GOME beschert uns nicht gerade häufig neue Smartphones und insgesamt sind diese auch nicht sonderlich bekannt. Trotzdem sollte man diese Serie nicht von vornherein Ad acta legen. Mit dem U9 konnte GOME durchaus überraschen, warum? Das lest ihr im folgenden Test.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Gome U9 Handy 2

GOME ist hauptsächlich in China und Indien aktiv und selbst in Letzterem gibt es derzeit nur 2 Modelle. Die U-Serie ist eine Smartphone Reihe, die immer mal wieder in die westliche Welt überschwappt, während im fernen Osten ganz andere Modelle an der Reihe sind.
Genug des Vorgeplänkels, Zeit für ein paar nackte Zahlen. An Gewicht bringt das U9 167 Gramm auf die Waage. 156 mm in der Länge, 75,2 mm breit und 7,8 mm dick klingt erstmal nicht so beeindruckend, insbesondere wenn man dann ein Blick aufs Display wirft. Das wird von einer recht großen Notch eingeschnitten und misst insgesamt 6.18 Zoll.

GOME spendiert dem U9 einen Alurahmen. An diesem gibt es einen Stufeneffekt, der recht schick wirkt und auch die Griffigkeit verbessert, allerdings ist dieser auch nicht so „weich“ wie abgerundete Kanten. An der rechten Seite befinden sich die Standard Buttons (Power-Knopf und Lautstärkeregler), ebenfalls aus Metall. Auf der linken Seite gibt es jedoch eine weitere Taste. Diese aktiviert den Sprachassistenten. Leider verpasst man die Gelegenheit, die Taste auch für andere Optionen zu verwenden, zum Beispiel als Foto-Button oder als SOS Knopf.

Gome U9 Design Verarbeitung 5 Gome U9 Design Verarbeitung 4 Gome U9 Design Verarbeitung 3 Gome U9 Design Verarbeitung 1

Einen Klinkenanschluss gibt es am GOME U9 nicht, dafür setzt man auf Type-C, was nach wie vor nicht selbstverständlich für diese Preisklasse ist. Neben dem Ladeanschluss hat man an der Unterseite noch einen Lautsprecherausgang und ein Mikrofon. Ein zweites Mikrofon befindet sich außerdem an der Oberseite des Rahmens.

Auf der Rückseite haben wir das Firmenlogo. Etwas wichtiger als das Logo dürfte für viele das Kamerasetup sein. GOME wirbt mit einer Dual-Cam, ob die etwas kann, wird später noch im Detail geklärt. Soviel sei aber Verraten: Bokeh funktioniert! Der Kamera wird ein zweifarbiger LED-Blitz zur Seite gestellt. Direkt darunter befindet sich ein klassischer Fingerabdrucksensor. Das Ganze liegt eingebettet in einer durchsichtigen Kunststoffrückseite. Farblich gibt es aber nicht viel zu sehen, das U9 ist nur in Schwarz verfügbar.

Gome U9 Handy 1Gome U9 Design Verarbeitung 6

Zusammenfassend kann GOME mit dem U9 erstmal überzeugen. Die Verarbeitung befindet sich auf einem hohen Niveau, es gibt keine Spaltmaße oder lockere Teile. 

Lieferumfang des GOME U9

Gome U9 Lieferumfang

Die Schachtel mit der etwas ungewöhnlichen Farbe (braun) lässt sich elegant öffnen, in dem man den oberen Teil nach hinten klappt. Im Inneren wartet gut eingebettet das Smartphone. Im Paket befindet sich außerdem:

-SIM Nadel
-3,5 mm Klinke auf USB Type-C Adapter (10 cm)
-USB Type-C auf USB-A Kabel (80 cm)
-Netzteil (EU, 5V/2A)
-Gummihülle (Bumper)
-dicke Plastikfolie
-Reinigungsset (Staub Sticker, Alkohol Pad, Mikrofasertuch)
-Bedienungsanleitung (chinesisch)

Display

Gome U9 Display 1

Wie schon beschrieben hat das U9 ein 6,18 Zoll Display. Als Technik kommt IPS zum Einsatz. Trotz des günstigen Preises gibt es Full HD+, also 2246 x 1080 Pixel, was 403,2 PPI ergibt. Einzelne Bildpunkte sind definitiv nicht zu sehen. Insgesamt wirkt das Bild sehr scharf und die Farben sehen richtig gut aus.
Etwas klobig wirkt hingegen die Notch. Diese ragt einen Zentimeter in das Display hinein und ist 3,4 cm lang, was ungefähr ein Drittel der Gesamtbreite entspricht. Durch die große Notch werden auch weniger Symbole in der Leiste angezeigt.

