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Samsung Galaxy A42 5G Test

Getestet von Jonas Andre am Bewertung: 80%
Vorteile
  • saubere Verarbeitung
  • überragende Akkulaufzeit
  • starke Performance
  • gute Kameras
  • super Nachtaufnahmen (Hauptkamera)
  • gutes AMOLED Display aber...
Nachteile
  • niedrige Displayauflösung (+ nur 60Hz)
  • Probleme beim Empfang (Netz, GPS, WLAN)
  • langsames Laden
  • kratzanfällige Kunststoffrückseite
  • keine Always-On Funktion
Springe zu:
CPUSnapdragon 750G - 2 x 2,2GHz + 6 x 1,8GHz
RAM4 GB RAM
Speicher128 GB
GPUAdreno 619 - 250MHz
Display 1600 x 720, 6,6 Zoll 60Hz (AMOLED)
BetriebssystemAndroid 10, One UI
Akkukapazität5000 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid

Hybrid
Hauptkamera48 MP + 8MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera20 MP
USB-AnschlussUSB Type-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 20
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht193 g
Maße164,5 x 76 x 8,6 mm
Antutu299700
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am01.03.2021

Das Samsung Galaxy A42 5G kam bereits letztes Jahr auf den Markt und löst das weltweit beliebte A41 ab. Das A41 erfreute sich gerade bei Fans kleiner Smartphone großer Beliebtheit und war auch bei chinahandys.net einer der meistgelesenen Testberichte überhaupt. Samsung sieht das aber gänzlich anders und bringt nun ein großes Smartphone mit 6,6 Zoll Display, das sich nahtlos an die Mittelklasse von Realme und Xiaomi anschließt. Der Straßenpreis liegt bei 250€ und mit dem AMOLED Display hebt man sich durchaus von der Konkurrenz ab. Aber eine HD-Auflösung in der Mittelklasse haben wir andererseits auch schon lange nicht mehr gesehen. Außerdem setzt Samsung mit dem Snapdragon 750G auf einen Top-Prozessor, der 5G ermöglicht und insbesondere für eine HD-Auflösung eine astreine Spieleperformance liefert. Samsung scheint mit der Konkurrenz überfordert und startet mit dem Galaxy A42 5G einen Rundumschlag, dessen Ergebnis wir uns in diesem Testbericht ganz genau anschauen.

Das Samsung Galaxy A42 5G im Test

Design und Verarbeitung

Samsung bleibt sich bei der Materialwahl treu und setzt auch beim A42 5G auf einen Kunststoffrahmen mit Kunststoffrückseite. Glänzende Kunststoffrückseiten sind leider äußerst empfindlich gegenüber Kratzern und Samsung verzichtet wie üblich auf eine Schutzhülle im Lieferumfang. An der Verarbeitung und Haptik kann man aber kaum meckern. Power-Button und Lautstärkewippe sitzen rechts außen sauber im Gehäuse und zu große Spaltmaße sucht man am gesamten Gehäuse vergebens. Mit der seitlich abgerundeten Rückseite liegt das Samsung Galaxy A42 außerdem gut in der Hand. Der Kamerhügel samt 4 Sensoren ragt nicht mal einen Millimeter aus der Rückseite hervor und das Smartphone liegt plan auf flachen Oberflächen. Mit einem Gewicht von 193 Gramm und Abmessungen von 164,5 x 76 x 8,6 Millimeter ist das A42 5G aber ein schweres und großes Smartphone geworden. Damit beraubt sich Samsung dem eigentlichen Alleinstellungsmerkmal in der Mittelklasse.

Beim Design ist Samsung unbelehrbar und meist auch eigenwillig. Meinen Geschmack trifft man meist nicht, aber vielleicht haben die Nutzer ja das 4-Zonen Design in drei langweiligen Farben gefordert. Das Design der Rückseite wirkt auf mich wie ein Unfall und die Farben Schwarz (immerhin mit einem Farbspiel in den Zonen), Grau und Weiß stehen zur Auswahl. Die Rückseite ist in 4 Zonen unterteilt und jede weist einen anderen Farbton auf. Die Platzierung des LED Blitz wirkt links unter dem Kamera-Bump ebenfalls speziell. Vorbildlich unauffällig sind die Schriftzüge auf der Rückseite platziert. Lediglich der silberne Samsung Schriftzug ist gut zu erkennen. Für die Selfie-Kamera entscheidet sich Samsung für die gute alte Tropfen-Notch, im Samsung Jargon auch Infinity-U Notch genannt. Die Ränder rund um das Display sind mit knapp 3mm links, rechts und über dem Display schmal gehalten. Lediglich das Kinn ist mit 6,5mm etwas größer.

