Seit dem Honor 8 tritt die Marke aus dem Schatten von Huawei hervor und mit dem neuen Honor 10 ist man nun definitiv bereit für den großen Sprung. Das neue Honor 10 – „Beauty in AI“ – ist mehr als nur eine günstiges Huawei P20, es ist ein konkurrenzfähiges Flagship, das auch unter den Chinahandys ein Wörtchen mitzureden hat.

lossless Honor 10 Testbericht Sample 2 lossless Honor 10 Testbericht Sample 1

Zum Einsatz kommt der derzeitig schnellste Chip von der Huawei Tochterfirma HiSilicon: der Kirin 970 kommt schon seit dem Huawei Mate 10 Pro zum Einsatz und auch im Honor View 10 sowie dem Huawei P20 und P20 Pro. Die Kamera soll ebenfalls den nächsten Schritt machen und nun intelligent Fotos aufnehmen. Beim Gehäuse finden wir am Honor 10 ein 5,8 Zoll Display im 19:9 Format mit Notch – was aber wirklich kein Abbruch ist, wie wir noch sehen werden. Mit dem Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite und dem 3,5mm Klinkenanschluss erhört man die Wünsche der Community. 400€ für 64GB oder 450€ für 128GB inklusive der Qual der Wahl unter den vier Farben bekommt man ein Flagship-würdiges Honor 10 – das beste „Huawei“ Smartphone derzeit?

Design und Verarbeitung

Honor 10 Testbericht Honor 10 12Das Honor 10 bietet den Formfaktor, der bei den Handys und insbesondere den Flagships, verloren gegangen scheint: mit dem 5,84 Zoll Display ist es noch recht kompakt. Es misst 149,6 x 71,2 x 7,7 mm bei 153g auf der Waage. Dabei sind alle Annehmlichkeiten untergebracht, die man sich so wünscht: Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite, USB-C und 3,5mm Klinkenanschluss, die Selfiecam am rechten Fleck und natürlich der Notch / Einschnitt im Display.

Die Vorderseite wird durch das längliche Full-Screen Display zwar eingenommen, aber nicht dominiert. Honor hat es geschafft hier einen großartigen Mix zu finden: nach links und rechts ist es nicht komplett edgeless, was der Bedienung zu gute kommt. Die Funktionalität oben und unten ist noch gegeben, zum einen durch den Fingerabdrucksensor, der als Multifunktionsbutton fungiert, und zum andern durch den Notch, der das „Full-Screen Design“ samt der richtigen Kamera-Positionierung ermöglicht.

Honor 10 Testbericht Honor 10 2 Honor 10 Testbericht Honor 10 5

Honor 10 Testbericht Honor 10 6 1 Honor 10 Testbericht Honor 10 7 1

Die Front ist immer schwarz, aber die Rückseite ist dank trendigen Farben und schillernden Effekt ein richtiger Eyecatcher: Schwarz (Schwarz / Glänzend), Glacier Grey (Eisblau / Glänzend), Phantom Blue (Blau / Schillernd Lila) und Phantom Green (Grün / Schillernd Lila).

Unser Grau würde ich als hellblau / eisblau bezeichnen. Was schade ist, denn grau mit blau-schillernden Effekten wäre wohl richtig hübsch gewesen. Die meisten werden wohl zum einfachen schwarz greifen, denn das Blau ist schon richtig auffallend mit dem Schein lila. Wer es auf „Phantom Green“ abgesehen hat, muss außerdem zur 128GB Version greifen. Ansonsten findet sich auf dem Rücken nur die Dual Kamera in horizontaler Anordnung, daneben ein glänzender Schriftzug mit „AI Camera“ und mittig unten „Honor“.

