Honor 70 Test

Getestet von Joscha am
Firmware : MagicUI 6.1
Bewertung: 80%
Vorteile
  • schickes Design
  • schönes Curved Display
  • starke Ultraweitwinkel-Kamera
  • gute Fotos und Videos
  • dünn und leicht
  • guter Empfang
Nachteile
  • schwacher Mono-Lautsprecher
  • mäßige Akkulaufzeit & Ladegeschwindigkeit
  • wenig Rechenleistung
  • schwach bei Nachtaufnahmen
Springe zu:
CPUSnapdragon 778G Plus - 1 x 2,5GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz
RAM6 GB RAM, 8 GB RAM
Speicher128 GB, 256 GB
GPUAdreno 642L - 490MHz
Display 2400 x 1080, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED)
Betriebssystem - Android 12
Akkukapazität4800 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera54 MP + 50MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera32 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht178 g
Maße161,4 x 73,3 x 8 mm
Antutu549987
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am15.10.2022

Das Honor 50 hat sich in unserem Test letztes Jahr nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Es gab einfach zu wenig Alleinstellungsmerkmale, die den relativ hohen Preis gerechtfertigt hätten. Nun haben wir mit dem Honor 70 den Nachfolger im Test. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich auf dem Papier insbesondere die Kamera verbessert. Neben einem brandneuen Sony IMX800 Sensor als Hauptkamera gibt es jetzt auch eine hochauflösende Ultraweitwinkel-Kamera. Zudem hat der Prozessor ein Upgrade erhalten. Das Honor 70 schmückt sich weiterhin mit einem 120Hz Curved AMOLED-Display. Ob dies ausreicht, um sich mit der Konkurrenz im Preisbereich um 500€ zu messen, erfahrt Ihr in diesem Test.

Honor 70 test

Design und Verarbeitung

Das äußerlich hervorstechende Merkmal des Honor 70 ist das Curved Display. Unserer Umfrage zufolge ist den meisten unserer Leser zwar ein flaches Display lieber, man kann dem Smartphone seine schicke Premium-Optik aber nicht abstreiten.

Die Abmessungen des Honor 70 betragen 161,4 x 73,3 x 8 Millimeter bei einem Gewicht von 178 Gramm. Somit ist das Handy weder besonders groß, noch besonders klein. In der Hand liegt das Smartphone aufgrund des seitlich stark abgerundeten Displays ausgezeichnet und auch die Bedienung mit Wischgesten gelingt exzellent.

Der Rahmen des Smartphones besteht leider nur aus Kunststoff. In diesem Punkt unterscheidet sich das Honor 70 von richtigen High-End Smartphones. Auf der Vorder- und Rückseite kommt Glas zum Einsatz. Der Markenname Corning Gorilla wird vom Hersteller nicht genannt. In unserm Test blieb das Glas aber frei von Kratzern. Der Powerbutton und die Lautstärke-Wippe befindet sich rechts. Die linke Seite ist komplett blank. Auf der Unterseite sitzt der USB-C 2.0 Anschluss, ein Lautsprecherausgang und der SIM-Slot. In den Slot können zwei Nano-SIM Karten eingesetzt werden, aber keine MicroSD zur Speichererweiterung. Einen Kopfhörer-Anschluss oder eine Benachrichtigungs-LED gibt es nicht. Zur Entsperrung kann ein Fingerabdruck-Scanner unter dem Display verwendet werden. Der Unlock gelingt schnell und genau. Alternativ steht zur Entsperrung auch Face-Unlock über die Frontkamera bereit. Auch wenn das Honor 70 stark nach einem High-End Smartphone aussieht, gibt es keine IP-Zertifizierung.

Verfügbar ist das Honor 70 in Schwarz, Grün und Silber. Unsere schwarze Version ist recht gut geschützt gegen Fingerabdrücke und Fettschlieren. Auch liegt das Handy trotz der Glasrückseite sicher in der Hand. Ansonsten ist das auffälligste Design-Element auf der Rückseite das Kameramodul. Um genau zu sein, handelt es sich sogar um zwei Kamera-Module: Oben befindet sich die Hauptkamera und der Tiefensensor. In dem unteren Ring liegt die Ultraweitwinkel-Kamera und ein LED-Blitz. Daneben ist ein Schriftzug mit “AI MATRIX CAMERA” angebracht. Man hätte das Ganze auch etwas dezenter gestalten können.

