Mit dem Umidigi Power wird der Fokus mal wieder etwas von den aktuellen Smartphone-Trends weggerückt. Displays werden immer größer, die Kameras bekommen immer mehr Funktionen und Megapixel – nur auf den Akku wird sonst kaum mehr eingegangen. Dies hat sich Umidigi zunutze gemacht und bringt ein erstes Gerät heraus, welches das Augenmerk mal zur Abwechslung auf den Akku legt. Zwar hat man auf dem Markt schon Kapazitäten im 5stelligen Bereich gesehen, dennoch sind die 5150 MAh eine Hausnummer. Keines der aktuellen Flagschiffe aus dem Hause Samsung, Huawei oder Xiaomi bieten so viel Akkuvolumen. Dazu steht eine 16 MP Kamera, ein Helio P35 und ein Full-HD Display auf dem Papier. Überraschenderweise legt Umidigi sogar NFC obendrauf. Ob sich dieses Gerät wirklich behaupten kann und ob es außer viel Akkukapazität wirklich etwas zu bieten hat, findet Ihr im folgenden Test heraus.

Verarbeitung und Design

Rein optisch und haptisch lässt das Gerät nicht erahnen, dass sich ein überdurchschnittlich großer Akku im Inneren versteckt. 190 Gramm Gewicht gehen noch in Ordnung, sind aber nicht gerade leicht. Die Maße von 157 x 74,5 x 8,8 mm sind zwar nicht besonders kompakt, dennoch ist die Dicke gut. Zum Rand hin flacht das Gerät zudem ab, wodurch es in der Hand nochmal schlanker wirkt. Auch mit der Breite und Höhe spielt das 6,3 Zoll-Smartphone in einer hohen Liga mit. Bis die Frontkamera unter dem Display serienreif ist, müssen wir einen Tod sterben, um ein so gutes Screen-to-body-Verhältnis zu erreichen. Entweder Notch oder ein mechanisches Kameramodul. Beim Umidigi Power kommt die gute alte Notch zum Einsatz und zwar in der Waterdrop Ausführung. Eine Benachrichtigungs-LED hatte leider keinen Platz mehr.

Umidigi Power Hülle 2 Umidigi Power Hülle 3 Umidigi Power Hülle 1 Umidigi Power Display Ränder Notch 2

Auf der Rückseite kommt Kunststoff zum Einsatz. Dies ist wohl dem Umstand geschuldet, dass Aluminium den verbauten NFC-Chip abschirmen würde. Zudem ist Gorilla Glas auf der Rückseite für dieses Preissegment vermutlich zu teuer. Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite und ist sehr bequem zu erreichen. Beim Design wagt das Umidigi Power keine Experimente. Die Rückseite ist minimalistisch ohne aufregende Effekte gehalten und die Vorderseite beherbergt neben der einen Frontkamera und einem sehr kompakt gehaltenen Speaker nur das große Display und angenehm dünne Ränder. Unterhalb des Displays misst das Kinn nur 5 mm.

An den Kanten finden sich die Knöpfe für die Lautstärke und Power. Ansonsten positionieren sich an der Unterseite ein Speaker, USB-Typ-C Port und ein AUX-Anschluss. Mikrofone findet man oben und unten am Gerät.

Insgesamt ist die Verarbeitung akzeptabel. Zwar knarzt das Gerät etwas, wenn man es drückt, aber Spaltmaße oder andere Mängel konnten wir zum Glück nicht entdecken.

Lieferumfang des Umidigi Power

 

Umidigi Power Lieferumfang

Mehr als den inzwischen etablierten Standard an Begleitmaterial bringt das Umidigi Power nicht mit. Die beigelegte Hülle aus schwarzem Kunststoff passt natürlich perfekt und erweist sich auch als brauchbar. Doch darüber hinaus findet man nur noch das Nötigste in der schwarzen Verpackung:

  • Ladeadapter (EU, 12 V /1,5 A)
  • USB-Typ-C Kabel
  • Case
  • Bedienungsanleitung
  • Dankeskarte mit Gewinnspiel

Display

Umidigi Power Display Ränder Notch 1

Scharfe 2340×1080 Pixel leuchten auf dem Display des Umidigi Power. Dies entspricht einer FullHD+ Auflösung für das 19,5 : 9 Format. Verteilt auf 6,3 Zoll entspricht das einer Pixeldichte von 409 Pixel pro Zoll. Der Kenner weiß, dass Full-HD bei dieser Größe ausreichend scharf ist und Pixel mit dem Auge nicht zu erkennen sind. Der Hersteller spricht zudem von einem 92,7 % Display-zu-Gehäuse-Verhältnis. Diese Werte sind immer mit Vorsicht zu genießen, wenngleich das Display wirklich fast die gesamte Vorderseite einnimmt. Die Notch ist minimalistisch und lässt ausreichend Raum für Benachrichtigungs-Symbole in der Statusleiste.

