Ein Smartphone mit dem Preis-/Leistungsverhältnis der klassischen Chinahandys zu finden, ist in deutschen Elektronikfachmärkten fast nicht möglich. Huaweis Tochtermarke Honor vertritt allerdings die Chinahandys selbst im Mediamarkt. Nun bekommt der Mittklasse Bestseller 7X eine Neuauflage, welche auf den Namen Honor 8X hört. Zudem wurde noch eine Phablet-Version mit riesigem 7 Zoll Display als Honor 8X Max veröffentlicht, die jedoch vorerst dem chinesischen Markt vorbehalten bleibt.

Im folgenden Testbericht wollen wir etwas Licht auf das Honor 8X werfen und der Frage nachgehen, ob es das Zeug zum neuen Mittelklasse-Champion hat. Die Konkurrenz ist schließlich denkbar hart. Mit dem Xiaomi Redmi Note 6 Pro hat das 8X keinen leichten Gegner und auch das Honor Play aus dem eigenen Hause präsentiert sich mit beinahe identischer Ausstattung und Preis.

Design

Honor 8X 2

Waren Smartphones mit Notch im letzten Jahr noch ausschließlich in der High-End Klasse vertreten, erhält die Aussparung im Display spätestens seit der Neuauflage der Xiaomi Redmi-Reihe Einzug in die Mittelklasse. Dem aktuellen Trend folgt auch Honor und verpasst dem 8X eine recht kleingehaltene Notch, dank der das Smartphone trotz seines großen 6,5 Zoll Displays relativ kompakt geworden ist. Die Form der Notch unterscheidet sich allerdings von der Max-Edition und wirkt beim 8X etwas gewöhnlicher. Sie ist jedoch immer noch kleiner als beim Redmi Note 6 oder Honor Play. In ihr befindet sich die Frontkamera, Näherungssensor und die Ohrmuschel. Mit einem Gewicht von 175g und Maßen von 160.4mm × 76.6mm × 7.8mm ist das Honor 8X nur unwesentlich größer als das Redmi Note 6 Pro mit 6,2 Zoll Display (158 x 76,4 x 8,2mm). Zudem toppt es in punkto Display-zu-Gehäuse Verhältnis das Honor Play, da sich beim 8X auf der Unterseite lediglich ein 3mm breiter Rand befindet. Von einer bequemen Bedienung mit einer Hand zu sprechen, wäre aber übertrieben, da es sich trotz der kompakten Maße um ein sehr großes Handy handelt.

Die Rückseite des Smartphones besteht aus Glas. Über Wireless-Charging verfügt das 8X jedoch nicht. Die Glasrückseite ist in einen Rahmen aus Metall eingesetzt. Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig und versprüht in der Hand ein Premium-Gefühl, das erheblich teureren Handys in nichts nachsteht. Das Glas der Vorder- und Rückseite ist kratzresistent, auch wenn der Name „Gorilla Glas“ nirgendwo Erwähnung findet. Klar sein muss man sich natürlich, dass eine Doppel-Verglasung auch immer ein doppeltes Bruch-Risiko mit sich bringt.

Honor 8X 4Honor 8X 3

Wie auch bei der Max-Edition wird das Glas durch eine Schattierung unterbrochen, in der das Dual-Kamera Setup, das Logo des Herstellers, ein LED-Blitz und der Schriftzug „AI-Camera“ untergebracht ist. Das Handy ist in den Farben Blau und Schwarz erhältlich. Auf dem chinesischen Markt gibt es zudem noch eine Version in Rot und in Lila. Seitlich im Rahmen verbirgt sich der SIM-Slot. Hier gibt es eine sehr positive Überraschung. Es handelt sich nämlich um einen 3-in-1 Slot, in den zwei Nano-SIMs und eine Micro-SD zur Speichererweiterung gleichzeitig eingesetzt werden können.