Insgesamt macht das Honor 70 in puncto Design und Verarbeitung einen guten Eindruck. Ein Curved-Display ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Das Gerät sieht aber top aus und ist auch astrein verarbeitet. Den Kunststoff-Rahmen und die fehlende IP-Zertifizierung sind in diesem Preisbereich ohnehin die Regel.

Im Lieferumfang des Honor 70 befindet sich eine Silikon-Hülle, ein USB-A auf USB-C Netzteil und USB-Kabel, ein SIM-Stecker und eine Schnellstartanleitung.

Display des Honor 70

Honor 70 display 1

Das Honor 70 hat ein 6,67-Zoll-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 2400 x 1080 Pixel. Das Panel arbeitet mit AMOLED-Technik und hat eine 120Hz Bildwiederholungsfrequenz. HDR10+ wird ebenfalls unterstützt und 10 Bit Farbdarstellung. Natürlich gibt es auch eine Widevine L1 Zertifizierung für pay-to-watch Streaming in voller Auflösung. Die Displayränder sind mit 2 Millimeter seitlich, 3 mm oben und 4 mm unten angenehm gering. Auch die Selfie-Kamera in der Punch-Hole Notch ist angenehm klein.

Die Displayhelligkeit des Honor 70 erreicht 1110 Lux im Automatik-Modus unter Sonnenstrahlung und damit platziert sich das Smartphone im unteren Mittelfeld. Die Lesbarkeit im Freien ist trotzdem gut.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Vonseiten der Software gibt es natürlich einen Dark-Mode und einen Lesemodus. Die Farbtemperatur kann in den Einstellungen stufenlos konfiguriert werden. Im Standard-Modus lebhaft ist die Darstellung sehr kräftig und grell. Wer gedämpfte, natürlichere Farben bevorzugt, bekommt mit dem Modus “Normal” die besseren Resultate. Eine Always-On Funktion ist natürlich ebenfalls vorhanden. Diese kann immer, zeitlich begrenzt oder nur bei Berührung angezeigt werden. Zudem gibt es verschiedene Styles zur Auswahl.

Die Bildwiederholungsrate kann in den Einstellungen zwischen 120Hz, 60Hz und automatisch angepasst werden. Auffällig ist, dass der Chrome-Browser bei “automatisch” auf 60Hz gestellt ist, was nicht optimal ist.

Hinsichtlich des Displays gibt es am Honor 70 ebenfalls nicht viel auszusetzen. Das große und helle AMOLED-Display bietet dem Nutzer eine schöne Anzeige.

Leistung

Nach dem Snapdragon 778G im Honor 50 gibt es im Honor 70 nun einen Snapdragon 778G+. Die Plus-Version hat einen Prime-Core mit einer etwas höheren Taktrate von 2,5GHz. Die restlichen Kerne bleiben mit 3x Cortex-A78 à 2,2 GHz und 4x Cortex-A55 à 1,9 GHz gleich. Dazu gibt es weiterhin die gleiche Adreno 642L GPU und der Chip wird weiterhin im 6 Nanometer Herstellungsverfahren gefertigt. Die Performance in den Benchmarks zeigt weiterhin, dass der Snapdragon 778G ein Chip für die Mittelklasse ist und sich nicht im Preisbereich des Honor 70 behaupten kann. Das Smartphone belegt durchgängig den letzten Platz, selbst im Vergleich mit deutlich günstigeren Handys wie dem Poco F4 und dem OnePlus Nord 2.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3D Mark (Wildlife)

Die Systemperformance ist trotzdem angenehm. In dem Bereich über 500K Antutu-Punkten sind die gefühlten Unterschiede in der Leistung eben nicht mehr sonderlich groß. Anders sieht das natürlich aus, wenn man gerne aufwändige 3D-Games zockt. Auch in Hinblick auf die Zukunftssicherheit ist ein schwacher Chip wie im Honor 70 natürlich ein Nachteil. Immerhin wird die Leistung konstant erbracht und auch unter Dauerlast gibt es keine nennenswerten Performance-Einbrüche.

An Speicher bietet Honor eine Version mit 8GB RAM und 128GB Speicher und eine Version mit 8GB RAM und 256GB Speicher an. Da der Speicher nicht per MicroSD erweitert werden kann, sollte man sich hier also vor dem Kauf Gedanken machen. Mit 830MB/s im Schreiben und 980MB/s im Lesen ist der UFS-Speicher auch angenehm schnell. Um welche UFS-Version es sich bei dem Chip handelt, gibt Honor nicht an.