Honor 10 Testbericht Honor 10 3 Honor 10 Testbericht Honor 10 4

Das Honor 10 ist nochmal kleiner geraten als ein OnePlus 5, trotz einem ungefähr gleich großem Display. Dadurch liegt es klasse in der Hand und lässt sich auch einhändig nutzen. Die Verarbeitung ist grandios und Oberklasse: hier drückt nichts, kratzt nichts, es liegt rund in der Hand. Der lackierte Rahmen füllt sich, wie auch die Rückseite aus Glas, recht „weich an“. Einzig die bunten Farben und schillernden Effekte gehen in eine andere Richtung als Luxus. Einziger Wermutstropfen: der Fingerabdrucksensor sitzt unter dem Displayglas – durch die angebrachte Displayschutzfolie geht dieses Verarbeitungs-Schmankerl leider verloren.

Lieferumfang des Honor 10Honor 10 Testbericht Honor 10 1

  • Honor 10
  • Huawei Super Charger & USB-C Kabel
  • SIM Nadel
  • Anleitung & Zettel
  • Silikonschutzhülle

Display

Im Honor 10 wurde ein 5,84 Zoll großes Display verbaut. Dieses löst mit Full HD+ auf und bringt es mit den 2280 x 1080 Pixeln auf eine Bildpunktdichte von 432 PPI. Zum einen ist das Displayglas an den Seiten schön 2.5D abgerundet und es schützt das Panel mit Corning Gorilla Glas. Das Display selbst ist im 19:9 Format, was maßgeblich durch den Notch zustande kommt. Der Notch: „Learn to love the notch“ (Carl Pei, OnePlus Co-Founder). Ja der Einschnitt im Display ist ein Eyecatcher, verhilft aber zu einem Full Screen Display. Man kann ihn natürlich schlecht reden und als hässlich abstempeln – muss man aber nicht. Mit der Option den Bereich Schwarz zu lassen komme ich super zurecht!

Honor 10 Testbericht Honor 10 8 Honor 10 Testbericht Honor 10 9

Noch besser wäre es natürlich, wenn man statt einem IPS ein OLED Display hätte. (siehe One Plus 6). Dann wäre das Schwarz noch unauffälliger. So nutzt man die zwei kleinen Bereiche oben für weiße Statussymbole auf schwarzem Hintergrund. Den Notch an sich sieht man nur noch, wenn man die Statusleiste von oben runterzieht.

Honor 10 Testbericht Honor 10 10 Honor 10 Testbericht Honor 10 11

Xiaomi Mi 8 SE Notch 2 Xiaomi Mi 8 SE Notch 1

Noch weiter an das Full Screen Ideal kommt man durch den Fingerabdrucksensor / Multifunktionsbutton unterhalb des Displays. Mehr geht nur, wenn man es wie beim OnePlus 6 macht und ein riesiges Display verbaut, den Fingerprintsensor auf die Rückseite verlegt und die Gestensteuerung benutzt. In den Einstellungen kann man zwischen 4 Varianten wählen: On-Screen-Buttons und der externe Button werden wohl die beliebtesten sein. Der Fingerabdrucksensor ist schlechter geworden im Vergleich zum Honor View 10. Dafür ist er halt unterhalb des Glases und reagiert auch auf nasse Finger. Das ist kein Beinbruch: in der Praxis lässt sich das Honor 10 gut mit dem Daumen entsperren, bei circa 70% der Versuche auch sofort. In der Kombination mit dem durchdachten Face Unlock hat man keine Probleme mehr. Nutzt man ihn zu Steuerung von Android, so klappt „Home“ und „Zurück“ wie gewohnt. Mit „Zuletzt geöffneten Apps“ hatten wir unsere Probleme und es erforderte Fingerspitzengefühl und Eingewöhnungszeit.

Leistung

Huawei / Honor setzt schon länger auf den Kirin 970 als Top-Prozessor. Der Chip der Tochterfirma HiSilicon kommt standesgemäß seit dem Huawei Mate 10 Pro zum Einsatz. Der Octa Core wird im 10nm Verfahren gefertigt und teilt sich in ein Leistungs- und ein Energiesparcluster auf. Vier A73 Kerne takten mit bis zu 2,4GHz und vier A53 mit bis zu 1,8GHz. Als Grafikeinheit wird noch immer die ARM Mali-G72 verwendet.