Auf der Unterseite gibt es einen herkömmlichen Micro-USB Anschluss. Hier hätten wir lieber den neuen Typ-C Standard gesehen, der eigentlich in keinem Handy über 200€ mehr fehlen sollte. Der neue Standard ist beispielsweise auch im Honor Play vorhanden. Positiv fällt hingegen auf, dass ein 3,5mm Kopfhörer-Anschluss dabei ist. Die Bedienung des Smartphones erfolgt über On-Screen Buttons. An physischen Tasten gibt es daher lediglich die Lautstärke-Regler und den Powerbutton auf der rechten Seite. Ein schlechter Scherz ist leider die verbaute Benachrichtigungs-LED. Okay – schön, dass es überhaupt eine gibt, aber diejenige des Honor 8X leuchtet so schwach, dass man das Handy schon 5cm vors Gesicht halten muss, um das Leuchten zu sehen.

Honor 8X Lieferumfang Honor 8X 6

Insgesamt ist das Honor 8X sehr schön verarbeitet. Das Full-View Display mit einer Flächenabdeckung von 91% (Herstellerangabe), sucht in diesem Preisbereich seinesgleichen. Etwas ärgerlich finden wir lediglich den alten Micro-USB Anschluss und die zu schwache Status-LED.

Display

Honor 8X Display

Mit 6,5 Zoll handelt es sich auch bei dem Honor 8X bereits um ein sehr großes Handy und es erscheint fast komisch, dass es noch eine zusätzliche Max-Edition gibt. Die Auflösung beträgt 2340 x 1080  Pixel, was vom Hersteller als Full-HD+ bezeichnet wird. Für ein Handy dieser Größe ist die Anzahl an Bildpunkten absolut ausreichend. Mit 397ppi ist es nicht mehr möglich, mit bloßem Auge einzelne Pixel wahrzunehmen. Es handelt sich um ein klassisches IPS-Panel, das gute Farben und stabile Blickwinkel bietet. Die Farbdarstellung ist von Werk aus relativ neutral und die Helligkeit im Durchschnitt. Der Einsatz im Freien ist auch bei relativ starkem Sonnenschein noch gut möglich. In punkto Kontraste bekommt man ein recht tiefes Schwarz, das für den Alltag vollkommen ausreichend ist. Für ein IPS-Display macht das Honor 8X hier einen guten Job.

Wie man es von Honor/Huawei kennt, gibt es von Seiten der Software ein paar praktische Features. So lässt sich zum Beispiel die Notch ausblenden oder die Farbeinstellung den eigenen Vorlieben anpassen. Auch ein Lesemodus ist vorhanden. Zudem kann die Auflösung auf HD+ reduziert werden, um den Akku zu schonen.

Leistung

Der neue HiSilicon Kirin 710 ist ein Octa-Core-Prozessor mit ARM-Struktur aus dem Hause Huawei. In dem Chipset werden vier Cortex-A73-Kerne mit höherer Leistung und einem Takt von 2,2 GHz durch vier Cortex-A53-Kerne mit niedrigerer Leistung und einem Takt von 1,7 GHz unterstützt. Diese Kombination soll laut Huawei einen deutlichen Leistungszuwachs gegenüber dem Kirin 659 bringen, der im Honor 7X verbaut war. Laut Hersteller liefern die vier Hochleistungskerne 75 Prozent mehr  Leistung als die vergleichbaren Kerne des 659, während die Kerne mit geringerer Leistung 68 Prozent schneller sind. Der Prozessor wird im 12nm-Fertigungsprozess hergestellt und sollte daher sehr energieeffizient arbeiten. Die Grafikleistung wird von einem ARM Mali G51 Grafikprozessor bereitgestellt, der für das Gaming bis zu 130% mehr Leistung als der Kirin 659 bieten soll. Im direkten Vergleich mit anderen Mittelklasse-Prozessoren ist die Rechenleistung vergleichbar mit einem Snapdragon 660, den man zum Beispiel im Xiaomi Mi A2 oder Honor 8X Max findet. Damit ist das Honor 8X etwas schneller als das Redmi Note 6, jedoch weniger leistungsstark als das Honor Play, welches für einen ähnlichen Preis wie das 8X verkauft wird.