In puncto Performance schneidet das Honor 70 leider nicht gut ab. Es gehört zu den leistungsschwächsten Smartphones in seinem Preisbereich.

System des Honor 70

Auf dem Honor 70 kommt MagicUI 6.1 auf Android 12 Basis zum Einsatz. Honor verspricht, dass das Honor 70 zwei Jahre lang Android-Updates und drei Jahre lang Sicherheitsupdates erhalten wird. Auch das ist ein gewöhnliches Versprechen für ein Mittelklasse-Smartphone.

Das System gleicht von Aufbau und Optik dem Huawei-System EMUI wie ein Ei dem anderen. Daran hat sich auch nach der Trennung der beiden Firmen nicht viel getan. Insgesamt bekommt der Nutzer eine aufgeräumte Benutzeroberfläche mit schöner Optik und vielen Funktionen. Apps, Zugriffsrechte und Benachrichtigungen lassen sich gut verwalten. Auch Sicherheitsfunktionen wie App- oder Dateiensperren lassen sich problemlos einrichten. Dennoch stört uns, wie auch beim Honor 50, dass einige Funktionen des EMUI Systems fehlen.

Honor 70 magicui review

Wir zitieren daher an dieser Stelle unseren Honor 50 Test, da sich in der Zwischenzeit nichts getan hat:

“Beim Gedrückt-Halten auf einem App-Symbol auf dem Homescreen wird einem beispielsweise nur Option zum Deinstallieren angezeigt, nicht aber ein Zugriff zu dem App-Cache und den Energieoptionen der App. Ebenfalls gibt es kein Quick-Toggle für die automatische Helligkeitsregulierung – wohin auch immer das verschwunden ist. So muss man ungünstigerweise immer in die Systemeinstellung gehen, während in älteren Versionen ein einfacher Klick genügt hat. Ebenfalls wurde die Funktion gestrichen, die Benachrichtigungs- und Schnellstartleiste durch ein Nach-unten-Wischen im unteren Teil des Bildschirms auszuklappen. Auf dem Honor 50 muss man hierzu immer ganz von oben nach unten streichen. Auch die Floating-Windows der neueren Huawei Software sind auf dem Honor 50 nicht verfügbar”

Ein praktisches Feature des Honor 70 ist hingegen die gute Integration mit den Laptops des Herstellers. Auf einem Honor MagicBook Pro und anderen Laptops kann der Bildschirm des Handys gespiegelt werden und Eingaben können vom Notebook auf das Handy übertragen werden. Auch die Dateiübertragung wurde vereinfacht. Wir würden uns freuen, wenn es häufiger solche Software-Lösungen für Windows geben würde… Gerne auch ohne die Kopplung an einen Laptop des gleichen Herstellers.

Insgesamt ist das System des Honor 70 stabil und umfangreich. Es gibt ein paar unnötige Abstriche gegenüber Huawei’s EMUI, die auch bei dem neuen Smartphone noch vorhanden sind. Insgesamt ist das aber kein Beinbruch, wenn man nicht gerade eine dieser Funktionen häufig verwendet.

Kamera des Honor 70

Honor 70 camera module

Bei der Kamera hat das Honor 70 im Vergleich zum Vorgänger die größten Fortschritte gemacht. Insgesamt besteht das Setup aus drei Sensoren auf der Rückseite und einer Selfie-Kamera:

  • 54 MP, Sony IMX 800, f/1.9, (Hauptkamera), 1/1.49″, PDAF
  • 50 MP, f/2.2, 122˚ (Ultraweitwinkel), AF
  • 2 MP, f/2.4, (Tiefensensor)
  • 32 MP, f/2.4, (Selfie)

Der Sony IMX Sensor ist brandneu und lässt auf eine angemessene Qualität hoffen. Es gibt allerdings keine optische Bildstabilisierung, was die meisten Smartphones in diesem Preisbereich schon bieten. Bei den restlichen Sensoren hält Honor sich bedeckt. Die Ultraweitwinkel-Kamera hat 50 Megapixel und die Selfie-Kamera 32 Megapixel, allerdings wird vom Hersteller kein Sensor angegeben. Werfen wir also einen Blick auf die Resultate.