Honor 10 Testbericht Screenshot Antutu 1Honor 10 Testbericht Screenshots Benchmarks 5Honor 10 Testbericht Screenshots Benchmarks 3Honor 10 Testbericht Screenshots Benchmarks 4

Das Honor 10 mit aktuellem Android 8 und dem top Kirin 970 legt ein Arbeitstempo an den Tag, das den aktuellen Flagships in nichts nachsteht. Schaut man sich die Benchmarks an, so liegt der Kirin 970 mit dem Snapdragon 835 gleich auf, wenn nicht sogar ein Stück darüber. Gegen den neusten SD845, der auch im Mi Mix 2S zu Werke geht, hat das HiSilicon Produkt das nachsehen – aber hier handelt es sich nur um Zahlen. Wie das Honor 10 performt steht ganz weit oben; noch mehr geht auch nur noch über ein schlankes und gut optimiertes System – z.B. Oxygen von OnePlus. Hier nochmal der Hinweis: für 400€, bzw. zurzeit sogar nur 370€ auf Amazon bekommt man mit dem Honor 10 eine ganze Wagenladung voll an Performance!

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis

Das einzige Manko der rasend schnellen CPU ist die GPU: mit den Adreno Pendants kann die Mali leider nicht mithalten. Noch kann man alle Games ohne Probleme zocken: PUPG Mobile auf zweit höchsten Details auch 2 Runden hintereinander und Asphalt 8 auf der höchsten Grafikstufe. Aber sollten die Games nach noch mehr Leistung verlangen, so wird die Mali GPU aus dem Kirin 970 wohl als ersten den Flaschenhals darstellen.

Honor 10 Testbericht Screenshots Benchmarks 2Loben darf man auch den Speicher: flotter UFS 2.0 Speicher ermöglicht Apps sehr schnell zu starten. Dieser schafft 500 mB/s read und 200 mB/s write – die 6 GB/s des Arbeitsspeichers sind ebenfalls Flagship Level. Das Honor 10 gibt es in zwei Speichervarianten in Europa: 4+64GB kosten 400€ und 4+128GB 450€. Nur muss man sich vorher entscheiden, wie viel Speicherplatz man benötigt, denn Aufrüsten kann man nicht per Micro-SD. Ich persönlich komme mit den 64GB gut aus und kann auch sehr lange Fotos auf dem Gerät sammeln. Die Variante mit 6GB Arbeitsspeicher ist nur in China zu haben. Weiter schlimm ist dies aber nicht: wir haben die Version mit 4GB RAM und kamen in der Testzeit nie an die Grenzen der 4GB. Android und EMUI sowie alle Dienste, die im Hintergrund arbeiten, brauchen knapp 2GB. Mit den verbliebenen 2GB sind Multitasking, das Zocken von zwei (oder mehr) Games gleichzeitig und auch riesige Dateien kein Problem.

EMUI & Software

Im Honor 10 ist direkt die neuste Version von EMUI vorinstalliert: sowohl EMUI als auch Android sind in der Version 8.1 an Bord. An sich hat sich EMUI auch mit dem Update auf Android 8.1 nicht groß verändert – das konnten wir im Test vom Honor View 10 festhalten:

„Ach EMUI, man liebt es, oder man hasst es – oder man gewöhnt sich einfach daran. Eigentlich ist EMUI gar nicht so schlecht, wie ich in Laufe meiner Tests von Huawei oder Honor feststellen durfte. Es ist einfach grundsätzlich anders als das pure Android 7 / 8 oder auch Oxygen OS von OnePlus. Das OS von Huawei ist aufwendiger, überladener und wirkt großflächiger in seiner Aufmachung. Darunter steckt Android und jeder User – auch Überläufer von iOS – sollten sich schnell zurechtfinden. … Einen Punkt bemängeln viele bei EMUI und das sind die vorinstallierten Apps, auch Bloatware genannt. … Das deinstallieren der Bloatware nimmt keine 5 Minuten in Anspruch, dazu noch 3 Klicks in den Einstellungen und im Menü für den Launcher und die Sache hat sich gegessen.“