Die restlichen Seitenränder sind mit 3,5 mm an den Seiten, 4 mm von oben und ganzen 10 mm am Kinn nicht besonders schmal, aber auch nicht gigantisch. Der Balken an der Unterseite fällt in Zeiten mit nahezu Full Front Displays aber durchaus auf und die Notch spiegelt diesen an der Oberseite fast vollständig.

Sehr gut hingegen ist der Kontrast. Zwar ist dieser nicht unendlich, wie es bei einem AMOLED-Screen der Fall wäre, doch kann sich ein schwarzes Bild sehen lassen. Außerdem gibt es keine Lichthofbildung. GOME nutzt sogar die Aussparungen der Notch für einige eigene Hintergrundbilder, die diese mit etwas zusätzlichem Schwarz auch sehr schön und unauffällig in das Bild integrieren.

Ebenfalls gelungen ist die Blickwinkelstabilität, nur bei sehr steilen Winkeln GOME U9 Bench 6schlägt der Gelbschimmer des IPS Displays durch. Seitlich bleibt das Bild nach einer initialen Abdunklung gut erkennbar. Das sollte auch so sein, immerhin erreicht das Gerät gute 550 cd/m2. Dieser Wert reicht, um auch bei viel Sonne ein noch gut lesbares Bild zu erzeugen. Ebenfalls ganz gut ist die minimale Helligkeit. Zumindest war abends das U9 auch im Bett noch nutzbar ohne sich die Augen auszubrennen.

Was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt, ist eine gute Toucherkennung. Das Display reagiert schnell auf Eingaben und kann sogar alle 10 Finger gleichzeitig verarbeiten. Schnelltipper werden also mit dem U9 glücklich.

Das Display ist also die erste Überraschung. Immerhin hat es ordentlich was zu bieten. Gute Farbwerte und ordentliche Helligkeit gepaart mit einer schnellen Toucherkennung. Einzig die dicke Notch trübt das Bild etwas, aber vielleicht gefällt die Iphone-Optik ja dem ein oder anderen.

Leistung

GOME verbaut im U9 einen MT6763T von Mediathek, auch genannt Helio P23. Der Chip ist mittlerweile erprobt und liefert gute Ergebnisse in den Benchmarks, schafft es aber auch, das System an sich ordentlich flott zu halten. Genaueres gibt es dann im nächsten Abschnitt. Der P23 kommt mit 8 Cortex-A53 Kernen, die sich in 4 Kerne im Performance Cluster mit 2,3 GHz und vier Kerne im Stromsparcluster mit 1,65 GHz aufteilen. Geboostet wird der Performance Cluster bis hin zu 2,5 GHz auf einem Kern.

GOME U9 Bench 4 GOME U9 Bench 5GOME U9 Bench 8 GOME U9 Bench 7

Dem Prozessor zur Seite steht eine ARM Mali-G71 MP2 GPU mit zwei Kernen und 770 MHz Takt. Das reicht in der Regel, um die meisten Spiele ordentlich zu befeuern. Nur bei richtigen Grafikbomben tut sich der Chip schwer die FPS flüssig zu halten.

Als Arbeitsspeicher kommen 6 GB LPDDR4x zum Einsatz, der mit 1600 MHz betrieben wird, was wiederum in einer Datenrate von ordentlichen 5,9 GB/s resultiert. Der interne Datenspeicher ist eine Schippe langsamer und kommt als 64 GB Variante. Von dieser Menge bleiben ca. 50 GB zur freien Verfügung. Der Speicher erreicht 180 MB/s beim Lesen und sogar 220 MB/s beim Schreiben.

GOME U9 Bench 1 GOME U9 Bench 9

Wirkliche Verzögerungen oder anderweitige Beschränkungen muss man nicht in Kauf nehmen. Apps starten schnell und ein Start erfolgt ohne große Bedenkzeit. Ich war sehr zufrieden mit der Performance des U9, eigentlich hatte ich Schlimmeres erwartet.

