Mit dem Samsung Galaxy A80 haben wir jetzt das außergewöhnlichste Smartphone der neuen Galaxy A-Reihe im Test. Im Gegensatz zu den eher klassischeren Modellen A40, A50 und A70 hat das Galaxy A80 alleine durch seine Pop-Up Kamera ein auffälliges Alleinstellungsmerkmal. Weiterhin mit an Board sind ein gigantisches 6,7 Zoll AMOLED-Display, ein Snapdragon 730 Prozessor und aktuelles Android 9 Pie. Im folgenden Testbericht werden wir überprüfen, ob der Sonderling der A-Reihe auch eine Kaufempfehlung wert ist. Samsung ist für gewöhnlich sehr vorsichtig bei Konzept-Smartphones und das A80 damit eine echte Ausnahme.

Samsung galaxy a80 display1

Design und Verarbeitung

Nach der Inbetriebnahme des Samsung A80 fallen vor allem drei Eigenschaften des Smartphones auf: Es ist riesig, es hat keine Ränder und es ist unglaublich schwer. Mit Maßen von 165 x 76,5 x 9,3mm handelt es sich um ein Smartphone für Leute, die es gerne extragroß mögen. Während das Smartphone dank der schmalen Displayränder noch verhältnismäßig kompakt gebaut ist, liegt das Gewicht von 220g wahrscheinlich oberhalb der Schmerzgrenze einiger Nutzer. Dies ist wohl dem Kamera-Slider geschuldet, denn über einen besonders großen Akku verfügt das Galaxy A80 nicht.

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Von Seiten der Verarbeitung gibt es an dem Smartphone außer dem hohen Gewicht nichts auszusetzen. Auf der Vorderseite befindet sich Corning Gorilla Glas 3 und auf der Rückseite Gorilla Glas 6. Der Rahmen des Smartphones besteht aus Metall. Rechts liegt der Power-Button und links die Lautstärke-Regler. Einen Bixby-Button gibt es zum Glück nicht.

Auf der Rückseite befindet sich lediglich ein dezentes Hersteller-Logo und die Kamera. Sobald man ein Selfie aufnehmen möchte, fährt das Modul aus der Rückseite hoch und die Rückkamera dreht sich um 180 Grad zum Nutzer. Das gesamte Modul wirkt robust verarbeitet. Staub verfängt sich allerdings extrem leicht in dem Modul und lässt sich auch nur sehr schwer entfernen. Wenn Ihr Euer Galaxy A80 mal nicht 5 Minuten für ein Produktfoto reinigt, sieht es im Alltag folgendermaßen aus:

Samsung galaxy a80 dustmagnet

Das Ausfahren und Umklappen der Kamera dauert mit knappen 2 Sekunden relativ lang, weshalb es auch keine Face-Unlock Funktion gibt. Zur Entsperrung greift man daher auf einen Fingerabdruck-Sensor im Display zurück. Dieser entsperrt das Smartphone recht zuverlässig in 8 von 10 Versuchen, ist aber auch ziemlich träge im Vergleich mit demjenigen des Xiaomi Mi9(T) oder OnePlus 7. Der fehlende Face-Unlock macht sich durchaus bemerkbar, da die langsame Entsperrzeit nicht kompensiert wird. Vom Griff zum Handy bis zur Entsperrung der Homescreen vergehen doch ein paar Sekunden, was ungeduldige Nutzer durchaus stören wird.

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Auf der Unterseite gibt es einen USB-C Anschluss (USB 2.0). Auf einen Kopfhörer-Anschluss und eine Benachrichtigungs-LED hat Samsung aber verzichtet. Auch gibt es lediglich einen Dual-SIM Slot ohne Slot für eine Micro-SD zur Speichererweiterung. Im High-End Bereich ist dies zwar ohnehin eine Ausnahmen, aber eigentlich ist Samsung dafür bekannt, den Trends zu trotzen. Schade, dass es beim Galaxy A80 anders aussieht.