Honor 10 Testbericht Screenshots EMUI 5Honor 10 Testbericht Screenshots EMUI 2Honor 10 Testbericht Screenshots EMUI 3Honor 10 Testbericht Screenshots EMUI 1

Nach inzwischen drei Testgeräten mit EMUI, dem Huawei Mate 10 Pro, Honor View 10 und nun dem Honor 10, komme ich super mit dem Launcher klar. Das Design ist nicht so schlank wie Oxygen und unaufwändiger als MIUI, es geht schon mehr in die Richtung iOS oder Samsungs Kreation, ist aber besser. Meiner Meinung nach zumindest: in den Einstellungen finden sich genügend Optionen, um EMUI auf seine Bedürfnisse zurecht zu schneidern. Dazu kommen gute und sinnvolle Features. Ich würde sagen, dass im Grunde jeder mit EMUI klarkommt und sich daran gewöhnt – aber wer es grundsätzlich ablehnt, auch ok, das lässt sich (teils) nachvollziehen.

Kamera

Das Honor 10 setzt auf ein Dual Kamera Setup bestehend aus einem 24MP Sensor mit einer Blende von f/1.8 und einem zweiten Monochrom Sensor mit 16MP mit gleich großer Blende. Von Beginn an ist die Auflösung aber auf 16 MP eingestellt, was auch seinen Sinn hat. Über die Lightfusion Technologie werden 4 Pixel zu einem zusammengerechnet, was auch bei Selfies so funktioniert. Die Frontkamera löst ebenfalls mit 24MP auf und hat eine Blende von f/2.0. Mit ein paar Einschränkungen muss man dennoch leben: Bokehs werden elektronisch kreiert (und es klappt tadellos) & Der Hybridzoom mit zweifacher Vergrößerung ist nur elektronisch.

Die AI-Camera und smarte Software verbessert sich von Modell zu Modell aus dem Huawei / Honor Konzern. Die Kamerasoftware von EMUI für die Flagship Modelle fällt sehr umfangreich und üppig aus. Man muss schon zugeben, dass die Kamera zum rumprobieren und spielen einlädt, um noch mehr aus seinem Motiv rauszuholen. Mir gefällts, dagegen ist die Fotoapp von Stock Android oder gar OnePlus einfacher – simpel und schnell zu bedienen, aber ohne künstlerische Anreize.

Ganz am Anfang kurz nach Release haben sich teils noch ein paar Fehler bei der intelligenten AI Funktion eingeschlichen, wie Fragmente oder pinke Lippen. Knapp eine Woche danach kam aber ein Update, mit dem die Fehler Geschichte sind. Mein Schlüsselerlebnis, das mich überzeugte, war der amerikanische Oldtimer aus der Galerie! Der AI Modus hat es als Fahrzeug erkannt und den Lack erheblich aufgebessert. Ungepflegt war der Ford nicht, aber auf dem Foto sieht er aus wie frisch poliert. Die intelligente Software hübscht im Grunde jedes Foto auf, auch wenn sie nur den Kontrast und Dynamikumfang erhöht. Dadurch, dass Parameter eingestellt und auch die einzelnen Modi (Blende, Portrait, HDR) automatisch ausgewählt werden, ist die AI-Kamera des Honor 10 ein Garant für eine ansehnliche Aufnahme.