An Anschlüssen liefert das Samsung Galaxy A42 5G einen USB-C Anschluss und einen 3,5mm Kopfhöreranschluss. Beide sind zusammen mit einem Mikrofon und dem Lautsprecher auf der Unterseite zu finden. Stereo Sound hat sich Samsung ebenfalls gespart, den gibt es jedoch mittlerweile auch schon in der Mittelklasse. An der Oberseite befindet sich noch ein zweites geräuschunterdrückendes Mikrofon. Der Simkarteneinschub links außen ist leider ein Hybrid-Slot. Nichtmal der Triple-Slot für Dual-SIM und Speichererweiterung gleichzeitig bleibt erhalten. Bedient wird das Samsung Galaxy A42 5G wahlweise über konfigurierbare Android-Oncreentasten oder die bekannten Wischgesten. Bei den Wischgesten bleibt stets ein einsamer Balken unten eingeblendet.

Eine Benachrichtigungs-LED gibt es keine und Samsung verzichtet trotz AMOLED auf ein AOD (Always-On Display). Das lässt mich irgendwie sprachlos zurück, denn genau hier könnte Samsung sich von der Konkurrenz mit IPS Display abheben. Um Benachrichtigungen zu sehen, muss man also das Samsung Galaxy A42 5G stets einschalten. Das geht immerhin mit einem Fingerabdrucksensor im Display recht flott und bei meinem Finger auch ausreichend genau. 8/10 Versuche gelingen auf Anhieb. Alternativ steht auch eine Gesichtserkennung zur Verfügung. Auch die funktioniert problemlos.

Samsung gleicht beim A42 5G die Größe und das Gewicht an die Konkurrenz an, verzichtet auf ein AOD-Display und behält die glänzende Kunststoffrückseite bei. Die Rückseite bleibt damit ein Fingerabdruckmagnet und sehr anfällig für Kratzer. Der viele Kunststoff ist aber dennoch erstklassig verarbeitet und mit dem flachen Kamerahügel bleibt immerhin noch ein “Highlight”. Also man darf bereits jetzt fragen, was der Plan bei Samsung eigentlich ist, denn beim Display wird es jetzt richtig verrückt.

Samsung Galaxy A42 5G Lieferumfang

Der Lieferumfang des Galaxy A42 5G besteht aus einem 15 Watt Ladeadapter, einem USB-A auf USB-C Kabel, einer Sim-Nadel und etwas Papierkram. Auch der kabelgebundene Kopfhörer ist nun weg, allerdings fehlt auch von der einfachen Hülle jede Spur.

Display des Samsung Galaxy A42 5G

DisplayeinstellungenWie hatten in den letzten Jahren einige Samsung Smartphones im Test und auf ein SUPER Display konnte man sich einfach verlassen. Ein Super AMOLED Display mit einer Bildschirmdiagonale von 6,6 Zoll ist es auch geworden. In einem 20:9 Verhältnis löst das Display aber lediglich mit 1600 x 720 Pixel auf. Das resultiert eben nicht in die von Samsung gewohnte knackscharfe Darstellung, sondern mit 266 Pixel pro Zoll sieht man einen Unterschied zu höher auflösenden Displays. Immerhin kann das AMOLED Display des Galaxy A42 5G bei der Helligkeit ordentlich punkten. Im manuellen Modus sind niedrige 1 Lux zum Lesen im Dunkeln exzellent geeignet und die maximale Helligkeit liegt bei soliden 600 Lux. Im automatischen Modus steht dann sogar ein Boost auf 900 Lux zur Verfügung und die Lesbarkeit im Freien ist exzellent. Auch die automatische Anpassung durch den Helligkeits-Sensor klappt hervorragend. Weiterhin kann das Display auch beim Kontrast und den Farben sehr gut abschneiden. Die Farbeinstellungen sind übersichtlich und beinhalten lediglich den Modus “Natürlich” und “Lebendig”, wobei sich bei letzterem die Farbtemperatur stufenlos anpassen lässt. An zusätzlichen Einstellungen gibt es ansonsten den bekannten Dark-Mode und einen Blaulichtfilter zum Lesen, beides ist sogar terminierbar. Vom AOD (Always-On Display) fehlt hingegen jede Spur. Auch auf eine erhöhte Bildwiederholungsfrequenz von zumindest 90Hz verzichtet Samsung beim Galaxy A42 5G.

