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Samsung Galaxy A32 5G Test

Getestet von Erik Zürrlein am
Firmware : RP1A.200720.012.A326BXXU1AUA6
Bewertung: 76%
Vorteile
  • simples Design
  • starke Akkulaufzeit
  • solide Hauptkamera
Nachteile
  • nur IPS Display mit HD Auflösung!
  • Kunststoffrahmen & -Rückseite
  • lange Ladezeit
  • schwacher Empfang
Springe zu:
CPUMediaTek Dimensity 720 - 4 x 2.0GHz + 4 x 2.0GHz
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB, 128 GB
GPUMali-G57 MP3 - MHz
Display 1600 x 720, 6,5 Zoll 60Hz (IPS)
BetriebssystemOne UI
Akkukapazität5000 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid

Hybrid
Hauptkamera48 MP + 8MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera13 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht205 g
Maße164,2 x 76,1 x 9,1 mm
Antutu273280
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am12.03.2021

Samsung entert die 5G-Mittelklasse und setzt dafür auf einen Dimensity 720 Prozessor: Das neue Samsung Galaxy A32 5G soll 270€ kosten und stellt vorerst den Einstieg in das 5G-Netz im Samsung-Sortiment dar. Sonst gehört zur Ausstattung ein 5000mAh Akku und eine Quad-Kamera mit 48MP Hauptsensor. Beim Display wurde hingegen gespart: 6,5 Zoll LCD bei lediglich HD+ Auflösung. Gut zwei Wochen durfte mich das Samsung A32 5G nun als Hauptgerät begleiten und hat einen gemischten Eindruck hinterlassen. Alle Vor- und Nachteile des Samsung Galaxy A32 erfahrt Ihr in diesem Test.

Samsung Galaxy A32 5G Test Produktfotos 2

Während die Konkurrenz von Xiaomi, Redmi und Realme bereits in den Preiskampf in der 5G-Mittelklasse gestartet ist, setzt Samsung beim Galaxy A32 5G (typisch) recht hoch an. Aber auch so hat es das Samsung Galaxy A32 5G nicht leicht, denn schon im eigenen Sortiment kommt für nicht mal 10€ Aufpreis (dann auch gleich mit 128GB Speicher) das Samsung A42 5G, das bereits einen Snapdragon 750G und AMOLED bietet. Aber der Preis für das A32 5G wird wohl recht schnell fallen.

Samsung A32 4G Version

Vom Galaxy A32 ist nun auch noch eine 4G-Variante – Erst mal nur in Russland – aufgetaucht: Diese kommt stattdessen mit einem Helio G80 Prozessor statt dem Dimensity 800, einem 6,4 Zoll 90 Hertz AMOLED statt 60 Hertz LCD und einer 64MP statt 48MP Hauptkamera sowie 20 statt 13MP Frontkamera. Preislich liegt die 4G Variante des Samsung A32 bei umgerechnet 220€ mit 4/64GB oder 240€ mit 4/128GB – Der 5G-Aufpreis beim Galaxy A32 5G ist definitiv vorhanden. Genauer vorgestellt haben wir Euch das Samsung Galaxy A32 4G bereits!

Design & Verarbeitung

Schon beim Launch ist das neue Samsung Galaxy A32 gerade mit dem Design aufgefallen: Weg von bunten Rückseiten und großen Kameramodulen. Das A32 5G belässt die Dinge einfach und sieht so auch ganz schick aus. Zur Auswahl stehen die Farben Schwarz, Weiß, Lila und Blau. Unsere schwarze Variante ist eher grau und hat ohne Reflexionen auf der glänzenden Kunststoffrückseite schon einen matten Farbton.

Mit dem 6,5 Zoll Display vorne sowie dem 5000mAh Akku unter der Haube ist das Galaxy A32 5G allerdings kein kleiner Vertreter, sondern typisch für die aktuelle Mittelklasse: Es misst 164,2 x 76,1 x 9,1 Millimeter bei 205 Gramm auf der Waage. Bis auf die Glasfront und Kamerasensoren ist Samsungs 5G-Einstieg komplett in Kunststoff gehüllt. Die Rückseite ist so leider ein Magnet für Fingerabdrücke und anfällig gegenüber Kratzern – Eine Schutzhülle ist sehr empfehlenswert.