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Die Systemperformance im Praxiseinsatz ist angenehm schnell. Apps und Games öffnen sich ohne größere Wartezeiten und auch beim Multitasking schlägt sich unsere Version mit 4GB RAM schon sehr gut. Im Endeffekt wird hier eine Leistung geboten, mit der wohl die meisten Nutzer zufrieden sein werden. Wechselt man von einem High-End Smartphone wie dem Huawei P20 Pro, Xiaomi Mi8 oder dem Pocophone F1 zum Honor 8X, ist allerdings ein Unterschied spürbar. Dies dürfte wohl auch am eMMc Speicher liegen, der mit 200MB/s im Schreiben und 230MB/s im Lesen für die Mittelklasse zwar schnell genug ist, mit teurerem UFS-Speicher jedoch nicht mithalten kann.

Wenngleich der Kirin 710 Prozessor in der alltäglichen Nutzung einen guten Eindruck hinterlässt, ist das Honor 8X kein perfektes Gaming-Smartphone. Grund dafür ist die Mali G6 GPU, die nicht ganz mit der CPU-Power gleichziehen kann. Grundsätzlich lassen sich zwar alle aktuellen Titel wie Asphalt 9 oder PUBG problemlos zocken, allerdings muss man für ein richtig flüssiges Spielerlebnis häufig auf die mittlere Grafikstufe wechseln. Um die Gaming-Performance der Huawei Smartphones zu steigern, hat der Hersteller seit neustem einen GPU-Turbo von Seiten der Software integriert. Einen detaillierten Artikel über dieses Software-Tool findet ihr bei GSM-Arena. Im Praxiseinsatz ändert dies aber nichts daran, dass das Honor 8X schlichtweg weniger für Gaming geeignet ist als das Honor Play oder erst Recht das Pocophone F1.

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Was die Speicherversionen angeht, gibt es das 8X in folgenden Ausführungen:
4GB RAM und 64GB Speicher sowie
 4GB RAM und 128GB Speicher. In China gibt es das Handy zudem noch mit 6/64 und 6/128GB.

System

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Als System kommt die von Huawei und Honor bekannte Oberfläche EMUI zum Einsatz. Diese basiert im Falle des Honor 8X auf Android 8.1. Der Sicherheitspatch ist mit September 2018 noch recht aktuell und im Gegensatz zum Honor 8X Max hat das 8X auch Widevine Level 1 am Start. Das System ist natürlich von Werk aus mit der deutschen Sprache ausgestattet und auch der Google Playstore funktioniert ganz normal. Was uns allerdings gestört hat, ist die schiere Unmenge an Drittanbieter-Software, die auf dem Honor 8X vorinstalliert ist. Von schrottigen Games bis zu allen möglichen Social-Media Apps ist hier wirklich alles Erdenkliche installiert. Zur Inbetriebnahme sollte man also erstmal gewaltig aufräumen und die ganzen Apps deinstallieren. Dies ist zum Glück problemlos möglich.

Das System ist ganz klassisch EMUI, wie wir es schon von den ganzen anderen Huawei oder Honor Smartphones kennen. EMUI an sich lässt sich ganz gut anpassen und bietet erheblich mehr Einstellungsmöglichkeiten als das pure Android. So stellt Huawei dem Nutzer zum Beispiel zur Wahl, ob er einen App-Übersichts Button nutzen möchte oder ob alle Apps auf der Homescreen platziert werden sollen. Auch die Position der On-Screen Buttons und die Status-Leiste lassen sich anpassen. Ebenfalls gibt es einen sehr guten Multi-Windows Mode sowie einen One-Hand Mode, was auf dem 6,5 Zoll Display auch Sinn ergibt. Etwas schade ist, dass es im System keine Wischgesten als Alternative zu den On-Screen Buttons gibt. Lediglich ein „Navidot“ und eine Einzeltasten-navigation sind vorhanden, die allerdings keine sinnvolle Erweiterung darstellen. Hier würde ein bisschen mehr Copy-Paste Mentalität ganz guttun, denn Xiaomi hat sich die Wischgesten erfolgreich von Apple abgeschaut.

