Mit dem Cubot Max hat der chinesische Hersteller im Jahr 2016 einen soliden Konkurrenten zum Xiaomi Mi Max & Co. auf die Beine gestellt. Doch seitdem ist für Smartphone-Verhältnisse eine halbe Ewigkeit vergangen und Xiaomi ist beispielsweise bei seinem Phablet bereits in der dritten Version angelangt. Höchste Zeit also für ein Cubot Max 2, das jetzt seinen Weg in unser Testlabor gefunden hat. Eine wesentliche Änderung zum Vorgänger fällt bereits direkt auf den ersten Blick auf und betrifft das riesige 6,8 Zoll Display. Dieses setzt nämlich auf eine Einbuchtung in der rechten Ecke des Displays, auch Notch genannt, die die Frontkamera des Smartphones beherbergt. Damit führt Cubot eine neuartige Display-Bauform in den Markt ein, die wir so bisher nur von einem 5G-Demomodell von Samsung kannten. Interessant ist, dass auch Archos ein fast baugleiches Smartphone mit dem Namen Oxygen 68XL auf dem MWC 2019 vorgestellt hat. Höchstwahrscheinlich teilen sich beide Gerät die gleiche OEM-Plattform.

Doch auch unter der Haube hat Cubot fleißig an den Stellschrauben gedreht, so dass die neue Version des Phablets in vielen Punkten mit deutlich besseren technischen Spezfikationen daherkommt als es noch beim Vorgänger der Fall war. Ob der Hersteller dem Low-Budget Smartphone damit genug Kraft spendiert hat, um gar das Preis-Leistungswunder Xiaomi Mi Max 3 vom Thron zu stoßen, haben wir für euch herausgefunden.

Lieferumfang des Cubot Max 2

Cubot Max 2 Lieferumfang

Das Cubot Max 2 findet im, bereits von Cubot gewöhnten, Karton seinen Weg zu seinem neuen Besitzer. Darin verbirgt sich selbstverständlich primär das Smartphone selbst, das entweder in der Farbe Schwarz oder „Aurora“ erstrahlt. Uns stand im Test letztere Farboption zur Verfügung. Daneben liegt aber natürlich noch eine Auswahl an Zubehör dem Gerät dabei. Diese umfasst eine transparente Silikonschutzhülle, ein Netzteil mit einer Leistung von 10 Watt und ein USB-C zu USB-A Kabel. Das Nötigste ist also soweit vorhanden und die Schutzhülle stellt eine nette Dreingabe dar.

Design und Verarbeitung

Cubot Max 2 Display 2Cubot Max 2 Design Verarbeitung 2

Bei einer Displaydiagonale von sagenhaften 6,8 Zoll, fallen logischerweise auch die restlichen Maße des Cubot Max 2 nicht gerade zierlich aus. In Zahlen gesprochen: 173 x 81,6 x 10 mm, die sich in der Hand breit machen und ganze 222 Gramm, die spürbar an der Hosentasche zerren. Doch wer sich für ein Phablet entscheidet, ist sich der Konsequenzen bewusst.

Dass Cubot aber auch Qualität anstatt nur Quantität kann, beweist der Hersteller mit der Verarbeitung des Max 2. Das Gerät ist durchweg hochwertig sowie präzise verarbeitet und, nach Gewöhnung an die Größe, auch angenehm in der Hand zu halten. Dazu trägt nicht zuletzt die zu den Rändern hin abgerundete Rückseite aus Plastik bei, auf welcher sich auch der Fingerabdrucksensor und die Dual-Kamera mit LED-Blitz befindet. Rückseite und Vorderseite hält ein Plastikrahmen in Hochglanzoptik zusammen, in den auf der linken Seite die Standby- und Lautstärketasten eingelassen sind.

Cubot Max 2 Design Verarbeitung 3Am unteren Ende des Rahmens hingegen sitzt der USB-C Anschluss, der von Mikrofon und Lautsprecher flankiert wird. Erfreulicherweise hat auch ein 3,5mm Kopfhörer-Anschluss an der Oberseite den Weg ins Cubot Max 2 gefunden.