Samsung Galaxy A42 5G Display 2

Widevine L1Beim Displayglas macht Samsung keine spezielle Angabe, aber auch normales Glas ist schon ausreichend resistent. Ein 5-Punkt Touchdisplay ist auch nicht gerade zeitgemäß, aber zeigt in der Praxis keinerlei Nachteile. Sämtliche Eingaben auf dem A42 5G geschehen ohne Verzögerung und stets genau. Eine Option wie DC-Dimming oder ähnliches bietet Samsung nicht an, empfindliche Personen sollten also bezüglich PWM (Pulsweitenmodulation) aufpassen. Widevine L1 gehört bei Samsung natürlich zur Grundausstattung und HD Streaming (720p) ist bei sämtlichen Streaming Anbietern problemlos möglich. HDR Inhalte werden trotz hellem Display leider nicht unterstützt.

Samsung Galaxy A42 5G Display 1

Das Display des Samsung Galaxy A42 5G ist grundsätzlich gut, aber eine gewisse Unschärfe in der Darstellung kann man nicht leugnen. Tolle Farben, ein perfekter Kontrast, hohe Helligkeit und einen astreinen Touchscreen können wir dem Samsung Mittelklasse Smartphone problemlos bescheinigen. Mit dem AOD könnte man einen Mehrwert gegenüber der Konkurrenz bieten, die meist nicht auf AMOLED Dispalys setzen, aber daran scheint Samsung kein Interesse zu haben. Schade.

Leistung und System

Speicher Geschwindigkeit Galaxy A42 5GJetzt kommt eigentlich der Teil eines Samsung-Tests, in dem wir bei Mittelklasse-Smartphones fast immer Folgendes schreiben mussten: “Samsungs Prozessorwahl kann man für ein Smartphone, das über 300€ kostet, einfach nicht verstehen.” Das lag bislang einfach daran, dass Samsung in der A-Reihe einfach deutlich schwächere Chips als die Konkurrenz verbaut hat. Hier bessert man nun nach und liefert im Samsung Galaxy A42 5G mit dem Snapdragon 750G einen spitzenmäßigen Prozessor, der perfekt in diese Preisklasse passt. Den Prozessor kennen wir bereits vom Mi 10T Lite und auch bei Samsung liefert der Prozessor eine astreine System- und eine gute Spieleperformance. Im Unterschied zum beliebten 765G verfügt der SD750G nicht über einen einzelnen Prime-Core, sondern die beiden Cluster sind wie folgt aufgeteilt: 2 x 2,2GHz + 6 x 1,6GHz. Die Fertigung im 8 Nanometer Verfahren tut beim Akkuverbrauch spürbar gut. In der Praxisnutzung gibt es kaum lange Wartezeiten und das Galaxy A42 5G rennt durch das System. Im Vergleich mit einem Mi 10 Lite ist das aber spürbar weniger flüssig, da dort ein Display mit 120Hz zum Einsatz kommt. Der interne UFS Speicher misst hierzulande immer 128GB und es stehen 4GB LPDDR4X RAM zur Verfügung. Die Speicherweiterung via Micro-SD ist nur bei Verzicht auf Dual-SIM möglich (Hybrid-Slot). Der RAM ist mit 13GB/s nicht gerade der schnellste, aber der Speicher schneidet mit einer Lese/Schreibrate von 933/479 MB/s gut ab. Hier die Benchmarkwerte im Vergleich, hier kommt Samsung die niedrige Bilschirmauflösung zugute:

Antutu Ergebnis Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis 3D Mark (Slingshot) Ergebnis

