Honor weiter auf Siegeszug? Mit dem Honor 8X und unserem Honor 8X Max baut die Huawei-Tochter ihr Sortiment an preisgünstigen Mittelklasse Smartphones weiter aus und ergänzt  Smartphones mit Notch-Displays. Das 8X Max, um dem es in diesem Test gehen soll, sollte man aber definitiv Phablet nennen: mit 7,12 Zoll überragt es sowohl das Xiaomi Mi Max 3 als auch das Honor Note 10 mit nur 6,9 Zoll. Die 0,2 Zoll mehr-Display kommen durch den „Waterdrop“-Zustande – statt einem Balken ist die Notch nur noch ein kleiner Kreis für die Selfiekamera.

Unser Smartphone wurde uns von CECT-Shop zur Verfügung gestellt. Im folgenden Test findet Ihr unsere Eindrücke aus 2 Wochen mit dem 8X Max.

Honor 8X Max Testbericht Produktfotos 8 Honor 8X Max Testbericht Produktfotos 4

An der Ausstattung erkennt man den direkten Konkurrenten des Honor 8X Max – dem Mi Max 3 ist es zum Verwechseln ähnlich. Angetrieben wird das Phablet von einem Snapdragon 636 Octa Core, dazu gesellen sich 4+64GB Speicher, EMUI auf Android 8.1, Dual Kamera auf der Rückseite und ein 5000mAh Akku. Der Preis liegt zurzeit bei fairen 250€. In der Testzeit sind mir vor allem die Ambitionen des Honor 8X Max als perfektes Multimedia-Gerät im Gedächtnis geblieben; oft blieb das Tablet rechts liegen und wurde durch das Phablet ersetzt.

Das Honor 8X wurde am 05.10.18 für Deutschland angekündigt: dieses kommt mit einem 6,5 Zoll großen 19,5:9 Display, das mehr als 90% der Front einnehmen soll. Als Chip dient für Deutschland der Kirin 710, der gut 20% schneller als ein SD636 ist. Aber besonders zeigt das „kleine Honor 8X“ die fragwürdige Preispolitik von Huawei auf: das Derivat des Mutterkonzerns, das Huawei Mate 20 Lite, kostet mit 400€ gleich mal 150€ mehr. Die Ankündigung des Honor 8X Max für Deutschland vermissen wir allerdings noch. Es ist fraglich, ob es noch kommt und damit auch die Global Version.

Design und Verarbeitung

In der Honor-blauen Verpackung kommt das gute Teil zum Vorschein. Klein ist es nicht, zu groß aber auch nicht – ein Phablet eben. Aber ohne Hülle kann ich es gerade noch so mit einer Hand bedienen, gemacht ist es aber für zwei Hände. Das 7,12 Zoll Smartphone misst 177,6 x 83,3 x 8,1 mm und bringt 226,5g auf die Waage. Die anderen beiden Phablets sind in etwa auch so groß. Erhältlich ist das Honor 8X Max in den Farben Schwarz, Blau und Rot. Die Front bleibt immer schwarz, während die Rückseite mit einem 20mm breiten Akzentstreifen aufwartet. In der Farbe schwarz ist dieser dunkelgrau und bei unserem blauen 8X Max ist er dunkelblau. Der Akzent ist ganz dezent und sieht klasse aus. Gefällt mir beim Design auch viel besser als die Phantom-Farben in schillerndem Blau oder Grün.

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Auf der Rückseite liegt noch die Dual Kamera oben links mit Blitz und dem „AI CAMERA“ Schriftzug. Weiter unten präsentiert sich Der Honor-Schriftzug nochmal. Der Fingerabdrucksensor hätte gerne ein bisschen weiter nach unten wandern dürfen, denn mit einer Hand muss man den Zeigefinger ganz schön strecken, um ihn zu erreichen. Leider muss man sagen, dass der Rücken nicht zur Wertigkeit des Honor 8X Max beiträgt. Das Design ist schön, aber er ist aus Kunststoff, der auch noch spürbar nachgibt und das Material darunter berührt. Außerdem haben wir an eine 1,5cm langen Stelle, die unsauber verarbeitet ist.