Die Vorderseite des Smartphones wird überdeckt durch Glas, das laut Hersteller sogar Gorilla Glas 5 sein soll. Unter der Glasschicht findet sich neben dem Display auch die Frontkamera, platziert in der bereits genannten Eck-Notch, und eine Benachrichtigungs-LED oberhalb der Anzeige.

Display

Cubot Max 2 Hand

Das 6,8 Zoll Display des Cubot Max 2 ist das Alleinstellungsmerkmal des Smartphones schlechthin. Im oberen rechten Eck befindet sich nämlich ein Einschnitt, der uns in dieser Form bisher nicht untergekommen ist. Ob diese Art der Unterbringung der Frontkamera optisch ansprechender ist, bleibt eine Frage des Geschmacks. Mich persönlich hat die Eck-Notch im Test aber nicht mehr oder minder gestört als ein mittig platzierter breiter Balken. Zudem hat es mich sehr gefreut zu sehen, dass Cubot das System auf den schwarzen Ausschnitt perfekt optimiert hat, so dass keine Inhalte davon verborgen werden. Grund dafür könnte auch die native Unterstützung von derartigen Displayformen durch Android 9 Pie sein.Cubot Max 2 Display 1

Im Hinblick auf die sonstigen Eigenschaften des IPS-Panel, hinterlässt die Anzeige einen soliden Eindruck. Farben sind schön knackig und die Blickwinkel stabil. Auch Helligkeit und Schwarzwert sind für ein derart günstiges Smartphone auf einem sehr guten Niveau. Leider hat Cubot jedoch bei der Auflösung des Displays deutlich gespart, die nur 1352 x 640 Pixel beträgt und damit in einer Pixeldichte von 220 dpi resultiert. Dieser Wert ist definitiv am unteren Ende der Fahnenstange angesiedelt, störte mich aber bei der normalen Nutzung des System soweit erstmal nicht allzu sehr. Erst beim Betrachten von Bildern und Videos war die geringe Auflösung mir ein Dorn im Auge. Insbesondere die Nutzung von Youtube ist dabei negativ aufgefallen, da der Videodienst aufgrund der Auflösung des Max 2 eine maximale Auflösung von 480p bereitstellt. Bei einer Diagonale von 6,8 Zoll werden Pixel dadurch deutlich sichtbar.

Höchstwahrscheinlich hätte Cubot gut daran getan, dem Max 2 mindestens eine Full-HD Anzeige zu spendieren, die auch gerne einen kleinen Aufpreis mit sich hätte ziehen können. So verpasst das Smartphone knapp ein vollumfängliches Lob in Sachen Display. Für Multimedia-Enthusiasten ist das Max 2 nicht das richtige Gerät. Wer aber einfach Wert auf ein großes, helles und farbstarkes Bild legt, wird vermutlich zufrieden sein.

Leistung

Mit dem Helio P22 sitzt im Cubot Max 2 ein alter Bekannter, der schon vielmals sein Können unter Beweis stellen konnte. Der Mittelklasse Octa-Core Prozessor setzt sich aus zwei Clustern mit jeweils vier ARM Cortex-A53 Kernen zusammen, die alle maximal mit 2.0 GHz takten, und wird von 4GB Arbeitsspeicher unterstützt, der mit einer soliden Geschwindigkeit von 5 GB/s daherkommt. Beste Vorraussetzungen für eine zügige Systemperformance, die Cubot mit gewohnt guter Systemoptimierung auch voll ausschöpft. Ruckler oder ungewöhnliche Wartezeiten sucht man daher vergebens und während des Testzeitraums habe ich meinem deutlich potenteren Daily Driver im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit kaum vermisst. Neben alltäglichen Aufgaben für ein Smartphone sind mithilfe der Mali G71 GPU auch aufwendige Spiele wie PUBG Mobile und ausgedehnteres Multitasking möglich. Für ein 130€ Smartphone ist diese Gesamtpaket schlichtweg sehr gut.

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Als Ablage für Dateien aller Art stehen dem Nutzer von Hause aus 64 GB Speicherplatz zur Verfügung, der mit 200 MB/s respektive 150 MB/s ausreichend schnell gelesen und beschrieben werden kann. Wem dies nicht genügen sollte, der kann mithilfe des Hybrid-Slot und einer Micro-SD Speicherkarte den Speicherplatz entsprechend erweitern.