Wenn man nicht gerade anspruchsvollstes Multitasking betreibt, dann reichen die 4GB RAM aus und das Smartphone kommt auch beim Wechsel zwischen Tabs nicht ins Stottern. Dennoch ist hier die Konkurrenz ebenfalls deutlich besser ausgestellt und unter 200€ sind 6GB Versionen keine Seltenheit. In anderen Ländern bietet Samsung natürlich auch 6GB RAM, aber in Deutschland müssen wir mit 4GB Vorlieb nehmen. Sämtliche Spiele aus dem Playstore laufen aber flüssig und ohne Ruckler. Genügend Leistung ist hier also vorhanden und beim besten Willen kann man sich hier nicht beschweren. Das war, wie zu Beginn bereits erwähnt, auch schon anders.

System des Samsung Galaxy A42 5G

Das Samsung Galaxy A42 5G läuft mit Samsungs ONE UI in der Version 2.5. Zum Testzeitpunkt basiert das System noch auf Android 10, aber ein Android 11 Update wird es geben. Wer bereits ein Samsung Gerät sein eigen nennt, der findet sich unter One-UI problemlos zurecht. Für alle anderen sei gesagt, One-UI gehört auch zu den stärker angepassten System wie MIUI, EMUI oder Color-OS. Das kann für Neueinsteiger etwas überfordern, entschädigt einen aber mit vielen Anpassungs- und Individualisierungsmöglichkeiten. Die Bloatware hält sich in Grenzen, lediglich OneDrive, AR-Zone, Galaxy Store, Netflix und automatische Transcrition kann man nicht ohne weiteres deinstallieren. Gar nicht genervt wurde ich im übrigen von Bixby, was ich durchaus verwunderlich finde. Mit dieser Anleitung könnt ihr die One-UI jedenfalls restlos säubern.

Das System läuft nach einigen Updates seit Launch jedenfalls flüssig und fehlerfrei. Auch eine FM-Radio App, die mittlerweile Seltenheitswert hat, ist vorinstalliert.

Kamera

Samsung macht beim A42 5G aus der Triple-Kamera des A41 nun eine Quad-Kamera. Mit dazu kommt ein Makro-Sensor mit 5 Megapixel und damit hat man nun folgendes Kamera-Setup zur Verfügung:

  • Hauptkamera: 48 MP Sony GM2, f/1.8
  • Ultraweitwinkel: 8 MP, f/2.2
  • Makro: 5 MP, f/2.4,
  • Tiefensensor: 5 MP, f/2.4
  • Selfiekamera: 20MP,  f/2.2

Schauen wir uns die einzelnen Kameras nun in der Praxis an. Die Kamera-App löst schnell aus und der Fokus sitzt bei fast allen Aufnahmen perfekt. Hier gibt es nichts zu meckern. In der Samsung Kamera-App gibt es sogar einen Pro-Modus, wobei der dedizierte Nachtmodus nur bei der Hauptkamera funktioniert. Das ist aber üblich in dieser Preisklasse und kaum zu kritisieren.

Tageslichtaufnahmen

In alter Samsung Manier sieht man kaum Unterschiede zum Vorgänger, aber die Bilder glänzen bei Tageslicht mit vielen Details, gutem Kontrast und knackigen Farben. Ein HDR Modus liefert auf Wunsch nochmals mehr Dynamik und das ist dann schon eher Geschmackssache, ob man das noch mag. Die Bilder platzieren sich zwischen einem Redmi Note 9S und einem Redmi Note 9 Pro, was die allgemeine Qualität anbelangt. Übertrieben kräftige Farben sind die sichtbare Eigenheit bei Samsung, mit der man in jedem Fall leben muss.

Die Ultraweitwinkelkamera ist für diese Preisklasse durchaus Okay. Die Bilder sind scharf und ausreichend detailliert. Lediglich beim Kontrast mangelt es und da hilft auch der HDR Modus nicht wirklich viel weiter.

Der Tiefensensor kommt bei Portraits/Bokeh Aufnahmen zum Einsatz und die Trennung zwischen Vorder-und Hintergrund klappt problemlos. Auch die Ergebnisse können sich in dieser Preisklasse sehen lassen.