Das Samsung Galaxy A80 ist ein Smartphone für die Phablet-Liebhaber. Es gibt keine störende Notch und nur sehr dünne Displayränder. Dafür muss man allerdings mit einem sehr hohen Gewicht leben. Die Verarbeitung ist durchweg hochwertig und auch das Kamera-Modul wirkt robust. 

Display

Samsung galaxy a80 handson test1

Das Samsung Galaxy A80 hat ein gigantisches 6,7 Zoll Display im 20:9 Format. Da die Selfie-Funktion durch die drehbare Rückkamera übernommen wird, kann das Galaxy A80 auf jegliche Notch oder Punch-Hole verzichten. Die Auflösung liegt bei Full-HD (2400 x 1080 Pixel), womit es das Smartphone auf eine Pixeldichte von guten 339ppi bringt. Einzelne Bildpunkte sind nicht mehr zu sehen und das Bild ist für die alltägliche Nutzung scharf genug. Da das Panel mit AMOLED-Technik arbeitet, verfügt das Galaxy A80 zudem über einen unendlich hohen Kontrast. Neben den guten Schwarz-Werten kann aber auch die Farbwiedergabe überzeugen. Inhalte wirken sehr kräftig, ohne dass das Dargestellte unnatürlich erscheinen würde. Die Helligkeit des Displays liegt bei 750cd/m2. Dies ist guter Durchschnitt aktueller OLED-Panels. Die Lesbarkeit ist auch bei starkem Sonnenlicht noch möglich.

Von Seiten der Software bringt das Samsung A80 wie immer die Always-On Funktion mit. Wie man es von Samsung kennt und liebt, lässt sich genau einstellen, was im Standby auf der Homescreen angezeigt werden soll (Datum, Uhrzeit, Wetter, Benachrichtigungen ect.). Da die Always-On Funktion ca. 1 % Akku pro Stunde verbraucht, ist es sinnvoll die Option über Nacht automatisch zu deaktivieren. An weiteren Einstellungen gibt es noch einen Lesemodus mit geringerem Blaulichtanteil. Auch eine Gestensteuerung ist vorhanden. Diese funktioniert bei Samsung analog zu den On-Screen-Buttons. Statt auf die Buttons zu drücken, wischt man an der Position der On-Screen-Buttons nach oben. Eine eigenartige und einzigartige Umsetzung der Wisch-Gesten. Anstatt der abgebildeten Buttons hat man also dauerhaft diese Linien unten abgebildet.

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Das Display des Samsung Galaxy A80 kann auf ganzer Linie überzeugen. Typisch für Samsung wurde ein hochwertiges AMOLED-Panel mit guter Farbwiedergabe und unendlichem Kontrast verbaut. Zudem gibt es keinerlei Aussparung für die Frontkamera, sodass maximal viel Platz für Inhalte vorhanden ist. 

Leistung

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Im Innern des Samsung Galaxy A80 werkelt ein Snapdragon 730 vom Marktführer Qualcomm. Anders als bei den meisten europäischen Modellen von Samsung bekommen wir beim A80 also keinen hauseigenen Exynos Prozessor. Der Snapdragon 730 wird im energieeffizienten 8 Nanometer Verfahren gefertigt und verfügt über 8 Kerne. Diese sind aufgeteilt in ein Leistungscluster aus 2 Kryo 470 Gold Kernen mit 2,2GHz und 4 Kryo 470 Silver Kerne mit jeweils 1,8GHz.

Der Prozessor zählt zur gehobenen Mittelklasse und ist für ein Smartphone für über 600€ schon außergewöhnlich schwach. Die gleiche CPU kommt beispielsweise im Xiaomi Mi 9T für ca. 300€ oder im Lenovo Z6 für 280€ zum Einsatz. Unter den chinesischen Konkurrenten von OnePlus oder Xiaomi gibt es im Preisbereich des Galaxy A80 schon den aktuell schnellsten Snapdragon 855 Prozessor. Schließlich ist auch ein Samsung S10 mit Exynos 9820 nicht mehr weit entfernt vom Preis des Samsung Galaxy A80. In den Benchmarks nimmt daher das A80 die hinteren Plätze ein.