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Honor 8X Max Testbericht Produktfotos 5Die Front wird fast ausschließlich durch das Display eingenommen. Die Screen-to-Body Ration liegt bei ca. 83%. Unten ist der Rahmen 7,4mm breit, an den Seiten 2,6mm und oben 3,5mm. Mittig liegt die charakteristische Notch in Form eines Tropfens – mit 8,9mm ragt sie deutlich ins Bild hinein. Beim OnePlus 6 z.B. ist der Balken mit 7,4mm deutlich weniger auffälliger – gemessen jeweils vom Rahmen bis zum unteren Ende der Notch. Der Lautsprecher zum Telefonieren und als zweiter Stereo-Speaker befindet sich an der Kante zum Rahmen darüber. Rechts im Speaker liegt eine kleine Benachrichtigungs-LED – Achtung: sogar in Farbe. Diese erkennt man auch am Tag, aber sie ist klein und unaufdringlich. Am anderen Ende des 7,12 Zoll Display findet sich noch ein „honor“ Schriftzug.

Das Display geht mit 2.5D Glas rund in den Rahmen über, nur eine kleine Kante lässt sich erfühlen. Unser Rahmen ist dunkelblau und mit einer geschliffenen Kante optisch aufgewertet. Auf der rechten Seite finden sich der Powerbutton und die Lautstärkewippe – auf der gegenüberliegenden Seite ist der SIM Slot mit Platz für zwei Nano SIM Karten und einer zusätzlichen MicroSD Karte zur Speichererweiterung. An der Oberseite findet man nur ein kleines Loch für ein Mikrofon – unten liegen der zweite Part des Stereo-Lautsprechers, ein MicroUSB-Port (warum?!) und ein 3,5mm Klinkenanschluss.

Umso größer das Smartphone, umso schwieriger die Verarbeitung. Front und Rahmen sind super gelungen beim 8X Max – das war ja auch schon beim Honor Note 10 so. Die Rückseite knüpft aber nicht daran an: Kunststoff ist an sich ok, aber hier wirkt es billiger, als es hätte sein müssen. Nutzt man sein Phablet aber sowieso in einer Hülle oder Case, dann ist es natürlich egal. Dafür ist der Kunststoff griffig, wodurch man das Phablet, trotz der Ausmaße, sicher in der Hand halten kann. Die schönen Rundungen tragen ebenfalls ihren Teil bei.

Lieferumfang des Honor 8X Max

Honor 8X Max Testbericht Produktfotos 7In der Verpackung des Honor 8X Max findet sich neben dem Smartphone und dem üblichen Zettelwerk noch eine klare Silikonschutzhülle und eine Displayschutzfolie, die bereits aufgebracht wurde. Dazu liegt noch ein MicroUSB-Kabel und ein Huawei Quick Charge Netzteil bei, das 9V / 2A liefert, aber einen chinesischen Stecker hat.

Display

Herzstück des Phablets ist das 7,12 Zoll große Display. Das IPS LCD Panel erstreckt sich im 18,7:9 Format über die Front und charakteristisch sticht die Tropfenförmige Notch oben in der Mitte hervor. Der Bildschirm löst mit 2244 x 1080 Pixeln auf, wodurch sich knackige 350 PPI ergeben. Bei der Bildpunktdichte kann man bei ganz nahem Abstand noch einzelne Pixel erkennen, z.B. bei runden Buchstaben, aber nicht mehr bei normaler Nutzung. Bei der maximalen Bildschirmhelligkeit konnten wir 575 cd/m² messen und diese auch im Freien bestätigen: bei direktem Sonneneinfall kann man das Phablet noch nutzen.

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Die Farben des IPS Panels sind auf normalem Niveau – das Mi Max 3 holt hier noch mehr raus – und bietet ein natürliches Bild mit ansehnlichen Farben und auch gutem Schwarz. In den Einstellungen kann man die Farbtemperatur frei anpassen oder die Presets „Standard“, „Kalt“ und „Warm“ nutzen. Auch die Modi „smarte Auflösung“ und „Augen schonen“ sind mit an Bord.