Für AMOLED reicht das Budget des Smartphones nicht aus, entsprechend setzt der Hersteller auf ein IPS-Panel. Dieses wirkt hochwertig. Klar, die Schwarzwerte sind nicht vergleichbar mit einer AMOLED-Darstellung, aber die sonstigen Farben wirken kräftig und natürlich. Lichthöfe konnte ich kaum entdecken. Nur bei eingeschaltetem Blaulicht-Filter meinte ich, dass das Display an der unteren Kante minimal unregelmäßig ausgeleuchtet ist. Dies ist aber zu vernachlässigen. Insgesamt ist die Helligkeit sehr gut. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung sind Inhalte durchaus noch ablesbar. Bis zu 10 Berührungen gleichzeitig erkennt das Touchpanel zuverlässig und sehr genau.

Für den Schutz des 2,5D-Glasses ist von Beginn an eine Folie aufgebracht. Wie bereits erwähnt handelt es sich beim Glas nicht um Gorilla-Glas, womit Kratzer vermutlich leichter den Weg in die glatte Oberfläche finden. Einen Kratztest mit dem Schlüssel übersteht das Glas aber ohne Beschädigungen.

Leistung

Berechnungen im Umidigi Power führt der Mediatek Helio P35 durch. Es handelt sich dabei um einen Budget-Prozessor aus der P-Reihe. Diese steht vor allem für Sparsamkeit beim Energieverbrauch. Aufgeteilt wird die Power auf 8 Kerne in zwei Cluster. Das Leistungscluster bringt in der Spitze 2,3 GHz, das zweite Cluster kommt auf 1,8 GHz. Die Daten klingen zunächst sehr potent, dennoch läuft das System nicht immer ganz flüssig. Zwar lassen sich einfachere 3D-Games recht gut spielen, beim Scrollen dagegen kommt es zuweilen zu Micro-Rucklern. Games wie Asphalt 9 und PUBG mobile sind zwar spielbar, aber laufen auch nicht 100% flüssig. Von einem Smartphone, welches auf Ausdauer und Budget fokussiert ist, sollte das auch keiner erwarten.

Die Benchmark Ergebnisse bestätigen den sparsamen Charakter des Power Modells. Mit 85.000 Punkten im Antutu Benchmark reist das Gerät keine Bäume aus. Ähnlich sieht es bei den Ergebnissen aus Geekbench und 3DMark aus.

Screenshot 20190713 112632 Screenshot 20190713 121115  Screenshot 20190713 105721 Screenshot 20190626 202442

Der interne Speicher misst 64 GB und kann per Micro-SD erweitert werden. Gerade schnell ist der Speicher mit 200 MB/s im Lesen und 120 MB/s im Schreiben nicht. Auch der 4 GB fassende Arbeitsspeicher spielt mit 5 GB/s nicht gerade bei den Großen mit. Dennoch sind diese Werte ausreichend um Apps in einer angemessenen Zeit zu öffnen und eine angenehme Nutzung im Alltag zu gewährleisten. Für den Preis von 130€ liefert UMIDIGI hier absolut faire Hardware!

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis 3D Mark Ergebnis

System

Screenshot 20190708 233146Wenn sich ein Hersteller für die Verwendung von Stock Android entscheidet, erwartet man eher keine Bugs. “Stock Android 9.0 .. no bloatware, no ads..” wirbt Umidigi. “..but inclusive system crashs” würde ich gerne ergänzen. Je weniger Anpassungen des Systems, desto weniger Potenzial für Fehler – könnte man meinen. Hier belehrt uns Umidigi leider eines besseren. Es kommt sehr häufig zu Systemabstürzen bei der alltäglichen Bedienung. Ein absolutes Nogo! Zwar sind die Abstürze immer schnell wieder weg, dennoch nervt es. Eine entsprechende Meldung macht auf den Absturz aufmerksam. Sobald diese bestätigt wird, geht es auch schon weiter. Lediglich die aktuell geöffnete App wird dabei des öfteren geschlossen.