Honor 10 Testbericht Screenshot Kamera 1Honor 10 Testbericht Screenshot Kamera 2Honor 10 Testbericht Screenshot Kamera 5Honor 10 Testbericht Screenshot Kamera 3

Gewünscht ist dies natürlich nicht immer. Und das ist auch der Nachteil des Honor 10. Hier steckt leider nicht direkt die Technik von Leica drinnen, das bleibt den teuren Huawei Flagships vorbehalten. Man bleibt hinter der Elite zurück, denn ein guter Kamerasensor kostet nun mal Geld. Durch die Software kann man viel rausholen und ich würde sagen, dass 90% der User die Kamera voll begeistert – mich eingeschlossen. Für die 400€ bombenstark, wirklich – aber nun mal nicht Oberklasse. Das zeigt sich zuletzt an einem hohen ISO Wert und Rauschen bei Bildern mit wenig Licht:

Konnektivität

Honor 10 Testbericht Honor 10Im Honor 10 finden zwei Nano SIM Karten Platz, wobei auch beide Plätze LTE und VoLTE unterstützen. Der Datendurchsatz ist gut, aber dazu muss man sagen, dass im Speedtest andere Smartphones ca. 5 mBit/s besser abschneiden. Das ist aber kein Problem, wie es sich gehört hat das Honor 10 LTE Band 20 an Bord. Zum Telefonieren steht auch Voice over LTE und Wifi Calling zur Verfügung. Die beiden Mikrofone transportieren in Kombination die Stimme sehr sauber zum „Gegenüber“, allerdings neigt der eigene Ohrhörer bei voller Lautstärke zum Verzerren. Ansonsten gibt es nichts zu meckern beim Empfang des Honor 10.

Honor 10 Testbericht Screenshot GPSDaneben funkt das Honor 10 mit Dual Band (2.4 & 5.0 GHz) in ac WLAN und auch die Reichweite geht voll in Ordnung. Ein bisschen schade ist, dass nur Bluetooth 4.2 an Bord ist, dafür gibt es wenigstens NFC. Mit dem Honor 10 navigiert man sehr ordentlich: die Position wird zum einen sehr genau bestimmt und auch aufgezeichnete Laufrouten verlaufen schnurstracks ohne Zacken. Bestimmt wird die Position über GPS, A-GPS, Beidou und GLONASS; ein E-Kompass hilft zusätzlich.

Der verbaute Lautsprecher erklingt leider nur Mono: dieser ist für ein YouTube Video zwischen durch brauchbar. Besser macht es der 3,5mm Klinkenanschluss. Erstmal ein Lob, dass dieser noch vorhanden ist! Der Soundchip macht seine Sache ordentlich und auch die „HiListen“ Soundeffekte sind brauchbar. Wenn man den eingestöpselten Ohrhörer Typ definiert (In Ears, OverEars, Ohrstöpsel) verbessert sich der Sound dahingehend – im Grunde ist es aber Geschmackssache und man kann auch den Equalizer bemühen. Zusätzlich haben wir die Xiaomi In Ears mit USB-C ausprobiert und sie ließen sich in vollem Umfang nutzen.

Zusätzlich sind im Honor 10 noch ein paar Sensoren verbaut. Ganz vorneweg steht der Fingerabdrucksensor: er funktioniert auch mittelgut mit nassen Fingern und ist hübsch unter dem Displayglas verbaut. Dafür klappt das Entsperren nur zu ca. 70% und Gesten brauchen mehr Gefühl im Daumen. Wird der Finger erkannt, ist man in gut einer halben Sekunde auf dem Home Screen. Daneben gibt es einen Infrarot Sender und eine „Universalfernbedienung“ – im Test wurde unser 5 Jahre alter Samsung Smart TV aber nicht erkannt (auch MIUI hat diesen nicht in der Datenbank). Außerdem sind folgende Sensoren verbaut: Licht, Näherung, Lage, Beschleunigung, ein Gyroskop, Hall Sensor für smarte Hüllen und ein Barometer. In der Notch findet sich auch eine kleine Benachrichtigungs-LED.

Akkulaufzeit

Honor 10 Testbericht Screenshots Benchmarks 1Im Honor 10, das recht kompakt ist, wurde „nur“ ein 3400mAh großer Akku verbaut. Das Honor 10 schaffte es bei fast durchgängig 1,5 bis 2 Tage durchzuhalten. Sowohl EMUI als auch die Kameraapp laden zum ausprobieren ein, außerdem wollten viele das Honor 10 ausprobieren, weil es glänzt und der Notch polarisiert. Im PC Mark Akku Benchmark hielt es 8:37 durch. Über zwei Tage hinweg reichte das für eine Display On Time von 4:50. Das genügt den Power Usern für ca. 7 Stunden pro Tag. Ein einstündiges YouTube Video brauchte bei mittlerer Helligkeit 14% Akku. Auffällig viel Energie benötigt das Honor 10 bei sehr hell beleuchtetem Display.