Honor 8X Max Testbericht Screenshots 1 1Die Notch des 8X Max ist dabei gar nicht mal so cool, wie sie aussieht. Zum einen muss ich sagen, dass ich mit den Notch-Displays kein Problem habe, da gewöhnt man sich dran. Und zum anderen beeinträchtigt sie zum anderen das System in keinster Weise, z.B. beim OnePlus 6. Beim OnePlus 6T soll sie auch die Form eines Wassertropfens haben, nur nicht so tief. Beim Honor 8X Max reicht die Notch aber weit ins Display rein und im Umkehrschluss muss man so auch die Leiste oben dicker machen, da es sonst blöd aussehen würde. So sticht die Notch hier mehr ins Auge, aber man kriegt auch definitiv alle Benachrichtigungssymbole angezeigt.

In den Einstellungen kann man die „Notch verbergen“ und die Bereiche links und rechts schwarz lassen. Für jeden, der den Einschnitt im Display so gar nicht abkann, ist das eine gute Alternative, aber ein tiefes Schwarz bekommt man mit dem IPS Panel leider nicht.

Leistung

Wie im Xiaomi Redmi Note 5 oder dem Mi Max 3 schlägt im Honor 8X Max der Snapdragon 636 den Takt. Die 600er Reihe bei Qualcomm war schon immer für Energieeffizienz bekannt und bietet einen tollen Kompromiss zur gebotenen Leistung. Der Octa Core wird im 14nm Verfahren gefertigt und setzt sich aus einem Leistungs- und Energiesparcluster zusammen: einmal sind es vier Kerne mit 1,8 GHz und einmal vier à 1,6 GHz. Die Grafikberechnungen übernimmt in dem SoC die Adreno 509 GPU. An Speicher stehen 4GB Arbeitsspeicher und 64GB Systemspeicherplatz zur Verfügung. Via MicroSD-Karte lässt sich der Speicherplatz außerdem noch einfach aufstocken.

Honor 8X Max Testbericht Screenshots 3 Honor 8X Max Testbericht Screenshots 4 Honor 8X Max Testbericht Screenshots 2 Honor 8X Max Testbericht Screenshots 7

Honor 8X Max Testbericht Screenshots 5Der RAM ist mit 5,2 GB/s entsprechend schnell, während es sich beim ROM nur um eMMC Speicher handelt, der mit 292 MB/s read und 200 MB/s write noch angenehm flott ist. Eine Variante mit 6GB Arbeitsspeicher taucht vereinzelt im Netz auf, aber derzeitig gibt es nur 4GB RAM:

  • 4GB + 64GB – 250€
  • 4GB + 128GB – 270€

Mit dem Snapdragon 636 erreicht das Honor 8X Max eine wirklich sehr gute Arbeitsgeschwindigkeit. EMUI hatte ich meistens in Kombination mit dem Kirin 970 in den Händen, aber beziffern kann man hier nichts. Bei leistungshungrigen Apps sieht es anders aus – mit dem 8X Max und SD636 macht die Nutzung Freude. Der Arbeitsspeicher ist mit 4GB angenehm bemessen und steht dem Multitasking nicht im Weg. So konnte man leicht 10 Apps gleichzeitig bedienen und zwischen ihnen switchen. Da wir nur eMMC Speicher verbaut haben, muss man bei der Installation von neuen Apps ein bisschen zusätzliche Zeit hinnehmen – ein wirkliches Manko stellt es aber nicht dar.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Als zweiter Grafikbenchmark und um die Leistung der Hardware zu testen dient uns Asphalt 9 aus dem Google Play Store. Dieses startet zwar mit der Grafikqualität Standard, aber man kann es auch superflüssig auf hoher Qualität zocken, ohne dass es ruckelt, sobald es hektisch wird. Im Vergleich zum OnePlus 6 mit dem Snapdragon 845 sieht es ein wenig schlechter aus – das OP6 glättet zum Beispiel noch zusätzlich die Kanten. Die Wärmeentwicklung des Snapdragon 636 macht sich im 8X Max zu keiner Zeit bemerkbar.