Am Rahmen befindet sich der Lautsprecher, Mikrofon sowie die Kombination aus USB-C-Anschluss und 3,5mm Klinkenanschluss. Auf der rechten Seite liegt die Lautstärkewippe sowie der Power-Button kombiniert mit dem Fingerabdrucksensor. Links befindet sich der SIM-Slot (Hybrid) und oben ein zweites Mikrofon. Der Ausschnitt für den Ohrlautsprecher ist lediglich ein schmaler Schlitz und kaum sichtbar – Für Telefonate erfüllt er aber seinen Dienst. Beim Samsung Galaxy A32 5G hat man keine Möglichkeit, sich Benachrichtigungen optisch anzeigen zu lassen: keine Benachrichtigungs-LED oder Always-On-Display (AOD).

Verarbeitungsmängel findet man nur beim genaueren Hinsehen: Der 5MP Makro-Sensor hinten sitzt nicht mittig und um den USB-C und 3,5mm Klinkenanschluss wölbt sich die Beschichtung über dem Kunststoffrahmen etwas. In der Hand fällt dies nicht weiter auf – „Premium“-Gefühle kommen allerdings auch nicht auf. Das Samsung Galaxy A32 5G gehört zu den einfachen Smartphones: Kunststoff-Rahmen und -rückseite, dicke Balken um das Display und alles ziemlich plan gestaltet ohne aufwendige Rundungen. Das Design ist komplett simpel und auf das Wesentliche reduziert: Das kann man auf einem Handy-Markt voller aufwendiger Kameramodule und schillernder Rückseiten definitiv mögen.

Lieferumfang des Samsung Galaxy A32 5G

Der Karton des Samsung A32 5G ist auf das Nötigste reduziert. Das Smartphone kommt ohne applizierte Displayschutzfolie und auch eine einfache Silikonhülle liegt nicht bei. Neben dem Beilagenheft und SIM-Pin befindet sich sonst nur der 15 Watt Ladeadapter und USB-A auf USB-C Kabel im Lieferumfang.

Samsung Galaxy A32 5G Test Produktfotos 9

Display

Das verbaute Display gehört wohl zu der Komponente im Samsung Galaxy A32 5G, die am schlechtesten ist – oder anders gesagt: Wo man ordentlich den Preis drücken konnte! Zum Einsatz kommt lediglich ein LCD-Panel mit 6,5 Zoll in der Diagonale im 20:9 Format. Die Abstände zwischen Display und Rahmen sind recht großzügig mit 3mm links, rechts und oben sowie dem Kinn mit 7mm. Die Waterdrop-Notch oben für die Frontkamera ragt ebenfalls 7mm ins Display hinein und ist ca. 11mm breit. Angaben zu Gorilla Glas macht Samsung keine, unser Samsung Galaxy A32 5G hat zumindest noch keine Kratzer auf dem Glas gesammelt.

Die Auflösung beträgt lediglich HD+, also 1600 x 720 Pixel und das Samsung Galaxy A32 5G erreicht eine Bildpunktdichte von 269 Pixel pro Zoll. Einzelne Pixel erkennt man beim genauen Hinsehen definitiv. Auch liegt die Bildwiederholungsrate bei nur 60 Hertz, was – wenn man mehr gewohnt ist – für ein ruckeliges Bild sorgt.

Das LCD-Display des Samsung Galaxy A32 5G erreicht 425 Lux im manuellen und automatischen Modus und kommt so bei Sonnenschein schnell an die Grenzen. Auch ist das Display nicht besonders farbenfroh: Die bunte One UI von Samsung steuert hier allerdings gut nach, im Außenbereich wird es dann schon etwas blass.