Tageslicht Hauptkamera

Die Tageslichtaufnahmen haben viele Details und kräftige Farben. Honor setzt auch ohne den AI-Modus bereits auf eine sehr knallige Farbdarstellung, die nicht unbedingt realistisch ist. Ob Euch die Ergebnisse gefallen oder nicht, ist Geschmackssache. Schön ist, dass die Aufnahmen eine gute Schärfe haben und auch nahezu kein Bildrauschen vorhanden ist. Auch die Dynamik der Aufnahmen ist gut. Insgesamt handelt es sich um gute Tageslichtaufnahmen.

Nachtaufnahmen Hauptkamera

Nachtaufnahmen mit der Hauptkamera gelingen dem Honor 70 nicht besonders gut. Auffällig ist, dass die Farbwiedergabe häufig daneben liegt, insbesondere wenn viel Kunstlicht in den Aufnahmen vorhanden ist. Ebenfalls fällt auf, dass viele der Aufnahmen verwackelt sind. Hier macht sich der eingesparte optische Bildstabilisator (OIS) klar bemerkbar. Der Night-Mode bringt in Aufnahmen aus der Nähe häufig deutlich mehr Details hervor. Bei Aufnahmen aus der Ferne ist allerdings genau das Gegenteil der Fall. Diese wirken mit dem Night-Mode meistens sehr verschwommen, was wahrscheinlich auch auf den fehlenden OIS zurückzuführen ist. Insgesamt sind die Nachtaufnahmen unterdurchschnittlich.

Ultraweitwinkel

Für ein Smartphone der oberen Mittelklasse hat die Ultraweitwinkel-Kamera auf jeden Fall viele Details. Auch die Schärfe im Bildzentrum ist gut. An den Rändern kommt es allerdings zu der typischen Verzerrung. Die Farbdarstellung ist teilweise etwas übersättigt und es gibt einen leichten Rotstich. Bei Nacht kann die Ultraweitwinkel-Kamera nicht wirklich brauchbare Resultate liefern. Dafür gibt es aber einen Autofokus, der die Aufnahme von Makro-Shots ermöglicht.

Insgesamt handelt es sich um eine überdurchschnittlich gute Ultraweitwinkel-Kamera für den Preisbereich. Wirklich schöne Ergebnisse wie bei High-End Smartphones bekommt man aber nicht.

Portraits

Die Abtrennung von Vorder- und Hintergrund gelingt dem Honor 70 gut. Die Farbdarstellung ist je nach Motiv angenehm oder nicht. Teilweise wirken die kräftigen Farben etwas künstlich. Ansonsten gelingen auch bei Innenlicht und mit schwierigen Lichtbedingungen recht gute Resultate.

Selfies

Die Selfies des Honor 70 haben eine durchschnittliche Menge an Details und eine brauchbare Schärfe. Die Farbdarstellung ist auch hier ziemlich warm, geht aber gerade noch als natürlich durch. Bildrauschen ist in den Aufnahmen kaum vorhanden und der automatische HDR-Modus sorgt für gute Ergebnisse auch bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Videos

Das Honor 70 nimmt Videos über die Haupt- und UWW-Kamera in 4K mit 30FPS auf. Eine 60FPS Option steht für 4K nicht zur Verfügung, was einige Smartphones wie etwa das Poco F4 bereits bieten. Dafür ist es aber möglich, während der Aufnahme zwischen den Linsen zu wechseln. Weil die Ultraweitwinkel-Kamera auch brauchbare Videos liefert, bekommt man so eine große Flexibilität bei den Videoaufnahmen. Mit der Selfie-Kamera kann das Honor 70 maximal in Full-HD aufzeichnen, wobei die Videos eine gute Stabilisierung und Schärfe haben. Insgesamt kann die Videofunktion überzeugen: Brauchbare Videos über die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera bietet nicht jedes Smartphone in diesem Preisbereich!

Zwischenfazit Kamera: Das Honor 70 liefert gute Tageslichtaufnahmen mit der Haupt- und Ultraweitwinkelkamera. Die Nachtaufnahmen der Hauptkamera sind dafür nicht wirklich gut. Bei Selfies macht das Smartphone eine durchschnittliche Figur. Die Videos sind eine Stärke des Honor 70, weil sich sowohl über die Hauptkamera als auch über die Ultraweitwinkel-Kamera eine gute Qualität erzielen lässt. 