Geladen wird das Honor 10 über den USB-C Port. Es liegt ein Huawei Super Charger bei mit dem es von 0 auf 100% in 73 Minuten geht. Will man mal eben zwischendurch nachladen, so presst der Super Charger 25% in 20 Minuten in den Akku. Der auferstandene Trend Wireless Charging steht, trotz Rückseite aus Glas leider nicht zur Verfügung.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

f721819e0f1d724c31e0f8438c69ede3 s131
Erik Zürrlein:

Das Honor 10 ist ein gutes Smartphone, das viele Flagship Ambitionen mitbringt: gute Kamera mit vielen Funktionen, einen sehr schnellen Prozessor, ansprechendes Design, Fingerabdrucksensor auf der Front. Aber so ein paar Aspekte sind einfach genial am Honor 10. Es ist endlich mal wieder ein kleineres Smartphone. 5,8 Zoll hören sich viel an, aber diese werden nur dank Notch erreicht. Rechnet man es in das alte 16:9 Format um, so ist das Honor 10 nicht größer als ein 5,2 Zoll Handy. Es lässt sich komplett mit einer Hand bedienen und es hat noch einen Fingerabdrucksensor auf der Front, der die On-Screen-Buttons ersetzt + einen 3,5mm Klinkenanschluss für Kopfhörer. Als letzter Punkt kommt noch der Preis: die 4+64GB Version sollte den meisten reichen und die kostet sehr faire 400€ – vielleicht ein bisschen weniger je nach Angebot.

Die negativen Punkte lassen sich schnell aufzählen, da sie offensichtlich sind: die Rückseite ist ein Magnet für Fingerabdrücke, der Fingerabdrucksensor funktioniert zwar bei Nässe, aber dafür nicht so schnell. Außerdem könnte EMUI missfallen, wie auch der Notch – aber beides lässt sich anpassen.

Konkurrenz sehe ich im kommenden Xiaomi Mi A2 / derzeitig noch Mi 6X: es ist größer, aber auch viel günstiger; die Kamera bringt ähnlich gute Ergebnisse hervor, vor allem im Tiefenunschärfe Bereich; und der Snapdragon 660 ist ein Brett – zwar nicht auf dem Papier / den Benchmarks aber im Workspeed und der Nutzerperformance. Daneben lässt sich auch ein Xiaomi Mi Mix 2 oder Mix 2S nennen. Nur eine „kleine“ Alternative fehlt bislang. Das Mi 8 SE wäre vielleicht ein Kandidat, aber bis dahin gibt es die absolute Kaufempfehlung für das Honor 10!

90%
  • Design und Verarbeitung 100 %
  • Display 90 %
  • Leistung und System 90 %
  • Kamera 90 %
  • Konnektivität 90 %
  • Akku 80 %

Preisvergleich

365 EUR*
10-15 Tage - Germany Express wählen - zollfrei
Zum Shop
Nur 390 EUR*
Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden
Zum Shop

*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 21.06.2018

Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

2
Schreibe einen Kommentar

 
1 Comment threads
1 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
2 Comment authors
Erik ZürrleinMarius Recent comment authors
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
Marius
Gast
Marius

Hey! Wie würdest du die Kamera vom honor 10 im Vergleich zum Xiaomi Redmi Note 5 (China Variante) beurteilen?
Welche findest du besser?

Und hast du eigentlich bei der Xiaomi Camera App in den Einstellungen die „Schärfe“ sehr hoch getan oder auf normal gelassen? (Fand beim Note 4 btw. Redmi 4X hat das sehr viel ausgemacht, was die Schärfe betrifft)

Lg und tolle Reviews!