Ansonsten handelt es sich beim System wirklich um Stock Android 9.0. Entsprechend sollten sich die meisten hier schnell zurechtfinden. Per Wisch nach oben öffnet sich der App Drawer. Bei der Navigation kann man flexibel zwischen einer sehr simplen Gestensteuerung oder eingeblendeten Buttons wählen. Die Anordnung ist frei wählbar. Weitere Features sind ein Nachtmodus (Blaulichtfilter) und das dunkle Design. Bei letzteren werden verschiedene Systeminhalte in schwarze Farbe getaucht. Das Einstellungsmenü selbst bleibt dennoch hell. Hier ist man nicht ganz konsisten.

Umidigi Power System Screenshot 2 Umidigi Power System Screenshot 4Umidigi Power System Screenshot 3

Eine Gesichtserkennung ist auch mit an Bord. Dieser sollte man jedoch nicht zu sehr vertrauen, da sich diese ausschließlich auf die Frontkamera stützt. Besonders sicher ist dieses Identifikationsverfahren also nicht. Dafür kann man das Handy aber schnell und praktisch entsperren. Weiterhin kann das Gerät erkennen, wenn man es in die Hand nimmt. Das Display wird dann automatisch aktiviert. Ich habe diese Funktion deaktiviert, da dann das Display auch ständig bei kleinen Erschütterungen aufleuchtet. Selbst wenn es auf dem Tisch liegt, springt es zuweilen plötzlich an.

Hoffentlich gibt es für das System bald ein heilbringendes Update. Sobald es soweit ist, werden wir diesen Absatz überarbeiten. Die Chancen stehen hier immerhin nicht schlecht. Zumindest am Anfang versorgt Umidigi die Geräte mit einigen Updates und bügelt die Fehler aus, die durch den schnellen Verkaufsstart übersehen wurden. 

Kamera

Screenshot 20190714 201343Was taugt die Kamera in einem Gerät, das vor allem durch eine lange Akkulaufzeit punkten möchte? Hier waren meine Erwartungen tatsächlich nicht besonders hoch. Bei den Specs von 16 MP + 5 MP der Dualcam macht keiner mehr große Augen. Die Linsenöffnung mit F/1.8 klingt schon ganz gut. Klar mit den großen Marken kann die Cam nicht mitspielen, doch für sein Geld bekommt man potenziell schon etwas geboten. Die Betonung liegt hier auf “potenziell”. Denn Potenzial hätte die Kamera. Zumindest von der Fotoqualität her zeigt sie schon ein bisschen was. Zunächst ist aber die Schlichtheit der Anwendung schon fast erschreckend. Nachtmodus, Panoramaufnahmen oder gar einen Pro-Modus sucht man vergebens. Auch bei den Einstellmöglichkeiten im Konfigurationsmenü wurde ein harter Sparkurs gefahren. Eine HDR Funktion wird angeboten. Einen Unterschied zwischen HDR-Aufnahmen und Standard-Aufnahmen konnte ich aber keinen entdecken. Vielleicht wird hier ein Update für etwas mehr Leben sorgen. Ein neues Softwarepaket konnte bereits die zur aufgetretenen extremen Ruckler in der Kameraanwendung eliminieren.

Doch es gibt darüber hinaus noch Bugs. So funktioniert der Bokeh-Modus so gut wie gar nicht. Manchmal zeigt er dabei einfach ein extrem dunkles, oder ein extrem helles Bild an. Ein andermal werden scheinbar willkürlich Bereich unscharf gestellt. Mit Tiefenschärfe hat das definitiv nichts zu tun.

Bildqualität

Ist man jedoch im normalen Automodus gelingen schon sehr ansehnliche Bilder. Vorausgesetzt die Lichtbedingungen passen. Die Farben wirken meist schön und die Schärfe kann sich sehen lassen. Bei Dunkelheit fängt das Umdigi Power dann an zu kämpfen. In der Dämmerung nimmt die Qualität bereits extrem ab. Schade, dass es nicht wenigstens einen Nachtmodus gibt. Dieser könnte bestimmt noch ein wenig mehr herausholen. Bei Videos ist die Cam eher Mittelmaß. Hier sollte man auch nicht zu viel erwarten.