Ein Test mit Antutu war leider nicht möglich, die App wollte auch mit verschiedensten Versionen nicht starten. Im Internet finden sich aber Werte, die dem GOME U9 ungefähr 93500 Punkte bescheren.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

System – Android 8.1

Für das U9 setzt GOME auf das mittlerweile schon etwas alternde Android 8.1 (Oreo). Das sieht man auch am Sicherheitspatch. Der ist vom 05.05.2018, also schon ganz schön alt. Das System ist grob an MIUI von Xiaomi angelehnt. Es gibt also nur eine Ebene im App-Drawer, dafür wird alles in Ordnern von bis zu 9 Apps organisiert oder wahlweise auf mehreren Seiten.

Die Navigation innerhalb des Systems erfolgt super geschmeidig. Keine Hänger, keine Wartezeiten, alles läuft fluffig. Die System-Apps binden die Notch ins Bild ein, was man von den meisten anderen Apps nicht sagen kann. Für die Navigation kann man zwischen Wischgesten und den normalen Software-Buttons wählen. Die Wischgesten funktionieren aber ohne Tadel, sodass man sich den Platz für die Software-Buttons auf dem Bildschirm sparen kann.

Tiefer im System fallen einem zwei Dinge auf: Zum einen ist alles auf Englisch, für das GOME U9 gibt es nur zwei Sprachvarianten, englisch und chinesisch. Das macht mir nichts aus, aber für Nutzer ohne englisch Kenntnisse könnte das ein Problem werden. Da die Systemsprache englisch ist, werden auch alle Apps in English heruntergeladen. Umgehen kann man das mit Morelocal 2.

Die zweite Auffälligkeit ist, dass trotz eher chinesisch forciertem Markt kaum Bloatware vorhanden ist. Apps wie DuraSpeed gibt es nicht. Dafür erweitert GOME die Einstellungen sinnvoll. Man kann zum Beispiel eine intelligente Texterkennung aktivieren, bei der sich auch die Auswahlgröße und Länge des zu kopierenden Textes ändern lässt. Es gibt einen Game-Mode, der wohl Kleinigkeiten an der Performance anpasst – vermutlich wird der Task dann vom Prozessor priorisiert. Außerdem kann man natürlich, bei selbst festgelegten Apps, alle möglichen Benachrichtigungen deaktivieren. Beim Hinzufügen in die Liste gelten die ausgewählten Apps dann als Spiel.

GOME scheint auch auf die Sicherheit bedacht zu sein. Es gibt einen App-Lock Mode. Mit diesem GOME U9 Bench 3lassen sich Apps auswählen und zusätzlich sichern. Wer Zugriff auf diese Apps haben will, braucht dann die jeweilige eingestellte Entsperrmethode, die sich für jede App frei wählen lässt. Das Adressbuch kann also per Pin gesichert sein, ein Spiel XY per Fingerabdruck und die Kamera per Face ID. Doch GOME geht noch weiter. Innerhalb der integrierten Galerie App lassen sich einzelne Bilder „einfrieren“. Man kann also sein Handy mit einem bestimmten Bild in die Runde geben, ohne dass man Angst haben muss, dass sich irgendwer durch die gesamte Galerie wischt.

Kaum Bloatware heißt ja bekanntlich nicht, dass es keine Bloatware gibt. Malewarebytes erkennt beispielsweise den Kompass, eine Fotobearbeitungsapp und den Telefon Dialer als Maleware. Das könnte davon kommen, dass zum Beispiel der Kompass nicht nur auf den Standort, sondern auch auf die Kontakte, auf den Telefon Dialer und den Speicher Zugriff hat. Ob wirklich eine Gefahr ausgeht, lässt sich nur schwer sagen. Im Zweifelsfall sollte man die Apps einfach durch Alternativen aus dem Playstore ersetzen.

Weitere Bloatware ist beispielsweise der Telefon-Manager. Dieser ist im Prinzip nur eine Shortcut App für einige Systemeinstellungen, lässt sich aber auch nicht deaktivieren.

Das GOME U9 hat also ein schnelles, angenehm zu bedienendes System und bringt auch einige sinnvolle Erweiterungen mit, gleichzeitig gibt es aber auch ein paar Schattenseiten, mit unnützer Bloatware und Apps, die zu viele Berechtigungen erhalten.