Konnektivität

Honor 70 simslot 2

Das Honor 70unterstützt alle für Europa wichtigen 4G und 5G Netzfrequenzen. Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass Honor auf der Herstellerwebsite angibt, dass neben der Dual-SIM Version auch eine Single-SIM Version des Smartphones existiert. Dieses scheint jedenfalls nicht weitverbreitet zu sein und in unserem Preisvergleich findet Ihr nur die Dual-SIM Version.

5G NSA/SA: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78

4G TD/FDD : 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 38, 39, 40, 41, 66

Der Netzempfang war im Test durchschnittlich stark. VoLTE und WLAN-Calls werden natürlich unterstützt. Die Gesprächsqualität ist über die Ohrmuschel und den Freisprecher gut. Wirklich traurig ist aber, dass Honor weiterhin nur auf einen einzelnen Lautsprecher setzt. Das Honor 70 dürfte somit eines der einzigen Smartphones mit Mono-Speaker in seinem Preisbereich sein. Und leider ist der Klang auch nicht besonders gut. Das Handy ist zwar ausreichend laut, aber bei hoher Lautstärke werden Höhen schnell schrill und Bass ist quasi inexistent.

An drahtlosen Standards wird WiFi 6 und Bluetooth 5.2 unterstützt. Auch hier ist der Empfang gut. An Bluetooth-Codecs werden neben den Standards SBC und AAC auch LDAC aptX HD. Die Standortbestimmung erfolgt per GPS, AGPS, GLONASS, BeiDou und Galileo zuverlässig und schnell auf wenige Meter genau. Als Navi-Ersatz lässt sich das Smartphone gut verwenden. Es kann hier aber angemerkt werden, dass das Honor 70 kein Dual-GPS unterstützt, was einige Konkurrenten in diesem Preisbereich an Board haben. An Sensoren gibt es neben den Standards für Näherung, Beschleunigung und Helligkeit noch ein Gyroskop, einen E-Kompass und NFC zum kontaktlosen Bezahlen. Google Pay kann problemlos genutzt werden.

Akkulaufzeit des Honor 70

Das Honor 70 hat einen 4800mAh Akku. Dieser liefert eine brauchbare Akkulaufzeit. Eine Stunde YouTube verbraucht mit 200 Lux Helligkeit rund 8% Akku. In der Praxis konnten wir das Smartphone etwas mehr als einen Tag benutzen, bis es wieder an das Ladegerät musste. Dieses Ergebnis bestätigt auch ein PC-Mark Score von 10,8 Stunden.

Akkulaufzeit Einheit: Std

Aufgeladen wird das Honor 70 mit 66 Watt. Nach 30 Minuten ist der Akku zu 70% gefüllt. Der vollständige Ladevorgang nimmt 50 Minuten in Anspruch. Was vor einem Jahr noch recht gute Werte gewesen sind, ist mittlerweile nicht mehr erwähnenswert. Zumindest, wenn man den Vergleich nicht mit Samsung, Google oder Apple zieht. Wireless-Charging wird von dem Honor 70 ebenfalls nicht unterstützt. Es besteht aber die Möglichkeit, über Reverse Charging mit 5 Watt andere Geräte aufzuladen.

Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Das Honor 70 hat klare Stärken und Schwächen. Der größte Nachteil des Smartphones ist sein zu schwacher Prozessor. Zwar ist die Geschwindigkeit im System angenehm hoch, aber bei der Konkurrenz bekommt man selbst im günstigeren Preisbereich mehr geboten. Zudem ist der Mono-Lautsprecher eine Kleinigkeit, die Honor dringend verbessern sollte. Die Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit ist ebenfalls nur durchschnittlich. Als Stärken des Smartphones können hingegen die Kamera und das Design genannt werden. Ein so schickes Gehäuse mit Curved-Display bekommt man in diesem Preisbereich eher selten. Zudem liefert die Hauptkamera gute Ergebnisse und die Ultraweitwinkel-Kamera ist überdurchschnittlich gut.

Als Alternativen können wir Euch das Poco F4, das OnePlus Nord 2 und das Xiaomi Mi 11 Pro empfehlen. Bei den günstigeren Konkurrenten von Poco und OnePlus bekommt Ihr mehr Rechenleistung und eine genauso gute Hauptkamera. Dafür müsst Ihr auf das Curved-Display verzichten. Das Xiaomi Mi 11 Pro kostet etwa genauso viel wie das Honor 70, aber muss dafür aus China importiert werden. Dafür bietet das Smartphone mehr Rechenleistung, ein Curved-Display und ein noch stärkeres Kamera-Setup als das Honor 70. Ansonsten ist das Honor 70 aber auch eine gute Wahl, sobald der Preis auf etwa 350€ fällt.