Das Samsung Galaxy S80 wird mit 6/128GB Speicher geliefert. Der interne 128GB UFS Speicher bringt es dabei auf eine Lese/Schreibgeschwindigkeit von 500/200MB/s. Die 6GB RAM reichen für anspruchsvolles Multitasking problemlos aus und bringen es auf eine Übertragungsrate von 21GB/s.

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Für die alltägliche Nutzung ist das Samsung Galaxy A80 auch mit seinem vergleichsweise schwachen Snapdragon 730 noch schnell genug. Im System gibt es so gut wie keine Ladezeiten und auch in Apps oder im Browser ist das Galaxy A80 schnell unterwegs. Die Adreno 618 GPU genügt ebenfalls für alle aktuellen Spiele im Playstore. Bei den sehr anspruchsvollen Titeln wie PUBG oder Fortnite muss man allerdings mit einer geringen Framerate leben, als bei der Konkurrenz.

Hinsichtlich der Performance ist das Samsung Galaxy A80 vergleichsweise schwach aufgestellt. Klar lässt es sich mit einem Snapdragon 730 problemlos leben, aber das Plus an Leistung bei Konkurrenten wie dem Asus Zenfone 6 oder dem günstigem Xiaomi Mi 9 ist schon immens. Dies spürt man auch im Alltag. Bei einem Smartphone für über 600€ sollte auch eine etablierte Marke wie Samsung zu einem zukunftssichereren Chip greifen. 

System

Wie bei allen aktuellen Samsung Smartphones kommt auf dem Galaxy A80 die neue ONE UI Benutzeroberfläche zum Einsatz. Diese hat die Versionsnummer 1.1 und basiert aktuell auf Android 9 Pie. Auch eine Update auf Android Q ist für das Galaxy A80 zu erwarten, ein Termin steht aber noch nicht fest.

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Die OneUI Oberfläche setzt auf abgerundete App-Icons und ein System-Layout mit App-Drawer. Nach der Installation einer App landet diese zunächst in der App-Übersicht, die man über den mittigen Button erreicht. Danach kann sie auf Wunsch auf der Homescreen platziert werden. Etwas schleierhaft ist lediglich Samsungs Entscheidung, die Apps in der Übersicht nicht alphabetisch zu organisieren. Irgendwie ist die Übersicht daher nicht besonders übersichtlich, aber okay…

Von Werk aus gibt es eine Handvoll Apps von Drittanbietern. Namentlich sind die Netflix und die Microsoft Office Apps, die auch nicht gelöscht werden können. Wer sich tatsächlich zur Nutzung dieser überreden lässt, bekommt dafür 100GB kostenlosen OneDrive Cloudspeicher von Microsoft. Von Seiten des Herstellers gibt es dann noch den Bixby Assistenten, der zwar keinen Button, aber dafür eine eigene Homescreen für sich beansprucht. Diese kann aber einfach deaktiviert werden.

Was die Einstellungsmöglichkeiten angeht, spielt Samsung in der ersten Liga mit. Neben Xiaomis MIUI und Huaweis EMUI gibt es kein anderes System, das so stark angepasst werden kann. Mit dabei ist natürlich ein Gaming-Mode, der nur noch benutzerdefinierte Benachrichtigungen beim Zocken zulässt. Auch gibt es verschiedene Designs für den Launcher, die Icons, Wallpapers und das Always-On Display. Für anspruchsvolle Nutzer ist Samsungs Oberfläche definitiv empfehlenswert.

Kamera

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Wie es sich für ein Flagship des Jahres 2019 gehört, befinden sich auf der Rückseite gleich drei Sensoren. Die Hauptkamera ist der berühmt-berüchtigte Sony IMX586 Sensor mit 48 Megapixel, der mittlerweile in fast jedem High-End Phone zu finden ist. Beim Galaxy A80 arbeitet der Sensor zusammen mit einer recht kleinen f/2.0 Blende und wird nicht durch einen optischen Bildstabilisator unterstützt. Hinzu gesellt sich ein zweiter Sensor mit 8 Megapixel (Samsung S5k4ha) als Ultraweitwinkel-Kamera. Auch hier mit einer recht kleinen f/2.2 Blende und ohne OIS. Der dritte im Bunde ist schließlich ein time of flight (TOF-) Sensor, der für die richtige Einschätzung von Abständen verantwortlich ist und somit bei Portrait-Fokus Unterstützung leistet.