An Anpassungsmöglichkeiten bietet das Samsung Galaxy A32 5G einen terminierbaren Blaulichtfilter, acht verschiedene Schrift- und fünf Darstellungsgrößen, Hell- und Dunkelmodus: Letzterer würde bei einem AMOLED Display mehr Sinn ergeben. Auch mit an Bord ist das „Seitenpanel“, auf dem sich App-ShortCuts hinterlegen lassen.

Zur Bedienung stehen die typischen Android On-Screen-Buttons zur Verfügung, mit vertauschbarem Zurück- und Multitasking-Button, sowie Wisch- und Streichgesten: Hier hat man die Wahl zwischen drei Strichen unten für die Aktionen oder Wischen von unten und der Seite. Verstellbar sind sie in der „Gestenempfindlichkeit“ und gehen relativ gut von der Hand.

Ganz klar gesprochen: Auf das Display schaut man immer, wenn das Handy in Betrieb ist – Wer besseres gewohnt ist, sollte einen Bogen um das Samsung Galaxy A32 5G machen! Mit der HD+ Auflösung kommt man schon klar, aber gerade die 60 Hertz fühlen sich bei diesem LCD-Panel noch ruckeliger an, als bei anderen „Nicht-Flagships“. Zumal stößt man mit der Displayhelligkeit im Freien schnell an die Grenzen des Sichtbaren. In der Preisklasse hat so ein Display nichts verloren. Punkt!

Hardware des Samsung Galaxy A32 5G

Beim Samsung Galaxy A32 5G ist, wie der Name es schon sagt, der Fokus auf den neuen Netzstandard gelegt und die Wahl des Prozessors ist damit auch ziemlich eindeutig in der gewählten Preisklasse. Im Samsung A32 5G kommt der Dimensity 720 von MediaTek zum Einsatz: Die neuen Dimensity Chips bieten 5G, sind preiswert und dank des 7nm Fertigungsverfahren nun auch deutlich effizienter. Der Dimensity 720 setzt sich aus vier Cortex-A76 Kernen mit 2.0 GHz sowie vier Cortex-A55 Kernen mit 2.0 GHz zusammen mit der Mali-G57 MP3 als GPU.

Antutu Ergebnis Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis 3D Mark (Slingshot) Ergebnis

Im Vergleich zum Dimensity 800 / 800U ist der Dimensity 720 langsamer getaktet und die GPU bietet weniger Kerne. Das macht sich auch bei den Benchmarks bemerkbar: Mit 244.000 Punkten im Antutu Benchmark ist das Samsung Galaxy A32 5G gut unterwegs, ein Realme 7 5G mit einem Score von 333.000 zieht aber deutlich vorbei und ist sowohl bei der CPU- als auch der GPU-Leistung besser.

Im Thottling Test schlägt sich das Samsung A32 nahezu perfekt: Auch nach 30 Minuten Belastungstest gibt es noch keine prägnanten Leistungsabfälle. Am Ende sind wir bei ca. 32° CPU-Temperatur und 90% der Gesamtrechenleistung.

An Speicher gibt es stets nur 4GB Arbeitsspeicher – in dieser Preisklasse sind 6GB RAM eigentlich normal. Multitasking mit ein paar Apps sind dennoch kein Problem und mit 24GB/s ist der Arbeitsspeicher flott. Je nach Variante kommt das Samsung Galaxy A32 5G mit 64GB oder 128GB Speicherplatz. Der Speicher bringt es auf sehr gute Datenraten von 849MB/s Lese- und 378MB/s Schreibgeschwindigkeit. In unserer 64GB Version stehen nach der Einrichtung noch knapp 52GB zur Verfügung. Der Speicherplatz lässt sich via MicroSD-Karte um bis zu 1TB erweitern. Dafür muss man jedoch auf Dual-SIM verzichten (Hybrid-Slot)

Insgesamt würde dem Samsung A32 etwas mehr Systemperformance besser stehen, auch wenn die HD+ Auflösung hier schon entgegenwirkt (niedrige Auflösung = weniger Rechenleistung nötig). Hin und wieder eine Gedenksekunde beim Ausführen von normalen Aufgaben gehören hinzu, dafür kann man aber mit dem Dimensity 720 jedes aktuelle 3D-Game aus dem Google Play Store spielen.