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System

Auf dem Cubot Max 2 ist ein aktuelles Android in Version 9.0 installiert, das in diesem Falle auf optische als auch funktionelle Erweiterungen des Systems verzichtet. Der Nutzer erhält also in jeder Hinsicht Android in seiner bekannten Reinstform, die sicherlich auch dazu beiträgt, dass das Smartphone derart performant ist. Leider sind die Sicherheitsupdates vom 5. Januar 2019 jedoch bereits etwas angestaubt.

Screenshot Cubot Max2 2 Screenshot Cubot Max2 3 Screenshot Cubot Max2 4

Kamera

Cubot Max 2 Design Verarbeitung 4Auf der Rückseite des Cubot Max 2 verbaut der Hersteller zwei Kameras, wobei eine davon, wie von vielen chinesischen Herstellern bereits gewohnt, eine Fake-Linse ist. Der tatsächlich echte Sensor stammt aus dem Hause Sony, hört auf das Kürzel IMX486 und besitzt eine Auflösung von 12 Megapixeln sowie eine Blende von f/1.8.

Bei guten Lichtbedingungen gelangen mit der Kamera Aufnahmen, die farblich als auch dynamisch für den aufgerufenen Preis solide sind. Unschärfe zu den Rändern hin lässt sich auch nicht beobachten. Gestört hat mich jedoch die künstliche Nachschärfung der Software, die für meinen Geschmack zu deutlich in das Bild eingreift.

Bei schlechteren Lichtbedingungen bleibt die Kamera trotz LED-Blitz hoffnungslos überfordert. Unschärfe und Bildrauschen beherrschen hier die Aufnahme. Gleiches gilt auch für die 8 Megapixel Selfie-Kamera, die bei guten Lichtbedingungen ausreichende Schnappschüsse ermöglicht. Hochwertigere Resultate bleiben dem Nutzer bei wenig Licht verwehrt. In diesem Preisbereich war das aber kaum anders zu erwarten.

Konnektivität

Cubot hat dem Max 2 eine große Auswahl an Sensoren spendiert, die das Smartphone ideal für die tägliche Nutzung ausrüsten. Unter der Haube finden sich daher neben dem üblichen Licht-, Beschleunigungs- und Annäherungssensor auch ein elektronischer Kompass und ein Gyroskop. So ist in Kombination mit dem gut funktionierenden GPS-Sensor auch Fußgängernavigation möglich.

Cubot Max 2 Sim Netz EMpfangDual-Band Wifi a/b/g/n und Bluetooth in Version 4.2 sind natürlich auch mit an Bord und haben sich im Test keine Blöße gegeben. Zudem setzt auch das Max 2 auf eine Dual-SIM Funktionalität, die dem Nutzer ermöglicht, zwei SIM-Karten gleichzeitig zu nutzen. Der dafür verwendete Slot ist jedoch im Sinne eines Hybrid-Slots nur auf eine einzelne SIM-Karte begrenzt, sobald man den Speicher mit einer Micro-SD Karte erweitert hat. Natürlich unterstützt das Max 2 LTE Empfang auf beiden SIM-Steckplätzen, inklusive des besonders in Deutschland relevanten Band 20.

4G FDD-LTE: Band:1 / 3 / 7 / 8 / 20
3G WCDMA: 900 MHz / 2100 MHz
2G GSM: 850 MHz / 900 MHz / 1800 MHz / 1900 MHz

Im Test war der Empfang des Smartphones auch stets ausreichend gut und zuverlässig.

Akku

Screenshot Cubot Max2 7Der Energiespeicher des Cubot Max 2 ist mit 5000 mAh als groß dimensioniert einzustufen, ist aber bei einem derart großen Display meist erforderlich. Wenn da nicht die geringe Auflösung des Max 2 wäre, die den Verbrauch immens nach unten schraubt. Somit kommt das Smartphone auf eine hervorragende Laufzeit von 15h im Benchmark-Test. Mit dem Smartphone ist die Nutzung über drei Tage bei durchschnittlicher Nutzungsintensität keine Herausforderung. Es handelt sich um einen echten Dauerläufer, wie man ihn selten findet.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Um den Akku zu laden, liegt dem Smartphone eine 10W-Netzteil mit 2A und 5V bei, das leider ganze 4 Stunden benötigt, um die Anzeige von 0% wieder auf 100% zu heben. Auch an einem leistungsfähigeren Netzteil zog sich das Max 2 leider nicht schneller Strom. Angesichts der exzellenten Laufzeit ist dies aber zu verschmerzen.