Die Qualität von Selfies mit der 16 MP Frontkamera und F/2.0 Blende gelingen einigermaßen. Hier würde ich sagen, dass die Erwartungen an die Preisklasse durchaus noch getroffen werden. Nur hineinzoomen sollte man in Selbstportraits nicht, denn da formt sich das Bild schnell zu einem hässlichen Pixelbrei.

Insgesamt wird bei der Kamera, durch die schlecht optimierte und verbuggte App, viel Potenzial verschenkt. Hoffentlich kommen hier noch Updates, welche die Probleme beheben. Wer aber nur an ganz normalen Fotos interessiert ist, bekommt jetzt eigentlich schon einen treuen Begleiter.

Konnektivität

Umidigi Power Netz SIM Empfang 1Funken kann das Umidigi Power mit allen in Deutschland wichtigen Frequenzen. Darunter vertreten ist auch das Band 20 im 4G Bereich. 5G ist selbstverständlich nicht verbaut ;). Die Empfangsstärke ist gut. Im Testzeitraum hatte ich meist 4G-Empfang. Im Hybrid-Schlitten ist Platz für zwei Nano-Simkarten oder eben ein Sim-MicroSD-Karten-Kombi. Qualitativ ausreichend sind sowohl Mikrofon als auch die Hörmuschel. Telefonate können angenehm geführt werden. Neben Mobilfunkempfang, bekommt das Umidigi Power natürlich auch WLAN rein. Dies wie gewohnt in zwei möglichen Frequenzen (2,4 und 5 GHz). Die Signalstärke hat sich dabei als brauchbar erwiesen. Hier konnte kein Unterschied zu anderen Geräten festgestellt werden.

Weiterhin ist das nicht mehr ganz so aktuelle Bluetooth 4.2 an Bord. Dafür punktet das Gerät an einer ganz anderen Stelle. Die Nahfeld-Kommunikation per NFC Modul ist tatsächlich möglich. Dies ist z.B. Voraussetzung für Bezahlen per Handy. Wer also Google Pay oder ähnliche Dienste nutzen möchte, wird nicht enttäuscht. GPS und Kompass gewährleisten darüber hinaus eine zuverlässige Navigation.

Sensortechnisch ist das Gerät mit allem ausgestattet, was man so braucht bzw. brauchen könnte. Neben den typischen Licht-, Annäherungs- und Beschleunigungs-Sensor ist auch ein Gyroskop verbaut. Diese leisten auch alle ihren Dienst. Der Fingerabdrucksensor ist jedoch nicht wirklich zeitgemäß. Erst nachdem ich denselben Finger 3 Mal registriert habe, wurde dieser einigermaßen erkannt. Leider ist der Sensor nicht besonders schnell und funktioniert auch nicht immer zuverlässig. Schade, dass man an dieser Stelle offensichtlich gespart hat.

Akku

Die Paradedisziplin des Umidigi Power ist, wie der Name des Gerätes schon hinweist, der Akku. Diesen zwingt man tatsächlich nicht sehr schnell in die Knie. Bei moderater Nutzung sind auf jeden Fall 2 Tage drin. Bei intensiver Nutzung schafft man auch mindestens einen Tag. Die 5150 mAh sind halt einfach ein tolles Volumen, welches erstmal abgeschöpft werden muss. Leider merkt man diesen großen Tank auch deutlich beim Aufladen. Zwar wird Quick-Charge empfohlen, aber leider verbringt das Gerät bis zu 4h an der Leine. Von 0 auf 100 % benötigte es im Test satte 4h 3 Min. Quick Charge kann dies nicht bezeichnet werden.

Den PCMark Batterietest konnte ich leider noch nicht erfolgreich durchführen, da das System beim Test abgestürzt ist. Sobald der Test mal stabil durchläuft, werde ich das Ergebnis nachreichen.

Fazit und Alternative

michael-froschauer
Michael Froschauer:

Alles in allem verschenkt das Umidigi Power viel Potenzial durch die schlecht umgesetzte Software. Die Kamera kann etwas, die Leistung ist gut und der Akku ist ein guter Dauerläufer. Die Wahl von Stock-Android begrüßen wir zudem sehr. Systemabstürze und eine schlechte Kamera-App trüben das gute Bild jedoch stark. Wir hoffen auf ein baldiges Update, welches diese Probleme behebt. Vielleicht können wir diese Negativpunkte bald als vergangene Kindheitskrankheiten vergessen. Bis dahin empfehlen wir den Kauf dieses Geräts nicht. Das System sollte erstmal wirklich stabil laufen. So häufige Abstürze habe ich bisher bei noch keinem Gerät gesehen. Zumal es eigentlich genug Power hätte.