Tageslicht

Fotos bei Tageslicht können fast auf ganzer Linie überzeugen. Die Farbdarstellung ist sehr natürlich und es gibt eine gute Schärfe und viele Details. Zoomt man etwas in die Bilder hinein, ist ein leichtes Rauschen sichtbar, das bei einem Galaxy S10e nicht zu sehen ist. Auch sind minimal weniger Details vorhanden als bei einem Galaxy S10e oder Xiaomi Mi 9. Bei normalen Betrachten fällt dies aber kaum auf.

Ultraweitwinkel-Aufnahmen

Die Ultraweitwinkel-Kamera liefert durchschnittliche Aufnahmen. Die Schärfe ist deutlich niedriger und auch die Farben wirken weniger realistisch als diejenigen der Hauptkamera. Die Bildqualität genügt natürlich zum Verschicken auf Social Media oder für den ein oder anderen Schnappschuss, im Vergleich mit dem Xiaomi Mi 9 oder dem Galaxy S10e ist der Unterschied hier aber deutlicher sichtbar.

Portrait-Aufnahmen

Das Samsung Galaxy A80 macht scheinbar einen guten Gebrauch seines TOF-Sensors. Die Abtrennung von Vorder- und Hintergrund gelingt stets zuverlässig und sehr genau. In der Kamera-App lässt sich der Grad an Unschärfe nachträglich einstellen. Insbesondere die natürliche Farbdarstellung macht das Galaxy A80 zu einem sehr guten Smartphone für Portrait-Fotos.

Nachtaufnahmen

Bei Nachtaufnahmen scheint das Samsung Galaxy A80 ein bisschen an seiner kleinen Blende und dem fehlenden Bildstabilisator zu leiden. Die Qualität ist durchaus in Ordnung und liegt in etwa auf dem Niveau des Xiaomi Mi 9, allerdings steht das Handy doch deutlich hinter der Galaxy S10 Reihe zurück.

Selfies

Das Samsung Galaxy A80 nutzt die selbe Kamera für normale Fotos und für Selfies. Der 48 Megapixel Hauptsensor sollte also für eine hervorragende Qualität sorgen. Und im Prinzip macht er das auch: Die Fotos haben eine gute Detailzahl und auch eine natürliche Farbdarstellung. Aber ein paar Dinge sind dann doch relativ komisch. Sobald man zur Frontkamera wechselt, ist der Fokus auf einmal auf eine bestimmte Distanz festgelegt. Entfernt man sich zu weit oder kommt zu nah an die Kamera heran, ist es auf einmal dahin mit der Schärfe. Das wäre eigentlich nicht nötig gewesen, da die Kamera sogar über einen TOF-Sensor zum extrem präzisen Fokussieren verfügt. Seltsam. Ebenfalls seltsam ist auch, warum Samsung den Bildbereich der Kamera als Standard-Einstellung verkleinert. Erst nachdem man auf die erweiterte Ansicht wechselt, bekommt man den normalen Bildausschnitt. Eine coole Zusatzfunktion ist jedenfalls, Selfies mit der Ultraweitwinkel-Kamera aufzunehmen. Will man eine Gruppe von Personen auf das Selfie bekommen, ist diese Funktion goldwert.

Videos

Das Samsung Galaxy A80 nimmt Videos mit einer Auflösung von bis zu 4K mit 30FPS auf. Videos mit 4K und 60FPS werden nicht unterstützt. Ebenfalls gibt es keine Stabilisierung für Videos in 4K Auflösung. Die Qualität der Aufnahmen ist allenfalls durchschnittlich. Die Farbdarstellung wirkt etwas ausgewaschen und es fehlt etwas an Details. In normaler Full-HD Auflösung gleicht die Stabilisierung durch einen EIS Bewegungen zuverlässig aus. Etwas seltsam ist wiederum, dass die Videos in Selfie-Position nicht stabilisiert werden. Auch ist ein Wechsel zwischen der Ultraweitwinkel und der Hauptkamera während der Aufnahme nicht möglich, was von den Galaxy S10 Smartphones unterstützt wird.