System

Auf dem Samsung A32 5G kommt derzeit Android 11 mit der One-UI Version 3.1 zum Einsatz. Der Sicherheitspatch lag zum Testzeitpunkt bei Januar 2021.

Samsungs One UI gehört zu den stark modifizierten Android-Launchern und erfordert für Neueinsteiger einiges an Einfindungsarbeit. Das Samsung-eigene Softwareangebot überfordert teils, dafür wird man aber mit vielen Features entschädigt. Bixby ist übrigens bei Samsung inzwischen Geschichte und nervt ab Werk nicht mehr. Links neben des Homescreens hat man auf Wunsch dann noch den Google Feed.

Wer ein Samsung-Smartphone nutzt und mit der One UI soweit zufrieden ist, der überspringt den nächsten Abschnitt bitte. Denn Samsungs Launcher kann auch Spaß machen und im Alltag gut funktionieren, braucht aber meiner Meinung nach mehr Einarbeitung, Einstellungs- und Optimierungsarbeit. Auch haben einige Samsung-eigene Dienste (im Verbund) durchaus ihre Vorteile. Das Note 20 leistete mir hier zuletzt gute Dienste.

Nicht aber in der Mittelklasse, hier ist sich Samsung nicht zu schade, gerne mal ein paar Features rauszunehmen, die man von den Flagships kennt, und die Systemperformance leidet mit schwächeren Prozessoren. Aber hier kommen sie, meine liebsten One UI Momente – in aufsteigender Reihenfolge #DankeSamsung:

  • Pixelige Icons: Zuerst denkt man, es liegt an der geringen HD+ Auflösung des Samsung A32 Display. Nein, andere Apps sehen gut aus. Und dann das verpixelte Wasserzeichen auf Testaufnahmen: Es ist zwar von Werk aus nicht aktiv, sollte aber definitiv deaktiviert bleiben.
  • Tolle Software: Die Kamera-App stürzt ab, wenn man weitere Modi unter „Mehr“ aufruft, das Handy braucht gut 90 Sekunden zum Booten und die vorinstallierte Samsung-Tastatur hält ihre Gedenksekunde strickt ein.
  • Samsung Pay, immer auf Abruf: Mobiles Bezahlen ist gerade in Mode, als nutze doch bitte die Software-Lösung von Samsung. Erst nach der Einrichtung kann man es dann deaktivieren.
  • Bloatware: Die erste Einrichtung des Handys gleicht, abseits der typischen Android Einstellungen, einem schlechten Software-Installer, der Euch „beliebte Apps“ unterjubelt. Ihr habt es ohne überstanden? Überraschung, es findet sich trotzdem Bloatware auf dem Homescreen.
  • Samsung würde gerne auch im Nachhinein etwas Profit machen: Lasst doch das Smartphone beim „Schnellladen“ ein bisschen Rechenleistung zur Verfügung stellen oder euch auf dem Sperrbildschirm Werbung anzeigen – Natürlich für einen guten Zweck.

Kamera

Das Kamerasetup findet man so ähnlich auch im Samsung Galaxy A42 5G, das wir zuvor im Test hatten. Nur der Bokehsensor ist mit 2MP etwas schwächer, was aber nichts ausmacht. Die Frontkamera löst beim Samsung Galaxy A32 5G nur mit 13MP statt 20MP auf. Folgende Kamerasensoren sind verbaut:Samsung Galaxy A32 5G Test Produktfotos 8

  • Hauptkamera: Samsung GM2, 48MP, f/1.8
    • Video: EIS, 4K / 30fps, 1080p / 30fps
  • UWW: 8MP, f/2.2, 123°
    • Video: EIS, 4K / 30fps, 1080p / 30fps
  • Makro: 5MP, f/2.4
  • Bokeh: 2MP, f/2.4
  • Frontkamera: 13MP, f/2.2
    • Video: 1080p / 30fps

Sonst zeigt sich auch bei der Bildverarbeitung ein fast identisches Bild zum Samsung A42 5G. Die Farben fallen bei Samsungs Mittelklasse sehr kräftig aus, zeigen dadurch aber auch einen guten Kontrast bei vielen Details und gleichen so den eher schwachen Kamerasensor aus. Bis auf den Bug mit den weiteren Kameramodi und einer kurzen Wartezeit beim Starten der Kamerasoftware schießt es sich mit dem Samsung A32 5G gut aus dem Handgelenk und die Software arbeitet solide.