Auch der Makro-Sensor funktioniert, man brauch aber ein paar Anläufe, bis man wirklich den perfekten Abstand für ein scharfes Foto findet. Das ist nervig, aber auch irgendwie normal bei diesen Makro-Kameras.

Nachtaufnahmen

Mit der Hauptkamera kann das Samsung Galaxy A42 5G hier ordentlich punkten. Die Bilder werden für die Preisklasse sehr scharf und haben viele Details. Der Nachtmodus holt nochmal mehr Helligkeit raus und die Ergebnisse sind besser, als wir es bei diesem Sensor erwartet hätten. Auch die Farben machen bei Nacht noch einen guten Eindruck.

Selfies

Hier wird es etwas verrückt, denn die Selfie Kamera liefert im Standard 8 Megapixel Aufnahmen und nach einem Klick auf das “Mehrpersonensymbol” dann 12 Megapixel Aufnahmen. Das alles von einem nicht näher spezifizierten Selfie Sensor. Dennoch können sich die Ergebnisse allemal sehen lassen und sämtliche Selfies glänzen mit einer natürlichen Darstellung von Gesichtern. Zusätzlich ist der Kontrast und die Dynamik wirklich gut. Sobald hier nur etwas weniger Licht zur Verfügung steht, geht es aber steil bergab mit den Details.

Videos

Sämtliche Videofunktionalität des Samsung Galaxy A42 5G ist auf 30 FPS beschränkt. Immerhin ist die Frontkamera stabilisiert und eignet sich bei 1080p/30 FPS auch für Aufnahmen in Bewegung. Die Hauptkamera stabilisiert Aufnahmen ebenfalls nur bis 1080p/30FPS, lässt aber immerhin einen Wechsel zur Ultraweitwinkelkamera zu. Die Qualität der Aufnahmen ist ausreichend. Eine deutliche Steigerung gibt es dann bei 4K/30FPS, aber dann leider nicht mehr stabilisiert. Mit einem Gimbal lassen sich hier dennoch schöne Aufnahmen machen und auch die UWW Kamera unterstützt 4K/30 FPS. Ein zusätzlicher Super Stabilisierungsmodus ist schlichtweg nur Gimmick und zu schlecht in der Qualität, um einen Mehrwert zu rechtfertigen.

Zusammenfassung

Das Samsung Galaxy A42 5G hat eine grundsolide und sogar umfangreiche Kamera für die Mittelklasse an Bord. Samsung überzeugt hier insbesondere bei Nachtaufnahmen mit der Hauptkamera. Während man bei Tageslicht etwas zurückstecken muss, können sich die Nachtaufnahmen auch noch in einem 300€ Preisbereich problemlos behaupten. Die UWW Kamera liefert solide Aufnahmen und auch Videoaufnahmen mit 4K/30FPS sehen super aus. Die Stabilisierung ist löblich, aber nicht gerade die beste auf dem Handymarkt.

Konnektivität

Samsung Galaxy A42 5G Sim Netz EmpfangDas Samsung Galaxy A42 5G funkt mit unterdurchschnittlicher Stärke auf folgenden Netzfrequenzen im 2G, 3G, 4G und 5G Netz:

  • 2G: GSM-Band: 850, 900, 1800, 1900
  • 3G: UMTS-Band: B1 (2.100), B2 (1.900), B4 (AWS), B5 (850), B8 (900)
  • 4G: LTE-Band: B1 (2.100), B2 (1.900), B3 (1.800), B4 (AWS), B5 (850), B7 (2.600), B8 (900), B12 (700), B17 (700), B20 (800), B28 (700)
  • 5G: N1 (2.100), N3 (1.800), N5 (850), N7 (2.600), N8 (900), N28 (700), N40(2300), N41 (2.500), N78 (3.500)

Den SAR-Wert gibt Samsung mit 1,154 W/kg (Kopf) und 1,334 W/kg (Körper) an. Der undurchschnittliche Empfang zeigt sich leider in der Praxis und wer auf dem Land wohnt und ohnehin schon Netzprobleme hat, sollte nicht zum Galaxy A42 5G greifen. Der Datendruchsatz ist trotz schwächerem Empfang dennoch gut im Handynetz, allerdings hat das Gerät an Orten, wo ich normalerweise noch telefonieren kann, gar kein Netz mehr. Leider zieht sich der verhältnissmäßig schwache Empfang durch die gesamte Kategorie Konnektivität. Dinge wie VoLTE und VoWIFI sind für Samsung selbstverständlich keine unbekannten Features und das Galaxy A42 5G unterstützt beides. Dennoch ist die Sprachqualität zumindest an meinem Ende der Leitung hörbar blechern und nicht die gewohnte Samsung Qualität. Meine Gesprächspartner hatten mit meiner Stimme aber keine Probleme.