Custom ROMs

Wie bei den meisten kleineren Smartphone Marken, lässt sich der Bootloader in den Entwicklereinstellungen entsperren. Rein von der Performance und der Handhabe her, wäre das GOME ein guter Kandidat für eine Custom ROM, ob diese aber tatsächlich entstehen, darf bezweifelt werden. Mit etwas Glück gibt es aber jemanden, der eine Project Treble Variante aufsetzt.

Kamera

Gome U9 Handy 1

Nun geht’s ans Eingemachte, denn auch die Kamera des GOME U9 hat einiges auf Lager. Das fängt damit an, dass man es endlich mal wieder mit einer echten Dual-Cam zu tun hat. Zwar kennt man den Hersteller der Kameramodule nicht, allerdings sind die verbauten Sensoren ganz brauchbar. Zum Einsatz kommt ein 12 MP Sensor (1,250 µm) mit einer f/1.8 Blende, zur Unterstützung steht diesem ein 5 MP Sensor zur Seite, der sich um die Tiefeninformationen kümmert. Als Bildstabilisierung steht nur EIS (elektronische Stabilisierung) zur Verfügung. Wirklich besondere Auswirkungen hat sie aber nicht auf das Bild.

In den Einstellungen kann man eine Reihe von Filtern wählen. Neben den üblichen Farbfiltern gibt es auch wieder einen Beauty-Mode. Dieser arbeitet bei richtiger Handhabe etwas subtiler als die Gome U9 Dual KameraMeisten anderen, das Ergebnis ist trotzdem nicht wirklich zu gebrauchen.

Etwas eher gebrauchen kann man den Zeitraffer Modus bei Videoaufnahmen. Der funktioniert super und nimmt die Videos immerhin in Full HD (1080p) bei vermutlich 120 FPS auf. Es ist aber auch möglich auf 720p zu reduzieren, dann vermutlich bei 240 FPS.

Fotos liegen dem GOME U9 dennoch etwas besser. Die Bilder sind meistens gut gelungen. Nur bei sehr knalligen Farben geht der Kontrastausgleich durch die Decke oder der Helligkeitswert stimmt nicht. Doch selbst die Bokeh-Shots könnten sich sehen lassen. Klar gibt es hier und da unsaubere Ränder und die Details sind nicht vergleichbar mit einem Flagship, doch für ein 100 € Smartphone bekommt man eine ordentliche Qualität. Eben besser als erwartet.

Die Selfie Cam hat 16 Megapixel (2.000 µm) zusammen mit einer f/2.0 Blende. Bokeh-Shots lassen sich mit dieser nicht aufnehmen. Die Selfie Cam braucht viel Licht um zu wirken, dann sind die Schnappschüsse vorzeigbar. Bei schlechtem Licht gehen derart viele Details verloren, dass die Fotos für mich nahezu unbrauchbar sind. Gibt es aber ordentlich Lichteinfall, können sich die Fotos sehen lassen.

Konnektivität

Gome U9 Sim Netz Empfang

Diesmal beginnen wir mit dem GPS Test, welches mal mehr mal weniger brauchbar ist. Zur Verfügung stehen angeblich GPS, A-GPS, GLONASS und Beidou. Natürlich kein Galileo, die Satelliten waren zum Zeitpunkt des Tests eh über weite Teile ausgefallen. Aber auch GLONASS habe ich nicht empfangen, was interessant ist, da GLONASS als empfangbar aufgelistet ist, Beidou aber nicht. Zu letzterem hatte ich eine einwandfreie Verbindung. Die Navigation funktionierte gut, allerdings musste man dem U9 eine gewisse Weile zum Einpendeln geben.

Für die Meisten sicherlich noch interessanter, ist die Anzahl der verfügbaren Frequenzbänder. Das U9 setzt dabei auf fast alle in Deutschland wichtigen Bänder und sogar Band 20 ist mit dabei. Lediglich Band 28 nicht in die Featureliste geschafft, was aber absolut verschmerzbar ist.

2G: B2, B3, B5, B8

3G: B1, B2, B5, B8

4G: B1, B3, B5, B7, B8, B20, B34, B38, B39, B40, B41

Der Empfang ist somit über weite Strecken sehr gut gewesen. Ich hatte fast immer LTE, wenn ich es auch mit meinem Vergleichshandy hatte, selten war der Empfang schlechter, manchmal in Sachen Signalstärke sogar besser. VoLTE ist übrigens auch mit dabei. Es gibt sogar eine Einstellung dafür. In Gebäuden bleibt das Bild ähnlich. Die Empfangsstärke steht teureren Smartphones kaum in etwas nach, was wohl auch der Kunststoffrückseite geschuldet ist.