System – EMUI auf dem 8X Max

Honor 8X Max Testbericht Screenshots 2 1Unser Honor 8X Max kam mit EMUI 8.2 bei uns an, das auf Android 8.1 basiert. Der Sicherheitspatch ist mit September 2018 noch recht aktuell, aber leider erreicht es bei Widevine nur L3. Da eine Global Version des 8X Max noch fehlt, findet sich bei uns die chinesische ROM wieder, die sich aber ohne Einschränkungen gegenüber der Global ROM nutzen lässt. Bei den Sprachen hat man die üblich riesige Auswahl, die Google Play Services und der Play Store waren bereits installiert und es kommen ganz normal OTA Updates – bei uns schon zwei in der Testphase. Wir mussten nur noch Google Play manuell alle Berechtigungen geben und konnten das Honor 8X Max frei einrichten. Das beinhaltet die Gboard Tastatur, ein paar der fehlenden Google Apps und das Deinstallieren der chinesischen Apps.

Das System ist ganz klassisch EMUI, wie wir es schon von den ganzen anderen Huawei oder Honor Smartphones kennen. EMUI an sich lässt sich ganz gut anpassen und bietet deutlich mehr Einstellungen als Android selbst und mit EMUI kommen auch sehr viele mehr oder weniger nützliche Apps. Letztere fragen uns auch beim ersten Start, ob wir die „Deutschland Version“ nutzen möchten. Nun kommt es ein bisschen auf die persönlichen Präferenzen des Nutzers an, ob er das 8X Max als Smartphone mit übergroßem Bildschirm nutzen möchte oder die zusätzlichen Zoll mit sinnvollen nützlichen Inhalten füllen möchte. Letzteres kann man mit den richtigen Apps und ein paar Widgets bewerkstelligen sowie in Chrome (oder einem anderen Internet Browser) die Desktop Version mancher Websites nutzen. Auf der anderen Seite hat sich meine Mutter sehr über das große Display gefreut und musste zur Nutzung auch nicht die Lesebrille aufsetzen 😉.

Insgesamt legt das Honor 8X Max mit dem Snapdragon 636 eine ordentliche Systemperformance aufs Parkett. Hier ruckelt nichts, Animationen und Scrollen läuft butterweich und Apps starten beinahe so schnell, wie bei einem Flagship. Auf der Couch lässt sich das Phablet super zur Bespaßung nutzen. Was natürlich mal wieder extrem nervt, ist die fehlende Widevine Zertifizierung: bei einem 6 Zoll Smartphone macht das keinen großen Unterschied, aber beim 8X Max wird es grenzwertig.

Kamera

Wie schon fast gewohnt, bekommt man beim Honor 8X Max drei Sensoren: einer vorne für Selfies und zwei Hinten, wovon einer für Bokeh Shots zuständig ist. Hinten ist es ein 16MP Sensor mit einer Blende von f/2.0, aber der zweite mit 2MP und f/2.4 liefert quasi nur Tiefen-Informationen. Vorne in der Notch schießt ein 8MP Sensor mit einer f/2.0 großen Blende Selfies.

Dazu kommt die super Kamera App von Huawei: diese ist umfangreich, bietet viele Funktionen und eine angenehme Nachbearbeitung der Fotos. An Bord ist auch die AI – Artificial Intelligence – von Huawei: Ist diese aktiviert, dann erkennt die Software das Motiv / die Szene und passt die Parameter für die Aufnahme entsprechend an. Fotografiert man Pflanzen wird das Grün satter, ein Sonnenuntergang malerischer – simpel, aber zeigt man anderen die Aufnahmen im Vergleich, dann kommt die AI gut an. Frei von Fehlern ist sie nicht und manchmal mischen sich auch misslungene Bilder unter.

Die Aufnahmen sind für die Preisklasse ansehnlich. Hier kann man sie in keinem Fall mit einem Mittelklasse-Xiaomi Smartphone vergleichen, denn ein Redmi Note 6 Pro würde das Honor 8X Max vom Hof fegen. Auch das Xiaomi Mi Max 3 macht einen besseren Job, wenn auch der Abstand nicht so krass ist. Zu Gute halten muss man Honor die „schön anzusehenden Bilder“ die wir bekommen. Mit ein bisschen höherem Kontrast und satteren Farben wirken die Aufnahmen direkt viel mehr. Beim Ranzoomen merkt man dann aber doch, dass es beim Detailgrad eng wird. So verschmelzen die Nadeln der Tannenbäume im Hintergrund miteinander oder Fell von Tieren wird zu einer Fläche.