75%
  • Design und Verarbeitung 70 %
  • Display 90 %
  • Leistung und System 50 %
  • Kamera 70 %
  • Konnektivität 90 %
  • Akku 80 %

Preisvergleich

118 EUR*
10-15 Tage – Priority Direct Mail wählen - zollfrei
Zum Shop
126 EUR*
10-15 Tage - EU Priority Line - zollfrei
Zum Shop
126 EUR*
10-15 Tage – Duty-Free shipping – zollfrei
Zum Shop
Nur 170 EUR*
Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden
Zum Shop

*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 24.08.2019

Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!
 
7 Kommentar Themen
9 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
8 Kommentatoren
terencehill123jonas-andremarkus2015BraendasW_Burg Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
terencehill123
Gast
terencehill123

Vielen Dank für die Korrektur. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Ihr für den Test ein Montagsgerät oder Montagsladegerät zugeschickt bekommen habt. In anderen Tests, z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=q9xMop8RbJM (bei 1min34s) braucht das Power 2h44min Ladezeit. Und ich denke nicht, dass der Test fake ist, denn da wird aus vergangenen Tests weiter oben in der Liste auch das Redmi Note 7 angegeben, welches mit 2h01min um einiges schneller lädt. Und auch das F1, das Ihr ja auch getestet habt, hat den gleichen Akku & Mediateks Pump Express & das gleiche Ladegerät. Die Ladezeit beträgt beim F1 ca. 2h40min (z.B. https://www.devicespecifications.com/en/editor-review/be4b97/10 oder https://www.chinahandys.net/umidigi-f1-testbericht/).
Da ich sonst auch nirgends etwas über Systemabstürze lesen konnte und aufgrund der Kommentare davon ausgehe, dass diese in Eurem Test einer App geschuldet sind, finde ich das Gerät für momentan 119,99€ bei Amazon (Normalpreis 129,99€, aber da gibt’s unterm Preis einen 10€ Gutschein, den man anklicken muss, Versand übrigens durch Amazon aus Deutschland) sehr ansprechend und habe mal eins für meine Frau bestellt. Also meiner Meinung nach für Versand aus Deutschland, 6,3 Zoll Display, Stock Android ohne Benachrichtigungsbugs, 5150mAh Akku, 4GB Ram, 64GB Speicher und Antutu > 85000 ein Nobrainer für Leute, die nicht zocken. Eigentlich schwankte ich noch vor kurzem zwischen diesem und dem Redmi Note 7, aber das Problem mit den Benachrichtigungen bei Xiaomi Smartphones mit Notch hat mich schließlich umgestimmt.
Zu den Fotos fällt mir, neben den sehr aufschlussreichen Kommentaren zu diesem Test samt der Links dort sowie möglichen Zweit- oder Drittapps, ein Zitat von Helmut Newton ein, der in einem Restaurant von einem Kellner mit folgenden Worten angesprochen wurde: “Sie machen sehr gute Fotos. Sie müssen doch bestimmt sehr gute Kameras verwenden?”. Worauf dieser entgegnete: “Das Essen in Ihrem Restaurant schmeckt vorzüglich. Es muss daran liegen, dass Ihr Koch sehr teure Töpfe verwendet.”

terencehill123
Gast
terencehill123

Volt und Watt sind wohl im Test durcheinander gebracht worden? Ich denke da ist ein kleiner Fehler augetreten. Das Ladegerät gibt 12V (P=U x I) aus, das Handy verträgt bis zu 18W, also 12V x 1,5A. Von dem her passt alles und Umidigi liefert wie es sein soll. Bitte um Korrektur.

jonas-andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Hey, da hast du natürlich Recht. Aber das macht die Sache nur noch schlimmer, da das Smartphone dann gar nicht erst auf Quick-Charge anspricht. Die Ladezeit bleibt unverändert langsam, trotz 18W Netzteil.