Konnektivität

Das Samsung A80 hat leider keinen Triple-Slot verbaut, wie zum Beispiel das Galaxy A70 oder A50. Dual-SIM bleibt aber vorhanden und es können zwei Nano-SIM Karten gleichzeitig genutzt werden. Das A80 unterstützt alle in Deutschland nötigen Netzfrequenzen, sowie VoLTE und Voice over Wifi. Der Netzempfang ist ausreichend stark. Über eine klassische Ohrmuschel verfügt das Handy nicht. Der Klang wird über einen Vibrationsmotor unter dem Display an das Ohr weitergegeben. Die Gesprächsqualität ist relativ blechern und metallisch. Das Galaxy A80 hat zudem keinen Näherungssensor. Allerdings schaltet sich das Display dennoch ab, wenn ein ausreichend großer Teil der Touchscreen berührt wird. An Sensoren bietet das Smartphone ansonsten ein Gyroskop und einen E-Kompass. Auch NFC zum kontaktlosen Bezahlen ist vorhanden und sogar ein FM-Radio ist mit dabei.

Samsung Galaxy A80 GPS TestZur drahtlosen Verbindung stehen Bluetooth 5.0 und Dual-Band Wifi mit .ac-Standard zur Verfügung. Auch hier ist die Verbindung stark und stabil. Der Standort wird über GPS, Glonass, Beidou und Galileo Satelliten bestimmt. Die Standortbestimmung erfolgt schnell und zuverlässig.

Zum Musikhören muss man einen 3,5mm Kopfhörer-Adapter an den USB-C Port (2.0) anschließen. Wie auch bei der Speichererweiterung bleibt hier die Frage, warum das A80 als einziges Smartphone der neuen A-Reihe nicht über einen normalen Kopfhörer-Anschluss verfügt. Zum Abspielen von YouTube Videos und Mp3s gibt es ansonsten noch einen Mono-Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser ist ausreichend laut und hat kaum Verzerrungen auch auf der höchsten Stufe. Widevine L1 zum Streaming von HD-Inhalten auf Netflix und Amazon Prime versteht sich bei Samsung natürlich von selbst.

Akkulaufzeit

Das Samsung Galaxy A80 hat einen 3700mAh Akku verbaut. Für ein Smartphone dieser Größe ist diese Kapazität nicht gerade besonders üppig. Andererseits ist der Snapdragon 730 auch ein recht energiesparender Prozessor und das AMOLED-Display spart ebenfalls Energie gegenüber klassischem IPS. In der Praxis ergibt sich somit eine leicht unterdurchschnittliche Akkulaufzeit. Einen Tag Nutzung bekommt man auch als anspruchsvoller Nutzer noch aus dem Galaxy A80 heraus, für zwei Tage reicht es aber so gut wie nie. Für das Abspielen eines einstündigen YouTube Videos bei halber Helligkeit werden etwa 9 % pro Stunde benötigt. Anspruchsvolle Tasks wie PUBG Gaming schlagen mit etwa 22% pro Stunde zu Buche. Im PC-Mark Battery Test erreicht das Samsung Galaxy A80 damit einen Wert knapp unter denjenigen der Konkurrenz.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Im Lieferumfang des Galaxy A80 befindet sich ein 25 Watt Schnellladeadapter. Mit diesem ist das Handy in einer Stunde und 30 Minuten vollständig aufgeladen. Mit Wireless-Charging ist das Galaxy A80 nicht kompatibel.

Fazit und Alternative

Joschbo
Joscha Becking:

Das Samsung Galaxy A80 hat ein ansprechendes Design und ein großes, randloses Display ganz ohne Notch. Wie man es von Samsung kennt und liebt, wurde ein Display erster Güte verbaut, sodass Gaming und Multimedia auf dem Smartphone einfach Spaß machen. Hinsichtlich der Kamera ist das Galaxy A80 ebenfalls recht gut aufgestellt. Durch die rotierende Kamera bekommt man die Möglichkeit, Selfies mit der Hauptkamera und der Ultraweitwinkel-Kamera aufzunehmen. Auch das OneUI System stellt für die alltägliche Nutzung eine solide und ausgereifte Software dar.