Fazit und Alternative

Leonardo_Staub
Leonardo Staub:

Beim Cubot Max 2 ist der Name Programm. Maximale Displaygröße und maximale Akkulaufzeit sprechen für das Smartphone, das aber gleichermaßen auch mit typischerweise maximalen Maßen und Gewicht daherkommt. Erfreulich ist, dass Cubot abermals hervorragende Arbeit bei der Optimierung der Software geleistet hat und sich Nutzer auf ein gut zu bedienendes Smartphone freuen können. Kleine Patzer leistet sich der Hersteller in Sachen Kamera und Displayauflösung. In diesen zwei Punkten hätte der Hersteller gerne noch eine Schippe mehr drauflegen können.

Für welches Phablet sollte sich ein Interessent jetzt also derzeit bei einem Kauf entscheiden? Aufgrund des niedrigen Preises ist das Cubot Max 2 quasi alleiniger Wettstreiter im Preisbereich unter 150€. Es wird schwerfallen, hier ein anderes Smartphone zu finden, das eine ähnlich gute Performance in fast allen Belangen liefert. Wer also auf der Suche nach einem günstigen Phablet ist, kann bedenkenlos zugreifen.

Mit dem Xiaomi Mi Max 3 erhält man selbstredend in allen Belangen das bessere Smartphone, muss dafür aber auch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

82%
  • Design und Verarbeitung 80 %
  • Display 70 %
  • Leistung und System 90 %
  • Kamera 70 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 100 %

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BonnieBonnieKarstenSam YoshiharaAngelus Letzte Kommentartoren
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Bonnie
Mitglied
Bonnie

hat nach dem update noch jemand probleme die progamme komplett zu schliessen ??

Bonnie
Mitglied
Mitglied
Bonnie

habe das Handy neu gestartet und dann war alles wieder gut

Karsten
Mitglied
Mitglied
Karsten Hingst

In anderen Tests wird zwar bestätigt, dass die Fotos der Kamera für die Preisklasse ordentlich sind, jedoch werden Videoaufnahmen der hinteren Hauptkamera teils sehr kritisiert (z.B. Autofokus schlecht). Das hat mich bisher vom Kauf abgehalten. Wie sind die Erfahrungen hier? Vielleicht könnte der Test ergänzt werden?

Bonnie
Mitglied
Bonnie

Nachtrag- was mich nervte war die navileiste, ich kriegte das mit den laufenden apps beenden nur sehr mühsam hin
habe mir da was anderes runter geladen – nu ist es wieder leichter

Sam Yoshihara
Gast
Sam Yoshihara

Zeigt hier die Nadel des Kompasses auch immer nach rechts, wie bei meinem “Cubot Power”?

Bonnie
Mitglied
Bonnie

Allso ich habe jetzt das Handy seit 2 Tage,da ich schon fast 2 Jahre auch das Doogee Y6 Max habe daher wusste ich bei der Grösse was auf mich drauf zu kommt.Es wird hauptsächlich wieder ein FB Spielehandy u wenn es wie das Cubot Max arbeitet dann bin ich super zufrieden – mein erster Eindruck ist erstmal hervorragend – flott,keine Aussetzer,Accu super(laden dauert etwas lange)

Angelus
Gast
Angelus

1. Die Eck-Notch ist Mist.
2. Die Displayauflösung ist eine Frechheit.

Cubot, macht eine Pro-Version mit Full-HD+ und beseitigt diese Notch – dann ist alles gut.

Steinlaus
Gast
Steinlaus

Gewohnt souveräne Cubot-Qualität, mit diesem Hersteller macht man nie etwas falsch. Aber diese Eck-Notch stört mich persönlich extrem, da sie im Gegensatz zu den bisherigen Lösungen asymmetrisch ist. In der Mitte positioniert, wie bisher, wirkt die Notch auf mich weniger störend. Aber das ist natürlich Geschmackssache, und zumindest ist’s mal was Neues. 🙂

Bonnie
Mitglied
Bonnie

ist mit dem notch beim Max nicht so störend wie beim Cubot P20