Tageslichtaufnahmen

Im Standard-Modus knippst das Galaxy A32 12MP Bilder bei 4000 x 3000 Pixel durch Pixel Binning mit dem 48MP Sensor. So ist die Mittelklasse bei guten Lichtbedingungen, also Tageslicht und am besten noch schönen Wetter, auf einem sehr hohen Level angekommen. Hier kann auch das Samsung A32 5G glänzen und bietet viele Bilddetails bei einer starken Bilddynamik. Dies erreicht man mit einem sehr hohen Kontrast und fast schon überzogenen Farben. Dies ist natürlich nicht ganz realitätsnah, aber sieht je nach Betrachter natürlich gut aus. Zu den Ecken hin fällt die Schärfe hin etwas ab, ist gerade in der Mitte bei nahen Objekten gut.

Auch ein Makrosensor ist beim Galaxy A32 5G mit an Bord, der Bilder mit 5MP bei einer Auflösung von 2576 x 1932 Pixel liefert. Hier bekommt man eigentlich immer die besseren Aufnahmen mit der Hauptkamera hin. Zumal der Fokus sehr schwer mit dem Makro-Modus zu treffen ist.

Ultraweitwinkel:

Die Ultraweitwinkelkamera löst mit 8MP auf und liefert Bilder mit 3264 x 2448 Pixel. Für die Preisklasse sind die Aufnahmen in Ordnung, aber hier bieten andere Mittelklasse-Smartphone schon Besseres. Der Kontrast ist auch hier sehr hoch, wenn nicht ganz so stark wie bei der Hauptkamera. Man kennt es schon: Der äußere Bereich fällt deutlich grobkörniger aus.

Bokeh- / Portraitaufnahmen:

Zwar handelt es sich nur um einen 2MP Sensor, dieser reicht zur Bestimmung der Tiefeninformationen aber völlig aus. Porträts gelingen beim Samsung Galaxy A32 5G einwandfrei und nur bei abstehenden Dingen, z.B. vereinzelte Haare, baut die Software Fehler ein. Sehr schön: Der Unschärfeeffekt lässt sich sowohl während der Aufnahme als auch im Nachhinein stärker oder schwächer einstellen. Auch fällt die Schärfe der Details optimal aus.

Es gibt auch weitere Filter / Gesichtsverschönerungen / Aufhübscher auszuwählen, aber auch ohne zeichnet das Samsung A32 Gesichter zu weich.

Videos:

Wie auch das A42 5G ist das Galaxy A32 auf 30 FPS beschränkt, dafür kommt stets ein EIS zur Bildstabilisierung zum Einsatz, allerdings nur bis 1080p. Die Videoqualität ist soweit ausreichend, die Farben fallen weniger dynamisch und kräftig aus, wie bei den normalen Tageslichtbildern. Mit einer höheren Auflösung von 4K / 30 FPS, wird die Videoqualität besser, dann fehlt allerdings die elektronische Stabilisierung. Die Frontkamera nimmt ebenfalls bei 1080p / 30 FPS stabilisierte Videos auf bei solider Qualität.

Nachtaufnahmen

Nachtaufnahmen sind nicht die Stärke des Samsung Galaxy A32 5G und gerade bei wenig Licht tut sich der Sensor sehr schwer überhaupt etwas abzubilden. Besser schlägt sich der Sensor bei stark beleuchteten Motiven: Bis auf ein sichtbares ISO-Rauschen fängt man einen Großteil des Motives ordentlich ein. Der Nachtmodus brachte im Test kaum einen Mehrwert und lieferte mehr einen Rotstich als mehr Helligkeit auf die Testfotos.