Insgesamt bietet das Honor 8X eine sehr gute Systemperformance. Nichts ruckelt, Animationen laufen butterweich und Apps schnell.

Kamera

Das Honor 8X Max hat auf der Rückseite eine Dual-Kamera mit 20 und 2 Megapixel verbaut. Die Hauptkamera hat eine große Blende von f/1.8. Der zweite Sensor dient nur der Hintergrunderkennung bei Bokeh-Shots und erfüllt keine Funktion wie 2X-Zoom. Wie schlägt sich die Kamera nun in der Praxis?

Insgesamt kann das Honor 8X eine gute Qualität abliefern. Allerdings zeigt die Kamera durchaus ein paar Eigenwilligkeiten. Aufnahmen bei Tageslicht gelingen jedenfalls mit einer guten Schärfe sehr wenig Rauschen. Insofern macht das Fotografieren mit dem Honor 8X wirklich Spaß. Etwas komisch wird es allerdings, wenn man die Bilder einem Realitätsabgleich unterzieht. Hier zeigt sich nämlich, dass die Farbdarstellung viel zu übertrieben ist. So schimmern graue Steine auf dem Boden plötzlich hellblau und eine Eiche wirkt so strahlend grün, als wäre sie ein tropisches Gewächs. Diesen Effekt kennen wir eigentlich vom KI-Modus. Einen solchen hat das Honor 8X natürlich mit an Board und es sollen bis zu 500 verschiedene Szenarien und Objekte erkannt werden. Prinzipiell klappt dies auch sehr gut, allerdings wirken die Farben immer etwas übertrieben, als wäre der Modus ständig aktiv.

Etwas herumgespielt wird vom Honor 8X übrigens auch am Hautton von fotografierten Personen. Dieser wirkt leicht aufgehellt, was wohl dem chinesischen Schönheitsideal nahekommen soll. Wenngleich die Farbwiedergabe nicht die stärke des Honor 8X ist, kann das Handy bei Nachtaufnahmen einen guten Job machen. Dies verdankt das Handy größtenteils der KI-Unterstützten Langzeitbelichtung. Mit dieser lassen sich deutlich mehr Details und lebendigere Farben einfangen, als es die meisten Smartphones dieser Preisklasse hinbekommen.

Was die Bokeh-Aufnahmen der Rückkamera angeht, macht das Honor 8X einen guten Job. Gelegentlich sind zwar zwei Versuche nötig, aber prinzipiell gelingt die Trennung von Vorder- und Hintergrund gut. Auch erzeugt die Software dabei sehr schöne Lichteffekte, die den Bildern einen Hauch von DSRL verpassen. Etwas weniger gelungen sind die softwareerzeugten Bokeh-Aufnahmen der Frontkamera.

Die Frontkamera des 8X hat eine Auflösung von 16 Megapixel. Die Blende beträgt f/2.0. Die Fotos der Frontkamera haben eine bessere Farbwiedergabe und eine durchschnittliche Schärfe. Solange genug Licht zur Verfügung steht, kann man mit dem Honor 8X ansehnliche Selfies aufnehmen.

Bei Videoaufnahmen ist die maximale Auflösung auf 1080p Full-HD mit 60FPS beschränkt. 4K-Aufnahmen sind nicht möglich, was in diesem Preisbereich eigentlich nicht sein sollte. Die Videos werden von einem EIS stabilisiert, was bei normalen Full-HD Aufnahmen ganz gut funktioniert, bei Aufnahmen mit 60FPS allerdings nicht mehr ganz so gut. Die Schärfe der Videos ist gut und auch der Fokus arbeitet ausreichend schnell.

