware und Vivo macht hier alles richtig. An Speicher gibt es mindestens 8/128GB und die 5G Version kommt wahlweise mit 8/256GB oder 12/256GB Speicher. Per Micro-SD kann man den Speicher nicht erweitern.

Sensoren wie ein Gyroskop und Kompass verstehen sich von selbst. GPS, Galileo, NFC, Type-C Anschluss, Bluetooth 5.0 und WIFI ac-Standard sind auch mit dabei.

Funtouch OS auf dem Vivo Nex 3 – IOS Copycat

Vivo nex 3 Funtouch OSVivo setzt bei der Software auf eine stark angepasste Eigenentwicklung mit dem Namen „Funtouch OS“. Wie kein zweiter Hersteller kopiert Vivo mit dem System Apples iOS und hat damit in China großen Erfolg. Wie wir mit Vivos Betriebssystem zurechtkamen, lest ihr in einem unserer Testberichte nach. Neue Features wie der smarte AI Assitent der Funtouch OS Oberfläche sind für uns hier nicht zu verwenden und eher hinderlich als hilfreich.

 

 

44 Watt Ladetechnik – in 60 Minuten 4500 mAh vollgeladen

Vivo nex 3 Akkulaufzeit 4500 mahZu guter Letzt steht auch noch eine neue Vivo Super FlashCharge Ladetechnik mit bis zu 44 Watt am Start. In 60 Minuten sollen so 4500 mAh in den Akku gepumpt werden. Das hört sich ziemlich verrückt an, aber das ist es nunmal, was Vivos Werbebanner suggeriert. Die Akkulaufzeit sollte bedingt durch den großen Akku definitiv gut ausfallen, aber genaueres werden wir erst im Testbericht sehen und spüren.

 

Vivo Nex 3 mit Triple Kamera – 64 + 13 + 13 Megapixel

Vivo nex 3 Kamera Triple

Um die Triple-Kamera hinten macht Vivo keinen Wirbel. Als Hauptsensor kommt ein Samsung GW1 Sernsor mit 64 Megapixel und einer f/1.8 Linsenöffnung zum Einsatz. Den Sensor wird es auch im Redmi Note 8 Pro geben, das nur 1/3 des Vivo Nex 3 kostet. Die weiteren Sensoren sind ein 13 Megapixel Ultra-Weitwinkel/Makro Sensor (f/2.2) und ein 13 Megapixel Telefoto-Sensor (f/2.48). Die Bildqualität wird sich erst im Praxistest offenbaren und auch wie stabil die Videos sind, muss sich noch zeigen. Vivo gibt weder einen EIS noch einen OIS in den Specs mit an.

Einschätzung und Preis

Das Vivo Nex 3 ist mit mindestens 640€ ein teures Flagship geworden. Die Ausstattung spiegelt alle aktuellen Features auf dem Smartphone-Markt wieder, allerdings ist das sogenannte Wasserfall-Display nicht der erhoffte Fortschritt, zumindest meiner Meinung nach. Wer ein besonderes Flagship sucht, der ist bei Vivo richtig, aber ob wir das Gerät überhaupt testen, ist noch nicht sicher. Wollt ihr einen ausführlichen Test zum Vivo Nex 3 sehen?

Ich erwarte spätestens im nächsten Jahr auch einen Europa Start von Vivo, da es mittlerweile alle Marken des BBK Elektronics Konzern vorgemacht haben. Zumindest die Handymarken Oppo, Realme und OnePlus. Mit Vivo hätten wir dann den nächste chinesischen Big Player hier auf dem Markt und Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft. Beim Vivo Nex 3 sollte man außerdem mit einem Preis von mindestens 800€-900€ rechnen, denn Vivo Smartphones sind auch in China nicht gerade günstig. 

Quelle: VIVO offizielle Webseite

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_manuel_k_RenkeWolfgangNostradamusManfred Fuerst Letzte Kommentartoren
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_manuel_k_
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_manuel_k_

sehr schönes Smartphone, aber leider zu teuer.

Renke
Mitglied
Renke

Bitte testen,möchte den Vergleich zu meinem Vivo NEX S.
Außerdem steht Weihnachten vor der Tür!

Wolfgang
Gast
Wolfgang

Heute Bestellt! Erste reviews sahen echt gut aus und mein Mi Mix 2 muss mal in den Ruhestand.

Nostradamus
Gast
Nostradamus

Immer gut, wenn Huawei unter Druck gesetzt wird, vor allem preislich

Manfred Fuerst
Gast
Manfred Fuerst

Immer testen, suche ein Weihnachtsgeschenk.

H.E.
Gast
H.E.

Nicht testen. Uninteressant.

KüchenSchabe
Gast
KüchenSchabe

Ne, lasst mal stecken, kann ich mir eh nicht leisten! 😉