Beim Samsung A42 5G schlägt sich der Hauptkamerasensor tatsächlich ein gutes Stück besser!

Frontkamera / Selfies

Die Frontkamera liefert mit die besten Aufnahmen des Samsung A32 5G mit dem 13MP Sensor in der Waterdrop-Notch. Zwar hat man einen fixen Fokus, daher muss man sich an den richtigen Abstand erst mal gewöhnen, dann stimmt aber die Bildschärfe und auch die Farben / der Kontrast gefällt sehr gut. Es fällt aber auch auf, dass selbst bei richtigem Fokus, sich auch noch unscharfe Bereiche einschleichen.

Auch hat man beim Samsung A32 5G die Möglichkeit auf „Weitwinkel“ umzuschalten, obwohl nur ein Sensor an Bord ist. So hat man beim Standards-Selfie eine Auflösung von 3408 x 2556 Pixeln und bei Weitwinkel die volle Auflösung von 4128 x 3096 Pixel. Die weiten Selfies gefallen dann auch am besten.

Von Gegenlicht, z.B. Sonnenschein, lässt sich die Frontkamera allerdings gerne mal blenden. Auch ein Portrait-Modus steht für die Frontkamera zur Verfügung und liefert eine ordentliche Trennung zwischen Person und Hintergrund ab.

Vergleich OnePlus 8T

Um die Bildqualität des Samsung Galaxy A32 5G besser einzuordnen, habe ich noch ein paar Vergleichsfotos mit dem OnePlus 8T geschossen. Das letzte Modell von OnePlus ist zwar nicht gerade als Kamera-Flagship bekannt mit dem betagten Sony IMX586 48MP Sensor, hat aber definitiv die bessere Hardware und auch eine gute Software.

Hier kommt die großzügige Farbgebung und der fast schon übertriebene Kontrast vom Samsung A32 5G noch mehr hervor. Die Ultraweitwinkelkamera von Samsung verzeichnet eine etwas höhere Unschärfe, ist aber im Vergleich situativ nutzbar.

Wie man es dann von manchen Mittelklasse-Smartphones gewöhnt ist: Für Nachtaufnahmen braucht man sich gar nicht die Mühe zu machen. Steht viel künstliche Beleuchtung zur Verfügung, dann kann der Samsung GM2 diese auch ganz solide auffangen, umso schlechter steht es dann bei wenig Licht. Der „Nachtmodus“ von Samsung holt kaum was heraus und verdient die Bezeichnung nicht.

Bei Bokehaufnahmen hätte Samsung den Weichzeichner etwas mehr unterdrücken können – Filter und Verschönerungen waren definitiv aus – hat dafür aber knackigere Details als OnePlus zu bieten und hier lässt sich der Bokeh-Effekt während der Aufnahme und noch im Nachhinein verändern.

Konnektivität und Kommunikation

Im Vordergrund steht der Einstieg in das 5G-Netz und das bietet das Samsung Galaxy A32 5G! Beim SIM-Slot handelt es sich um einen Hybrid-Slot: Hier hat man die Wahl zwischen dem Dual-SIM Betrieb oder der Nutzung mit (Nano) SIM-Karte und MicroSD-Karte zur Speichererweiterung (bis zu 1TB). Den SAR-Wert gibt Samsung mit 0,333 W/kg Kopf und 1,081 W/kg Körper an. Folgende Frequenzen unterstützt das Samsung A32 5G:Samsung Galaxy A32 5G Test Produktfotos 10

  • 4G: B1, B2, B3, B4, B5, B7, B8, B12, B17, B20, B26, B28, B66
    • TDD-LTE: B38, B40, B41
  • 5G FDD: N1, N3, N5, N7, N8, N20, N28, N66
    • TDD: N38, N40, N41, N78

In der Praxis zeigten sich zwar keine Empfangsprobleme, aber eine schwächere Sendeleistung, als mit anderen Smartphones und im Speedtest auch ca. 15% langsamere Datenraten (LTE-Netz bei mittlerem Empfang). Je nach Lage und Netzabdeckung kann das Samsung A32 5G schon mal schneller die Hufe hochreißen.