Konnektivität

Honor 8X Sim SlotEine gute Nachricht für deutsche Nutzer: Das Honor 8X unterstützt alle hierzulande verwendeten Netzfrequenzen. Folgende LTE Bänder sind vorhanden:

LTE B1 (2100 MHz), LTE B3 (1800 MHz), LTE B7 (2600 MHz), LTE B8 (900 MHz), LTE B20 (800 MHz)

Die volle Unterstützt in Deutschland gibt es natürlich auch für das Xiaomi Redmi Note 6 Pro und das Honor Play, wer allerdings ein Auge auf das Honor 8X Max geworfen hat, wird ohne LTE Band 20 leben müssen. Zudem ist anzumerken, dass das Honor 8X nicht besonders viele LTE Bänder für den Einsatz außerhalb Europas unterstützt. Der Netzempfang ist ausreichend stark und ich hatte in Heidelberg und im Saarland keine Probleme mit dem 4G Empfang. Die Gesprächsqualität ist beideistig gehoben.

Zur drahtlosen Verbindung gibt es Dual-Band Wifi mit .ac-Standard und Bluetooth 4.2. Hier wäre uns der neue Bluetooth 5.0 Standard, den beispielsweise das Redmi Note 6 Pro unterstützt, lieber gewesen. In der Praxis wird man hierdurch aber keine Einschränkungen hinnehmen müssen. An Sensor gibt es Beschleunigungssensor, Kompass, Näherungssensor, Helligkeitssensor, Gyroskop und einen Fingerabdrucksensor. Die Entsperrung mit Fingerprint funktioniert außerordentlich schnell und mit sehr hoher Trefferquote. Zudem gibt es noch Face-Unlock. Auch dies funktioniert zufriedenstellend und sogar in dunklen Räumen. Allerdings dauert die Entsperrung etwas länger als mit dem Fingerabdrucksensor. Die Navigation erfolgt über GPS mit GLONASS, BEIDOU und A-GPS. Die Genauigkeit ist sehr hoch und auf der Testfahrt gab es keine Aussetzer oder falschen Lokalisationen. NFC zum drahtlosen Bezahlen ist ebenfalls vorhanden.

Zur Soundausgabe dient ein 3,5mm Kopfhörer-Anschluss und alternativ ein Mono-Lautsprecher auf der Unterseite. Beide machen im Test einen guten Eindruck. Der Klang über Kopfhörer ist angenehm detailliert und laut. Verwendet man die Lautsprecher bekommt man ebenfalls einen guten Klang, der nicht übersteuert und auch die Tiefen noch einigermaßen gut wiedergibt.

Akku

Die Akkukapazität des Honor 8X beträgt 3750mAh. Für ein 6,5 Zoll Handy mit einem vergleichsweise stromsparenden Prozessor ist dies recht gut proportioniert. Klar kann das Honor 8X in punkto Akkulaufzeit nicht mit dem Redmi Note 6 Pro mithalten, was man geboten bekommt, ist aber in Ordnung. Lediglich wer sein Handy wirklich exzessiv verwendet, wird Probleme haben, über den Tag zu kommen. Mit einer durchschnittlichen Display-On-Time von 3 Stunden hielt das Smartphone knappe 2 Tage durch. Zum Abspielen von einem einstündigen Youtube-Video werden etwa 10% Akku benötigt und beim Zocken anspruchsvoller Spiele gehen etwa 18% pro Stunde verloren.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Ein Manko hat der Akku allerdings doch: Leider wird keine Quick-Charge Technik unterstützt und das Honor 8X mit einem gewöhnlichen 5V/2A Ladeadapter geliefert. Hier hat das 8X Max mehr zu bieten. Zum vollständigen Laden werden daher ganze 2 Stunden und 24 Minuten benötigt. Dies sollte in dieser Preisklasse nicht der Fall sein.

Fazit und Alternative

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Joscha Becking:

Das Honor 8X wird mit ziemlicher Sicherheit an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen können. Schließlich bietet das Handy zu einem fairen Preis einiges. Auf der Haben-Seite sind hier insbesondere die Premium-Verarbeitung und das gute Display zu nennen. Auch in den anderen Testkategorien leistet sich das Honor 8X keine groben Schnitzer. Der Akku ist ausreichend stark, das System läuft schnell und mit der Kamera lassen sich ordentliche Bilder produzieren. Außerdem freut es uns, dass das Honor 8X einen 3-in-1 Slot verbaut hat und „alte“ Features wie einen Kopfhörer-Anschluss und mit neuen Features wie Face-Unlock vereint.