Beste Grüße

Jonas

markus2015
Gast
markus2015

Ich habe die Kamera des Umidigi Power mit fast 100 Fotos mehrere Wochen mit dem Mi 9 SE verglichen. Was die Details und Schärfe am Tage angeht, tun sich beide überraschenderweise gar nichts. Besonders bei gutem Licht. Man findet es selten, dass für 130 Euro nicht vermatschte und halbscharfe Bilder herauskommen. Die Grundverarbeitung ist sehr gut. Nur ,und das ist das Problem, sind die Bilder nicht hinreichend nachgearbeitet. Die Schatten saufen im Gegensatz zum Mi9 zu stark ab , zu dunkel,und wenn die Sonne nicht direkt auf die Bäume scheint, werden die Farben dunkel. Xiaomi hellt die Schatten auf und produziert strahlendes Grün, vielleicht auch manchmal zu viel. Lustigerweise haben die raw-Bilder hellere Farben als das Endprodukt.

Rauschen ist am Tage kein Thema. Man merkt zwar im Zoom, dass Xiaomi auf meinem Vergleichsgerät mehr abfiltert, aber es ist beim Power keinesfalls störend. Das Power ist kein rauschendes Phone.
HDR funktioniert leider gar nicht. Hier kann man aber mit der Better Kamera App gute HDR Bilder machen.

Unschärfe kommt nicht von der Firmware, sondern allenfalls von der Linsenfertigung. Hier kann jedes Gerät gewisse leichte Unschärfen in den Ecken haben oder auch nicht.

Leider besteht auch keine Nachtoptimierung wie bei F1, so dass man mit einer Cam App wie opencamera bei API 2 unter 1/10 Belichtungszeit gehen muss.
Beim Bokeh Modus hatte ich die genannten Fehler nicht. Das Gerät kann hinreichend Kanten erkennen. Abstürze hatte ich in zwei Wochen keinen.

Unterm Strich haben wir eine sehr gute Grundverarbeitung, die man für den Preis fast sonst gar nicht finden kann. Man wünscht sich aber eine bessere Bilddynamik und oft strahlendes Grün ohne z.B nach Snapseed greifen zu müssen.

Braendas
Gast
Braendas

Kann dem o.. g. Bericht nur bedingt zustimmen. Übrigens bis jetzt auch keine Abstürze. Ein riesiger Accu und mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis bin ich mehr als zufrieden. Genau das, was ich gesucht habe.

Shmeezy
Mitglied
Shmeezy

Also ich frage mich gerade tatsächlich, wie man die Kamera zumindest anhand der oben gezeigten “Schnappschüsse” gut finden kann. Die Farben wirken natürlich, das kann man definitiv noch positiv hervorheben, aber selbst bei den hellen Tageslichtaufnahmen ist deutliches Rauschen zu erkennen und man erkennt deutliche Unschärfen, gerade bei weiter entfernten Objekten. Der oben gezeigte Bokeh-Effekt ist absolut katastrophal und die Nachtaufnahmen sind eine Zumutung. Zumindest letzteres ist kein Problem, aber die vorher genannten Auffälligkeiten zeugen in meinen Augen nicht wirklich von einer guten Kamera. Zumindest im Auslieferungszustand. Ich kann persönlich auch keinen Hersteller verteidigen, der seine Geräte mit derart starken Bugs auf den Markt wirft, selbst wenn diese anscheinend mittlerweile behoben wurden. Das zeugt nicht gerade von einer durchdachten Produktpolitik. Ich finde es schade, dass UMIDIGI hier nicht mit mehr Sorgfalt mittlerweile vorgeht, nachdem bereits zahlreiche Produkte fehlerbehaftet waren nach dem Produktlaunch…

W_Burg
Mitglied
Mitglied
W. Burg

Sehr seltsam, in anderen Test’s wird die Kamera als gut bis sehr gut hervorgehoben .
Zum Teil auf Augenhöhe mit manchen Xiaomi’s .
Das Gerät hat alle wichtigen Sensoren an Bord u. sogar NFC , Dual WLAN AC
u. den fetten Akku außerdem hat es fast 20 LTE Bänder was auch nicht so richtig erwähnt wird , damit ist es weltweit einsetzbar.
Das GPS soll auch recht ordentlich sein .

Ich denke für rund 130 EUR, im übrigen auch bei Amazon ( der Preis hier ist falsch) bekommt man ein ordentliches Gerät.