Der schlechtere Empfang zeigt sich dann auch beim Telefonieren, sodass es bei schlechtem Netz etwas blechern wird. Bei VoLTE oder VoWiFi gibt es hier keine Probleme und die Sprachqualität ist auf gutem Niveau. Der Ohrlautsprecher ist allerdings nicht auf hohe Lautstärke konzipiert, sodass es in lauten Umgebungen schon etwas schwierig wird. Beim Samsung A32 5G haben wir leider keine Stereo-Speaker verbaut. Der Einzelne an der Unterseite eignet sich maximal für ein zwei Videos zwischendurch, viel Sound kommt nicht bei rum. Sonst bekommt man Sound über den 3,5mm Klinkenanschluss oder auch den USB-C 2.0 Anschluss. Kabellos klappt es über Bluetooth 5.0: Ohne AptX, aber Samsungs eigenen Equalizer / Soundverbesserer.

Die Verbindung in lokale Netzwerke klappt über Dual-Band WiFi im ac-Standard. Nah zum Router gibt es kein Problem an der Datenrate, entfernt man sich aber, z.B. außerhalb der vier Wände, dann bricht die Verbindung rapide zusammen und hoch ist der Datendurchsatz nicht mehr. Bei mir waren es von 50 Mbit/s (50.000er DSL Leitung) dann nur noch 10 bis 15 Mbit/s im Garten.

Navigiert wird im Samsung Galaxy A32 5G über GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou und Galileo, während ein elektronischer Kompass bei der Richtungsfindung hilft. Im Test mit Android Auto gab es bei der Navigation keine Auffälligkeiten und Google Maps ließ sich wie gewohnt nutzen.Samsung Galaxy A32 5G Testbericht Screenshot FM Radio

Ebenfalls an Bord sind eine FM-Radio App, es müssen aber Kopfhörer über 3,5mm Klinke anschlossen sein, sowie NFC, das sich zum mobilen Bezahlen eignet.

Zur biometrischen Entsperrung steht entweder der Fingerabdrucksensor oder die Frontkamera mit Face-Unlock zur Verfügung. Der Fingerprintreader ist kombiniert in den Powerbutton und entsperrt das Galaxy A32 auch aus dem Stand-by heraus. Die Entsperrgenauigkeit liegt in der Praxis bei circa 90% und etwas unter einer Sekunde.

Akkulaufzeit des Samsung Galaxy A32 5G

Samsung A32 5G Dimensity 720 Akkubench

Die Akkulaufzeit des Samsung Galaxy A32 5G gehört zu den erfreulichen Aspekten des Tests: Mit dem 5000mAh Akku ist es im Vergleich zwar nicht überdimensioniert ausgestattet, die neuen MediaTek Dimensity Prozessoren arbeiten aber effizient und auch das Display mit lediglich HD+ Auflösung braucht weniger Strom. In der Praxis bedeutet dies, dass man auch locker zwei Tage ohne Energienachschub auskommt. 10 Stunden Display On Time (= aktive Nutzungszeit) sind über zwei Tage hinweg machbar. Während des Videostreamings über YouTube mit Lautsprecher und Displayhelligkeit bei 200 cd/m² benötigt das Samsung A32 5G in der Stunde 8% Akku.

Im PC Mark Battery Benchmark kommt das Samsung A32 5G auf sehr gute 15 Stunden und 23 Minuten (bei einer Displayhelligkeit von 200 cd/m²). Das Samsung A42 5G kann hier mit dem AMOLED Display und dem nochmal etwas effizienterem Snapdragon Prozessor 17,5 Stunden rausholen.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Das mitgelieferte Ladegerät leistet maximal 15 Watt – 9 V / 1,67A – wodurch auch hier der Ladevorgang der 5000mAh etwas länger dauert. Von 0 auf 10% in 10 Minuten, nach 21 Minuten sind es 20%, auf 60% sind es schon 70 Minuten und der komplette Ladevorgang nimmt ziemlich genau zwei Stunden in Anspruch.