Auch im WLAN schwächelt das Samsung Galaxy A42 5G auffällig. Sobald ich mich vom Router entferne nimmt der Datendurchsatz bei meiner 250 mbit Leitung rapide ab. 10m und 2 Wände später bleiben noch 80 mbit übrig, im Garten ist dann kaum noch eine Verbindung vorhanden. Das machen andere Smartphone besser, wobei ich in meiner Haus nie zu wenig Datenrate zur Verfügung hatte. Auch mit 80mbit kann man problemlos alle Aufgaben mit einem Smartphone erledigen. Das Galaxy A42 5G verfügt übrigens über WIFI 5. Bluetooth 5.0 verrichtet hingegen kritikfreie Arbeit und zeigte im Test keinerlei Auffälligkeiten. Auch NFC wird unterstützt und mobilen Bezahlen via Gpay steht nichts im Weg. Mit der FM-Radio-App und angeschlossenen Kopfhörern kommen auch ältere Menschen auf ihre Kosten.

Das GPS ist auch etwas träger, als wir das mittlerweile gewohnt sind, aber in der Praxis klappte zumindest die Navigation im Auto ohne Auffälligkeiten. Als Fußgänger merkt man aber dann doch, dass die Empfangsprobleme beim Galaxy A42 5G auch beim GPS spürbar sind. Auch hier kann man navigieren, aber Sprünge von 5-8m sind gelgentlich durchaus möglich.

Der einzelne Lautsprecher liefert klaren Sound, ist aber leider nicht gerade laut. Andere Hersteller bieten hier bereits Stereo Sound und auch dem Galaxy A42 5G hätte das vielleicht gut getan. Die Qualität über den 3,5mm Kopfhöreranschluss ist jedenfalls exzellent.

Akkulaufzeit

AkkulaufzeitZu guter Letzt kann das Samsung Galaxy A42 5G dann mit einem großen 5000 mAh Akku ordentlich punkten. Der sorgt in der Praxis für eine überragende Laufzeit von 11-12 Stunden mit eingeschalteten Display. Das Gerät an einem Tag in die Knie zu zwingen, ist schlichtweg unmöglich und der Stand-By Verbrauch liegt bei geringen 2-3% pro Nacht (8 Stunden). Bei 200 Lux Helligkeit liefert das Galaxy A42 5G außerdem den Rekordwert von 17,5 Stunden im PCMark Akkutest. Die Erklärung ist aber auch nicht sonderlich kompliziert, denn das Display löst eben nur in HD auf. Dennoch wollen wir das tolle Ergenis nicht schmälern.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Wer eine spitzenmäßige Akkulaufzeit sucht, ist mit dem Galaxy A42 5G bestens bedient. Bei der Ladezeit des 5000 mAh Akku sollte man aber volle 2 Stunden mit dem mitgelieferten 15 Watt Ladeadapter einplanen. Da sind wir im Preisbereich von 250€ auch schon ganz anderes gewohnt.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Samsung ist offensichtlich mit der wachsenden Konkurrenz überfordert und trifft als Reaktion teilweise etwas seltsame Entscheidungen. Ohne tiefgreifende Überlegungen wird hier ein 5G Smartphone auf den Markt geworfen, das eigentlich keine erkennbare Zielgruppe hat. Vielleicht hab ich auch Scheuklappen auf, dann teilt mir bitte in den Kommentaren mit, warum ihr euch für dieses Handy entschieden habt, oder warum ihr es kaufen würdet.