Videos hingegen lassen sich maximal in Full HD aufnehmen und auf eine Bildstabilisierung muss man ebenfalls verzichten.

Selfies gelingen mit dem 8MP Sensor sehr gut. Schön finde ich, dass man den Hintergrund stets erkennen kann und er nicht super unscharf ist oder total überbelichtet. Man kann das Honor 8X Max auch umdrehen und Selfies mithilfe der Lautstärkewippe auslösen, aber das wird eher mit unschärferen Aufnahmen bestraft. Den Bokeh Effekt bekommen man so aber hin.

Bokeh Shots gelingen mit Honor oder Huawei Smartphones meistens sehr gut, was man der Software zuzuschreiben kann. Der zweite Sensor mit 2MP liefert nur die Informationen zur Tiefe. Zunächst hatte man in der Kamera App die Wahl zwischen Portrait und Blende: der Portrait Modus brachte keine guten Ergebnisse und verschwand mit dem letzten Update – nun hat man nur noch Blende zur Wahl. Dieser bringt auch die gewünschten Fotos mit Tiefenunschärfe. Den Grad der Verschwommenheit kann man wählen und so den Hintergrund erkennbar oder künstlerisch komplett verschwimmen lassen. Die Aufnahmen sprechen für sich und im Vergleich zur Konkurrenz ist man nicht auf die Gunst des Smartphones angewiesen bis „Tiefeneffekt“ aufleuchtet: man kann wirklich jedes Objekt als Bokeh setzten. Beim Aufnehmen merkt man aber, dass der Snapdragon 636 ordentlich schuften muss, denn manchmal ruckelt es bei schnellen Wechseln oder dadurch, dass man in der Vorschau kurz warten muss, bis es gerendert wurde. Bokeh Selfies schießen andere Huawei- und Honor-Smartphones auch schon länger mit nur einem Sensor über die Software. Hierauf muss man vorerst beim 8X Max verzichten; es könnte aber noch per Update kommen.

Konnektivität

Das Honor 8X Max kommt mit einem Triple Slot, es lassen sich zwei Nano SIM Karten gleichzeitig benutzen und der Speicher kann dauerhaft mit einer MicroSD Karte erweitert werden. Beide SIM Plätze können gleichermaßen genutzt werden. Dafür sieht es bei den LTE Bändern für Deutschland mit dem Honor 8X Max leider düster aus:Honor 8X Max Testbericht Produktfotos 16

  • GSM 850, 900, 1800, 1900
  • CDMA 800 & TD-SCDMA / HSDPA 850, 900, 2100
  • LTE B1, B3, B5, B8, B38, B39, B40, B41

An meinem Wohnort habe ich besten Empfang und sauschnelles LTE (55 mb/s up 10 mb/s down). Ist man aber ein bisschen unterwegs, dann gibt es schon ein paar Stellen in der Würzburger Innenstadt, an denen man mit 3G Vorlieb nehmen muss oder mit 2G nur noch WhatsApp nutzen kann. Telefonieren klappt dank dem exzellenten oberen Lautsprecher super, was man auch über den Freisprecher sagen kann. VoLTE wird in der Theorie unterstützt, allerdings wollte es bei mir im Telekom Netz nicht.

In lokale Netze kommt man über WiFi im ac-Standard und ins 5 GHz Netz im n-Standard. Bluetooth ist leider nur in der Version 4.2 an Bord und auf NFC muss man verzichten. An Anschlüssen ist ein 3,5mm Klinkenanschluss sowie ein MicroUSB-Port verbaut – USB-C sollte sich so langsam wirklich mal bei allen Herstellern durchsetzen.

Honor 8X Max Testbericht Screenshots 9Navigieren lässt es sich mit dem 8X Max ebenso gut. Einen Fix kriegt man auch drinnen binnen weniger Sekunden hin, nach knapp 20s sind wir bei 12m Genauigkeit. Draußen wird die Position auf 3m genau bestimmt. Hierfür nutzt das Honor Phablet die Dienste GPS, A-GPS, GLONASS und BeiDou. Ein elektronischer Kompass unterstützt bei der Richtungsfindung. Im Navigationstest während der Autofahrt ist man natürlich erstmal vom riesigen Display und dem ausdauernden Akku begeistert. Die Route lädt man aber besser vor der Fahrt, da man so nicht in Gefahr läuft, kein 4G zu haben. An Sensoren sind die drei Standards an Bord: Licht, Näherung, Beschleunigung. Dazu ist noch der E-Kompass verbaut, ein Gyroskop und auch ein Schrittzähler.