Gesamtwertung
80%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
90 %
Leistung und System
70 %
Kamera
80 %
Konnektivität
80 %
Akku
70 %

Preisvergleich

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Stefan H.
Gast
Stefan H. (@guest_92878)
4 Tage her

Also ich habe ein Nothing Phone und ein Honor 70 selbst direkt getestet. In Sachen Akkulaufzeit habe ich beim Honor einen Tag mehr Akkulaufzeit (Energiesparmodus und GPS aus) herauskitzeln können wie beim Nothing Phone mit gleichen Einstellungen. Zudem ist der Bildschirm vom Honor einiges heller (automatisch eingestellt), ausserdem sind die Nachtaufnahmen anders wie im o.g. Test m.E. sehr gut, etwa auf Niveau eines One Plus Nord 2. Wie gesagt, meine persönlichen Eindrücke.

Max
Gast
Max (@guest_91706)
1 Monat her

Jetzt mal ganz ehrlich, und ich bin weder Honor-Besitzer noch -Fan: Ihr stellt stark heraus, dass der Prozessor so schwach sei, aber: Merkt man das abseits dieser Benchmark-Punkte irgendwo auch? Laut eurem Test ja offenbar nicht. Nicht falsch verstehen, Unterschiede zu benennen ist Aufgabe eines guten Tests; aber wenn man den Test nur überfliegt, erhält man den Eindruck, dass die User-Experience ein einziges Geruckel sein muss, weil ja der Prozessor so mies ist, tatsächlich ist kein Unterschied in der Praxis feststellbar. Ich fände es hilfreicher, praxisnahe Erfahrungen in den Vordergrund zu stellen; Benchmark-Punkte kann man dann der Vollständigkeit halber immer… Weiterlesen »

Max
Gast
Max (@guest_91764)
1 Monat her
Antwort an  Joscha

Überzeugende Antwort. Ich hab da einfach immer die Iphone-Fans im Kopf, die jedes Jahr das neue Iphone kaufen, deshalb kam mir das Argument mit der Langlebigkeit gar nicht ^^

Michael
Gast
Michael (@guest_91694)
1 Monat her

Apropos Honor 50. Hatte es damals in der 6/128 GB Vers.für 299,00 Euro a.d.Honor Seite bekommen.
Telefonieren, ab und an ein Tageslichtfoto…..dafür reicht es mir. Weier empfehlen kann es trotzdem nicht, weil versch.Details mächtig “rumzicken”.

Cince
Mitglied
Mitglied
Cince(@cince)
1 Monat her

Honor’s erfolgreicheren Jahre sind passé. Ein ehemals aufsteigender Stern ist verglüht.
Die Smartphones reißen mich persönlich nicht mehr vom Hocker.

Mike
Gast
Mike (@guest_90779)
2 Monate her

Sehr Schade was Honor da dem deutschen Markt anbietet.
Aktuell bin ich auf der Suche nach einem Nachfolger für mein Honor 20 Pro von derartigen “Mittelkasse” Modellen bin ich jedoch geheilt.

paulq
Gast
paulq (@guest_90685)
2 Monate her

Liest sich so als wäre 2021

Steinlaus
Gast
Steinlaus (@guest_90679)
2 Monate her

Honor denkt eben, dass sie sich als “Markenhersteller” dafür auch einen Hunderter extra bezahlen lassen dürfen.

Fhh
Gast
Fhh (@guest_90675)
2 Monate her

Wann kommt den der Test, bin gespannt 😃
Ich glaube da ist die Kamera vom oneplus 9pro aber noch etwas Lichtstärker, zumindest wenn ich mir die Daten so anschaue.

Sonic
Gast
Sonic (@guest_90673)
2 Monate her

Als Alternative sehe ich das Nothing Phone 1, gleicher Prozessor, aber OIS und kabelloses Laden.

Claus
Gast
Claus (@guest_90665)
2 Monate her

Fanartikel haben da so ihre eigene Bepreisung am Start 😉 sowie der Charme und Reiz von ganz neuer Ware.

Bin gespannt auf Eure Testergebnisse.

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