Samsung beraubt sich dem Top-Display und gibt den Größenvorteil auf. Nun steht das Galaxy A42 5G mit gelinde gesagt durchschnittlichem Empfang schlechter dar, als jemals zuvor. Beim Prozessor macht man einen gewaltigen Schritt nach vorne und auch die Akkulaufzeit ist bombig beim Samsung Galaxy A42 5G. Die Kamera ist für 250€ zwar angemessen, aber wer möglichst viel Smartphone für sein Geld haben will, ist bei Samsung jetzt noch schlechter dran, als jemals zuvor. Mit diesem Gerät wird sich Samsung jedenfalls nicht gegen die wachsende Konkurrenz aus dem Hause Realme, Xiaomi, Redmi, Poco, Vivo und Oppo behaupten können, soviel ist schonmal sicher. 


Gesamtwertung
80%
Design und Verarbeitung
75 %
Display
70 %
Leistung und System
90 %
Kamera
80 %
Konnektivität
65 %
Akku
100 %

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Oluja
Gast
Oluja (@guest_74971)
1 Monat her

Kein Always on Display bei Amoled? Was geht denn da ab?

Angelus
Mitglied
Mitglied
Angelus (@angelus)
1 Monat her

Da greift man sich an den Kopf!
Ein AMOLED-Display und dann nur 720p – wie bescheuert kann man als Entwickler eigentlich sein?
Auch die Absage an irgendeine Form der optischen Benachrichtigung ist ein richtiger Griff ins Klo.
Dazu noch eine kratzanfällige Rückseite. Wer soll so etwas kaufen…??

Drachenlord
Gast
Drachenlord (@guest_74940)
1 Monat her

Der schnelle Versuch, im unteren Preissegment auf den 5G-Zug aufzuhüpfen. Die Kameraqualität samt schnellem Prozessor gefällt mir, und die Akkulaufzeit ist bombastisch, aber das HD-Display fällt bei 6,6 Zoll natürlich schon arg grenzwertig aus. Nichtsdestotrotz wird es sich dank seiner doch vorhandenen Qualitäten und “Marke” sicher gut verkaufen. Auch heute kennen die wenigsten Normalnutzer Marken wie Realme und Xiaomi, daher wird das Ding seine Anhängerschaft finden. Und irgendwie gefällt mir dieses langweilige, fast schon minimalistische Design, denn gerade Geräte wie das gelobte Poco X3 mit seinem dominierenden, riesigen Kamera-Mutantenblob stoßen mich teilweise ab. Gerade dann, wenn mehrere Linsen einfach nur… Weiterlesen »

Maxim
Gast
Maxim (@guest_74939)
1 Monat her

Das mit dem Display halte ich nicht für einen Nachteil. Ich habe ein Mi A3, das hat zwar auch ‘nur’ eine HD Auflösung, mir ist es aber ausreichend scharf. Vermutlich sehen das die meisten normalen Nutzer im Alltag auch so.
Meiner Meinung nach ist die Akkulaufzeit da wichtiger als 4k im kleinen Handy Bildschirm. Samsung macht da also keinen Fehler…

SezerD
Gast
SezerD (@guest_74937)
1 Monat her

Schrott…hd display für so einen Preis 😂😂 samsung muss endlich dazu lernen!
Schlechter Empfang ist ja eigentlich typisches samsung problem. Kamera ist so la la für den Preis. Ich hoffe dennoch dass demnächst endlich stereo Lautsprecher verbaut wird. 🤦

Semi
Gast
Semi (@guest_74945)
1 Monat her
Antwort an  SezerD

A Series Display von FHd auf 720p wahrscheinlich wegen S21/+ Series von 2k auf FHd Auflösung, identisch wäre lächerlich deshalb muss da was unterschied geben.

Die größte Schweinerei bei Samsung noch keine Stereo Lautsprecher eingebaut in A klasse sonst noch was.

Xiaomi ist deutlich besser Poco M3, X3 mit Stereo. Nun kommt die neue Redmi Note 10 Serie mit Stereo. 💪🔥🔥🔥

SezerD
Gast
SezerD (@guest_74950)
1 Monat her
Antwort an  Semi

Oh ja ich freue mich auf die neuen Kassenschlager 🙂 bin gespannt wieviel sie kosten werden und welche nach Deutschland kommen