Ein ganz großes Lob bekommen an der Stelle die Lautsprecher des Honor 8X Max – diese können wir aber auch häufig bei Geräten des Unternehmens loben. Im Phablet haben sind sie wohl auch wieder Dolby Atmos zertifiziert. Im Stereo Setup ist einer oben über der Notch und der andere am unteren Rahmen. Und sie sind beide gleich laut, was sich super anhört. Mit diesen schaue ich sehr gerne YouTube Videos über den Lautsprecher, wo meist schon 40% der Gesamtlautstärke ausreichen für das komplette Sounderlebnis. Dazu kommt, dass sie auch ein bisschen Bass wiedergeben können und wohl zu den besten Speakern in einem Smartphone gehören, die mir untergekommen sind.

Zur biometrischen Entsperrung stehen der Fingerabdrucksensor und die Frontkamera zur Verfügung. Das größte Problem bei der Entsperrung mit dem Finger ist den Sensor zu erreichen. Bei so einem großen Smartphone musste ich teils umgreifen, um ihn zu erreichen. Dann entsperrt man das 8X Max aber auch in knapp einer halben Sekunde aus dem Stand-by und landet auf dem Homescreen. Bei 10 Versuchen klappt das auch jedes Mal – in der Praxis so ziemlich 90%. Daneben hat man auch noch Face Unlock zur Verfügung, das über die Frontkamera bewerkstelligt wird. Folgendes braucht ein bisschen mehr Akku, ist aber sehr angenehm zu nutzen: das Honor Smartphone erkennt automatisch, wenn man es anhebt – dann startet die Gesichtserkennung, was durch ein kleines Schloss signalisiert wird und man hat sein Gerät in knapp einer Sekunde entsperrt in der Hand.

Akkulaufzeit

Mit dem 5000 mAh großen Akku und dem sparsamen Snapdragon 636 zwingt man das Honor 8X Max an einem Tag kaum in die Knie. Das Honor 8X Max hielt mir locker 2 ½ Tage am Stück durch. Dabei kam ich auf eine Display On-Time von 12,5 Stunden, wozu sich auch gut 4 Stunden Musikstreaming über Spotify gesellen. Im Test konnte ich zwei Szenarien beobachten, die sich schon voneinander unterscheiden: ist man die meiste Zeit im WLAN unterwegs – was ja bei vielen auch der Fall ist – dann ist das 8X Max sehr sparsam. Ist man hingegen den ganzen Tag unterwegs und nutzt auch mal Phablet als Navi im Auto, dann benötigt das Sendemodul viel Energie, was gut 15% ausmacht. Streamt man Videos im lokalen Netzwerk benötigt das Phablet lediglich 8% in der Stunde – Display auf mittlerer Helligkeit und halber Lautstärke über die Lautsprecher. Im PC Mark Batterbenchmark hielt das 8X Max gute 13 Stunden durch.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Über das mitgelieferte Netzteil lädt man den 5000mAh angenehm schnell wieder voll. An Huaweis SuperCharge kommt es mit 9V / 2A nicht heran, aber die Bezeichnung „QuickCharge“ ist angemessen. Von 10% auf 75% kommt man in 75 Minuten. Die letzten 25% benötigen dann nochmal 45min, so dass wir bei genau 2:15 Stunden am Ende landen. Für die Akkugröße ist die Zeit super.

Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:

Das Honor 8X mit istmit dem gewaltigen 7,12 Zoll Display nicht nur das Größte, sondern auch das erste Phabel mit der „Waterdrop“ Notch. Letztere gefällt mir als Notch-Beführworter aber nicht so wirklich. Ansonsten bietet das Honor 8X Max für 250€ ein sehr gelungenes Paket. Der Snapdragon 636 ist eine gute Wahl, der Speicher wohlwollend dimensioniert und die Akkulaufzeit üppig. Auch in den Punkten Kamera, Design und System muss man sich nicht verstecken.