Beim Laden über Power Delivery schwankt es zwischen 8,6 V / 1,3A & 1,4A – 11 & 12 Watt Ladeleistung. Zu mehr lässt sich das Samsung Galaxy A32 5G mit PowerDelivery nicht überreden und so dauert der Ladevorgang auch hier entsprechend lange. Um genau zu sein, sind es 30 Minuten auf 25%, nach einer Stunde ist der 5000mAh Akku zur Hälfte voll und 2:20 für 100%. Wireless Charging ist mit dem Samsung Galaxy A32 5G nicht möglich.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Samsung kann Smartphones bauen: In höheren Preisregionen ist der Erfolg nachvollziehbar, aber bitte erzählt mir nicht, dass sie auch in der Mittelklasse mit ihrem Premium-Anspruch und der Software den Preis rechtfertigen. Zunächst mal zu den guten Seiten des Samsung Galaxy A32 5G: Das simple Design gefällt mir super und die Akkulaufzeit zeigte sich von ihrer besten Seite. Auch die Kamera liefert mit den einfachen Sensoren doch recht ansehnliche Ergebnisse. Aber für die Preisklasse von fast 300€ ist das alles kein Highlight.

Der Dimensity 720 ist kein schlechter Chip, wäre aber in einer Preisklasse darunter eher beheimatet. Die Software „One UI“ funktioniert zwar als Android-Launcher, aber zeigt im Praxisgebrauch ihre Schwächen: An so vielen Ecken wird man von der Samsung-eigenen Lösung belagert, die Werbung (Bloatware und Notifications) nervt und Bugs sind in der Mittelklasse an der Tagesordnung.

Und dann beginnt auch schon der Rotstift: Der Empfang könnte besser sein, die Quad-Cam wird ihrem Namen kaum gerecht und das gilt auch für „Schnellladen“. Tiefpunkt: Das Display ist für den Preis eine Frechheit und schon ein Poco M3 für 100€ bietet mehr!

Im eigenen Sortiment ist das Galaxy A42 5G mit Snapdragon 750G und AMOLED für (aktuell) 10€ der deutlich bessere Deal, aber im heiß umkämpften Markt ebenfalls kein heißes Eisen. Belassen wir es bei der Konkurrenz bei 5G-Alternativen: Ein Xiaomi Mi 10T Lite ist auf allen Ebenen der Hardware und Ausstattung überlegen und auch wenn wir die 5G-Einsteiger, z.B. ein Redmi Note 9T 5G oder Realme 7 5G einbeziehen, bieten diese von allem mehr für weniger Geld.


Gesamtwertung
76%
Design und Verarbeitung
80 %
Display
55 %
Leistung und System
80 %
Kamera
80 %
Konnektivität
70 %
Akku
90 %

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Mario D.
Gast
Mario D. (@guest_75520)
1 Monat her

Samsung kann Smartphones bauen: In höheren Preisregionen ist der Erfolg nachvollziehbar, aber bitte erzählt mir nicht, dass sie auch in der Mittelklasse mit ihrem Premium-Anspruch und der Software den Preis rechtfertigen.

Hallo Erik,

wieso schreibst du das mit der Software und wer sagt das?

Steinlaus
Gast
Steinlaus (@guest_75510)
1 Monat her

Die Bilder der Kamera gefallen mir. Zwar nicht so extrem scharf und detailreich, wenn man stark einzoomt, aber der Gesamteindruck (gerade farblich) ist wirklich ansprechend.

Rob
Gast
Rob (@guest_75503)
1 Monat her

Erik, dein Profilbild muss mal dringend aktualisiert werden! 😉

Joschbo
Autor
Team
Joscha (@joschbo)
1 Monat her
Antwort an  Rob

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