Gleichzeitig müssen wir das Ergebnis aber im Hinblick auf die Konkurrenz relativieren. Hier ist zunächst das Honor Play zu nennen. Dieses bietet zum gleichen Preis einen deutlich schnelleren Prozessor und den neuen USB-Type C Standard, dafür sieht es aber nicht ganz so futuristisch aus wie das 8X.

Das Xiaomi Redmi Note 6 Pro hat zwar ebenfalls kein ganz so schickes Full-Screen Design, dafür bekommt man aber für gute 70€ weniger einen gleichstarken Prozessor, eine schnellere GPU, eine bessere Kamera und einen wesentlich stärkeren Akku. In punkto Preis-/Leistung muss sich das Honor 8X gegen Xiaomi also geschlagen geben.

Schaut man in die etwas höhere Preisklasse, wartet bei 290€ bereits das Pocophone F1. Das derzeit günstigste High-End Smartphone ist mit seinem Snapdragon 845 Prozessor und UFS-Speicher zumindest theoretisch doppelt so schnell wie das Honor 8X. Zudem bietet es eine bessere Kamera, einen stärkeren Akku und neuere Konnektivitässtandards (Bluetooth 5.0, USB Type C, 2×2 MIMO, Infrarot-Faceunlock). Auch hier geht das Honor 8X in punkto Preis-/Leistung baden.

Es handelt sich bei dem Honor 8X dennoch um ein sehr gutes Handy. Mit Ausnahme der genannten Modelle von Xiaomi gibt es kaum einen Hersteller, der für 250€ ein so rundes Gesamtpaket präsentiert. Wer also aus wohlüberlegten Gründen mit dem Kauf des 8X liebäugelt, wird damit keinen Fehler begehen.

83%
  • Design und Verarbeitung 100 %
  • Display 90 %
  • Leistung und System 70 %
  • Kamera 80 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 80 %

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Lukas
Gast
Lukas

Das Honor 8x ist (250 Euro) deutlich günstiger als das Honor Play (320€)

Jonas Andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Morgen Lukas,

also bei Ebay oder Saturn kostet es 279€, beide Handys sind zwischen 250-300€ erhältlich. Also viel günstiger ist das Gerät nicht.

Beste Grüße

Jonas

Roki
Gast
Roki

Im Einsatz Top Gerät für den Preis..
hält locker 2 Tage.
USB Micro stört mich nicht.
würde ich sofort wieder kaufen
sehr handlich für das Grösse Display

Jan R
Gast
Jan R

Ist die Kamera vom redmi Note 5/6pro wirklich besser??? Die nachtaufnahmen und auch die anderen Bilder vom 8x sehen echt gut aus finde ich.

Max
Gast
Max

Hallo, nachdem das 8x nun offiziell in Europa gelauncht wurde – wird es von euch einen Test geben?

Jonas Andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Servus, der Test ist nun online!

Beste Grüße

Jonas

SCARed
Gast
SCARed

hhhmmm, es wird wohl massiv vom preis abhängen, wie sich das gerät einsortiert. mich persönlich würde die größe stören, das lässt mich schon am Redmi Note 5 oder am Mi A2 zweifeln. und Micor-USB ist ganz klar ein nachteil, auch wenn das RMN5 den ebenso bietet (sonst hätte ich das schon).

und notch finde ich auch eher doof, von dem blödsinn einer glasrückseite mal ganz abgesehen.

nun ja, ich bin trotzdem mal auf den etst gespannt, auch, wie sich der Kirin 710 gegen SD636 bzw. SD660 schlägt. die CPU-performance sollte ja sehr ähnlich sein, aber ob die GPU endlich mal aufschließt, bleibt abzuwarten.

Christoph
Gast
Christoph

Tolles Handy, würde ich sofort haben wollen. Wenn es nur etwas kleiner wäre. Warum werden die Dinger immer größer?

Markus
Gast
Markus

Das stimmt, habe aktuell das Huawei Nova. Finde es ideal von der Größe.