Bei all diesen positiven Aspekten gibt es jedoch ein paar Dämpfer. So ist der In-Display Fingerabdrucksensor deutlich langsamer und ungenauer als bei Modellen wie dem Galaxy S10 oder dem Xiaomi Mi 9. Da es keine Face-Unlock Funktion gibt, kann der träge Sensor auch nicht kompensiert werden. Dies ist im Alltag teilweise sehr nervig und wäre für mich eigentlich bereits ein K.O. Kriterium für das Galaxy A80. Zudem ist die Akkulaufzeit allenfalls durchschnittlich und trotz des sehr hohen Gewichts kommt man keine 2 Tage mit einer Ladung aus. Auch kann man die berechtigte Frage aufwerfen, ob ein Mittelklasse-Prozessor für ein Smartphone dieses Preisbereichs wirklich adäquat ist.

Schlussendlich kann das Samsung Galaxy A80 kein so rundes Ergebnis abliefern, dass es sich unter den Konkurrenten behaupten könnte. Soll es ein Smartphone von Samsung sein? Dann doch lieber das Galaxy S10 mit besserer Kamera und schnellerem Prozessor für einen kleinen Aufpreis. Darf es eine günstige Alternative sein? Dann lieber das Xiaomi Mi 9T mit dem gleichen Prozessor, Pop-Up Kamera, randlosem AMOLED-Display und besserem Akku zum halben Preis. Und für die experimentierfreudigen gibt es schließlich noch das Asus Zenfone 6 mit Flip-Kamera, stärkerem Prozessor und längerer Akkulaufzeit – ebenfalls wesentlich alltagstauglicher.

78%
  • Design und Verarbeitung 80 %
  • Display 100 %
  • Leistung und System 70 %
  • Kamera 70 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 70 %

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DieStimmederVernunft
Gast
DieStimmederVernunft

Bitte den Text Korrektur lesen und dabei ein paar Schreibweisen im Deutschen beachten bzw. vereinheitlichen. Abgesehen von Fehlern wie “Phalbet” gehört im Deutschen zwischen Wert und Maßeinheit ein Leerzeichen. Außerdem kopppelt man Reihungen durch, also z.B USB-C-Anschluss. Und bitte mal klären, ob man lieber “9 Prozent” oder “22 %” schreiben möchte – beides zusammen wirkt unprofessionell, vor allem Ausdrücke wie “2 Tage”. Empfehlen würde ich die journalistischen Regeln, bis zwölf Zahlwörter zu benutzen und Maßeinheiten grundsätzlich auszuschreiben.

jonas-andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Hey,

vielen Dank für die Hinweise. Wir versuchen uns diesbezüglich zu verbessern.

Beste Grüße

Jonas

Winniepooh
Mitglied
Mitglied
Winniepooh

Das Mix 3 war nicht “unglaublich schwer”. Warum wird dann dieses Handy so beschrieben?

Tuncay
Gast
Tuncay

Ein Asus Zenfone6 soll ein gutes Stück günstiger sein als das Samsung Galaxy A80 ? Asus Zenfone 6 : 599 Euro / Samsung Galaxy A80 : 560 Euro ? Ich verstehe wie immer so einiges nicht :(((

NiTrö
Gast
NiTrö

Für dieses Smartphone gibt es eigentlich nur ein treffenden Wort: “Frechheit”.

NiTrö
Gast
NiTrö

*treffendes natürlich

TESLA
Mitglied
Mitglied
TESLA

Viiiieeel zu Groß das Teil habe es im Laden gesehen.

Mehr als A50 braucht niemand

Shmeezy
Mitglied
Shmeezy

Kein Näherungssensor bei einem Gerät über 500€ ? Ihr veräppelt uns doch, oder ? ^^

Mein_Droid
Mitglied
Mein Droid

Vielen Dank wir immer. Leider für den Preis ein No Go für mich.