Mit welcher Firmware habt ihr denn getestet ? Das wäre für die Zukunft wünschenswert wenn ihr das dazu schreibt !

Gruß

jonas-andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Hey,

kannst gerne mal so einen Link zu einem anderen Test schicken. Die Kamera kommt bei uns ja auch noch gut weg. Der Preis bei Amazon sollte bald wieder stimmen.

Beste Grüße

Jonas

W_Burg
Mitglied
Mitglied
W. Burg

Bitteschön ….
Ein Bericht von einem User der viel Wert auf die Kamera legt da es offensichtlich sein Steckenpferd ist . Aber auch allgemeine Dinge werden angesprochen .
https://www.chinamobiles.org/threads/meine-woche-mit-dem-umidigi-power.56587/#post-820043

Sicher experimentiert er auch mit verschiedenen Foto Apps …aber die Stock App kommt bis auf Nachtaufnahmen eigentlich gut weg .
Aber welche Handy Cam in dem Preissegement ohne OIS ist bei Nacht schon gut ?

jonas-andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Super Danke. Das bestätigt doch auch unseren Test. Kameraqualität ist OK, Nachtaufnahmen und Videos kann man bei 100€ nicht wirklich erwarten. Bokeh ist unbrauchbar. Nur mit der Software haben scheinbar nur wir zu kämpfen, allerdings war das Problem für UMI nicht unbekannt. Die haben uns ein Update zugesichert, also sind wir nicht die einzigen mit Softwareproblemen :). Wir haben kein Interesse ein Smartphone schlecht zu machen, aber wir testen das Gerät eben in der Praxis. UMI hingegen hat ein großes Interesse daran, die Smartphones sehr gut darzustellen, was man mitunter an den Amazon Bewertungen sieht, die wohl nicht freiwillig geschrieben wurden :)…

Beste Grüße

Jonas

markus2015
Gast
markus2015

Ich hatte für meine Tests 2 Geräte von unterschiedlichen Quellen – Umidigishop Amazon und Tomtop. Es hat während der vielen Wochen nicht einen Systemabsturz mit Meldung “App wird geschlossen” gegeben. Die haben sich nur ein ganz klein wenig in der Linsenqualität des Kameramoduls unterschieden. Selbst die Displayqualität war identisch. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass Kamera Api 2 out of the box unterstützt.
Ich habe auch das Umidigi F1 mit der neuen tollen Kamera-App und AI getestet.

Jedoch scheint es dort ernstliche Probleme mit dem Fokustreiber auf dem Helio P60 zu geben. Viele Kunden beklagen sich über schmuddelartige Bilder. Die Firmware macht daraus ein vermanschtes Bild. Ulefone Armor 6E mit Helio p60 hat exakt den gleichen Fehler.

Das Umidigi Power passt in Detailschärfe und Fokus jedoch sehr gut. Es hat ein gutes Verhältnis zwischen Detailschärfe und Rauschunterdrückung. Außer der guten Basisverarbeitung wurde da aber praktisch gar nichts im Hinblick auf weitere mundgerechte Nachbearbeitung gemacht. Dafür hat das F1 eine Nachtoptimierung. Man müsste beide Geräte kombinieren 🙂 Ich würde es mal so formulieren : In den höherpreisigen Geräten F1 aufwärts wollte Umidigi was optimieren, jedoch ist es an Bugs gescheitert, beim Power wollte es gar nichts optimieren, da stimmt jedoch die Grundlage. Diesen Bug sieht man auch am Umidigi S3 Pro . Detailscharf ist hier nichts, was wohl am Fokustreiber liegen dürfte.

sirrobin001
Gast
sirrobin001

Das Gesamtpaket ist schon ziemlich stimmig. In der Preisklasse aktuell das beste das ich bislang zum testen bekommen habe.

sirrobin001
Gast
sirrobin001

Ich weiß nicht was ihr immer mit euren Testgeräten anstellt… Habe das Power seit über 4 Wochen und nicht einen Absturz erlebt. Aber gut, ihr vergebt bei einem 7,12″ Gerät ja auch Minuspunkte für die Größe… 😂

jonas-andre
Admin
TeamMitglied
Jonas Andre

Hey, ist ja ein gutes Zeichen :).Danke für die Rückmeldung. Umi hat uns ein Update zugesagt, mal sehen ob es diese Woche kommt.

Beste Grüße

Jonas