Im W-Lan kann sich das U9 natürlich auch austoben. Als Standard verfügt es über den 802.11 a/b/g/n. Auch 5 GHz fähig ist das Gerät, was sich positiv auf die Datenrate auswirken kann. Bluetooth gibt es in der nicht ganz aktuellen Version 4.2.

Sprachqualität

Ach ja, Telefonieren tut man ja mit seinen Smartphones auch ab und an mal. Das U9 schneidet hier teils durchschnittlich, teils gut ab. Druchschnittlich bei der klanglichen Qualität der Aufnahme. Viel Dynamik liegt nicht in der Stimme. Ein vollwertiger Roboter ist man aber auch nicht. Gut hingegen ist, die Geräuschunterdrückung. Das zweite Mikrofon tut was es soll und filtert die meisten Störgeräusche sauber raus.

Freisprechen funktioniert ebenfalls ganz gut, allerdings muss man relativ laut sprechen um ordentlich gehört zu werden, dafür übersteuert der Ton aber beim Gesprächspartner nicht.

Sound

Der eingebaute Lautsptecher gehört eher in die Kategorie „nicht unbedingt benutzen“. Tatsächlich sind hohe Soundbereiche noch ganz brauchbar. Bässe neigen aber schnell zum Scheppern. Für YouTube tut er es aber allemal.

Bluetooth ist viel sauberer. Verbindungstechnisch ist alles im Lot und man kann nicht klagen. Einen Klinkenanschluss gibt es ja bekanntlich nicht. Nutzt man eine Adapter, hat man wohl nach wie vor das klanglich beste Ergebnis, allerdings ist die Ausgabe etwas leiser als über Bluetooth.

Akkuleistung

GOME U9 Bench 10Das GOME U9 ist mit einem 3160 mAh Akku ausgestattet. Definitiv also kein Akku für die Ewigkeit. Doch konnte das U9 bei normalem Gebrauch etwas über einen Tag durchhalten. Im Durchschnitt musste es am zweiten Tag jedoch laden. Als Power User kommt man vermutlich knapp auf einen Tag, muss abends aber schon ans Netzteil.

Im Test mit einer halben Stunde YouTube bei halber Helligkeit verbraucht das U9 ca. 10 %, was in Ordnung geht.

Das GOME U9 unterstützt Fast Charge, wodurch sich die Ladezeiten in Grenzen halten. Im Schnitt ist es nach eine Stunde zu 70 % voll und nach 1 ½ Stunden nähert sich die 100 % Zielgeraden.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

max-drechsel
Max Drechsel:

Das U9 ist ein super Smartphone für den schmalen Taler. Es bietet eine gute Kamera, ausreichend Performance für den täglichen Gebrauch, hat ein ordentliches Display spendiert bekommen und kommt auch bei der Konnektivität brauchbar weg. Ist es also uneingeschränkt zu empfehlen?

Nicht ganz. Man sollte das englische Betriebssystem nicht außer Acht lassen. Benachrichtungs-LED und Klinkenanschluss fallen ebenfalls weg und es gibt hier und da Bloatware Elemente, die man auch nicht unter den Tisch kehren sollte.

Dennoch empfehle ich das U9 von GOME. Wer sich im englischen System zurecht findet hat schonmal ein Hauptmanko beseitigt. Für 100 – 150€ bekommt man hier einen guten Konkurrenten zu Xiaomi Meizu und Co. und das sogar mit einer funktionierenden Dual Kamera.

79%
  • Design und Verarbeitung 85 %
  • Display 85 %
  • Leistung und System 80 %
  • Kamera 85 %
  • Konnektivität 70 %
  • Akku 70 %

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Edelgamer
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Edelgamer

Beschwert? Ihr meint wohl beschert.😉

Ronny
Gast
Ronny

Für das gebotene zu teuer. Lieber ein paar Euros drauf legen und sich ein Xiaomi Mi A2 Lite holen. Aktuelles Android in deutsch, längere Akkulaufzeit( komme 2 Tage hin), bessere Kamera(4k Video) und echtes Dual SIM + SD.

Auf dem Foto sieht es aus wie ein Hybrid Slot, obwohl in den technischen Daten Dual Sim und Speichererweiterung.