Negativ im Gedächtnis bleiben natürlich die wenigen LTE Bänder, wobei ich in Stadtnähe damit kein Problem hatte, und die Kunststoffrückseite. Dass man sich Glas oder Metall sparen möchte, verstehe ich, aber dann bitte wertiger verarbeiten. Und so unterliegt das Honor 8X Max dem größten Konkurrenten, dem Xiaomi Mi Max 3. Für den Preis kriegt man dort einfach das bessere Gerät. Aber wer ein Honor möchte, kann sich das 8X Max ruhig genauer anschauen. Ein paar Preisklassen darüber wäre ein Honor Note 10 ebenfalls ein Blick wert.

82%
  • Design und Verarbeitung 75 %
  • Display 85 %
  • Leistung und System 85 %
  • Kamera 75 %
  • Konnektivität 70 %
  • Akku 100 %

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Joscha BeckinganonErik ZürrleinHamza ÖzdemirMein Letzte Kommentartoren
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anon
Gast
anon

„denn ein Redmi Note 6 Pro würde das Honor 8X Max vom Hof fegen. Auch das Xiaomi Mi Max 3 macht einen besseren Job, wenn auch der Abstand nicht so krass ist.“

Das Mi Max 3 und das Redmi Note 5/6 Pro haben doch die gleiche Kamera. Wieso ist sollte da der Abstand anders sein?

Joscha Becking
Admin
TeamMitglied
Joscha Becking

Die Software spielt bei der Kamera eine entscheidende Rolle und da hat sich Xiaomi beim Redmi Note 6 Pro einfach etwas mehr Mühe gegeben.

Hamza Özdemir
Mitglied
Mitglied
Hamza Özdemir

Hi Erik, sollte das Honor 8X Max nicht eigentlich bessere Fotos machen mit 16 Megapixel als das Mi Max mit 12?

Dein Review freut mich jedoch, da es zeigt das Xiaomi gute Kameras in petto hat.

Und wie sieht es mit dem Grad an Details der beiden Phones aus?

LG

Boris
Gast
Boris

Vielen Dank für den Test. Wäre es möglich zu erfahren um welche Farben es sich bei der LED handelt bzw. wieviele Farben sind es?

Michael
Gast
Michael

Gibt’s eigentlich jetzt eine Globale Rom. Und ein neuer Preis mit Gutschein. LG
Michael

Johannes Götzen
Gast
Johannes Götzen

Hat das Handy einen Smartkey an dem Fingerabdrucksensor integriert? Das war der Hauptsächliche Kaufgrund des Honor8, wäre schade wenn sie das Feature jetzt nicht mehr hätten. Schnell die Taschenlampe, den Kalender oder die Kamera mit einem Klick öffnen ohne suchen zu müssen…

Peter Greddy
Mitglied
Peter Greddy

Schade, wäre ein netter Nachfolger für mein Mi Max 2 gewesen … aber mein nächstes Phone muss NFC haben, das leider das Honor nicht hat. Also doch auf das Moto Power One warten 🙂
Meine Kriterien sind: Snapdragon 6xx, mind. 4800 mAh Akku, SD-Slot, NFC, mind. 6.2″ Display und da bleibt nur das Moto übrig.

Mahmut Sahin
Gast
Mahmut Sahin

Mit 6,3 zoll, kirin 970, 3750 mAH(USB-C), sd-slot, NFC ist auch eine honor play möglich. Habe ich zurzeit auch. Bekommen habe ich das handy für 277€ bei saturn. Verdammt schnell und ausdauernde Batterie.

Uwe
Gast
Uwe

Verschwindet man da eigenrtlich komplett hinter dem Phone, wenn man telefoniert ? Was für ein Frühstücksbrett…

Mein Droid
Mitglied
Mein Droid

Dann kaufe es nicht, jedem Seins

Uwe
Gast
Uwe

Jawoll, Herr Huawei 🙂

Mein Droid
Mitglied
Mein Droid

Im Gegenteil habe ich Xiaomi Mi Max 3 😉